DEC0010596MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEC0010596MA DEC0010596MA DEC0010596MA DE C0010596M A DEC0010596M A DE C0010596MA DE C0010596M A DEC0010596M A DE C0010596MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- zone
- independent
- zones
- hardening
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 55
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 17
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 239000005336 safety glass Substances 0.000 claims description 10
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 6
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 3
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 claims description 2
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 5
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 5
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 4
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910002804 graphite Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010439 graphite Substances 0.000 description 3
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 238000011065 in-situ storage Methods 0.000 description 2
- 239000005341 toughened glass Substances 0.000 description 2
- FGRBYDKOBBBPOI-UHFFFAOYSA-N 10,10-dioxo-2-[4-(N-phenylanilino)phenyl]thioxanthen-9-one Chemical compound O=C1c2ccccc2S(=O)(=O)c2ccc(cc12)-c1ccc(cc1)N(c1ccccc1)c1ccccc1 FGRBYDKOBBBPOI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910003460 diamond Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010432 diamond Substances 0.000 description 1
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 1
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 description 1
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 229920001296 polysiloxane Polymers 0.000 description 1
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 description 1
- 229910052814 silicon oxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 1
- 238000005496 tempering Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Januar 1955 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Man weiß, daß die stark gehärteten Glasscheiben, die als Sicherhei'tswdndschutzscheiben in Autos
Verwendung finden, die Eigenschaft besitzen, wenn sie zu Bruch gehen, sich sofort in ihrer gesamten
Ausdehnung in viele Einzelteile aufzuteilen, welcher Umstand Sicherheit gegen Verletzungen
durch Glassplitter bietet, aber andererseits die Durchsichtigkeit des Glases bedeutend herabsetzt
und infolgedessen das Fahren erschwert.
ίο Um diesem Nachteil abzuhelfen, sind verschiedene
Lösungen vorgeschlagen worden: diejenige Lösung, die bisher als die günstigste angesehen
wird, besteht darin, daß man in dem vor dem Fahrer des Wagens befindlichen Teil der
Windschutzscheibe eine kreisförmige Zone schafft, welche eine Scheibe umgibt, die sogenannte
»Sichtscheibe« oder »Sichtluke«, die die doppelte Eigenschaft hat, erstens die Ausdehnung des
Bruches der Glasscheibe aufzuhalten, wenn sich ein Bruchzentrum in der außen herum liegenden
Zone bildet; ,zweitens die Ausdehnung des Bruches ebenfalls aufzuhalten, wenn der Bruch seinen Ursprung
in der. Sichtscheibe hat. Es muß darauf hingewiesen werden, daß eine 'solche Windschutzscheibe
mit der Sichtscheibe ein Ganzes bildet ohne irgendeine Unterbrechung.
Durch starlies Differenzieren der Härtung, d. h. durch eine Abwandlung der Aufteilung und der
Intensität der inneren Spannungen an den Rändern und im Innern der kreisförmigen Zone, wird die
609 546/185
C 10596 IVc/32 a
Doppel'wirkung der Abgrenzung des Bruches innerhalb der Scheibe erreicht.
Unter den Nachteilen, die diese Lösung 'des Problems des -zufälligen Verlustes der Durchsichtigkeit
stark gehärteter Windschutzscheiben aufweisen, muß den nachfolgend aufgeführten drei
Nachteilen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden:
1. Die von der ringförmigen Zone gebildete ίο Grenze äst nicht absolut sicher; sie wird manchmal
durchstoßen, ohne daß man sich den Grund hierfür erklären kann;
2. bei einem Bruch in der außen herum liegenden
Zone wird die ringförmige Zone ebenfalls mehr oder weniger zertrümmert; es bilden sich innerhalb
der ringförmigen Zone Fragmente in gefährlicher Form, und darüber hinaus sind die Umrisse
der Sichtscheibe (oder Sichtluke) ungleichmäßig;
3. die Unterschiede in der Härtung, die durch die Bildung der ringförmigen-, eine Grenze darstellenden
Zone erforderlich werden, haben Ungleichmäßigkeiten in der Oberfläche zur Folge, die
das Sichtfeld des Fahrers beeinträchtigen.. Darüber hinaus geben diese Deformationen der Windschuttzscheibe,
von außen betrachtet, ein, recht unschönes Aussehen.
