DEM0003268MA - Bohrkrone für drehendes Gesteinsbohren - Google Patents

Bohrkrone für drehendes Gesteinsbohren

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DEM0003268MA
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rock drilling
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Original Assignee
Maschinenfabrik Nüsse & Gräfer K.G., Sprockhövel
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Description

Bei dem von der Anmelderin entwickelten neuen Sprengloch-Bohrverfahren, bei welchem die Bohrlöcher im Gegensatz zum Schlagbohren drehend hergestellt werden, sind Bohrkronen in Anwendung, bei denen zwei gegen den Bohrlochgrund vorstehende, die Bohrschneiden tragende Finger vorhanden sind. Derartige Bohrkronen haben in homogenen Gesteinen gute Ergebnisse erzielt. Bei klüftigem Gestein war jedoch in der Regel der sonst gute Bohrfortschritt nicht erzielbar und es traten empfindliche Störungen durch das Festsetzen der Bohrkronen und Abbrechen der Hartmetallschneiden auf den Vorsprüngen auf. Ähnliche Erscheinungen zeigten sich beim Bohren im Konglomerat. Da man in zahlreichen Fällen mit einem unbekannten Wechsel der Gesteinsart zu rechnen hat, wurde hierdurch der an sich hervorragende Erfolg der Herstellung von Sprenglöchern durch drehendes Bohren in Frage gestellt.
Genaue Untersuchungen haben ergeben, dass sich die erwähnten Störungen insbesondere im klüftigem Gestein darauf zurückführen lassen, dass bei den bisher bekannten Bohrkronen mit ihren beiden Fingern wegen deren diametraler Lage festsetzen, das Hartmetall ausbricht und die Krone unbrauchbar wird.
Diese Nachteile können gemäss der Erfindung dadurch beseitigt werden, dass die Finger der Bohrkrone derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die Bohrschneiden in voneinander abweichenden Ebenen liegen. Hierdurch kann jeweils nur ein Teil der wirksamen Schneidenlängen am etwaigen Klüften anschlagen, während der übrige Teil der Bohrschneiden noch eine ausreichende gute Führung auch auf einem unebenen Bohrlochgrund bildet, um ein Festsetzen oder eine Beschädigung der Bohrschneiden zu verhindern.
In besonders einfacher Weise kann der Grundgedanke der Erfindung dadurch verwirklicht werden, dass die Bohrkrone mit drei Bohrschneiden tragenden Fingern oder Ansätzen ausgestattet ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung in Gegenüberstellung mit einer bisher bekannten Bohrkrone beispielsweise erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine bisher bekannte Bohrkrone in ihrer Einwirkung auf den Bohrlochgrund, in Seitenansicht und Ansicht von unten und
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in gleicher Darstellungsfolge.
Die Bohrkrone nach Figur 1 weist zwei gegen den Bohrlochgrund vorspringende Finger oder Ansätze mit Hartmetallschneiden 2 auf. Diese Hartmetallschneiden 2 sind in einer Ebene angeordnet, so dass sie sich beim Auftreffen auf eine Kluft 3 sehr leicht in dieser Kluft festsetzen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist die neue Bohrkrone mit drei fingerartigen Ansätzen 1 und Hartmetallschneiden 2 versehen. Die durch die Hartmetallschneiden gebildeten Bohrschneiden liegen jedoch in jeweils voneinander abweichenden Ebenen, so dass beim Auftreffen einer Schneide auf die Ebene einer Kluft 3 die anderen beiden Schneiden noch eine ausreichende Führung auf dem Bohrlochgrund bilden, die eine Festsetzung der Bohrkrone verhindert.
Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft. Der ihr zugrunde liegende Vorschlag, die Bohrschneiden einer Bohrkrone in voneinander abweichenden Ebenen anzuordnen, kann konstruktiv noch auf beliebig anderer Weise verwirklicht werden.

Claims (2)

1.) Bohrkrone für drehendes Gesteinsbohren mit gegen den Bohrlochgrund vorspringenden, die Bohrschneiden tragenden Ansätzen oder Fingern, dadurch gekennzeichnet, dass die Finger derart ausgebildet oder angeordnet sind, dass die Bohrschneiden in voneinander abweichenden Ebenen liegen.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit drei Bohrschneiden tragenden Fingern ausgestattet ist.

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