DEF0012952MA - - Google Patents

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DEF0012952MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schaffuß-Walze mit verschwenkbaren mehrfüßigen Verdichtungskörpern. Die Walzenart gestattet die spezifischen Flächendrücke ohne Variation der Auflast (oder des Betriebsgewichtes) zu variieren.
Bei einer bekannten Schaffuß-Walze dieser Art ergeben sich durch Verstellen des mehrfüßigen Verdichturigskörpers bei gleicher Auflast bzw. gleichem Betriebsgewicht mehrere verschieden große Flächendrücke, jedoch gleichzeitig auch verschiedene Fußhöhen, d. h. Eindrucktiefen. Diese bekannte Schaffuß-Walze ist gegenüber anderen bekannten Schaffuß-Walzen mit nicht verschwenkbaren Verdichtungsfüßen, die bei steigender Verdichtung selbsttätig ihre Eindrucktiefe verringern, wenn die Auflast unverändert bleibt, von Vorteil, weil sie ohne Variation der Auflast bei steigender Verdichtung durch Verschwenken der Verdichtungskörper Füße mit höherem spezifischem Flächendruck und deshalb etwa gleichbleibender Eindrucktiefe — ohne langwieriges Auswechseln aller Einzelfüße — in Wirkung setzen kann.
Demgegenüber ist die Schaffuß-Walze nach der Erfindung mit zwei Sätzen wahlweise auswechselbarer Verdichtungskörper ausgerüstet, die entweder gleich lange Füße mit verschieden großen Druckflächen oder verschieden lange Füße mit gleich großen Druckflächen haben. Die Verdichtungskör-
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per werden auf drehbare und verriegelbare Wellen oder umsetzbare, verriegelbare Tragstangen aufgesteckt. Die Wellen oder Tragstangen sind in Scheiben oder Ringen gelagert, die mit der Walzenwelle. oder um dieselbe rotieren. Die'se neuartige Ausbildung der Schaf fuß-Walze hat den Vorteil, daß bei Verwendung des Satzes mit gleich langen Füßen duirch Verschwenken der Verdichtungskörper bei gleichbleibender Auflast (Betriebs- gewicht) verschieden große Druckflächen bei gleichbleibender Fußhohe, d. h. Eindring- und Verdichtungstiefe, wirksam werden. Infolgedessen können mit dieser Schaffuß-Walze ohne Variation der Auflast verschiedene Bodenarten mit den erforderliehen unterschiedlichen, der jeweiligen Bodenart am besten angepaßten Fußdrücken bis zur gleichbleibenden Fußhohe oder Eindringtiefe verdichtet werden. Die Fußhöhe oder Eindringtiefe entspricht zweckmäßig der Dicke der Regelschüttung, die bei Flachschüttung mittels Schü'rfkübelfiachbagger etwa 20 cm beträgt. Gegenüber den bekannten Schaffuß-Walzen mit Anpassung an den zu verdichtenden Boden nicht durch Verschwenken, sondern nur durch Auswechseln der eingeschraubten oder eingesteckten Verdichtungsfüße hat die neue Schaffuß-Walze den Vorteil eines wesentlich größeren Anwendungsgebietes, indem sie bei verschiedenartigen Böden ohne langwierigen Umbaui, z. B. umständliches Auswechseln der sogenannten Füße oder Veränderung des Ballastgewichtes, günstigere Verdichtungswirkungen herbeiführen kann.
Zur Verdichtung von Flachschüttungen verschiedener Dicke, z. B. von 10, 20 und 30 cm Dicke, wird der andere Satz von Verdichtungskörpern aufgesteckt. Mit diesen lassen sich die Fußhöhen oder Eindringtiefen einstellen, wobei die Druckflächen die gleichen bleiben. Mit dieser Abwandlung können nur gleiche Bodenarten mit gleichem Verdichtungseffekt, aber verschieden dicke Schüttungen gleicher Bodenart gleichmäßig verdichtet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die Walze im Querschnitt,
Fig. 2 den sogenannten Mehrfußkörper,
Fig. 3 eine Draufsicht samt Horizontalschnitt der Walze.
