DEF0011133MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Februar 1953 Bekanntgem&cht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, mittels Steuervorrichtungen Körper in ihren Lagen zueinander zu verstellen, so
z. B. bei Kopiervorrichtungen bei Werkzeugmaschinen. Es gibt in der Technik indessen eine
große Zahl Fälle, bei denen zur Durchführung eines technischen Vorganges ein stets gleichbleibender
Abstand zwischen zwei Körpern eingehalten werden muß. Ein Beispiel dafür ist die elektrische
Bogenlampe, bei der die Kohlen stets gleichen Abstand haben müssen. Aber auch bei elektrischen.
Schweißmaschinen u. dgl. kommt es auf genaue Abstandseinhaltung der Elektroden zum Werkstück
an, wenn qualifizierte Arbeit geleistet werden soll.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, mit sehr hoher Präzision den Abstand zweier zueinander
lagenveränderlicher Körper zu regeln, und zwar soll die Regelung so fein wie möglich und so
schnell wie möglich wirken.
Es ist bekannt, den Abstand zwischen zwei Körpern durch den Widerstand einer Flamme auf
einem Bestwert dadurch zu halten, daß eine Bewegung der Körper aufeinander zu oder voneinander
hinweg sowie ein Ruhezustand ermöglicht wird. In diesem Falle arbeitet die Einrichtung abhängig
von dem Widerstand der Flamme.
Nach der Erfindung werden zur Steuerung des Abstandes zweier zueinander lagenveränderlicher
»9 659/365
F 11133 YlIIb121 c
Körper Elektronenröhren benutzt, deren Gitter durch einen die beiden Körper hintereinander
durchfließenden Strom beeinflußt werden. Dabei
; wird erfindungsgemäß der eine der lagenveränderliehen
Körper durch eine elektromechanische Kupplung oszillierend hin- und herbewegt, wobei eine
Hinbewegung des Körpers den Schaltvorgang für eine Herbewegung auslöst.
Für die Einstellung eines bestimmten Abstandes
ίο zwischen zwei Körpern, wobei die Körper sich
nicht mehr berühren, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Verwendung der Kapazität zwischen den beiden Körpern und einer Vergleichskapazität in
einer kapazitiven Brückenschaltung, wobei die Größe dieses Vergleichskondensators den Abstand-,
zwischen den, beiden Körpern, bestimmt. /. ■
2. Die Verwendung einer induktiven Brücken^ schaltung, bei der an dem einen, der beiden Körper
eine Induktionsspule und an dem anderen, ein in diese Spule tauchender Eisenkern befestigt :. ist,
Durch Änderung der Vergleichsinduktivität in der Brücke kann jeder beliebige Abstand eingestellt
werden.
Erfindungsgemäß wird der hintereinander, durch
die Körper fließende Strom über eine induktiv und kapazitiv wirksame verstärker- und stuf enlose
Regelvorrichtung geleitet derart, daß die Beeinflussung des Gitters der Elektronenröhren unter
gewissem einstellbarem Abstand der Körper vön-
einander erfolgen kann, Der lagenveränderliche Körper wird erfindungsgemäß von einem Motor
über eine von den Elektronenröhren gesteuerte . elektromechanische Wendekupplung hin- und herbewegt,
und es wird eine elektromechanische
35- Wendekupplung verwendet, bei der eine dünne Scheibe geringer Trägheit zwischen zwei von
einem Kegelritzel angetriebenen, mit Magneten und Spulen versehenen Zahnrädern angeordnet ist
' und jeweils von einem der mit den Zahnrädern verbundenen'Magneten
mitgenommen, wird. ■'■
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß es gelingt, eine nahezu trägheitslose Regelung des Abstandes
der beiden Körper zueinander durchzuführen,
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele für die Erfindung, und zwar zeigen
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele für die Erfindung, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 eine Vorrichtung, bei der zwei
Stifte zur Anlage aneinander oder in gewissem Abstand voneinander gebracht werden sollen;
Fig. 3 zeigt das Schaltschema der verwendeten Elektronenröhren der Fig. 1 und 2.
Fig. 3 zeigt das Schaltschema der verwendeten Elektronenröhren der Fig. 1 und 2.
Der Rahmen, ι in Fig. 1 trägt'einen, stabförmigen
Körper 11. Dessen Stirnseite gegenüber ist ein Stab 10 angeordnet, der mit seiner Stirnseite an
der Stirnseite des Stabes 11 zur Anlage bzw.
dauernden Berührung gebracht werden soll. Die Zeichnung zeigt die beiden Körper 10 und, 11 in
kleinem Abstand voneinander. Damit der Stabi ίο
gegen den Stabil bewegt werden kann, sitzt er
am unteren Ende eines Schlittens 2. Der Schlitten. 2
,60 ist durch Kugeln 3 spielfrei in einer Schlittenführung
4 in dem Rahmen, ι geführt, Er besitzt ein
Gegengewicht 5, durch welches er in der Schwebe gehalten wird. Außerdem weist der Schlitten eine
Zahnstange 6 auf,; in die ein Ritzel 7 ,'eingreiftr. Das· *'
Ritzel 7 sitzt auf einer Welle 12, auf der auch eine Scheibe 13 axial verstellbar, aber radial mitnehmend
angeordnet ist.
