DEG0010994MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1953 Bekanntgemacht am 9. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine WindschutizscheibenwaschvoTrichtung
für Kraftfahrzeuge, bei der. während des Reinigens der Windschutzscheibe
eine Flüssigkeit gegen die zu säubernde Scheibe gespritzt wird.
Bei bekannten Windschutzscheibenreinigern, die durch eine Flüssigkeilt' auf die Windschutzscheibe
'gebracht wird, wird eine dosierte Flüssigkeitsmenge! mittels einer von Hand oder pneumatisch
bewegten kleinen Pumpe, die die Flüssigkeit aus einem Vorratsbehälter saugt, gegen, die
Windschutzscheibe, gespritzt. Dies hat den Nachteil, daß die Zeitdauer, Menge und Druck der auszuspritzenden
Flüssigkeit von der Dimensionierung der Pumpe abhängt. Außerdem stellen, die bei einer
Pumpe. verwendeten Ventile ein Unsicherheitselement.dar.
Es sind Scheibenwascheinrichtungeni bekannt, bei. denen, die in einem Behälter befindliche Flüssigkeit durch, einen mit einer Feder vorgespannten
Kolben unter Druck gesetzt wird und nach Freigabe eines Ventils oder Hahnes gegen- die Wind-
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schutzscheibe gespritzt wird. Anlagen dieser Art haben aber den Nachteil, daß es bei. der Abdichtung
. des Kolbens immer Schwierigkeiten geben wird,
■:■■-,.. besonders dann, wenn die Anlage längere Zeit nicht
in Betrieb genommen wurde.
;j; ; Andere . Windschutzscheibenreiniger benutzen
Behälter, deren Inhalt unter dem Druck von Preßluft steht. Diese haben den Nachteil, daß der Druck
auf die Spritzflüssigkeit je nach Flüssigkeitsstand
ίο sehr verschieden ist, so daß ein gleichbleibender
Spritzstrahl nicht entsteht.
Ferner sind Einrichtungen bekannt, bei denen eine Art Membranpumpe verwendet wird. Pumpen
dieser Art haben den Nachteil, daß die für einen Spritzgang benötigte Flüssigkeit erst aus einem
Vorratsbehälter angesäugt werden muß und daß damit keine rascheiS'pritzbereitschaft gewährleistet
ist, wie sie z. B. benötigt wird, wenn durch ein überholendes Fahrzeug die Windschutzscheibe beschmutzt
wird. Außerdem ist die Menge einer Pumpenfüllung meist klein.
Diese Nachteile werden, durch eine Vorrichtung beseitigt, die aus einem Behälter für den gesamten
Wasservo'rrat und einem darin untergebrachten federbetätigten Druckelement besteht, bei dem erfmdungsgemäß
eine ganze Behälterwand; als Membran ausgebildet ist, die in an sich bekannter' Weise
unter wechselndem Federdruck steht. Der Behälter ist zweiteilig und durch eine zwischen die Gehäusehälften
eingespannte, als Membran ausgebildete Zwischenwand in zwei Räume geteilt, von denen
der eine den gesamten Wasservorrat und der andere die auf die Zwischenwand wirkende Feder aufnimmt.
Die in den Raum neben dem Federmotor einzufüllende Flüssigkeit kann ohne Verwendung
einer Pumpe und, von Ventilen gleichmäßig und in beliebiger Menge an die Windschutzscheibe gespritzt werden. Vor allen Dingen ist das Gerät
jederzeit sofort und ohne vorheriges Ansaugen spritzbereit. ■■.-.·■.-;
Bei der neuen Vorrichtung wird der ventillose Federmotor mechanisch oder pneumatisch gespannt,
wobei die Membran den ganzen Flüssigkeitsraum vergrößert, wenn die Feder zusammengedrückt ist,
so daß das gesamte Gehäuse mit Spritzwasser gefüllt werden kann. Sodann wird die Spannkraft der
Feder freigegeben, entweder durch Verbindung des Federraumes mit der Außenluft oder durch Freigeben,
der Spindel. Hierdurch wird dier Spritz-
So wasserraum unter Druck gesetzt. Es kann, dann
durch Drehen des Hahnes das Spritzwasser bei konstantem Druck ohne Zeitbeschränkung und ohne
Zuhilfenahme von. ,,Ventilen an die Windschutzscheibe
gespritzt' werden. ·
An Hand dier. Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert. .