Die Erfindung hat Verbesserungen von gehärteten Sicherheitsglasscheiben zum Ziel, besonders
derjenigen, die in Autos als Windschutzscheiben Verwendung finden. Die Erfindung beseitigt
inisbesondere die oben aufgeführten Nachteile der Windschutzscheiben mit sogenannten
Sichtscheiben oder Sichtluken.
Die Erfindung hat ein; Verfahren zum Gegenstand,
das darin besteht, in einem ebenen oder gewölbten gehärteten Sicherheitsglas eine oder
mehrere Zonen beliebiger Form und Größe zu schaffen, indem an den Grenzen der auszubildenden
Zonen Spalten erzeugt werden, die durch die ganze Dicke der Glasscheibe hindurchgehen, worauf die
Glasischeiiben in an sich bekannter Weise gehärtet werden. Demzufolge kann !irgendein- Bruch, der in
der übrigen Glasfläche entstanden ist, sich keinesfalls in dieser Zone ausbreiten, ebenso wie auch
jeder Bruch !innerhalb dieser unabhängigen Zone absolut nicht auf den Rest des Glases übergreifen
kann.
Dieses vollkommen selbständige Gebiet inmitten der Glasscheibe gibt also die sichere und totale
Garantie gegen den Verlust der Durchsichtigkeit; es wird sich in der Folge -zeigen, daß die selbständige
Zone das Sichtfeld nicht deformiert und gleichzeitig jede Gefahr der gefährlichen Splitterbildung
absolut ausschließt.
Die Erfindung hat weiterhin eine neue1 Sicherhei-tsglas'seheibe
als Windschutzscheibe für Autos/ zum Gegenstand, die aus einem gehärteten Sicher-
• heitsglas besteht, welches durch ein oder mehrere
durch die ganze Dicke des Glases gehende Spalten gekennzeichnet ist, die unabhängige Zonen des
Glases abgrenzen und gegebenenfalls mit dem
. · Trockenrückstand einer Emulsion oder Lösung gefüllt
sind.
Das Verfahren, welches Gegenstand der Erfindung ist, wird in zwei Abschnitten durch-
geführt:
1. Im ersten Abschnitt trennt man »in situ«
(= in bestimmter, d. h. richtiger, ursprünglicher Lage) die unabhängige Zone von dem übrigen
Glasblatt;
2. im zweiten Abschnitt des Verfahrens härtet !
man das ganze Glasblatt einschließlich der unabhängigen Zone, die an Ort und Stelle verbleibt und
nicht mit dem übrigen Glase zusammenhängt, jedoch ebenfalls durch das Härten alle die bekannten
vorteilhaften Eigenschaften bezüglich Schlagfestigkeit und Art des Bruches im Falle des Zerbrechens
erhält.
Es muß betont werden, daß, da die Härtung sich in der unabhängigen Zone in der gleichen Weise
vollzieht wie im übrigen Glasblatt, keinerlei Unebenheiten in der Oberfläche des Glases an
den Trenngrenzen der unabhängigen Zone entstehen.
Die Trennung der unabhängigen Zone kann durch alle bekannten Mittel erreicht werden, die
die Entwicklung einer Spalte durch die ganze Dicke des Glasblattes hindurch ermöglichen, z. B.
durch einen Diamanten oder eine Rändelscheibe zum Glasschneiden. Es ist jedoch zur Vermeidung go
von Mißerfolgen notwendig, ein Trennverfahren anzuwenden, das ein einwandfreies Aussehen der
Trennstelle gewährleistet.
Das Härten des GlasbLattes, welches die unabhängige
Zone einschließt, die dazu bestimmt ist, eventuell die Rolle eines Sichtloches zu übernehmen,
unterscheidet sich weder im Prinzip noch in den hauptsächlichsten Zügen der Durchführung
der Erhitzung und plötzlichen Abkühlung von der Art der Härtung, wie sie seit mehr als 20 Jahren
bei Windschutzscheiben angewendet wird.
Jedoch muß man einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, um zu vermeiden, daß während der Erwärmung
im Hinblick auf die Härtung die unabhängige Zone nicht an einigen Stellen ihrer Peripherie mit dem übrigen Blatt zusammenhängt,
wodurch die Unabhängigkeit der beiden in Frage stehenden Zonen voneinander im Falle des Zertrümmern«
in Frage gestellt würde.
