DEF0016098MA - - Google Patents

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DEF0016098MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. November 1954 Bekaiintgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Schallplattenhalter mit mehreren die Schallplatten zwischen sich aufnehmenden Haltebügeln und besteht darin, daß die Haltebügel jeweils ein ellipsenförmiges Bügelsystem bilden, das einerseits aus zwei eine geschlossene Ellipse bildenden aufrecht stehenden Bügeln besteht, an deren Mitte andererseits zwei weitere, eine Halbellipse ergebende Haltebügel rechtwinklig angesetzt sind.
ίο Ein solches ellipsenförmiges Bügelsystem, in welches die Schallplatten zur Lagerung und Halterung eingeführt werden, bewirkt, daß jede Schallplatte innerhalb der Ellipse wie in einem Hohlkörper steht. Hieraus ergibt sich, daß beim Einstecken einer Platte in das Gerät der Rand der Schallplatte an der Ellipseninnenkurve des Bügelsystems entlang gleitet. Es ist daher eine Berührung zwischen der Schallplattenoberfläche und dem Ellipsensystem unmöglich, und eine Beschädigung der Schallplattenfläche wird vermieden. Die Benutzung des Gerätes erfordert keinerlei vorsichtiges Umgehen mit den Schallplatten und kann auch im Dunkeln erfolgen, da die Ellipsenform der Bügel auch die Einführung einer schräg zum Aufnahmeschlitz geneigten Schallplatte ermöglicht.
Der erfindungsgemäße Schallplattenhälter hält außerdem die Platte bei der Lagerung infolge seiner ellipsenförmigen Halterung nur an drei Punkten an dem Sehallplattenrand fest. Diese Halterung ist somit für die Platten sehr schonend, da die Bügel die Plattenoberfläche nicht berühren.
Die Schallplatten sind infolge des heutigen Qualitätsanspruches in bezug auf tonliche Wiedergabe, Rauschfreiheit und Spieldauer mit nur
509 659/330
F 16098 YlIIdI42g
wenige hundertstel Millimeter messenden Tonaufzeichnungen versehen und im Verhältnis zur normalen Schallplatte sehr empfindlich. Ihre Aufbewahrung erfordert demnach besondere Vorkehrungen.
Die seit langem gebräuchlichen Schallplattenständer genügen dem heutigen empfindlichen Schallplattenmaterial nicht mehr. Ob dabei bezogene oder lackierte Bügelsysteme verwendet
ίο werden, ist unerheblich, denn eine Reibung der Platten an diesen meist gerade und parallel verlaufenden Bügeln ist unvermeidbar, und damit ist eine Beschädigung der Schallplatten bereits möglich. Es kommt hinzu, daß das bezogene Bügelsystem kleinste Stoffasern absondert und diese in die Tonaufzeichnung eindrückt. Auch ein lackierter Bügel kann bei schlechter Formgebung die Schallaufzeichnung verletzen. Es kommt noch hinzu, daß die Schallplatten in den bisherigen Haltegeräten meist nur an zwei Haltepunkten unterhalb des Mittelloches der Platten gehalten, wurden, so daß die obere Kreisfläche der Schallplatte frei in der Luft steht und so den Temperatureinflüssen und damit Verziehungen und Abbiegungen ausgesetzt ist. Dieser Nachteilist bei der vorliegenden Erfindung ausgeschaltet, denn die Schallplatte wird an drei über den Schallplattenrand verteilten Punkten gehalten.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine perspektivische Ansicht des Haltegerätes mit einer eingelegten Schallplatte,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Haltegerätes,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Haltegerätes und Fig. 4 eine Draufsicht des Haltegerätes.
