DEF0016559MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. Januar 1955 Bekanntgemacht am 15. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine weitere Verbesserung der Einrichtung zum Montieren schlauchloser
Luftreifen auf ihre Felgen nach Patentanmeldung F 16419 II/63 e. Nach diesem Vorschlag
wirkt ein in seiner Lage gegenüber der Felge und dem darauf lose aufgezogenen Reifen ortsfest gehaltenes
Abdichtungsglied luftdicht einerseits mit dem ihm zugewandten äußeren Felgenrand und
andererseits mit der Seitenwandung des Reifens zusammen, deren Wulst durch Einführen von
Druckluft in das Reifeninnere auf ihren Sitz in der Felge gepreßt wird.
Erfindungsgemäß besteht das Abdichtungsglied aus einer starren, zweckmäßig ringförmigen Druckplatte
und einem von ihr gehaltenen, gleichfalls ringförmigen, elastischen Abdichtungspolster
od. dgl., vorzugsweise aus Schwammgummi. Weitere Einzelheiten und Merkmale gehen aus der Beschreibung
zweier Ausführungsbeispiele der Erfindung hervor.
Fig. ι zeigt schaubildlich das Abdichtungsglied nach der Erfindung;
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Montiereinrichtung in Seitenansicht;
509 599/268
F 16559 II/63e
lüg. 3 zeigt in etwas größerem Maßstab einen Teil der Fig. 2 und veranschaulicht einen auf
seiner Felge montierten schlauchlosen Keifen, wobei <Jic Felge auf dein Druckkolben eines durch eine
Flüssigkeit betätigten Zylinders liegt;
Fig. 4. zeigt im wesentlichen die gleiche Darstellung wie Fig. 3, veranschaulicht jedoch den
I )ruekkolben in angehobener Stellung, in der die Oberseite (\i.·^ Reifens gegen das Abdichtungsglied
gedrückt wird;
lüg. .S zeigt als Teilschnitt die gegenseitige Lage von Reifen, 1<V-1 ge und Abdichtungsglied unmittelbar
vor Beginn des Aufblasevorganges. Der Druckkolben ist gerade so weit angehoben worden, daß
das Abdichtungsglied sich mit geringem Druck abdichtend gegen Reifen und Felge legt;
lüg. 6 ist eine ähnliche Darstellung wie lüg. 5, zeigt jedoch die Lage von Reifen, Felge und Abdichtungsglied
zueinander nach erfolgtem Aufblasen des Reifens;
Fig. 7 zeigt eine vereinfachte Abänderungsform der F.iTmduug in Seitenansicht und teilweise im Schnitt;
lüg. K und 9 zeigen Abänderungsformen des Abdiehtungsgliedes nach Fig. 1.
Aus (U'r Fig. 2 der Zeichnungen ist zu erkennen,
daß die Einrichtung ein Rahmengestell ro aufweist, das im wesentlichen aus einer Grundplatte τ 1 und
senkrechten Trägern 13, 14 gebildet wird. Ein
(Querträger 22 ist durch Bolzen mit den seitlichen
Trägern 13 und 14 verbunden. Ein Abdichtungsglied 25 besteht ans einer Metallplatte 26, die durch
Bolzen mit dem Querträger verbunden ist. An der Metallplatte 26 ist in beliebiger Weise, beispielsweise
durch Anvulkanisicren oder unter Verwendung eines Bindemittels, ein Ring aus nachgiebigem
Baustoff, /.. B. Schwammgummi, befestigt. Dieser Ring ist ziemlich dick· und besitzt einen
I lauptteil 2G11, der mit dem oberen Flansch einer
Reihenfelge in Eingriff kommen kann. Ein nach
<t<> unten vorspringender Ansatz 2" kommt beim Aufmontieren
eines schlauchlosen Reifens mit der obenliegenden Reifenseite in Berührung (Fig. 5).
