DEF0019176MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEF0019176MA
DEF0019176MA DEF0019176MA DE F0019176M A DEF0019176M A DE F0019176MA DE F0019176M A DEF0019176M A DE F0019176MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cheese
mold
lid
ring
circumference
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Dezember 1955 Bekanntgeniacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Herstellung von Rundkäse, Käse in Brotform od. dgl. werden zum Formpressen des Käses Formen aus einem oben offenen Holz- oder Metallbehälter benutzt, der mit Wandungsdurchbrechungen für den Ablauf der beim Pressen ausgetriebe-nen Molke versehen ist. In diese Behälter bzw. Formen wird die Käsemasse, auch Käsebruch genannt, in der für eine gewünschte Käsegröße erforderlichen Menge eingefüllt, nachdem vorher in die ίο Form ein Tuch od. dgl. eingelegt wurde, welches nach dem Einfüllen des Käsebruchs an der Oberseite zusammengelegt wird, so daß es den Käsebruch allseitig umschließt. Die Form wird dann durch einen einlegbaren Deckel in Form einer Platte, Scheibe od. dgl. verschlossen, die der offenen Formseite angepaßt ist, worauf die Form mit der Käsemasse in eine Presse gestellt und der Deckel eine bestimmte Zeit gegen die Käsemasse gepreßt wird. Das Pressen des Käses erfolgt teilweise aber auch durch Aufstellen von Gewichten auf den Deckel. Da der Preßdeckel immer mit Spiel in die Käseformen einsetzbar sein muß, um ein Verklemmen zu vermeiden, entsteht zwischen Deckelumfang und Formwandung ein Spalt. Bei sehr stark zu pressenden Käsearten kann zusatzlieh der Fall eintreten, daß die' Formwandungen durch den Preßdruck nach außen wölben, so daß der Spalt zwischen dem Außenumfang des Deckels
609 656/69
F 19176 III/45 g
und dem Innenumfang vergrößert wird. In jedem Fall wird durch den Preßdruck Käsemasse mit dem Tuch od. dgl. in den Spalt hineingequetscht. Dadurch erhält der Käse am.Außenumfang eine vorstehende Randkante, die frisch sofort nach dem Pressen als minderwertiges Abfallprodukt abgeschnitten wird, um zumindest zu erreichen, daß dieser Abfall noch zur Herstellung von billigerem Schmelzkäse od. dgl. verwendet werden kann. Den
ίο Käsereien entsteht aber trotzdem ein erheblicher Verlust, der schon in kleineren Betrieben täglich mehrere Kilogramm, beträgt.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird nun bei den erwähnten Käseformen gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß ein zwischen Deckelunterseite und Oberfläche der Käsemasse einlegbarer Formring mit ebener Oberfläche und keilförmigem Querschnitt aus elastischem Material vorgesehen ist, dessen Umfang dem Innenumfang der Form angepaßt ist und dessen Dicke von außen nach innen gegen Null abnimmt.
Der Formring nach der Erfindung kann aus Kautschuk, elastischem Kunststoff od. dgl. hergestellt sein, so daß er billig ist und seine Anschaffungskosten selbst in kleinen Betrieben schon durch das Vermeiden der ,bisherigen Verluste eines bzw. einiger Tage gedeckt sind. Der Formring wird nach dem Einfüllen des Käsebruches in die Form und nach dem Zusammenlegen des Tuches an der Oberseite des Käsebruches von oben in die Form eingelegt, wobei die ebene Oberfläche des Ringes nach oben zeigt, so daß er sich mit seinem Außenumfang fest gegen den Innenumfang der Form legt. Auf diesen Formring wird dann der Deckel od. dgl.
aufgelegt und der Käse in üblicher Weise gepreßt. Dadurch schiebt sich der Ring durch seine Keilform mit seinem Außenumfang fest gegen die innere Formwandung, was durch seine Herstellung aus elastischem Material möglich ist, so daß kein Spalt mehr vorhanden ist, der zu der Randkantenbildung Veranlassung gibt. Es kann also keine Käsemasse mehr in den Ringspalt eindringen. Die bisher hierdurch auftretenden Verluste werden also vermieden. Die Unterfläche des im Querschnitt keilförmigen Ringes kann dabei in radialer Richtung gerade oder gewünschtenfalls leicht bogenförmig ausgebildet sein. Im allgemeinen wird der Käse nach diesem Preßvorgang aus der Form herausgenommen, aus dem Tuch ausgewickelt und umgekehrt in die Form gelegt, um dadurch zu erreichen, daß Unter- und Oberfläche des Käses das gleiche Profil erhalten. Da der Käse dann bereits ein festes Gefüge erhalten hat und ohne zusätzlichen Druck nur durch sein Eigengewicht gepreßt wird, ist das Einlegen des Ringes nach der Neuerung dann nicht mehr erforderlich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch eine Käseform aus Holz mit dem Formring nach der Neuerung,
Fig. 2 den gleichen Schnitt während des Preßvorganges.
