DED0018073MA - - Google Patents
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Description
D 18073 VI/18b
Konverterkamine sind nicht nur hohen Temperaturen ausgesetzt, sie werden auch durch den
Konverterauswurf in Mitleidenschaft gezogen. Nachteilig ist dabei besonders, daß sich der Konverterauswurf
nach und nach in dicken Schichten an der Kami'nwandujng absetzt. Besonders leicht
ist dieses bei' Kaminen für Konverter der Fall, bei denen mit durch Sauerstoff angereicherte Luft oder
überwiegend mit Sauerstoff geblasen wird, da dann
ίο die Temperaturen im Kamin besondes hoch und
der Auswurf groß ist.
Man hat schon versucht, die Kaminwandung zu
kälken, also mit einem Kalkanstrich zu versehen, damit jedoch nur einen geringen Erfolg erzielt. Der
sich an der Wandung absetzende Auswurf bildet einen dicken und festen Anisatz, der nur in mühsamer
und zeitraubender Arbeit wieder entfernt werden kann,
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile bzw.
vermindert sie derart, daß sie bei weitem nicht mehr in dem Maße in Erscheinung treten wie
vorher. Überraschenderweise wurde gefunden, daß der Ansatz von Konverterauswurf an der Kaminwandung
stark behindert wird durdh einen Belag aus Graphit od. dgl. Kohlenstofferzeugnissen. Es
wird deshalb erfmdungsgemäß vorgeschlagen, die Kaminwandung mit einem Belag aus Graphit
od. dgl. Kohlenistofferzeugnissen zu versehen.
Bei einem Konverterkamin, dessen Wände von Platten gebildet werden oder dessen Wände mit
Platten abgedeckt sind, werden Platten verwendet, die erfindungsgemäß mit Graphit belegt sind. Besonders
eignen sich hierzu Hämatiteisenplatten, wie diese bereits an sich für Konverterkamine vorgeschlagen
wurden, jedoch ohne Graphitbelag.
Als besonders günstig sind' auch keramische Platten mit einem Graphitbelag zu verwenden. .
Der Graphitbelag kann auf die fertigen Platten
vor oder nach deren Einbau in den Kamin aufgebracht werden. Das Aufbringen des Belages kann
in beliebiger Weise erfolgen, besonders zweckmäßig ist das Aufstreichen oder Aufspritzen auf die
Platten.
Der Graphitbelag kann nach der Erfindung aber auch auf die fertige Kaminwandung aufgestrichen
oder aufgespritzt werden. Es ist damit auch ohne weiteres auf einfache Weise möglich, schon bestehende
Kamine nachträglich mit dem Graphitbelag zu versehen. VoTteilhafterweise wird der
Graphit einem Streich- oder Spritzmittel in Form von Pulver oder Emulsionen zugesetzt.
Ein nach der Erfindung ausgebildeter Konverterkamin bzw. nach der Erfindung behandelte Konverterkaminwandungen
oder deren Plattenbeläge neigen viel weniger zum Ansetzen von Konverterauswurf afc die bisherigen! Kamine ohne Graphitbelag.
Es kann auch zweckmäßig sein, den aufgebrachten Graphitbelag nachträglich zu glätten,
beispielsweise durch Bürsten, möglichst in vertikaler
Richtung bzw. durdh Anwendung von Poliervorrichtungen od. dgl. Mittel.
Das Aufspritzen ist besonders zu empfehlen für das Einbringen des Belages in fertige Konverterkamine,
wobei es unter Verwendung entsprechender Rohrleitungen und sich drehender, höhenveränder-Iieher
Spritzrohre sogar vermieden werden kann, daß der Kamin überhaupt betreten zu werden
braucht.
Die Zeichnung stellt in den. Abb. 1 bis 3 verschiedene
Ausführungsbeispiele dar, bei denen die
Wandung bzw. der Plattenbelag des Kamins mit a bezeichnet1 ist und der Graphitbelag mit b.
Claims (7)
1. Konverterkamin, dadurch' gekennzeichnet, 75, daß die Innenwandung des Kamins mit einem
Belag aus Graphit od. dgl. Kohlenstofferzeugnissen versehen ist zur Behinderung des Ansetzens
von Konverterauswurf.
2. Konverterkamin nach Anspruch 1, dessen Wände von Platten, insbesondere Hämatiteisenplatten,
gebildet werden oder dessen Wände mit solchen Platten abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß Platten mit einem
Graphitbelag verwendet werden. 85,
3. Konverterkamin nach Anspruch 1, dessen Wände von Platten gebildet werden oder
dessen Wände mit Platten abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß keramische Platten
mit einem Graphitbelag verwendet werden.
4. Verfahren zum Aufbringen eines Grap'hitbelages bei Konverterkaminen nach den Ansprüchen
2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Graphitbelag auf die fertigen Platten νοτ
oder nach deren Einbau in den Kamin auf- 95· gebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Graphitbelag auf die
Platten aufgestrichen oder aufgespritzt wird.
6. Verfahren zum Aufbringen eines Graphit- 100J belages auf die Innenwandung eines Konverterkamins
nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Graphitbelag
auf die Kaminwandung aufgestrichen oder aufgespritzt wird.
7. Verfahren-zum Aufbringen eines Graphitbelages
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Graphit
einem Streich- oder Spritzmittel in Form von Pulver oder Emulsionen zugesetzt wird. nc
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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