Kitie 'Hubvorrichtung 30 für den Reifen und das Rad ist auf den Teilen ii, 12 der Grundplatte an-
Ί5 geordnet und besteht aus einem Fuß 31 und einem
damit durch Bolzen 33 verbundenen Zylinder 32. Kin Druckkolben 34 besitzt einen Arbeitskopf 35,
der so gestaltet ist, dal! er eine Reifeufelge 34 aufnehmen und tragen kann. Auf dieser Reifenfelgc
sitzt, wie die Zeichnungen veranschaulichen, ein schlauchloser Keifen 37. Der Druckkolben 34 der
I lubvorrichttuig 30 wird durch ein Druckmittel, beispielsweise Luft, die durch eine Leitung 3S dem
Zylinder zugeführt wird, angehoben.
Der zu montierende schlauchlose Reifen 37 ist in üblicher Weise lose auf die Felge aufgebracht,
wobei die Reifenwülste zwischen den Felgenllanschen liegen. In diesem Zustand wird das aus
Reifen und I1V1IgV bestehende Gebilde auf das Kopf-
·>" stück 35 des I )ruckkolbeiis aufgesetzt, wie dies in
Fig. 3 veranschaulicht ist. Anschließend wird das I triiekmittel durch Offnen eines nicht veranschaulichten
Ventils unter den Druckkolben 34 geführt, was zur Folge hat, daß dieser Kolben sich nach
oben bewegt und hierbei Reifen und Felge mitnimmt, und zwar so lange, bis der ol>erc Rand des
Felgcnflansches und die obere Seitenwandung des Reifens 37 in luftdichte Berührung mit dem
Schwammgummiteil 26,, und 27 gelaugt sind. Anschließend wird Druckluft durch das Ventil 39 eingeführt,
das luftdicht in der Reifeufelge sitzt.
Wie Fig. 4 zeigt, drückt das Rcifcngcwicht und ein vom Abdichtungsglied zusätzlich ausgeübter
Druck die untere Reifenwulst gegen den zugehörigen Wulstsitz, so daß beide Teile in gute Beruhrung
miteinander kommen. .Durch einen Schlauch 40 mit Anschlußnippcl 41 wird Druckluft dem
Ventil 39 zugeführt, das durch ein Loch in der Reifenfelge hindurchragt und luftdicht1 mit dieser
Felge verbunden ist. Wie aus der Zeichnung erkennbar ist, entsteht beim Eindringen von Luft
durch das Ventil 39 innerhalb des Reifens überall ein gleich großer Innendruck. Der gleiche Druck
entsteht auch in der außerhalb der oberen Reifenwulst befindlichen Kammer, die begrenzt wird vom
Reifeninnern, vom Abdichtungsglied und von der Außenseite eines Teils der obenliegenden Reifenwulst.
Die entsprechenden Luftdrücke auf den gegenüberliegenden Seiten der Rcifenscitenwandung
sind in Fig. 5 durch die Pfeile A und B gckennzeichnet.
B zeigt den auf die Außenfläche der Reifenseitenwand einwirkenden Atmosphärendruck
an; die Pfeile A veranschaulichen den allmählich ansteigenden Aufblasdruck, der auf die Iimeniläche
der Reifenseitenwand und des Wulstabschnittes sowie auf die Außenfläche desjenigen Wulstabschnittes
einwirkt, der in radialer Richtung innerhalb der Bcrührungslinie zwischen dem Dichtungsglied 27 und der Seitenwand des Reifens liegt. Der
Druck, der auf beiden Seiten der Reifenwulst und radial innerhalb der Berührungslinie zwischen Abdichtungsglied
und Reifenwand auf beide Reifenseiten ausgeübt wird, ist zu Beginn des Aufblasvorganges
gleich groß. Mit zunehmendem Aufblasdruck im Innern des Reifens, der durch die Pfeile//
angedeutet ist, wird dieser Druck rasch den atmosphärischen, durch die Pfeile 7? gekennzeichneten
Druck übersteigen, so daß die Seitcmvand des Reifens in Achsrichtung nach außen gepreßt wird,
bis die Reifenwulst mit der Reifen felge in Beruhrung
kommt. Da das Reifengewicht die untere Reifenwulst mit der Felge in Berührung hält, ist
ein Entweichen von Luft in dem Augenblick ausgeschlossen, in welchem die obere Reifenwulst die
Felge berührt. Der im Innern des Reifens entstehende Überdruck preßt nun beide Reifenwülste
in ihre endgültigen Stellungen auf der Reifenfelgc.
