DEF0014189MA - - Google Patents

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DEF0014189MA
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nitric acid
nitrobenzyl chloride
nitrobenzaldehyde
acid
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. März 1954 Bekaimtgemacht am 26, Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Oxydation von p-Nitrobenzylchlorid bis zur Stufe des p-Nitrobenzaldehyds sind eine Reihe von Oxydationsmitteln vorgeschlagen worden. So hat man die Nitrate und Oxyde von Schwermetallen, Gemische von Bleinitratlösung mit sehr verdünnter Salpetersäure, Bichromat-Soda sowie· Selendioxyd verwendet. Weiterhin hat man den Umweg über die p-Nitrobenzylanilide und -sulfanilide, in die zunächst das Chlorid übergeführt wurde, eingeschlagen und diese dann oxydiert. Von diesen Verfahren besitzt allein die direkte Oxydation des p-Nitrobenzylchlorids mit Bichromat-Soda eine gewisse Bedeutung, liefert jedoch nach einfacher Rektifikation einen Aldehyd in ungenügender Reinheit. Eine präparativ brauchbare Methode stellt die Sommeletreaktion dar, in deren Verlauf p-Nitrobenzylchlorid mit Hexamethylentetramin umgesetzt wird.
Diese bisher bekannten, von p-Nitrobenzylchlorid ausgehenden Darstellungsmethoden geben entweder nur unzureichende Ausbeuten oder bieten Schwierigkeiten anderer Art. Insbesondere macht die Isolierung des reinen Aldehyds meist Verfahren, wie die Bisulfitextraktion oder Wasserdampfdestillation notwendig, wodurch die Gestehungskosten in unerwünschter Weise erhöht werden. Die
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Sommeletreaktion liefert zwar den Aldehyd in 72%iger Ausbeute, jedoch ist das Verfahren umständlich und erfordert größere Mengen teurer Reagenzien, sordaß. eine; Übertragung in den technischen Maßstab wirtschaftlich nicht tragbar ist. ·: ■■' -■'[■ Andere: Verfahren,; die z.B. vom p-Nitrotoluol ausgehen, haben niemals größere Bedeutung erlangt, da die Nitrogruppe in p-Stellung die Oxy-' dation der Methylengruppe, beispielsweise mit
ίο Manganverbindungen, erschwert. Ebenso sind die üblichen Aldehydsynthesen und ein bekanntes Ver-. fahren, nach dem p-Nitrotoluol in Acetanhydrid mit Chromsäure oxydiert wird, entweder unwirtschaftlich oder führen nicht zum Ziel. Weiterhin bietet keines der ,bisher bekannten Verfahren die Möglichkeit einer" kontinuierlichen Führung, sei es auch nur der Herstellung des Rohproduktes.
Es ist auch bekannt, das p-Nitrobenzylchlorid zum p-Nitrobenzylalkohol zu verseifen und diesen mit Salpetersäure zum entsprechenden Aldehyd^zu. oxydieren. Das Verfahren bringt höhe 'Ausbeuten nur bei kleinen Ansätzen, da mit konzentrierter Salpetersäure bei niedriger Temperatur gearbeitet werden muß und hierbei die Löslichkeit" von' p-Nitrobenzylalkohol und p-Nitrobenzaldehyd so gering ist* daß stets ein Gemisch zwischen fester und flüssiger Phase bestehenbleibt. Da außerdem als preisgünstige,^··.. ,Ausgangsmaterialien allein p-Nitrötöiüöl'ürid^cfas 'in einfacher'Reaktion daraus herstellbare p-Nitrobenzylchlorid in Frage1 kommen, kompliziert die Verseifung des p-Nitrobenzylchlorids zum Alkohol das Verfahren in nicht mehr tragbarer Weise.
Es wurde nun gefunden, daß.sich p-Nitrobenzylchlorid sehr wohl und in ausgezeichneter Ausbeute mit Salpetersäure zu p-Nitröberizäldehydi'oxydieren' läßt, wenn man zu einer verdünnten, insbesondere einer 15- bis 22°/oigen, vorzugsweise i8,7°/oigen. Salpetersäure (SZ 166,5 mg KOH/g) 2 bis 10, vorzugsweise 4 bis 6 Gewichtsprozent p-Nitrobenzylchlorid hinzugibt undv;die Mischung' längere Zeit unter Rückfluß kocht. Im Gegensatz zu dem Nitrat- und Bichromatverfahren bildet hier das Oxydationsmittel keine unlöslichen Niederschläge, wodurch die Art der Isolierung wesentlich vereinfacht wird und die als Nebenprodukt anfallende p-Nitrobenzoesäure ohne Schwierigkeiten gewonnen werden kann. Um die Rektifikation, Wasserdampfdestillation oder das Bisulfitverfahren zu umgehen, ist es notwendig, daß das Rohprodukt in grobkristalliner, ..nitrierbarer Form, keinesfalls als Öl, anfällt, was außer durch obige, Bedingungen beim Arbeiten mit Salpetersäure innerhalb des obengenannten Konzentrationsbereiches auch durch eine Verkochungszeit von 24 bis 30 Stunden erreicht werden kann. , ·