Der Walzenkörper besteht beispielsweise aus zwei auf die tragende Welle 1 aufgesetzten und auf ihr oder mit ihr rotierenden Seitenscheiben 2, gegebenenfalls mit zusätzlichen Tragringen 3, oder aus mehreren auf der Welle 1 abgestützten Scheiben 4, in denen drehbare und verriegelbare Wellen 5 ge-' lagert sind. Diese Wellen 5 tragen aufsteckbare, in Stahlguß oder als Gesenkschmiedestücke herstellbare Mehrfußkörper 6, die mittels der Wellen 5 verdrehbar und verriegelbar sind. Die in Fig. 2 beispielsweise dargestellten Mehrfußkörper 6 zeigen je drei Füße oder Stempel 7 gleicher Höhe H bzw. von gleichem Radius R und ungleicher zugehöriger Druckflächen vS\ Eine Seite des Mehrfußkörpers 6 kann kreisbogenförmig begrenzt sein, so daß durch entsprechende Einstellung ein annähernd glatter Walzerimantelrollkreis für Marschfahrt oder für Glattwalzung mit geringem Flächendruck zum Verdichten von Belägen gebildet werden kann. Diese Seite kann noch mit einer Querrippe 9 geringer Höhe besetzt sein. Durch Ausbildung schmaler rippenförmiger Verstärkungen am Umfang der Seitenscheiben 2, der zusätzlichen Tragringe 3 und gegebenenfalls der Scheiben 4 sowie durch die vorerwähnten Querrippen 9 auf einer Seite des Mehrfußkörpers 6 kann an Stelle eines annähernd glatten Walzenmantels ein gitterförmiger Walzenmantel entstehen. Dieser ergibt beim Abrollen auf dem Boden hohe Liniendrücke und macht die Walze in dieser Form zum Zerbrechen von harten Erdschollen und alten zu beseitigenden Straßenbelägen sowie zum Zerkleinern von grobkörnigen Straßenbaustoffen am Boden geeignet.
Die Wellen 1 können in den Seitenscheiben 2 mittels einer geeigneten Vorrichtung gegen unbeabsichtigte Verdrehung verriegelt oder durch kantige und dadurch selbsttätig gegen Verdrehung gesicherte Vierkant- oder Sechskanttragstäbe 10 ersetzt werden, die in entsprechende Ausschnitte der Tragringe 3 (Fig. 3), Stützscheiben 4 (Fig. 3) und Seitenscheiben 2 eingesetzt und beispielsweise durch mehrere Winkelprofilsegmente 11 in den Seitenscheiben 2 festgehalten werden.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen die Walzenspur bei den vier verschiedenen Stellungen des Mehrfußkörpers, die durch Verdrehen dieses Körpers um je 900 zustande kommen. Die in Fig. 4 dargestellte Spur entspricht der Stellung mit größter Druckfläche, die in Fig. 5 dargestellte Spur der Stellung mit kleinster Druckfläche, die in Fig. 6 dargestellte gitterförmige Spur kommt bei Anbringung von niedrigen Querrippen auf einer Seite des Mehrfußkörpers und überstehenden Rändern der Zwischenscheiben und eventuell auch der Seitenscheiben zustande. Die in Fig. 7 dargestellte Spur entspricht der Stellung des Mehrfußkörpers mit mittleren Druckflächen seiner drei Füße von gleichem Radius um seine Drehachse.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Schaf fuiß-Walze mit verschwenkbaren mehrfüißigen Verdichtungskörpern, dadurch gekennzeichnet, daß um die Walzenwelle (1) oder mit dieser rotierende Scheiben (2, 4) oder Ringe (3) als Lager für drehbare und verriegelbare Wellen (5) oder umsetzbare verriegelbare Tragstangen (10) dienen, auf die wahlweise zwei Sätze von Verdichtungskörpern (6) gegen Verdrehung gesichert aufsteckbar sind, die entweder gleich lange Füße (7) mit verschieden großen Druckflächen (8) oder verschieden lange Füße mit gleich großen Druckflächen besitzen.
2. Schaffuß-Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtungskörper (6) in Reihen gegeneinander versetzt angeordnet sind.
3. Schaffuß-Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Reihen etwa der größten Fußhohe entspricht.
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4. Schaf fuß-Walzen nach .einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Verdichtu/ngskörpern (6) zusätzlich je eine schmale, parallel zur Walzenachse verlaufende Rippe (9) aufgesetzt ist und daß die Scheiben (2, 4) oder Ringe (3) an ihrem Umfang mit entsprechenden rippenartig vorspringenden Verstärkungen versehen sind, so daß die Walze beim Abrollen ein gitterförmiges Muster in die Unterlage einpreßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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