Um diesen Fehler zu vermeiden, können verschiicdene
Mittel angewendet werden:
a) Das alltäglichste Mittel besteht darin, auf geeignete Weise die Erwärmung der Ränder des
Glases, das die Spalte bildet, die die unabhängige Zone von dem übrigen Glase trennt, ganz leicht zu
vermindern, wodurch sich Grenzflächen bilden, welche das oder die unabhängigen Elemente vom
restlichen Glasblatt trennen, ohne daß dies jedoch eine wesentliche Änderung in der Härtung dieser
Zone mit sich bringt; ;
b) das einfachste Mittel, das keinerlei Einfluß : auf die Härtung der Spaltränder ausübt, besteht
darin, daß man in diesen Spalt eine feste Masse eindringen läßt, die das Zusammenkleben der beiden
Glasränder unmöglich macht, Man kann zu diesem Zweck in die Spalten im Augenblick ihrer- Ent-
546/185 -
C 10596 IVc/32 a
stehung eine Flüssigkeit einführen, die eine gelöste
oder aufgeschlämmte feste Masse enthält, die nach Verdunstung der Flüssigkeit in den ersten Augenblicken
der Erhitzung vor dem Härten ein Zusammenschweißen der beiden den Spalt bildenden
Glasränder während der Erhitzung vor der Härtung verhindert. In gleicher Weise kann man auch
in dem Augenblick, wo man die Spaltung des Glases vornimmt, in diesen Spalt eine Flüssigkeit
ίο einführen, die entstanden ist durch Auflösung der
festen Masse durch Wärme während der Erhitzung vor dem Härten. Auf diese Weise wirkt die in sehr
geringen Mengen zwischen die Ränder des Spaltes eingeführte Masse von dem Moment an, wo infolge
der Erhöhung der Temperatur die Gefahr des Zusammenklebens droht.
Es wird hierbei an folgendes erinnert: Eine Silikonlösung in einem geeigneten organischen
Lösungsmittel hinterläßt unter den oben beschriebenen Bedingungen einen feinen ' Rückstand an
Siliziumoxyd; ein Aufschlämmen von Kolloidgraphit in Wasser oder Öl ergibt einen Rückstand
feiner Graphitteilchen; Siliziumoxyd und Graphit isolieren gut die eine Wand des Spaltes von der
anderen.
Die Härtung ist im Prinzip die gleiche für die gesamte Ausdehnung des Glases, und man muß auf
diese Einheitlichkeit achtgeben, denn die Härtevorrichtungen haben manchmal in der Praxis sowohl
bei den Erhitzungs- wie bei den Abkühlungsmitteln kleine Fehlerquellen, die in dem einen Teil des
Glases eine stärkere Härtung als in dem anderen zur Folge haben.
Wenn aus irgendeinem Grunde ein genügender Grad der Einheitlichkeit der Härtung nicht zu erzielen
war, mußte man die Härtevorrichtung in der Weise einstellen, daß die Härtung der unabhängigen
Zone ein wenig stärker wird als die des restlichen Glases.
Diese übermäßige Vorsicht ist nur dann anzuwenden, wenn man feststellt, daß die Breite der
Spalte, obwohl sie gering bleibt, sich auf Grund der Härtung zu verbreitern sucht. Diese Verbreiterung
würde eintreten, wenn die Härtung der unabhängigen Zone bedeutend schwächer wäre als die
des übrigen Glases.
Damit es nach der Härtung auch nicht den geringsten Zwischenraum zwischen der unabhängigen
Zone und dem übrigen Glase gibt, ist es also erforderlich,' die gleiche Härtung bei, der Gesamtfläche
des Glases vorzunehmen oder aber eine etwas stärkere Härtung der inneren, unabhängigen
Zone gegenüber dem übrigen Glase vorzunehmen. Es muß betont werden, daß es nicht angängig
ist, die unabhängige Zone bedeutend stärker zu härten als die übrige Glasscheibe, da dies eine
merkliche Störung der glatten Oberfläche mit sich bringen würde. Der vorher erwähnte leichte Unterschied
beim Härten dieser beiden Zonen darf sich nur durch eine schwache Zusammenziehung der
Breite des Spaltes bemerkbar machen, aber ohne daß eine stärkere Zusammenziehung des übrigen
Glases rund um die unabhängige Zone auftritt.
