DE2807353C2 - Schlagend beaufschlagbare Gesteinsbohrkrone - Google Patents
Schlagend beaufschlagbare GesteinsbohrkroneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine schlagend beaufschlagbare Gesteinsbohrkrone mit in die Stirnfläche eingebrachten
Sackbohrungen, in denen mit Preßsitz je ein zylindrischer, insbesondere an seinem unteren Ende in eine
konisch ausgebildete Mantelfläche übergehender Hartmetalleinsatz becer.tigt ist und welche zwischen der
zylindrisch ausgebildeten Mantelfläche und dem Boden der Bohrung je mit einem rundum verlaufenden,
abgerundeten Übergangsabschriitt versehen sind.
Es hat sich gezeigt, daß die Eii.^ätze mit Preßsitz
befestigt werden müssen, um einen ausreichenden Halt im Bohrkronenkörper sicherzustellen. Durch die auf die
Bohrkrone einwirkenden Schlagkräfte tritt im Betrieb zwischen den Einsätzen und dem Bohrkronenkörper
eine Relativbewegung auf, die eine Deformation des Wandmaterials der die Einsätze aufnehmenden Sackbohrungen
bewirkt. Hierdurch wird das Material des Bohrkronenkörpers einer sehr starken Wechselbeanspruchung
ausgesetzt, die zu Ermüdungsbrüchen führen kann. So können sich im Material Risse bilden, die sich
allmählich vergrößern, wodurch sich die Einsätze lösen und die Bohrkrone unbrauchbar wird.
Es sind Gesteinsbohrkronen ähnlicher Art bekannt (DE-AS 24 17600, GB-PS 1294717, US-PS 35 99 737
und 33 88 757). bei denen die Einsätze in im wesentlichen zylindrische Sackbohrungen ohne abgerundeten
Übergangseinschnitt eingesetzt sind. Hier besteht eine große Gefahr aufgrund von Ermüdungserscheinungen,
weil hier nicht nur die Sacklöcher scharfe Übergangskanten aufweisen, sondern weil auch die zwischen
zylindrischem Mantelteil und konischem Endteil des Einsatzes gebildete Kante Spannungskonzentrationen
im Material der Bohrkrone herbeiführt.
Es ist auch eine schlagend beaufschlagbare Gesteinsbohrkrone der eingangs genannten Art bekannt (US-PS
39 70 158), bei welcher der abgerundete Übergangsabschnitt innerhalb der Bohrungsmantelfläche verläuft.
Um hier eine Berührung der Umfangskante am unteren Ende des Einsatzes mit dem Übergangsabschnitt zu
vermeiden, ist am Boden der Sackbohrung eine verformbare Unterlage vorgesehen. Die durch die
zwischen der zylindrischen und der konischen Mantelfläche des Einsatzes ausgebildete Kante liegt hier aber
an der Bohrlochmantelfläche an, so daß es hier aufgrund von Spannungskonzentrationen zu Ermüdungserscheinungen
kommen kann.
Es ist auch ein Schlagwerkzeug bekannt (US-PS 38 07 804), das aus einem Meißel besteht, in den
vorderseitig ein einzelner zylindrischer Hartmetalleinsatz eingesetzt ist, der an seinem unteren Ende in eine
konisch ausgebildete Mantelfläche übergeht. Dabei
ίο weist die den Einsatz aufnehmende Sackbohrung einen
ebenen Boden auf, und es ist zwischen der zylindrischen Bodenwand und dem Boden der Bohrung eine
rundumlaufende Ausnehmung vorgesehen, die zur Aufnahme der beim Einpressen des Einsatzes etwa
entstehenden Späne bestimmt ist, um so eine satte Auflage des Endes des Einsatzes auf der Bodenfläche
der Sackbohrung zu erreichen. Diese Ausnehmung hat eine solche Form, daß sie Ermüdungserscheinungen des
Materials eher herbeiführt als verhindert. Es liegt hier auch die Bodenkante des Einsatzes am Lochboden an,
so daß an der Berührungslinie zwischen beiden mit Ermüdungserscheinungen des Materials gerechnet
werden muß.
Es ist schließlich auch eine Schlagbohrkrone bekannt (US-PS 31 00 545), die mit einem eine konische Bohrung
enthaltenden Ansatz versehen ist, in den eine Bohrstange einsteckbar ist. Die Bohrung ist am Grunde mit einer
rundum verlaufende!.- abgerundeten Ausnehmung versehen, durch die die Wandstärke des Ansatzes
verringert wird, so daß dadurch eine gewisse Spannungsverteilung erreicht wird. Das der vorliegenden
Erfindung zugrunde liegende Problem ist hier aber nicht vorhanden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schlagend beaufschlagbare Gesteinsbohrkrone der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher Ermüdungserscheinungen des Kronenkörpers weitgehend
vermieden sind und damit ein fester Halt der Einsätze auch über lange Zeit sichergestellt ist. Dies
wird erfindungsgemäß dadurch v./reicht, daß der abgerundete Übergangsabschnitt als über die Mantelfläche
der Bohrung seitlich vorstehende Ausnehmung ausgebildet ist, welche die untere Kante der zylindrischen
Mantelfläche des Hartmetalleinsatzes übergreift.
Dadurch wird eine Anlage dieser Kante am Bohrungsmantel verhindert, wodurch Spannungskonzentrationen
und Ermüdungserscheinungen vermieden werden.
