DEF0009447MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Juli 1952 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
Gegenstand der Patentanmeldung F 8783 IVc/8k
ist ein Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut, wobei man dieses mit Lösungen von
Umsetzungsprodukten von 1 Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis
0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen
in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt und anschließend trocknet. In der Beschreibung
dieser Patentanmeldung wird ausgeführt, daß man beim Arbeiten mit partiellen Umsetzungsprodukten von Aluminiumalkoholat mit Carbon
säuren für sich sowie bei der Behandlung von Fasergut mit Lösungen von Paraffin-Kohlenwasserstoffen
für sich schlechtere Resultate erhält als bei der gleichzeitigen Anwendung der Komponenten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun die Abänderung des Verfahrens zum Wasserabstoßendmachen
von Fasergut gemäß Patentanmeldung F 8783 IVc/8 k, wobei man dieses mit
Lösungen oder Dispersionen von Umsetzungsprodukten von ι Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2
bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höher-
609 528/543
F 9447 IVc18k
molekularer Carbonsäuren in wässerfreien organischen
Lösungsmitteln bei Abwesenheit von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen behandelt, anschließend trocknet und einer Wärmebehandlung,
vorzugsweise bei Temperaturen oberhalb ioo°, unterwirft. Dabei wird eine leichte Imprägnierung
erzielt, wie sie beispielsweise für viele Oberbekleidungsstoffe, vornehmlich solcher aus
Zellwolle oder aus Zellwolle und Wolle oder Baumwolle, erwünscht ist. Da Netzbarkeit und Wasseraufnahme
bei Zellwolle erheblich größer sind als bei Naturfasern, ist eine hydrophobe Ausrüstung
zellwollhaltiger Stoffe von besonderem Interesse, denn diese Ausrüstung verringert die Saugfähigkeit
und Knitterneigung und verbessert Griff, Aussehen und Tragfähigkeit. Andererseits ist eine
weitergehende Hydrophobierung durch Mitverwen-dung von Paraffin-Kohlenwasserstoffen in vielen
Fällen unerwünscht, da diese die Saugfähigkeit und
2u Aufnahmefähigkeit für Körperfeuchtigkeit und
Schweiß ungünstig beeinflussen und unter Umständen sogar die Luftdurchlässigkeit der Stoffe vermindern
können.
Die erfindungsgemäßΛ hydrophobierten Faserstoffe
werden getrocknet und einer Wärmebehandlung unterworfen. Als besonders vorteilhaft hat
sich das Erhitzen auf Temperaturen über ioo°, beispielsweise auf 125 bis i6o°, herausgestellt.. Das
Erhitzen kann nach bekannten Methoden erfolgen,-
z. B. durch Bügeln, Mangeln, Dekatieren, Kalandern, im Trockenschrank, Tumbler, auf der Dämpfpuppe
od. dgl. . Aus der USA.-Patentschrift 2469041 ist es bekannt,
Fasergut mit Lösungen von neutralen AIuminiumsalzen von Carbonsäuren, die durch Umsetzung
von Aluminiumalkoholat mit Carbonsäuren hergestellt werden, in organischen Lösungsmitteln zu
behandeln. Der dabei erzielte wasserabweisende Effekt ist jedoch auißerordentlich gering und selbst
für eine leichte Imprägnierung nicht ausreichend.
" In der deutschen Patentschrift 496 444 wird ein Verfahren zum Hydrophobieren von Kunstseide beschrieben, wobei Verbindungen verwendet werden, die auf 3 Äquivalente Aluminium weniger als 3 Äquivalente Fettsäure enthalten. Die verbleibenden Valenzen sind durch Hydroxylgruppen abgesättigt. Die Verbindungen sind nur in Kohlenwasserstoffen einigermaßen löslich und lösen sich nicht in den in der chemischen Reinigung gebräuchlichen chlorierten Kohlenwasserstoffen. Darüber hinaus sind die .erzielten ,Imprägnierwirkungen unzu·' ·· reichend. ' : " ' Λ " ' : · ' ■
" In der deutschen Patentschrift 496 444 wird ein Verfahren zum Hydrophobieren von Kunstseide beschrieben, wobei Verbindungen verwendet werden, die auf 3 Äquivalente Aluminium weniger als 3 Äquivalente Fettsäure enthalten. Die verbleibenden Valenzen sind durch Hydroxylgruppen abgesättigt. Die Verbindungen sind nur in Kohlenwasserstoffen einigermaßen löslich und lösen sich nicht in den in der chemischen Reinigung gebräuchlichen chlorierten Kohlenwasserstoffen. Darüber hinaus sind die .erzielten ,Imprägnierwirkungen unzu·' ·· reichend. ' : " ' Λ " ' : · ' ■
Musselin aus Zellwolle wird mit einer iO/oigen
Lösung des Umsetzungsproduktes- von 1 Mol AIuminiumisopropylat
mit 0,9 Mol· Stearinsäure in Tetrachlorkohlenstoff imprägniert, auf I70°/o Gewichtszunahme
abgequetscht, getrocknet uftd mit einem Bügeleisen bei 1250 geplättet. Die Wasseraufnahme
ist durch die hydrophobe Ausrüstung von 115 auf 47% gesunken. Griff, Tragfähigkeit und
Aussehen des Stoffes sind deutlich verbessert.
Wird bei 2500 gebügelt, so sinkt die Wasserauinahme auf 39%. ,
Ein leichter Anzugstoff aus 70% Zellwolle aus Kupferkunstseide und 30% Acetatkunstseide wird
mit einer Dispersion -von 7% des Umsetzungsproduktes von ι Mol Aluminiumisopropylat mit
1,7 Mol Stearinsäure in Perchloräthylen imprägniert und bei 1300 getrocknet. Durch die Imprägnierung
hat der AnzugstofF an Qualität beträchtlich gewonnen.
Ein Gewebe aus Viskosekunstseide wird mit 30 g des Umsetzungsproduktes von 1 Mol Aluminiumäthylat
mit 0,7 Mol Ölsäure im Liter Trichloräthylen behandelt, unterhalb 50° getrocknet und bei
1500 mit dem Dampfbügeleisen geplättet. Die Wasseraufnahme
des Stoffes ist dadurch von 120 auf 35% gesunken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Abänderung des Verfahrens zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut gemäß Patentanmeldung F 8783 IVc/8 k, dadurch gekennzeichnet, daß man dieses mit Lösungen Oder Dispersionen von Umsetzungsprodukten von ι Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaift 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer CarbonSiäuren in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, anschließend trocknet und einer Wärmebehandlung unterwirft.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 496 444.© 609 528/543 5. 56
Family
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