Bisher ist nur von einer einzigen Zone die Rede gewesen, die von dem übrigen Glasblatt unabhängig
ist. Es könnte vorteilhaft sein, »in situ« (= in bestimmter, d. h. richtiger, ursprünglicher
Lage) vor dem Härten mehrere unabhängige Zonen verschiedener Formen und Größen innerhalb eines
Glasblattes zu schaffen, um nach dem. Härten auf diese Weise ein Sicherheitsglas zu erhalten, das
besonders als Windschutzscheibe für Autos geeignet ist und mehrere unabhängige Zonen enthält,
von denen jede dazu geeignet ist, im Falle des zufälligen Zerbrechens der Scheibe die Rolle einer
durchsichtigen Sichtluke zu übernehmen. Diese unabhängigen Zonen können voneinander getrennt
sein oder auch gemeinsame Grenzen haben. .!
Es bestehen keine besonderen Schwierigkeiten, um durch Anwendung des obenerwähnten Verfahrens
und der erwähnten Mittel derartige Windschutzscheiben herzustellen.
Das Verfahren ist genausogut in einem ebenen wie einem gewölbten Glasblatt möglich und auch
die Härtung einer gewölbten Glasscheibe zwecks Verwendung als Sicherheitsglas besonders für
Autos läßt sich mit den üblichen Apparaten ohne Schwierigkeiten durchführen.
Um die Erfindung besser verständlich zu machen, wird sie nachstehend in ihren Einzelheiten unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, in denen folgendes gezeigt -wird:
Fig. ι und 2 zeigen zwei gehärtete Windschutzscheiben
für Autos, wobei die erste Windschutzscheibe eine kreisförmige unabhängige Zone und
die zweite eine elliptische unabhängige Zone aufweist;
Fig. 3 zeigt, in welcher Weise die Windschutzscheibe in Fig. ι zerbricht, wenn das Bruchzentrum
sich außerhalb der unabhängigen Zone befindet;
Fig. 4 zeigt, in welcher Weise die Windschutzscheibe in Fig. ι zerbricht, wenn das Bruchzentrum
sich innerhalb der unabhängigen Zone befindet;
Fig. 5 zeigt schematisch in großem Maßstab den Schnitt durch eine Fläche senkrecht zum Blatt
irgendeiner unabhängigen Zone, derart, wie sie in dieses Blatt eingefügt ist;
Fig. 6 zeigt eine Windschutzscheibe, die drei voneinander getrennte kreisförmige unabhängige
Zonen hat;
Fig. 7 zeigt eine Windschutzscheibe mit zwei nebeneinanderliegeriden rechteckigen unabhängigen
Zonen;
Fig. 8 zeigt eine Windschutzscheibe, die sieben kleine aneinandergefügte unabhängige Zonen aufweist,
deren Umrisse gleichseitige Sechsecke sind;
Fig. 9 zeigt die Windschutzscheibe von Fig. 8, deren eine unabhängige Zone durch Bruch beschädigt
ist;
Fig. 10 zeigt die Stellung, in der die Windschutzscheibe
von Fig. 1 aufgehängt wird, ehe sie in den Erhitzungsofen kommt;
Fig. 11 zeigt die Windschutzscheibe von Fig. 1,
wie sie im Innern des Heizofens aufgehängt ist;
Fig. 12 schließlich zeigt eine gewölbte Windschutzscheibe,
die eine unabhängige kreisförmige
609 546/185
C 10596 IVc/32a
Zone enthält, vor dem Einbringen in den Heizofen.
In den Fig. ι und 2 ist die gleichmäßig gehärtete
Windschutzscheibe mit 1 bezeichnet, sie enthält innerhalb ihrer Fläche eine unabhängige Zone 2,
die von der übrigen Windschutzscheibe 3 durch Spalt 4 mit geschlossenem Umriß getrennt ist.
In Fig. 3 sieht man die Zone 3 in das wohlbekannte Netzwerk vieler kleiner Stückchen zertrümmert,
während die unabhängige Zone 2 nicht verletzt worden ist.
In Fig. 4 ist es die unabhängige Zone, welche die für stark gehärtetes Glas so bezeichnende Zertrümmerung
in kleine Stückchen aufweist, ohne daß Zone 3 auch nur den geringsten Schaden erlitten
hätte.
