DEG0010394MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 6. Oktober 1955
Die Erfindung betrifft Lautsprecher mit Konusmembran. In dieser Beschreibung wird unter dem
Begriff »konisch« auch kegelstumpfförmig und unter dem Begriff »Kegel« oder »Konus« auch ein
Kegelstumpf verstanden.
Solche Lautsprecher haben im allgemeinen eine Hauptresonanz bei irgendeiner Frequenz innerhalb
des oberen Teiles des normalen Frequenzbereiches des Lautsprechers. Es wurde gefunden, daß diese
Resonanz infolge einer besonderen Schwingungsart der Membran auftritt, die aHein von den Kennwerten
der Membran abhängt und nicht von anderen Teilen des Lautsprechers beeinflußt wird. Dies läßt
sich in folgender Weise erklären. Es werde ein schmaler Sektor der Membran betrachtet, der sich
von dem Scheitel zu der Grundfläche der Membran erstreckt. Dieser Sektor kann so aufgefaßt werden, als
ob er auf Zapfen an beiden Enden gehalten wird, und falls -das Sdheitelende mit einer entsprechenden
Frequenz in Schwingungen versetzt wird, kann der Sektor in 'Resonanz gebracht werden, wobei die
Resonanzfrequenz von der Länge, der Masse und
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der Steifigkeit des Sektors abhängt. Keim Schwingen in der (iniii(lfre<|ut'iiz tritt der Schwingungsl);iucli
nicht im Mittelpunkt der Länge des Sektors, sondern näher dem äul.ieren linde des Sektors infolge
der Tatsache auf, daß die Krümmung und infolgedessen die Steifigkeit des Sektors in seiner
Längsrichtung variiert. Line übliche Membran in Form eines geraden Kreiskegels kann so betrachtet
werden, als ob sie aus einer Anzahl solcher
ίο Sektoren zusammengesetzt ist, die alle identisch
sind und dieselbe Cirundresonanzfrequenz haben. Die l''requen/.kurve des Lautsprechers weist infolgedessen
eine augenfällige Spitze bei dieser Frequenz auf.
ig F.s ist bekannt, einen Lautsprecher mit Konusmembran
herzustellen, die aus einer Anzahl Sektoren unterschiedlicher (irundresonanzfrequenz besteht,
lcdoeh wurde bei diesen vorbekannten Ausführungen
die Kearbeitung, die zur Lösung dieser
so Aufgabe vorgenommen wurde, auf die gesamte Membran angewandt, wodurch sich eine Schwächung
der Membran ergab.
Fs ist ein Ziel der Frfuidung, einen Lautsprecher mit einer Konusmembran zu schatten, bei dem die
as Spitze in der Frequenzkurve ohne übermäßige
Schwächung der Membran beträchtlich vermindert ist.
Nach der Frfuidung wird dies dadurch erreicht, daß die Membran an drei Stellen eingeschnitten
oder ausgezackt wird, die näher an der Kasis der Membran als an ihrer Spitze liegen, wobei zwei
Kinselmitte oder Auszackungen dicht aneinander
und der bzw. die dritte diametral entgegengesetzt zu der Lücke zwischen den beiden anderen angeordnet
sind.
Fine Anordnung nach der Frfuidung ist nun als licispicl im Zusammenhang mit den Zeichnungen
beschrieben. Fs zeigen die
Fig. 1 a und 1 b erklärende Diagramme,
Fig. 2 eine Schnittansicht eines Teiles eines dynamischen 15,2-cin-Lautsprechers mit konischer
Metalhnenibran und
Fig. 3 oine Ansicht der in Fig. 2 dargestellten
Lautsprechermembran in Richtung des Pfeiles// der Fig. 2.
Fs ist gefunden worden, daß ein dynamischer Lautsprecher von 15,2 cm Membrandurchmesser,
der eine in üblicher Weise ausgebildete Metallnieinbran
in Form eines geraden Kreiskegels hat, einen Frequenzgang des Schalldrucks aufweist,
welcher der in Fig. 1 a der Zeichnungen dargestellten Kurve entspricht, bei der die Frequenz
in I Iz als Abszisse und der relative Schalldruck des Lautsprechers in db als Ordinate aufgetragen
sind. Aus Fig. ia ist ersichtlich, daß eine stark vorspringende Spitze der Frequenzkurve bei
einer Frequenz von S,5'kHz auftritt. LJm diese S])itzc in der Frequenzkurve zu beseitigen, ist die
Membran des Lautsprechers in der in den Fig. 2 und 3 der Zeichnungen dargestellten Weise ausgebildet.
Wie sich aus den Fig. 2 und 3 ergibt, hat die Membran 1 des Lautsprechers praktisch die Form
eines geraden, metallischen Kreiskegcls, der eine axiale Länge von 38,1 mm und einen Kegelwinkcl
von 115° hat. Die Membran 1 ist an einem Formteil
oder Wickelkörper 2 angeschweißt, der die Sprechspule 3 trägt, die in einem Spalt des magnetischen
Kreises 4 angeordnet ist. Nach der Erfindung ist die Membran in folgender Weise an drei
Kereichen ihrer äußeren Hälfte aus ihrer konischen Form verzogen oder verformt. An jedem Bereich
ist ein Einschnitt durch die Membran 1 vorgenommen, der längs eines Kreises verläuft, der, längs des
Kegelmantels der Membran 1 gemessen, angenähert 12,7 mm von deren Außenumfang entfernt ist. Zwei
Einschnitte haben eine Länge von 33,3 mm und sind gegeneinander um 22,2 mm längs des Kreises
versetzt, während der dritte Einschnitt diametral zu der Lücke zwischen den ersten beiden Einschnitten
angeordnet ist und eine Länge von 22,2 mm hat. Die freien Kanten, die an den Innenseiten
der Einschnitte entstehen, sind in das Innere der Membran 1 hereingezogen, so daß sie Dachfenstern"
ähnelnde Fenster 5, 6 und 7 bilden. Das Fenster 5 befindet sich in dem Bereich des kurzen
Einschnittes und hat eine Länge von 19 mm in Richtung des Membranmantels. Die Fenster 6
und 7 befinden sich in den Bereichen der langen Einschnitte und haben entsprechende Längen von
25,4 mm. Diese Verformung bewirkt eine Vergrößerung der Steifigkeit der Membran 1 in den
Bereichen der Fenster 5, 6 und 7 im Vergleich zu den übrigen Teilen der Membran 1. Auf diese
Weise ist die Membran 1 aus einer Anzahl Scktoren unterschiedlicher Grundresonanzfrequenz zusammengesetzt.