Auf der Welle 12 laufen frei drehbar zwei Kegelzahnräder
14 und 15, die von einem Ritzel 16 aus
in Drehung versetzt werden und sich in entgegengesetztem Drehsinne drehen. Das .Ritzel 16,wird
von einem Elektromotor: 17 'ständig angetrieben.
Die beiden Kegelzahnräder 14 und 15 sind mit
Elektromagneten versehen,, durch deren Erregung die Scheibe 13 angezogen wird. Wird der Elektromagnet
des Zahnrades 14 erregt, so wird die Scheibe 13 durch den entsprechenden Elektromagneten angezogen, und die Scheibe 13 dreht sich
zusammen mit ,der. Welle 12 und dem Ritzel 7, wodurch/der
Körper 10 an dem Schlitten 2 je nach
Drehsinn des Zahnrades 14 auf- oder abwärts bewegt wird. Wird an Stelle dieses Elektromagneten
der andere Elektromagnet am Zahnrad 15 erregt,
wobei der gegenüberliegende Elektromagnet strom-■ los ist,.so wird die Scheibe 13: von dem dem Rad 15
zugehörigen Elektromagneten. angezogen, welches sich, wie oben erwähnt, in, entgegengesetztem Drehsinne
dreht und den Körper 10 an dem Schlitten. 2 in entgegengesetzter Richtung antreibt.
Soll nun der Körper 10 in dauernder loser Berührung
zu dem Körper 11 sich befinden, und sei z. B. angenommen, daß der Körper 11 sich langsam
absetzt oder abwärts bewegt, so muß der Schlitten 2 mit dem Körper 10 in dem Maße des Ausweichens
der Stirnwand des Körpers 11 nachgestellt
werden.
Es sei nun angenommen, daß durch Anlage der Scheibe 13 an den Elektromagneten des Zahnrades
15 eine Abwärtsbewegung des Schlittens 2 mit dem
Körper 10 erreicht wird. In diesem Falle muß also· der Elektromagnet des Zahnrades 15 so lange erregt
werden, bis die Stirnwand des Körpers 10 die Stirnwand des Körpers 11 gerade berührt. In dem
Augenblick der Berührung muß der Elektromagnet des Zahnrades 15 ausgeschaltet werden, und es
muß eine geringe Gegenbewegung eingeleitet werden. Zu diesem Zweck muß die Scheibe 13 von, dem
Elektromagneten, des Zahnrades 14 kurz angezogen werden, SO' daß eine kaum merkbare Zurückbewegung
des Körpers Io stattfindet, Die beiden Elektromagneten der beiden Zahnräder 13 und 14 müssen
also dauernd abwechselnd in sehr schneller Folge erregt und stromlos gemacht werden, damit durch
das Zittern der Scheibe 13 zwischen den. Magneten auch bei Lägenveränderung der Stirnwand des
^Körpers 11 eine dauernde gleichmäßige Anlage der
Körper aneinander aufrechterhalten werden kann.
Zu diesem Zweck werden nun bei dem Erfindungsvorschlag die Elektromagneten über die
beiden Elektronenröhren 8 und 9 gesteuert. Die
Kathoden der.Röhre»8 liegen in Serie mit dem
Elektromagneten des Zahnrades 15, während die Kathoden der Elektronenröhre 9 in: Serie mit dem
Elektromagneten des ' Zahnrades 14 geschaltet
sind. Die Fig. 1 zeigt die Schaltung nur in den
Grundzügen,, während Fig. 3 ein komplettes Schalt-
Γ«»" 8597565
F 11133 VIIIb/21 c
schema für die Elektronenröhren. 8 und 9 zeigt. Das Gitter der Röhre 8 ist in Fig. 1 mit dem Körper
11 verbunden. Die Körper 10 und 11 liegen, in
dem Stromkreis des Gitters 8 derart, daß eine Beeinflussung des Röhrengitters'stattfindet, wenn sich
die Körper 10 und 11 berühren. Wird das Gitter 8
durch die Berührung beeinflußt, so wird der Elektromagnet des Zahnrades 15 erregt und die
Scheibe 13 von, diesem Elektromagneten angezogen. Hierdurch erfolgt infolge des Drehsinnes des Zahnrades
15 eine Aufwärtsbewegung des Schlittens 2 mit dem Körper 10, wodurch der Strom zwischen
den Körpern 10 und, 11 unterbrochen wird. Die
Unterbrechung des Stromes hat eine Aufhebung der Beeinflussung des Elektromagneten 15 zur
Folge, während durch die gegebene Schaltung, die später beschrieben wird, nunmehr das Gitter der
Elektronenröhre 9 zur Wirkung kommt. Hierdurch wird der Elektromagnet des Zahnrades 14
erregt und die Scheibe 13 von diesem Zahnrad angezogen,,
was zur Folge hat, daß der Körper 10 sich wiederum an die Stirnwand des Körpers 11
anlegt. Es findet eine dauernde ganz geringe Aufundabbewegung durch die dauernde Umsteuerung
der Scheibe 13 über die Elektronenröhren, 8 und 9 statt, so daß die beiden Körper 10 und 11 in, stetiger
Lage unmittelbar nebeneinander gehalten werden.