Auf der sesselförmigen Grundplatte 1 mit Rückenlehne 2 ist ein Bügel- bzw. Ellipsensystem derart aufgebaut, daß die in Fig. 1 beispielsweise eingesetzte Schallplatte 3 an den Punkten 4, 5 und 6 gehalten wird. Die so gehaltene Schallplatte steht senkrecht und ist auch an ihrem höchstliegenden Punkt 4 festgehalten. Das Bügel- bzw. Ellipsensystem wird, je nach Breite der Grundplatte 1, aus mehreren nahezu senkrecht stehenden geschlossenen Ellipsen 7 gebildet, die von Punkt 4 zum Punkt 5 verlaufen. Die lichten Weiten der Ellipsen 7 bzw. der Verlauf · der Ellipsenkurven ist so bemessen, daß sie größer sind als eine etwaige seitliche Durchbiegung einer Schallplatte.
An der Rückenlehne 2 sind bei Punkt 6 Halbellipsen 8 befestigt, deren freie Enden mit den Punkten 9 und 10 der Ellipsen 7 verbunden sind. Die Ellipsen 7 und Halbellipsen 8 stehen zueinander in einem Winkel von etwa 900. Infolge des inneren Kurvenverlaufes der Vollellipsen 7 und der Halbellipsen 8 kann die geradflächige Schallplatte 3 nur mit ihrem äußeren Rand an den Ellipsen 7 und den Halbellipsen 8 anliegen, nicht aber mit ihren Flächen. Die Halbellipsen 8 verhindern dabei beim Einführen der Schallplatte 3 in das Bügel- bzw. Ellipsensystem ein seitliches Ausweichen der Schallplatte 3 und führen sie zwangläufig zum Punkt 6. Die Halbellipsen 8, die mit der Rückenlehne 2 der Grundplatte 1 fest verbunden sind,- dienen gleichzeitig zur Halterung der Frontellipsen 7. Eine zusätzliche Befestigung kann durch zwei seitliche Versteifungsstreben 11 erreicht werden. Das Bügelbzw. Ellipsensystem kann durch Verschraubung, Verschweißung oder Verklebung zusammengehalten sein.
Die Grundplatte 1 hat die Form eines Sessels. Sie ist durch eine Abwinklung 12 vorn angehoben, fällt dadurch in leichtem Gefälle nach hinten zu ab.
Das Gerät ist so ausgewuchtet, daß es an der Querstrebe 13 getragen werden kann, ohne daß es sich nach vorn oder nach hinten neigt und ohne daß die eingesetzten Schallplatten etwa herausfallen könnten.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann das Bügel- bzw. Ellipsensystem als ein Plattensystem mit ellipsen- bzw/ mit halbellipsenförmigen Ausschnitten ausgeführt sein.
Der Schallplattenhalter kann aus Kunststoff gegossen, gepreßt oder gespritzt sein.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Schällplattenhalter mit mehreren die Schallplatten zwischen sich aufnehmenden Haltebügeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltebügel jeweils ein ellipsenförmiges Haltesystem bilden, das einerseits- aus zwei eine geschlossene Ellipse bildenden aufrecht stehenden Bügeln besteht, an deren Mitte andererseits zwei weitere, eine Halbellipse ergebende Haltebügel rechtwinklig angesetzt sind.
2. Schallplattenhalter nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, daß das ellipsenförmige Bügelsystem aus Draht zusammengestellt ist.
3. Haltegerät für Schallplatten nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ellipsen und Plalbellipsen aus Platten ausgeschnitten sind.
4. Haltegerät für Schallplatten nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ellipsenförmige Halterung auf einer sesselförmigen Grundplatte befestigt ist, wobei vorzugsweise Grundplatte Und Rückenteil aus einem Stück bestehen.
5. Haltegerät für Schallplatten nach den Ansprächen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Teile im Preß- oder Spritzverfahren "aus Kunststoff hergestellt und durch entsprechende Verbindungsmittel, z. B. Schrauben oder Verschweißung, zusammengehalten sind.
Angezogene ,Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 402 076, 2 422 594.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 659/330 2. 56

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