DEM0001351MA - Umschmelzofen - Google Patents

Umschmelzofen

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DEM0001351MA
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Germany
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remelting
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remelting furnace
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melting
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Heinrich Müller
Original Assignee
Müller, Heinrich, Karlsruhe, Baden
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Description

Der Gegenstand vorstehender Erfindung ist ein Umschmelzofen zum Verwerten von Altmetallen. Wenn im folgenden die Verhältnisse an Hand des Umschmelzens von Altaluminium dargelegt werden, so geschieht dies deshalb, weil es sich hierbei um ein besonders aktuelles Gebiet handelt. Was für das Umschmelzen von Altaluminium gesagt ist, gilt aber sinngemäss in gleicher Weise für die anderen Metalle.
Die bekannten Öfen zum Umschmelzen von Altaluminium haben u.a. den Nachteil, dass auch Fremdmetalle wie Kupfer, Rotguss, Messing, Eisen u.s.w. in Lösung gehen. Hierdurch wird der Wert des umgeschmolzenen Aluminiums erheblich gemindert. Es ergeben sich nämlich Legierungen unbekannter und nicht regulierbarer Zusammensetzung und als Folge davon auch unbekannter Festigkeit, Dehnung, Härte und Kerbzähigkeit. Ausserdem treten in dem aus solchem Metall hergestellten Gussstücken häufig Lunker, Seigerungen und harte Stelle auf. Will man diesem Übelstand dadurch begegnen, dass man die Fremdmetalle vor dem Beschicken des Ofens aus dem Schrott entfernt, so ist diese Methode nicht nur teuer und unwirtschaftlich, sie ist vor allem unsicher, weil selbst bei sorgfältigem Arbeiten Teile aus Fremdmetallen leicht übersehen oder als solche auch überhaupt nicht kenntlich zu sein brauchen. Selbst wenn man den Umweg über das Vergiessen des gewonnenen Metalls zu Barren (Masseln) wählt, die man in einer zweiten Hitze im Tigel schmilzt, einer Salzreinigung unterwirft und etwa mit reinen Metallabfällen gattiert, bleibt neben dem erheblichen zusätzlichen Aufwand immer noch der Nachteil der hohen Gasaufnahme und der Unsicherheit hinsicht- lich der Menge und Art der aufgenommenen Fremdmetalle und und im Gefolge hiervon die Unsicherheit hinsichtlich Festigkeit, Dehnung, Härte und Kerbfähigkeit. Es besteht daher seit langem das Bedürfnis, mit Fremdmetallen behaftetes Altaluminium so umzuschmelzen, dass Fremdmetalle gar nicht in Lösung gehen und darüber hinaus der Wunsch in einer einzigen Hitze von beliebig verunreinigtem Schrott zum hochwertigen Gusstück zu kommen. Dieses Ziel ist erreicht durch den vorliegenden Anmeldungsgegenstand.
Während bei den bekannten Umschmelzöfen das flüssig gewordene Metall sich im Unterteil (Sumpf) des Ofens sammelt, wo es dann der Einwirkung von ebenfalls nach unten gelangten Fremdstoffen wie Schrauben aus Stahl oder Messing, Armaturenteilen aus Rotguss, Ölröhrchen aus Messing, Kupfer oder Weicheisen usw. ausgesetzt ist, wird bei dem Ofen gemäss der vorliegenden Anmeldung dieser Nachteil auf die folgende Weise völlig vermieden. Das tropfbar flüssig gewordene Metall läuft sofort durch eine Öffnung 8 ab, vorzugsweise in einen zweiten, vom Schmelzraum getrennten Raum 2, wo es in einem Tiegel 3 gesammelt wird. Die heruntergefallenen höher schmelzenden Fremdmetalle werden im Sumpf 4 des Raumes 1 festgehalten. In dem mit Hilfe des Brenners 5 besonders und zusätzlich heizbaren Tiegel ist es jedem schädigenden Einfluss entzogen, es kann mit entsprechenden Salzen gereinigt und beliebig gattiert werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Ofens gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Einsatzmetall zwar schnell mit Hilfe eines direkt einwirkenden Brenners 6 nahe an die Schmelztemperatur gebracht wird, dass dann aber der Brenner 7, der vorher die Muffel auf die gewünschte Temperatur gebracht hat, die weitere Erwärmung und das Ausschmelzen indirekt bewirkt, also so, dass keinerlei direkte Einwirkung der Heizgase auf das flüssige Metall stattfindet. Es handelt sich somit um einen reinen Muffelofenbetrieb, bei dem eine Oxydation des Umschmelzmetalls durch den Sauerstoff der Heizgase und eine Gasaufnahme völlig vermieden ist. Aus dem Tiegel 3 kann die
Schmelze unmittelbar zu fertigen Gusstücken hoher und höchster Qualität vergossen werden. Somit ermöglicht es der vorliegender Anmeldung zugrunde liegende Schmelzofen, aus jedem angelieferten Schrott unmittelbar in einer Hitze hochwertigen Guss herzustellen.
Der Zweck des vorliegenden Ofens, aus beliebig verunreinigtem Einsatz hochwertigen Guss herzustellen, wird sowohl bei Gasheizung wie Ölheizung als auch bei elektrischer Heizung oder einer anderen Beheizungsart erreicht.

Claims (3)

1. Umschmelzofen zum Trennen von Metallen verschieden hoher Schmelztemperatur gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der Ausflussöffnung (8) im Schmelzraum (1) dass das zuerst schmelzende Metall sofort abfliessen kann.
2. Umschmelzofen nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch die Anordnung von direkt oder indirekt wirkenden Brennern (6, 7) so dass das Umschmelzgut durch direkte Beheizung schnell zum Schmelzen gebracht, der schädliche Einfluss der Gase in der Muffel durch indirekte Beheizung vermieden werden kann.
3. Umschmelzofen nach Anspruch 1 und 2 durch die Anordnung eines Tiegels zum Auffangen des zuerst schmelzenden Metalles, sodass im gleichen Arbeitsgang das Umschmelzen, das wahlweise Reinigen und - oder Gattieren möglich ist.

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