Wenn die obenliegende Reifenwulst sich in Richtung auf ihren in der Felge vorgesehenen Sitz zu
bewegt, wird der Schwammgummi des Abdichtungsgliedes 25 zusammengedrückt, ohne daß dabei
diese Bewegung des Reifens behindert wird. Bei diesem \'Torgang geht man zweckmäßig sorgfältig
vor, damit Reifen und Felge von vornherein mit dem Schwammgummi in eine solche Berührung
treten, daß die gewünschte Abdichtung entsteht,
F 16559II/63e
ohne daß dabei der Restdruck des Schwammgummis zum Verschwinden gebracht wird. Der die
Einrichtung Bedienende hat sich also zu vergewissern, daß beim Einführen des Aufblasdruckes
in den Reifen der Schwammgummi des Abdichtungsgliedes noch immer eine weitere Zusammenpressung
bei der Bewegung des Reifens erfahren kann, ohne dieser Bewegung einen wesentlichen
Widerstand entgegenzusetzen.
ίο Die Einrichtung nach Fig. J arbeitet grundsätzlich
in der gleichen Weise, wie dies an Hand der Fig. ι bis 6 bezüglich der in ihnen veranschaulichten
Ausführungsform beschrieben wurde. Wenn jedoch solche Hubmittel, wie sie in Fig. 2 veranschaulicht
sind, nicht zur Verfügung stehen, wie dies beispielsweise in den kleineren Werkstätten
von Reifenhändlern der Fall sein kann, findet eine Säule 50, wie sie in Fig. 7 veranschaulicht ist, Anwendung,
die eine Ge win de stange 51 trägt. Auf
dieser Stange ist eine Mutter gegebenenfalls mit Handrad 52 verstellbar, mit deren Hilfe ein Querstück
53 nach unten gegen die Metallplatte des Abdichtungsgliedes gedrückt werden kann, um letzteres
mit dem obenliegenden Teil des Reifens in der gleichen Weise in Berührung zu bringen, wie
dies an Hand der Fig. 1 bis 6 erläutert wurde. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß bei der Einrichtung
nach Fig. 7 das gleiche Abdichtungsglied zur Anwendung kommt wie bei der Einrichtung
nach Fig. 2.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 findet an Stelle des Schwammgummis des Abdichtungsgliedes nach Fig. 2 ein Luftschlauch od. dgl. 9 Anwendung.
Dieser Schlauch liegt zwischen einer Metallplatte 8 einerseits und Reifen sowie Felge
andererseits. Gegebenenfalls kann der Schlauch mit der Platte fest verbunden sein. Es ist leicht erkennbar,
daß dieses Abdichtungsglied grundsätzlich in der gleichen Weise arbeitet wie das mit
Schwammgummi ausgestattete Abdichtungsglied; der Schlauch überbrückt und schließt den Spalt
zwischen der Kante des Felgenflansches und der Seitenwand des Reifens in der gleichen Weise wie
der Schwammgummi. Aus vorstehendem ergibt sich, daß viele verschiedene Möglichkeiten bestehen,
zwischen der Felge und der Seitenwand des Reifens eine Abdichtung zu schaffen. Alle diese
Ausführungsformen liegen im Bereiche der Erfindung. So kann beispielsweise ein Teil der Metallplatte
selbst als Teil einer Wandung Verwendung finden, die eine Kammer umschließt, wenn das Abdichtungsglied
und der Felgenrand sowie die Reifenseite miteinander in Berührung treten. Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß es für die
Erfindung nicht wesentlich ist, daß der Schwammgummi oder ein anderes nachgiebiges Abdichtungsmittel mit der Metallplatte fest verbunden ist,
wenn nur der Gummi bzw. das Abdichtungsmittel den Spalt zwischen Reifen und Felge überbrücken.
Die in Fig. 9 veranschaulichte Ausführungsform des Abdichtungsgliedes besteht aus einer Platte 60,
die zwei zueinander konzentrische, im Querschnitt schwalbenschwanzförmige Nuten 61 und 62 aufweist.
