DEM0005062MA - Antiseptische Zusammensetzung - Google Patents

Antiseptische Zusammensetzung

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DEM0005062MA
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Mirimanoff, André, Genf
Th. Mühlethaler S. A., Nyon
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Description

Man hat die überraschende Feststellung gemacht, dass bei der Zugabe einer organischen, schwefelhaltigen, oberflächenaktiven Verbindung zu einem antiseptischen Körper, die antiseptische Wirksamkeit dieses Körpers bedeutend gesteigert wird. In der Tat entwickeln gewisse Antiseptika, wie das Oxychinolin, welche in verdünnter Lösung, z.B. bei einer Verdünnung von 1/50'000 eine antiseptische Wirkung von bestimmter Stärke ausüben, in viel stärker verdünnter Lösung (z.B. 1/4000'000) dann die gleiche Wirkung, wenn sie zusammen mit einer organischen, schwefelhalti- gen, oberflächenaktiven Verbindung angewandt werden.
Die vorliegende Erfindung, welche auf der obigen Feststellung beruht, hat eine antiseptische Zusammensetzung zum Gegenstand, insbesondere ein antikryptoganisches und bakterizides Gemisch, welches im ganzen Anwendungsgebiet der Antiseptika brauchbar ist und insbesondere in der Landwirtschaft, im Gartenbau und in der allgemeinen Technik der Desinfektion.
Diese Zusammensetzung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zum Teil aus einem antiseptischen Körper und einer organischen, schwefelhaltigen, oberflächenaktiven Verbindung besteht.
Sie kann unter den verschiedensten Formen vorliegen, wie z.B. als Salbe, Pulver, Flüssigkeit, Seife Ueberzug, Umhüllung usw.
Ausser dem antiseptischen Körper und der oberflächenaktiven Verbindung kann die erfindungsgemässe Zusammensetzung noch andere Bestandteile enthalten, wie verdünnende Füllstoffe zur Erleichterung seiner Auflösung im Wasser (lösliches anorganisches Salz), ein fettes Lösungsmittel, einen Trägerstoff usw.
Unter den organischen, schwefelhaltigen, oberflächenaktiven Verbindungen, welche zur Verwendung für die Herstellung der erfindungsgemässen Zusammensetzung geeignet sind, kann man erwähnen: Gewisse anionische Netzmittel; Sulfonate, wie Alkalisulfonate von höheren Fettalkoholen, insbesondere solche, die in ihrem Molekül mindestens 10 Kohlenstoffatome aufweisen (z.B. Natriumlaurylsulfonat); schwefelhaltige Abkömmlinge (Sulfate, Sulfonate) eines Esters eines höheren Alkohols und einer zweibasischen Säure, insbesondere solche, welche mindestens 8 Kohlenstoffatome in dem Teil ihres Moleküls aufweisen, welcher vom höheren Alkohol herrührt, wie das Natriumsulfat des <Nicht lesbar> der Formel: oder das <Nicht lesbar> der Formel:
Als antiseptische Körper, welche in der erfindungsgemässen Zusammensetzung enthalten sind, kann man Körper verwenden, die für diese bestimmte Wirkung schon bekannt sind, wie Oxychinolin und seine Ester (Sulfat, Benzoat), gewisse Abkömmlinge des Diphenylmethans, wie das 2,2'-Methylen-bis-(4-chlorphenol) der Formel: oder das 2,2'-Methylen-bis-(3,4,6-trichlorphenol) der Formel:
Im Nachfolgenden werden zwei beispielsweise erfindungs- gemässe antiseptische Zusammensetzungen gegeben:
Beispiel 1:
Antiseptischer Stoff: Oxychinolinsulfat
1 Gewichtsteil,
Oberflächenaktive Verbindung: Natriumlaurylsulfonat
9 Gewichtsteile,
Füllstoff: Lösliches anorganisches Sulfat
10 Gewichtsteile.
Diese Zusammensetzung stellt ein in Wasser leicht lösliches Pulver dar. Sie dient zur Herstellung von wirksamen antiseptischen Lösungen, die für die Behandlung von Pflanzen, die Desinfizierung von Samen oder des Bodens, für den Kampf gegen die Infektionen des Wurzelhalses von keimenden Pflanzen usw. verwendet werden können.
Beispiel 2:
Antiseptischer Stoff: 2,2'-Methylen-bis-(3,4,6-trichlorphenol).
Oberflächenaktive Verbindung: <Nicht lesbar> .
Trägerstoff: Seife.
Diese Zusammensetzung ist eine wirksame antiseptische Seife, die in allen geläufigen Anwendungsgebieten der Seife verwendbar ist.
Es ist auch möglich und sehr vorteilhaft, die erfindungsgemässen Zusammensetzungen in Mischung mit Körpern eines bestimmten Bestimmungszweckes zu verwenden, entweder um diese Körper gegen Kryptogamen und Bakterien zu schützen, oder um ihnen antiseptische Eigenschaften zu verleihen. Auf diese Weise können diese Zusammensetzungen Leimen zugegeben werden, um die Schimmelbildung darauf zu verhindern, oder Ueberzügen einverleibt werden, z.B. Ueberzügen auf Grundlage von Natriumsilikat, um diese desinfizierend zu machen, oder Baumaterialien zugesetzt werden, um antiseptische Bekleidungen zu erhalten usw.
Der Hauptvorteil, den die Erfindung infolge der Verwendung einer organischen, schwefelhaltigen, oberflächenaktiven Verbindung mit sich bringt, ist die Erzielung einer bestimmten desinfizierenden Wirkung mit einer Menge an antiseptischen Stoffen, die viel kleiner ist, als die bis heute zur Erzielung derr gleichen Wirkung nötig gewesene Menge.

Claims (8)

1. Antiseptische Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zum Teil aus einem antiseptischen Körper und einer organischen, schwefelhaltigen, oberflächenaktiven Verbindung besteht.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte oberflächenaktive Verbindung ein Sulfonat, ein Sulfat oder ein Salz eines sulfonierten Fettalkohols ist.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte oberflächenaktive Verbindung ein schwefelhaltiges Derivat eines Esters zwischen einem höheren Alkohol und einer zweibasischen Säure ist, wie z.B. ein Sulfat eines Esters zwischen einem höheren Alkohol und einer zweibasischen Säure oder ein Sulfonat eines Esters zwischen einem höheren Alkohol und einer zweibasischen Säure.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte oberflächenaktive Verbindung mindestens
10 Kohlenstoffatome in ihrem Molekül aufweist, wie z.B. das Natriumlaurylsulfonat.
5. Zusammensetzung nach Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte oberflächenaktive Verbindung in ihrem vom höheren Alkohol herrührenden Teil mindestens 8 Kohlenstoffatome aufweist, wie z.B. das Natriumsulfat des <Nicht lesbar> oder das <Nicht lesbar> .
6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der antiseptische Körper o-Oxychinolin oder ein Ester des o-Oxychinolins, insbesondere das Sulfat oder Benzoat des o-Oxychinolins ist.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der antiseptische Körper ein Abkömmling des Diphenylmethans ist, insbesondere das 2,2'-Methylen-bis-(4-chlorphenol) oder das 2,2'-Methylen-bis-(3,4,6-trichlorphenol).
8. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen, vorzugsweise in Wasser löslichen Füllstoff enthält, wie z.B. ein anorganisches Salz.

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