Das Rohprodukt enthält, als Verunreinigung hauptsächlich p-Nitrobenzoesäure. Es ergibt nach einmaliger; Kristallisation aus Wasser mit etwas mehr als der berechneten Menge Bicarbonat oder Carbon'at, . vorzugsweise Natriumbicarbonat, ein reines Produkt in Form, chlorfreier Nadeln vom F. 106°. Starke Alkalien sind nicht verwendbar, da hierbei der; Stickstoff der; Nitrpgrüppe .Azoyer- "■'.' bindungen und andere gefärbte Produkte bildet.
Um das Volumen der Lösung, beim Umkristallisieren einzuschränken, können Lösungsvermittler, wie beispielsweise Methanol oder Äthanol, zugesetzt werden, vorzugsweise Methanol.
Aus dem Filtrat wird mit Säure die p-Nitrobenzoesäure gefällt. , . ,.,-.. .
Die Vorzüge des Verfahrens bestehen in der einfachen Arbeitsweise und weiterhin in dem geringen Kostenaufwand für das Oxydationsmittel und die Isolierung des Aldehyds. Ferner darin, daß man die p-Nitrobenzoesäure als Nebenprodukt gewinnen kann. Weitere Vorteile sind die mehrfache Verwendbarkeit , des Pxydationsmittels ohne Regenerierung'desselben, und besonders die Möglichkeit, das Verfahren kontinuierlich zu gestalten.
V.. Beispieli
Zu 2096 g ι einer i8,7°/oigen Salpetersäure (SZ 166,5 mg KOH/g), beispielsweise aus 1500 g Wasser \ und : 596 g ' "Ö5i70/oiger :. Salpetersäure (D.2? g: 1,3965; SZ 585,6) hergestellt, gibt man 86 g (==Vo,5 Mol = 4% der Gesamtmischung) 4-Nitrobenzylchlorid (F. 68 bis 720) zu und erhitzt 24 bis 3,0 Stunden unter Rückfluß zum lebhaften Sieden, wobei eine homogene Lösung entsteht. Nach dem Erkalten wird das Rohprodukt abgesaugt; "Da die Oxydationslösung weiterverwendet" werden kann, entfernt man das Filtrat, bevor zwei- bis dreimal mit kaltem Wasser nachgewaschen wird. Man erhält etwa 80 g lange, grünliche Nadeln (feucht), die mit 5 1 destilliertem Wasser und 5 g Natriumbicarbonat einige; Zeit gekocht werden. Eventuell gibt man noch. etwas Wasser und Alkali zu, um . , eine'ölfreie, schwäch alkalische Lösung zu erhalten. Nach dem Erkalten wird der Niederschlag abgesaugt, mit kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. Es bleiben 55 g lange, blaßgelbliche bis grünliche Nadeln. F. 106,0; Ausbeute 73%.
. i' Aus dem Filtrat fällt' man mit konzentrierter Salzsäure 13,5 g (trocken) p-Nitrobenzoesäure, F. 230 bis 2350. Ausbeute 16%.
Beispiel 2
Das nach Beispiel 1 erhaltene Rohprodukt wird aus Bicarbonatlösung unter Zusatz eines Lösungs-Vermittlers kristallisiert. Zur Kristallisation wird ein Gemisch von 100 ml destilliertem Wasser, 150 ml Methanol und 5 g Natriumbicarbonat verwendet. Die Ausbeute an p-Nitrobenzaldehyd beträgt 70,5fl/o, jene an p-Nitrobenzoesäure 18·%.■·■
B e i s ρ i e 1 3 .
Zu 2100 g einer 30%»igen Salpetersäure, beispielsweise aus 1090 g Wasser und 1010 g 62,47%'iger technischer Salpetersäure (berechnet aus der Säurezahl) hergestellt, gibt man 86 g (= 0,5 Mol) 4-Nitrobenzylchlorid (F. 70 bis 730) . zu und erhitzt 5V2 Stunden unter Rückfluß.· Nach der Aufarbeitung analog Beispiel ι . erhält man 43 g p-Nitrobenzaldehyd, F. 1050. Die Ausbeute ist 57% der Theorie; Aus dem Filtr.at konnten
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22 g verunreinigte p-Nitrobenzoesäure gewonnen werden, Ausbeute 26%.
Beispiel 4
Zu 2099 g einer 5%igen Salpetersäure, beispielsweise aus 169 g 62,47%igef technischer Salpetersäure und 1930 g Wasser erhalten, gibt man 86 g p-Nitrobenzylchlorid (F. 67 bis 720) zu und erhitzt 80 Stunden unter Rückfluß. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man 40 g p-Nitrobenzaldehyd, F. 1040. Die Ausbeute beträgt 53 «/β der Theorie.
Aus dem Filtrat erhält
p-Nitrobenzoesäure.
man 1 g verunreinigte

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von p-Nitrobenzaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß p-Nitrobenzylchlorid längere Zeit mit verdünnter Salpetersäure bei deren Siedetemperatur oxydiert wird, wobei 2 bis 10*/» p-Nitrobenzylchlorid, bezogen auf die Menge der verdünnten Salpetersäure, verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 15- bis 22°/ftige Salpetersäure verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohprodukt aus verdünnter wäßriger Alkalicarbonat- oder -bicarbonatlösung, gegebenenfalls unter Verwendung von Lösungsvermittlern, wie Methanol oder Äthanol, umkristallisiert wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. VII, Teil 1, S. 180, 181, 193 und 197.

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