Die Fig. 3 zeigt schematisch die Röhren 8 und 9 sowie die Körper 10 und 11. Außerdem sind eine
Anzahl· Widerstände mit R1 bis R7 bezeichnet. Die
beiden Elektromagneten der Zahnräder 14 und 15
sind schematisch angedeutet sowie die an die Schaltung angelegten Spannungen. U.
Die Röhre 8 ist durch die Vorspannung U3 an ihrem Gitter über den Widerstand ^1 gesperrt.
Hierdurch wird an, dem Gitter der Röhre 9 nur die an dem Kathodenwiderstand R7 abfallende Vorspannung
wirksam. Dadurch ist die Röhre 9 geschlossen, und die Spule des Elektromagneten 14
wird erregt. Der Elektromagnet 14 kann jetzt die Scheibe 13 auf der Welle 12 mitnehmen, Sobald die
Körper 10 und 11 aneinander anstoßen, bricht durch Überbrückung der Spannung U3 mit dem
Widerstand R2 die Sperrspannung an dem Widerstand
R1 zusammen,, derart, daß lediglich die an dem Kathodenwiderstand R1 abfallende Spannung
über den Widerstand R2 bzw. i?3 an dem Gitter der
Röhre 8 liegt. Hierdurch ist die Röhre 8 geschlossen, und es wird der Elektromagnet des Zahnrades
15 erregt. Dadurch, daß nun die Kathoden der Röhre 8 und 9 miteinander verbunden, sind, gelangt
der gesamte Spannungsabfall im Kathodenkreis der Röhre 8 als negative Vorspannung über den
Widerstand R5 an das Gitter der Röhre 9 und
sperrt diese. Es ergibt sich auf diese Weise eine ständige Wechselwirkung zwischen den beiden
Röhren, wenn infolge der gewählten Anordnung die Körper 10 und 11 aufeinander treffen und
durch den Kontakt wieder voneinander weg bewegt werden, Die Schaltfrequenz wird durch die Selbstinduktion
der Magnetspulen verkleinert, indessen läßt sich diese Verzögerung durch Widerstände Rs
und R9 vor den Kathoden der Röhren kleinhalten..
In Fig. 2 bezeichnen die gleichen Bezugszeichen
die gleichen Teile wie in Fig. 1. Als Unterschied besitzt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 in
die Leitung zwischen dem Körper 11 und dem
Gitter der Röhre 8 eingeschaltet einen induktiv oder auch kapazitiv wirkenden Verstärker und eine
stufenlose Regeleinrichtung 20. Mit dieser Verstärkereinrichtung
ausgerüstet ist es möglich, die beiden Stirnwände der Körper 10 und, 11 in gewissem Abstand voneinander zu halten, Es ergibt
sich hierbei der gleiche oszillierende Vorgang der Scheibe 13 mit dem Schlitten 2 und, dem Körper
10, und zwar um das Maß der mittels der Vorrichtung 20 eingestellten Distanz zwischen den Körpern
10 und 11, wobei die Wirkung der Wirkung
einer Einrichtung gemäß Fig. I entspricht.
Eine Änderung der Entfernung der Stirnwände
der Körper 10 und 11 abweichend vom eingestellten.
Maß schaltet die Gittervorspannungen. der Elektronenröhren 8 und 9 wechselweise in, positivem
und negativem Sinne um, derart, daß die Entfernung zwischen den Stirnwändien durch den
Oszilliervorgang eingehalten wird.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Steuerung des Abstandes
zweier zueinander lagenveränderlicher Körper durch Elektronenröhren, deren Gitter durch
einen die beiden Körper hintereinander durchfließenden
Strom beeinflußt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der eine der lagenveränder- 95 '·
liehen Körper durch eine elektromagnetische Kupplung oszillierend hin- und herbewegt wird
und eine Hinbewegung des Körpers den Schaltvorgang für eine Herbewegung auslöst.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der hintereinander durch die Körper 10 und 11 fließende Strom über einen,
induktiv oder kapazitiv wirksamen. Verstärker und eine stufenlose Regelvorrichtung geleitet
wird, derart, daß die Beeinflussung des Gitters der Elektronenröhren unter gewissem einstellbarem
Abstand der Körper voneinander erfolgen kann.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, da,-durch
gekennzeichnet, daß der lagenveränderliehe Körper von einem Motor über eine von,
den Elektronenröhren gesteuerte elektromagnetische Wendekupplung hin-und herbewegt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 525 134, 667285;
USA.-Patentschrift Nr. 2 534958.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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