Es ist ersichtlich, daß die Fenster 5,6 und 7 asymmetrisch um die Achse der
Membran ι angeordnet sind, obgleich die Membran ι doppelseitig symmetrisch um die Diametralebene
verläuft, die von der Linie B in Fig. 3 dargestellt wird, d. h. die Ebene, die dem Schnitt der
Fig. 2 entspricht. Um eine übermäßige Abstrahlung hoher Frequenzen von den Fenstern 5, 6 und 7
zu vermeiden, die eine zweite Spitze in der Frequenzkurve des Lautsprechers bewirken würde, ist
es erforderlich, die Fenster 5, 6 und 7 verhältnismäßig starr zu machen. Dies kann dadurch erreicht
werden, daß die freien Kanten der Fenster 5, 6 und 7 nicht in Form einfacher Bögen ausgebildet
werden, sondern indem sie die Form von Kurven haben, deren Krümmungen an verschiedenen Punkten
ihrer Längen in entgegengesetzten Richtungen verlaufen.
Es wird darauf hingewiesen, daß die in Fig. 1 a dargestellte Frequenzkurve zusätzlich zu der obenerwähnten
Spitze eine Einsenkung bei einer Frequenz von etwa 2,5 kHz zeigt. Um diese Einsenkung
des Frequenzganges zu beseitigen, ist nach einem an anderer Stelle gemachten Vorschlag der
Lautsprecher mit einem starren Zapfen oder Spund 8 versehen, der mittels einer Schraube 9 an
dem Teil 10 des magnetischen Kreises befestigt ist. Der Teil 10 ist auf der Innenseite des Wickelkörpers
2 angeordnet, so daß der Zapfen 8 sich innerhalb des von der Membran 1 begrenzten Rau-
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mes befindet. Der Zapfen 8 ist in Form zweier koaxialer Kreiszylinder ii und 12 ausgebildet, die
durch einen geraden kreisförmigen Kegelteil 13 verbunden sind. Der Zapfen 8 muß sich von der
Nähe des Scheitels oder der Spitze der Membran 1 an erstrecken, so daß er zwischen 10 und 20% des
von der Membran 1 begrenzten Raumes einnimmt, wobei wenigstens der Teil des Zapfens 8, der dem
Scheitel oder der Spitze der Membran am nächsten liegt, eine dicht an der Membran 1 angeordnete
Oberfläche hat. Der Zapfen oder Spund 8 kann aus jedem entsprechenden Material bestehen, beispielsweise
aus Holz, Metall oder einem der allgemein als Kunststoffe bekannten Materialien.
Bei der oben beschriebenen und in Fig. 2 dargestellten Konstruktion hat der Lautsprecher einen
Frequenzgang, welcher der in Fig. 1 b dargestellten Kurve entspricht. Man kann daraus erkennen, daß
sowohl die Spitze als auch die Einsenkung der Frequenzkurve des Schalldrucks praktisch beseitigt
sind, so daß der Frequenzgang innerhalb des Frequenzbereiches von 50 Hz bis 10 kHz geradlinig
verläuft.
Selbstverständlich kann auch ein Lautsprecher mit Konusmembran aus einem nichtmetallischen
Material, wie etwa Papier, in erfindungsgemäßer Weise ausgebildet werden. In diesem Fall ist die
oben beschriebene Resonanz nicht die einzige, die innerhalb des oberen Teiles des normalen Frequenzbereiches
des Lautsprechers auftritt. Jedoch erzeugt diese Resonanz die Hauptspitze im oberen
Teil der Frequenzkurve des Lautsprechers, so daß die Erfindung eine beträchtliche Ausglättung dieses
Teiles der Frequenzkurve ermöglicht.
Claims (4)
1. Lautsprecher mit Konusmembran, die aus einer Anzahl Sektoren unterschiedlicher Grundresonanzfrequenz
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran an drei Stellen eingeschnitten oder ausgezackt ist, die näher an der
Basis der Membran als an ihrer Spitze liegen, wobei zwei Einschnitte oder Auszackungen
dicht aneinander und der bzw. die dritte diametral entgegengesetzt zu der Lücke zwischen
den beiden anderen angeordnet sind.
2. Lautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Einschnitt oder
die dritte Auszackung kleiner als die beiden anderen ist.
3. Lautsprecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte oder
Auszackungen dachfensterartig ausgebildet sind.
4. Lautsprecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Kanten der Fenster
die Form von Kurven haben, deren Krümmungen an verschiedenen Punkten ihrer Länge
in entgegengesetzten Richtungen verlaufen.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 592 373;
USA.-Patentschriften Nr. 2 115 924, 2 531 634; britische Patentschrift Nr. 400 825;
französische Patentschrift Nr. 928 176.
Deutsche Patentschrift Nr. 592 373;
USA.-Patentschriften Nr. 2 115 924, 2 531 634; britische Patentschrift Nr. 400 825;
französische Patentschrift Nr. 928 176.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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