In diesen Nuten sind luftdicht, aber lösbar aus Gummi oder gummiähnlichem Stoff bestehende
Schließglieder 63,64 vorgesehen. Diese Schließglieder 63 und 64 können schnappend in diese
Nuten 61 und 62 eingefügt sein. Das Schließglied 63 wirkt dichtend mit dem Felgenflansch und das
Schließglied 64 mit der Seitenwandung des Reifens zusammen, wie aus der Zeichnung erkennbar ist.
Das Schließglied 64 weist einen lippenartiigen Rand 65 auf, der sich abdichtend gegen die Seitenwandung
des Reifens legt. Ein Vorteil dieser Ausführung des Abdichtungsgliedes ist darin zu sehen,
daß es billig herstellbar ist, eine lange Lebensdauer hat und daß der verhältnismäßig lange
lippenartige Ansatz 65 so lang ausgebildet sein kann, daß er sich mit Sicherheit gegen die Seitenwandung
des Reifens legt.
Die Einrichtung nach der Erfindung und ihre Betriebsweise ist unter Verwendung verschiedener
Abdichtungsglieder beschrieben worden, die mit der Oberseite eines horizontal liegenden Reifens
zusammenwirken. Die Erfindung ist jedoch nicht beschränkt auf die Verwendung derartiger einzeln
angewendeter Abdichtungsglieder, denn offensichtlich könnte der Reifen nach Fig. 4 auch auf einem
zweiten Abdichtungsglied ruhen, der in der gleichen oder ähnlichen Weise ausgebildet ist wie
das Abdichtungsglied 25. Es ist jedoch festgestellt worden, daß das Gewicht des Reifens, wenn er
einigermaßen horizontal liegt, und der von dem Abdichtungsglied ausgeübte leichte, nach unten gerichtete
Druck, der anfänglich den Reifen belastet, die untere Reifenwulst gegen ihren zugehörigen
Wulstsitz in der Felge preßt, und zwar so fest, daß ein rascher Luftverlust, der den Mon'tiervorgang
irgendwie wesentlich beeinträchtigen könnte, nicht stattfindet. Ein zweites Abdichtungsglied
kann gewünschtenfalls Anwendung finden, wenn man gegen jedes Entweichen von Luft gesichert
sein will. Reifen und Felgen können vor dem letzten Schritt des Montieren« natürlich auch
senkrecht stehen, d. h. so, daß ihre Achsen horizontal verlaufen. In letzterem Fall ist es zweckmäßig,
je ein Abdichtungsglied 25 auf jeder Seite des Reifens zu verwenden, wobei diese Abdichtungsglieder
entweder von Hand oder mechanisch in ihre Stellung gebracht werden können, je nachdem
welche Größe die zu montierenden Reifen besitzen und wie rasch sich dieser Montiervorgang
abspielen soll. Zwischen Reifen und Felge können selbstverständlich auch auf die verschiedenste
Weise eine vollständige oder teilweise Abdichtung bewirkt werden, z. B. Hilfe von Haftbändern
u. dgl., ohne daß dabei grundsätzlich von der Erfindung abgewichen wird.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zum Montieren eines schlauchlosen Luftreifens auf einer Felge nach Patentanmeldung F 16419 II/63e, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsglied (25) aus einer starren, zweckmäßig ringförmigen Druckplatte (26) und einem von ihr gehaltenen,509599/268F 16559 II/63egleichfalls ringförmigen, elastischen AbdichtungspolsUT (26,,) hesU'ht.
- 2. Kinriehtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abclichtungspolster (26U) aus Schwammgummi besteht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungspolster aus einem ringförmigen, schlauchartigen Hohlkörper (9) besteht.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gckennzeichnet, daß das ringförmige Abdichtungspolster zweiteilig ausgebildet ist und aus zwei konzentrischen Ringen (63, 64) aus elastischem Baustoff besteht, von denen der eine mit dem Felgenrand, der andere mit der Seitenwandung des Reifens zusammenwirkt und beide luftdicht durch die gemeinsame Druckplatte (60) miteinander verbunden sind.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenO 509 599/268 12.55
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