Fig. ι stellt die.gesamte Vorrichtung im Schnitt
dar, wobei die Feder mittels der Membran durch den Unterdruck ,im Motoransaugrohr gespannt
wird., Sie kann sich durch Umschalten auf die atmosphärische Luft, wieder entspannen.
, Fig. 2 stellt eine .'weitere Ausfuhrungsform dar,
wobei die Feder 'von Hand durch Verwendung
einer Spindel und Mutter gespannt und nach Füllung des Behälters wieder freigegeben wird, um
gegen die Membran zu drücken.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiele1 bestehen aus zwei Behälterhälften ga und o.;,,
zwischen die die großflächige Membran 7 mit! Druckkörper 17 und 18 als Behälterwand eingespannt ist.
Der Raum 4 dient zur Aufnahme des gesamten Spritzwassers, das durch den Einfüllstutzens eingefüllt
wird.
Vor dem Auffüllen des Raumes 4 mit Spritzwasser muß die Feder 1 gespannt werden. Dies
geschieht entweder durch Unterdruck aus dem Motorsaugrohr über das Rohr 3 und. die entsprechende
Schaltstellung des Hahnes 8 oder durch Drehen der gehärteten Mutter 6 auf der Schraubspindel
2, deren. Gewinde aus gehärtetem Draht 15 besteht, so daß keine Schmierung notwendig ist
und das Drahtgewinde in der Führung 14 leicht gleitet. Wenn sodann der Raum 4 mit Wasser gefüllt
ist, wird die* Feder1 1 entspannt, entweder
durch Verbindung des Federraumes 11 mit der Atmosphäre über den Hahn. 8 oder durch Bewegen
der Mutter 6 an den Anschlag 12, wobei die Mutter durch die Kugelsicherung mit Feder 13 gegen Loslösen
gesichert wird. Nach dieser Maßnahme steht Raum 4 unter Druck. Das Spritzwasser kann sodann
nach Drehen des Hahnes 16 bei annähernd
konstantem Druck in beliebiger Menge an. die Windschutzscheibe gedrückt werden. Mit 10 ist ein
Hebel des Hahnes 8 bezeichnet, der sich in Betriebstellung über . den Verschluß des Einfüllstutzens 5
legt.
Claims (6)
1. Windschutzscheibenwaschvorrichtung für Kraftfahrzeuge, bestehend aus einem Behälter
für den gesamten Wasservorrat und einem darin untergebrachten . federbetätigten Druckelement,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Wand des Behälters als Membran ausgebildet ist, die in
an sich bekannter Weise unter wechselndem Federdruck steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zweiteiligen Behälter, der
durch eine zwischen die Gehäusehälften (ga, gb)
eingespannte, als Membran ausgebildete Zwischenwand: (7) in zwei Räume geteilt ist,
von denen der eine den gesamten Wasservorrat und der andere die auf die Zwischenwand
wirkende Feder (1) aufnimmt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (1) in
• an sich bekannter Weise.durch Herstellen, von
Unterdruck im Federraum; (11) oder durch eine
handbetätigtei Spindel (2, 6) zusammendrückbar ist, die an der Gehäusewand gelagert ist,
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Gerät mit
Unterdruckförderung das Öffnen des Verschlusses des Einfüllstutzens (5) am Druckbehälter
(gd) in Abhängigkeit von der Stellung
■ des Hahns (8) in der Saugleitung gehalten ist.
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5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch geikenrazeichnet, daß die Spindel (2) aus einem Bolzen mit schraubenförmig aufgebrachtem,
gehärtetem Draht (15) oder Band besteht und mit einer Schraubenmutter (6) verstellbar
ist, die gegen Herausdrehen gesichert ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme
des Spritzwassers bestimmte Behälterteil (9J aus durchsichtigem Material besteht.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 810230, 864213.
Deutsche Patentschriften Nr. 810230, 864213.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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