Bei der Käseform 1 nach dem dargestellten Beispiel handelt es sich um eine Holzform' mit einem Boden 2 und Seitenwandungen 3 aus dicht aneinandergefügten Holzleisten, die durch Metallbänder 4 in bekannter Weise zusammengehalten und mit dem Boden verbunden sind, dessen Innenfläche vorteilhaft schwach nach unten gewölbt ist, wie in dem Zeichnungsbeispiel angedeutet ist. Die Form kann aber auch als topfförmiger Metallbehälter od. dgl. ausgebildet sein. Sowohl die Seitenwände 3 als auch der Boden 2 sind mit Durchbrechungen 5 für den Ablauf der beim Pressen ausgetriebenen Molke versehen. In diese Form 1 wird der Käsebruch zum Formpressen eingefüllt, nachdem vorher ein Tuch 6 eingelegt wurde, welches nach dem Einfüllen an der Oberseite des Käsebruches zusammengelegt wird, so daß es den Käsebruch allseitig umschließt. Bisher wird danach von oben ein flacher, ebener Deckel 7, z. B. Holzdeckel, mit Spiel eingelegt, der mit seinem Umfang der Form der offenen Formseite angepaßt ist und der durch eine Presse, Gewichte od. dgl. niedergedrückt und gegen die Käsemasse 8 gepreßt wird, wie in der Fig. 2 mit den Pfeilen 9 angedeutet ist. Durch den Preßdruck wird der Käse 8 in den Spalt zwischen Deckelumfang und Formwandung gedruckt, wobei sich zusätzlich auch die Seitenwandungen 3 der Form ι nach außen wölben können, was den Ringspalt 10 zwischen dem Deckelumfang und Formwandung 3 vergrößert. Um dieses Eindringen von Käse in den Spalt zu verhindern, ist nach der Neuerung ein Formring 11 vorgesehen, der aus elastischem Material, z. B. Kautschuk, Kunststoff od. dgl. besteht und der mit seinem Außenumfang 12 dem Innenumfang der offenen Formseite genau angepaßt ist. Dieser Ring besitzt einen keilförmigen Querschnitt und sinkt in seiner Dicke vom Außenumfang nach innen auf Null oder aus Herstellungsgründen auf etwa Null ab. Dieser elastische Formring 11 wird zwischen Käsebruchoberfläche und der Deckelunterfläche vor dem Einsetzen des Deckels eingelegt. Die Oberfläche des Ringes 11 ist eben, damit er sich an die ebene Unterfläche des Deckels 7 glatt anlegt, während die Unterfläche des Ring-. querschnittes gerade oder schwach bogenförmig verlaufen kann. Durch den Preßdruck wird der elastische Formring 11 durch seine Querschnittsform bzw. sein Keilprofil nach außen gedrückt und legt sich mit seinem Außenumfang immer fest gegen die Innenfläche der Formwandungen 3 und schließt den vorhandenen und durch das Auseinanderdrücken der Form etwa vergrößerten Ringspalt 10 dicht ab, so daß keine Käsemasse in diesen Spalt eindringen kann. Die bisherigen Verluste werden vermieden. Bei Preßformen mit einer besonderen Formgebung des Bodens, wie es auf der Zeichnung angedeutet ist, wird der Ring 11 zweckmäßig so ausgebildet, daß er zusammen mit dem Deckel 7 etwa die gleiche Querschnittsform wie der Boden besitzt. Beim Nachlassen des Druckes zieht der Ring sich durch seine Elastizität in die ursprüngliche Form zurück, so daß er leicht auss der Form herausgenommen werden kann. Die endgültige
601J 656/69
F 19176 III/45g
Formgebung des Käses erfolgt dadurch, daß er nach dem Pressen umgekehrt in die Form eingelegt wird, ohne daß dabei eine zusätzliche Belastung zu. erfolgen braucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Käseform, bestehend aus einem mit Wandungsdurchbrechungen versehenen, oben offenen Behälter und einer der offenen Behälterseite angepaßten Deckelplatte, Scheibe od. dgl., die nach Einfüllen der in ein Tuch eingeschlagenen Käsemasse die Form von oben abdeckt und gegen die Käsemasse preßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen Deckelunterseite und Oberfläche der Käsemasse (8) einlegbarer Formring (11) mit ebener Oberfläche und keilförmigem Querschnitt aus elastischem Material vorgesehen ist, dessen Umfang (12) dem Innenumfang der Form (1) angepaßt ist und dessen Dicke von außen nach innen gegen Null abnimmt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1878764U (de) Behaelter zum verpacken von fuellgut.
DE1529970B2 (de) Verfahren zur herstellung eines boden und seitenwaende auf weisenden behaelters
DE2912471A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von kaesebloecken aus kruemeligem kaesebruch
DE961141C (de) Kaeseform
CH632430A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von giessformteilen.
DE69904914T2 (de) Backform für nahrungsmittel mit regelbarem inhalt
DEF0019176MA (de)
DE602004012670T2 (de) Vorrichtung zum Herstellen von keramischen Gegenständen wie zum Beispiel Platten, Fliesen und ähnlichen Artikeln durch Pressen von Pulver
DE2943212C2 (de)
DE379391C (de) Verfahren und Einrichtung zum Formen von Tellern und aehnlichen keramischen Gebrauchsgegenstaenden
DE1607009A1 (de) Kaeseform
DE2035053C3 (de) Presse zur Herstellung von Fonnteilen
DE3134607A1 (de) Vorrichtung zum herstellen von kaese
DE929944C (de) Kaesepresse
DE2155571A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum trockenpressen von keramischen waren
DE69614184T2 (de) Verfahren und Vorrichtung um die im Bruch enthaltete Molke durch Pressen zu Entfernen
DE287776C (de)
DE20132C (de) Neuerungen an Pressen zur Herstellung von Fässern aus Papiermasse
DE2217792C3 (de) Presse zur Herstellung von FormteUen
DE19907378C1 (de) Preßvorrichtung, insbesondere zur Kochschinkenproduktion und Verfahren
DE10309467B3 (de) Preßvorrichtung, insbesondere zur Kochschinkenproduktion, und Verfahren
DE1943364A1 (de) Verfahren zum Giessen von Elastomeren und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens
AT272739B (de) Käseform
AT277650B (de) Vorrichtung zum Herstellen von Käselaiben
DE535875C (de) Form- und Vulkanisierpresse