Vorzugsweise kann die seitliche Ausnehmung einen Teil der Bodenfläche des Einsatzes übergreifen.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform einer bekannten Schlagbohrspitze,
f i g. 2 eine Schnittansicht, die einen Hartmetalleinsatz
zeigt, der durch Preßsitz in einem Stahlkörper in üblicher Weise befestigt ist,
F i g. 3 eine vergrößerte Darstellung der Ausführung nach F i g. 2,
F i g. 4 eine Schnittansicht ähnlich F i g. 2. die aber die
erfindungsgemäße Befestigung zwischen Einsatz und Stahlkörper zeigt,
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Ausführung nach F i g. 4,
F i g. 6 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer ähnlichen Darstellung wie in Fig. 5.
In Fig. 1 ist eine Schlagbohrspitze 10 aus Stahl
dargestellt, deren Vorderfläche mit Präzision gebohrte
Löcher aufweist, die für die Aufnahme von zylindrischen, knopfförmigen Einsätzen 11 aus Hartmetall
bestimmt sind. Jeder Einsatz 11 besitzt einen weich abgerundeten vorspringenden Endteil. Der Bohrspitzenkörper
ist zusätzlich mit Spülkanälen 12 im Bereich der Vorderfläche der Bohrspitze versehen, und er weist
ferner am Umfang angeordnete Ausnehmungen 13 auf, welche das Wegspülen des Bohrkleins vom Boden des
zu bohrenden Loches erleichtern.
Üblicherweise ist jeder Einsatz 11 am Stahlkörper 10
gesichert, indem er in mit Preßsilz ausgebildete zylindrische Löcher 14 eingepreßt wird, so daß der
Einsatz eine Anlage gegen den Boden 15 des Loches erhält. Der unterste Endteil 16 des von dem Loch 15
aufgenommenen Einsatzes ist üblicherweise leicht konisch abgeschrägt, wie es in F i g. 2 gezeigt ist. Die
Größe des Preßsitzes zwischen Einsatz und Bohrspitzenkörper muß so gewählt sein, daß der Einsatz
während des Bohrens festgehalten wird. Trotz des sehr festen Preßsitzes tritt zwischen Einsatz 11 und
Bohrspitzenkörper 10 während jedes Belastungszyklus eine Relativbewegung auf, und zwar infolge der
Belastungskraft vom Gestein her, welche den Einsatz
anfangs in Richtung auf den Boden 15 des Loches drängt, worauf der Einsatz entlastet wird und eine
elastische Rückbewegung des Einsatzes auftritt. Dieses bewirkt eine Deformation auf das Wandmaterial des
den Einsatz aufnehmenden Loches 14, und zwar aufgrund der Unterschiede in der Härte zwischen dem
Hartmetall und dem Stahl. Dies führt zu einer Brucheindrückung am Punkt A (Fig.3) und zur
Entwicklung von Zugspannungen mit Ermüdungscharakter an diesem Punkt. Die Folge davon ist ein Bruch
des benachbarten Stahlmaterial, wodurch der Einsatz lose wird.
Gemäß der Erfindung ist der Übergangsbereich O
zwischen dem Boden 15 des Loches und der Lochwand 14 als seitliche Ausnehmung ausgebildet, deren Ausdehnung
derart ist, daß die unterste zylindrische Mantelfläche des Einsatzes, die sich dem Boden des Loches 14 am
nächsten befindet, in bezug auf die umgebende Wand freiliegt. Der konisch abgeschrägte Bodenteil 16 des
Einsatzes befindet sich somit vollständig in der seitlichen Ausnehmung 17, und zwar zusätzlich zu einem
geringeren zylindrischen Teil der Mantelfläche des Einsatzes, der darüber liegt.
Diese seitliche Ausnehmung 17 ist zweckmäßig durch Drehen erzeugt und als eine weich abgerundete
Ausnehmung mit einem bestimmten Radius Pausgebildet. Es ist aber selbstverständlich, daß auch andere
Ausbildungen der Ausnehmung wahlweise verwendet werden können. Aufgrund der oben erläuterten
Ausbildung des Bodenbereiches des den Einsatz aufnehmenden Loches ist es rnög!; ;ίι geworden, die
Entwicklung von Stahlrissen mit Erriiüd'mgscharakier,
wie es oben beschrieben ist, zu vermeiden.
F i g. 6 zeigt ein etwas abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem der Bodenbereich
des der Einsatz aufnehmenden Loches mit einem Krümmungsradius /?' solcher Größe versehen ist, daß
auch ein Teil der Bodenfläche 18 des Einsatzes, der sich in der Nähe des Übergangsbereiches zwischen dem
Boden des Loches und dem unterste;) Wandteil des Loches 14 befindet, in der seitlichen Ausnehmung 17
freiliegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schlagend beaufschlagbare Gesteinsbohrkrone mit in die Stirnfläche eingebrachten Sackbohrungen,
in denen mit Preßsitz je ein zylindrischer, insbesondere an seinem unteren Ende in eine konisch
ausgebildete Mantelfläche übergehender Hartmetalleinsatz befestigt ist und welche zwischen der
zylindrisch ausgebildeten Mantelfläche und dem Boden der Bohrung je mit einem rundum verlaufenden,
abgerundeten Übergangsabschnitt versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der abgerundete Übergangsabschnitt als über die
Mantelfläche der Bohrung (14) seitlich vorstehende Ausnehmung (17) ausgebildet ist, weiche die untere
Kante der zylindrischen Mantelfläche des Hartmetalleinsatzes (11) übergreift.
2. Gesteinsbohrkrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Ausnehmung (17)
einen Teil eier Bodenfläche (18) des Einsatzes (11)
übergreift.
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