DEF0009230MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juni 1952 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum dauernden Entfernen der Dämpfe aus dem Kurbelgehäuse
einer Brennkraftmaschine mittels einer kraftangetriebenen, Außenluft durch das Kurbelgehäuse
hindurchschickenden Belüftungsanlage. Die Erfindung beschränkt sich auf Fahrzeug-Brennkraftmaschinen,
bei welchen Drehzahl, Belastung, Fahrzeuggeschwindigkeit einem dauernden Wechsel unterliegen.
Die meisten Belüftungssysteme für das Kurbelgehäuse von Fahrzeug-Brennkraftmaschinen beruhen
auf der Voraussetzung, daß eine ausreichende Durchlüftung des Kurbelgehäuses dann
vorhanden ist, wenn einerseits eine Vorrichtung zum Einführen der Luft durch ein Lufteintrittsrohr
zum Kurbelgehäuse vorhanden ist und andererseits die Luft durch eine Öffnung an irgendeiner
anderen Stelle des Kurbelgehäuses wieder austreten kann. Dabei hängt im allgemeinen der
Luftdurchsatz von dem Zug ab, der durch den Ventilator des Kühlsystems hervorgerufen wird,
ferner von Druckunterschieden zwischen der Luft-
509 630/200
F 9230 IaI46c'
ein- und -austrittsstelle oder von dem Luftstrom, der durch die Eigenbewegung des' Fahrzeuges
erzeugt und zur Belüftung mit herangezogen wird. , ·
Alle vorerwähnten Anordnungen sind jedoch hinsichtlieh einer wirksamen Kurbelgehäuse-Belüftung unzulänglich, und zwar hauptsächlich, weil sie einen Überdruck am Lufteintrittsrohr nicht während aller verschiedenen Belastungsbedingungen.gewährleisten. Bei einem Fahrzeug z.B., das die Belüftung durch die Eigen-Vorwärtsbewegung bewirkt und das eine steile Steigung nimmt, wobei der Motor unter starker Belastung steht, kann der durch die zu sehr verlangsamte eigene Vorwärtsbewegung erzeugte Fahrwindstrom unzureichend sein, um einen· genügenden Lufteintritt zu erzeugen. Andererseits kann ein ähnlicher Mangel bei einem' mit laufendem Motor stehenden Fahrzeug auftreten. Andere besondere-Umstände bringen andersgeartete. Unzulänglichkeiten in der Arbeitsweise des Motors mit sich, je nach den verschiedenen Durchlüftungsvorrichtungen der einzelnen Motorenbauarten.
Alle vorerwähnten Anordnungen sind jedoch hinsichtlieh einer wirksamen Kurbelgehäuse-Belüftung unzulänglich, und zwar hauptsächlich, weil sie einen Überdruck am Lufteintrittsrohr nicht während aller verschiedenen Belastungsbedingungen.gewährleisten. Bei einem Fahrzeug z.B., das die Belüftung durch die Eigen-Vorwärtsbewegung bewirkt und das eine steile Steigung nimmt, wobei der Motor unter starker Belastung steht, kann der durch die zu sehr verlangsamte eigene Vorwärtsbewegung erzeugte Fahrwindstrom unzureichend sein, um einen· genügenden Lufteintritt zu erzeugen. Andererseits kann ein ähnlicher Mangel bei einem' mit laufendem Motor stehenden Fahrzeug auftreten. Andere besondere-Umstände bringen andersgeartete. Unzulänglichkeiten in der Arbeitsweise des Motors mit sich, je nach den verschiedenen Durchlüftungsvorrichtungen der einzelnen Motorenbauarten.
Der Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung zum dauernden Entfernen der Dämpfe aus dem
Kurbelgehäuse einer Fahrzeug-Brennkraftmaschine zu schaffen, bei welcher die Mangel der bisherigen
Systeme abgestellt sind. Dies geschieht dadurch, daß eine besondere Kraftmaschine zum Antrieb
einer Außenluft durch das Kurbelgehäuse' hindurchschickenden Belüftungsanlage vorgesehen
wird, welche unabhängig von der Motordrehzahl, unabhängig von . der Motorbelastung und unabhängig
von der Fahrzeuggeschwindigkeit eine gleichbleibende Durchlüftungsmenge pro Zeiteinheit
liefert. Als Energiequelle für diese Belüftungsanlage kommt in erster Linie ein von der Fahrzeugbatterie
angetriebener Elektromotor in Betracht.
. Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, ein von der Brennkraftmaschine selbst angetriebenes, zur
Kühlung des Generators dienendes Gebläse zugleich als Luftzufuhrgebläse für das Kurbelgehäuse
zu benutzen. Diese Anordnung erreicht aber nicht das, was. mit der Erfindung bezweckt wird, nämlich
eine gleichmäßige Durchlüftung unter allen Fahrbedingungen mit einem Luftstrom, der zur
!Spülung des Kurbelgehäuses ausreicht, ohne so stark zu sein, daß er gleichzeitig Öl durch das
Luftaustrittsrohr mitreißt.
Weitere Merkmale der Erfindung, welche nur in Verbindung mit ihrem Hauptgedanken (Anspruch
1) unter Schutz. stehen, lassen sieh aus der
nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen er-· sehen, in welchen ein Ausführungsbeispiel der
neuen Belüftungsvorrichtung dargestellt ist. Es zeigt
Fig. 1I eine Seitenansicht eines auf die Oberseite
einer Brennkraftmaschine montierten, zur Verwirklichung des Erfindungszieles dienenden Luftfilters,
Gebläses und Elektromotors, ; .:
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach
Fig. 3 eine Seitenansicht des Öleinfüllstutzens, der durch das Gebläse nach Fig. 1 mit Luft beschickt
wird, und
Fig. 4 in kleinerem Maßstab die Gesamtanordnung
■ der Fig. 1 bis 3 bei einer Brennkraftmaschine.
In Fig. ι ist das Luftfilter mit 5, das Gebläse
mit 6, der praktisch mit gleichbleibender Geschwindigkeit laufende elektrische Motor mit 7 und
der Montagesockel mit 8 bezeichnet, wobei der letztere mittels einer Schraubenbefestigung 9 auf
einem Ansatz 1.0 des Maschinengehäuses 11 angebracht
wird. Der elektrische Motor 7 hat eine vorstehende Ankerwelle 12, auf der das von ihm betriebene Gebläse 6 angebracht ist. Das Gebläse hat
Flügel 13, mit denen die vom Luftfilter 5 kommende Luft in den Gebläseauslaß 14 geleitet wird.
,Ein Rohr 15 ist, wie bei 16 gezeigt, mit einem
Ende an dem Auslaß 14 befestigt, während das andere Ende des Rohres an die Öffnung 17 des
Öleinfüllstutzens 19 angeschlossen ist (wie bei 18
gezeigt). Der Stutzen 19 hat einen luftdichten Ver-Schluß
20, der ständig aufgesetzt bleibt und nur beim Nachfüllen des Öles abgenommen wird.
Eine Hülse 21' mit Schelle 22 dient zur Befestigung des Stutzens 19 an dem in Fig. 3 nicht besonders
gezeigten Teil der Brennkraftmaschine. . go
Außenluft tritt in das Luftfilter 5 zwischen
Filtermaterial 23 (Fig. 1) und dem umhüllenden Mantel 24 ein, wobei letzterer als zuleitendes
Element verstellbar am Filter befestigt ist, wie in Fig. ι und 2 bei 25 gezeigt.
Das Filter ist auf das Gehäuse 26 des Gebläses aufgesetzt; letzteres besteht aus zwei sich ergänzenden
Teilen mit aneinander passenden Flanschen 27 (Fig. ι und 2), welche durch Schrauben 28 zusammengehalten
sind.
Da der elektrische Motor 7 bei gleichbleibender Drehzahl läuft, wird, wie dies die Erfindung verlangt,
ein praktisch stets gleicher Belüftungsstrom in das Kurbelgehäuse geblasen.
Claims (4)
- Patentansprüche:1: Vorrichtung zum dauernden Entfernen der Dämpfe aus dem Kurbelgehäuse einer Fahrzeug-B rennkraftmaschine mittels einer kraftangetriebenen, Außenluft durch das Kurbelgehäuse hindurchschickenden Kurbelgehäuse-Belüftungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß diese Belüftungsanlage von einer besonderen Kraftmaschine angetrieben wird und unabhängig von der Drehzahl und Belastung der Fahrzeug-Brennkraftmaschine und unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit eine gleichbleibende Durchlüftungsmenge pro Zeiteinheit liefert.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsanlage durch einen elektrischen Motor (7) angetrieben ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verlängerung der Welle des elektrischen Motors (7) ein Gebläse (6) ,630/200F9230 IaI'46c'trägt, dessen Gehäuse koaxial mit dem Motorgehäuse und dem Gehäuse des auf der anderen Seite des Gebläses angeordneten, im wesentlichen zylindrischen Gehäuses des Luftfilters (5) angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Luftfilter zum Teil umhüllender Mantel (24) derart im Winkel verstellbar an diesem angebracht ist, daß er zur Einstellung der Lufteintrittsrichtung in das Filter (5) auf die Fahrzeugrichtung dient.Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 524 597.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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