DEF0015415MA - - Google Patents

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DEF0015415MA
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oxynaphthalene
carboxylic acid
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mol
carbon dioxide
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UNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. August 1954 Bekanntgemacht am 13. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bisherigen Veröffentlichungen und den in der Praxis angewendeten Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure liegt der Gedanke zugrunde, das Monoalkalisalz der 2-0xynaphthalin-(i)-carbonsäure in die 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure überzuführen (vgl. z. B. deutsche Patentschrift 485 274, USA.-Patentschrift 1 648 839 und deutsche Patentanmeldung N 4116 IVc/i2q).
In der britischen Patentschrift 647 997 ist ein Verfahren beschrieben, nach dem angeblich das Dinatriumsalz der 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure durch Erhitzen in das Dinatriumsalz der 2-Oxynaphthalinr (3)-carbonsäure übergeführt werden kann, wozu völlige Abwesenheit von Verbindungen mit freien Hydroxylgruppen Voraussetzung sein soll.
Die Angaben von Schwenk, Chemiker-Zeitung 53 (1929), S. 335 (Versuch 7) und S. 334 (rechts oben), sowie eigene Versuche zeigen, daß auf dem in der britischen Patentschrift 647 997 geschilderten Wege 2-0xynaphthalin- (3) -carbonsäure kaum in Spuren entsteht.
Bei dem Studium des Reaktionsmechanismus der 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäurebildung wurde nun gefunden, daß die Dialkalisalze der 2-0xynaphthalin-(3)-
509 568/51
F 15415 IYcIUq
carbonsäure; in relativ sehr hohen Ausbeuten erhalten werden, wenn man das Erhitzen der Dialkalisalze der 2-Oxyiiaphthalin-(i)-carbonsäure auf Temperaturen über i8o°, gegebenenfalls unter Druck, in Gegenwart von 2-Oxynaphthalin vornimmt.
COO-Alkali
Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß die Dialkalisalze der 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure unter dem Einfluß des 2-Öxynaphthalins einer Naphtholyse der Art unterworfen werden, daß entsprechend der Formulierung
- -O — Alkali
O O.
C H
s ) i
— OH
— O — Alkali
das Monoalkalisalz der 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure welches sich in das Monoalkalisalz der 2-0xynaphthalin-(3)-carbonsäure umlagert -~ neben dem Alkalisalz des 2-Oxynaphthalins entsteht, das seinerseits das Monoalkalisalz der entstandenen 2-0xyna])h(lialin-(3)-carbonsäure zu dem Dialkalisalz neutralisiert.
Die Ausbeulen an 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure bei diesem Verfahren liegen weit über der bei den bisherigen Verfahren als theoretische Grenze angesehenen Ausbeute von 50%, beispielsweise bei 65 bis 70% ('('r Theorie.
H ei spiel 1
In einem Rührautoklav, der zur besseren Durchmischung des Reaktionsgutes mit Gegenrührern versehen ist, werden 8,56 Mol Dinatriumsalz der 2-0xynaphthalin-(i)-carbonsäure und 6,57 Mol 2-0xynaphthalin eingebracht. Unter Rühren und Durchleiten von Kohlendioxyd wird das Reaktionsgut auf eine Temperatur von 235 bis 2450 erhitzt und 48 Stunden unter Durchleiten von Kohlendioxyd auf dieser Temperatur gehalten. Nach beendeter Um-Setzung wird 2-Oxynaphthalin im Vakuum abdestilliert und die Aufarbeitung des Reaktionsproduktes in bekannter Weise vorgenommen.
Die Ausbeute an 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure beträgt 60,2"/,,, bezogen auf eingesetzte 2-0xynaphthalin-(i)-carbonsäure.
Beispiel 2
In einen mit kräftigem Rührwerk versehenen Autoklav werden 8,7 Mol Dinatriumsalz der 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure und 3 Mol 2-Oxynaphthalin eingetragen. Anschließend wird der Gasinhalt des Autoklavs durch Kohlendioxyd verdrängt und Kohlendioxyd bis zu einem Druck von 4,5 atü eingedrückt. Unter Aufrechterhaltung dieses Druckes wird dann die Umsetzung bei einer Innentemperatur von 235 bis 2450 unter Rühren in einem Zeitraum von 24 Stunden durchgeführt. Danach wird 2-Oxynaphthalin im Vakuum aus dem Reaktionsgemisch
abdestilliert und die Aufarbeitung in bekannter Weise auf wäßrigem Wege vorgenommen.
Die Ausbeute an 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure beträgt 66,4%, bezogen auf eingesetzte 2-0xynaphthalin-(i)-carbonsäure.
Beispiel 3
In einen Rührautoklav werden 8,7 Mol Dinatriumsalz der 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure und 4,5 Mol 2-Oxynaphthalin eingetragen. Nach Verdrängung der im Autoklav befindlichen Luft durch Kohlendioxyd wird die Umsetzung unter Rühren bei einer Innentemperatur von 235 bis 245° und einem Druck von 4,5 atü Kohlendioxyd vorgenommen. Nach einer Umsetzungsdauer von 8 Stunden werden weitere 4,5 Mol 2-Oxynaphthalin zugegeben, worauf die Reaktion bei einer Innentemperatiir von 235 bis 245° und einem Kohlendioxyddruck von 4,5 atü fortgesetzt wird. Nach einer Reaktionszeit von weiteren 10 Stunden werden erneut 4,5 Mol 2-Oxynaphthalin zugegeben. Daraufhin wird die Reaktion noch 12 Stunden bei einer Innentemperatur von 235 bis 2450 und einem Kohlendioxyddruck von 4,5 atü fortgeführt. Nach beendeter Umsetzung wird das 2-Oxynaphthalin im Vakuum abdestilliert und die Aufarbeitung in bekannter Weise vorgenommen.
Die Ausbeute an 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure beträgt 70,5 °/n, bezogen auf die eingesetzte 2-Oxynaphthalin-(i)-carbonsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Dialkalisalzen der 2-Oxynaphthalin-(3)-carbonsäure durch Erhitzen von Dialkalisalzen der 2-0xynaphthalin-(i)-carbonsäure auf Temperaturen über i8o°, gegebenenfalls unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen in Gegenwart von 2-Oxynaphthalin vorgenommen wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 647 997.
    © 509 568/51 10.55

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