Es muß betont werden, daß die völlige Unabhängigkeit der Zonen 2 und 3 für jede der beiden
Zonen die gleiche Art der Zertrümmerung längs der beiden Ränder des trennenden Spaltes 4 nach
sich zieht, die jede der beiden Zonen aufweisen würde, wenn sie weit voneinander entfernt wären.
In Fig. S sieht man die unabhängige Zone 2 von
der übrigen Glasscheibe 3 durch den Spalt 4 getrennt, der von seinen beiden Rändern 5 und 6 be-,
grenzt ist und zwischen denen sich befindet:
Entweder Luft, wenn ein Zusammenhaften der beiden Ränder dadurch vermieden wurde, daß die
Erhitzung in der Gegend um den Spalt herum etwas geringer war; oder eine feste Masse, die das
Zusammenhaften der Ränder verhindert, wenn die Erhitzung der gesamten Oberfläche des Glases
gleichmäßig war und man die Vorsicht hat walten lassen, in den Spalt eine Flüssigkeit einzuführen,
die als Aufschlämmung oder Lösung eine feste Masse enthält, die ein Zusammenkleben oder eine
innige Verbindung zweier Glasränder unmöglich macht.
In Fig. 6 enthält die Windschutzscheibe als Gegenstand der Erfindung drei runde, unabhängige
Zonen, die eine größere Sicherheitszone gegen den Verlust der Durchsichtigkeit in dem Fall darstellen,
daß gleichzeitig oder nacheinander mehrere Bruchzentren entstehen sollten,
Die Windschutzscheiben der Fig. 7 und 8' sind Abwandlungen der Windschutzscheiben mit mehreren
unabhängigen Zonen; die unabhängigen Zonen 2 sind hier aneinandergefügt, statt voneinander getrennt
zu sein. Es existiert innerhalb der Umfassungsspalte 4 in Fig. 7 eine Unterteilungsspalte 4' und in Fig. 8 zwölf Unterteilungsspalten.
In Fig. 9 sieht man das Ergebnis der Bildung eines Bruchzentrums in einer d$r unabhängigen
Zonen, die zertrümmert worden ist, ohne die Nachbarzonen oder den Rest des übrigen Glasblattes 3
zu gefährden.
' In Fig. 10 ist die Windschutzscheibe aus Fig. 1,
die gerade in den Erhitzungsofen vor dem Härtungsprozeß
eingeführt wird, vermittels der üblichen Klammern 7 und zweier Ringe an einem vertikalen
Brett 8 aufgehängt. Man bringt die unabhängige Zone 2 in den Unteren Teil der Windschutzscheibe,
um die Gefahr des Zusammenlebens der beiden Ränder von Spalte 4 herabzumindern.
Diese Gefahr wäre noch größer, wenn die Zone 2 oben wäre, denn die Konzentration der Pressungen,
die sich in Zone 3 rund um die Spalte 4 entwickeln, wäre dann noch ungünstiger.
Fig. 11 zeigt die Windschutzscheibe aus Fig. 1
in ihrer Stellung beim Erhitzen im Innern des Ofens 9.' Die Windschutzscheibe wird ohne besondere
Vorsichtsmaßnahmen hineingebracht, d. h. nach demselben Verfahren wie ein Glasblatt, welches
keine unabhängige Zone enthält.
Nach einer gewissen Zeit der Erhitzung, die hier dieselbe ist wie für eine gewöhnliche Glasscheibe
der gleichen Dicke, nimmt man die Windschutzscheibe aus dem Ofen 9 heraus und unterwirft sie
der plötzlichen Abkühlung, die bei der Härtung von Glasscheiben gewöhnlich einheitlich ist; diese
Mittel der plötzlichen Abkühlung sind in den Zeichnungen nicht wiedergegeben.
In Fig. 12 ist die gewölbte, aber noch nicht gehärtete
Windschutzscheibe 1, die die unabhängige Zone 2 enthält, an den Klammern 7 und dem Querbalken
8 aufgehängt, die Windschutzscheibe wird gerade in den Heizofen eingebracht vor dem Härten.
Ihre Erhitzung und nachfolgende plötzliche Abkühlung erfordern keine anderen Vorrichtungen als
diejenigen, die für eine Härtung gewöhnlicher Windschutzscheiben erforderlich sind, die zuerst
gewölbt und dann gehärtet werden,
Es ist selbstverständlich, daß die beschriebenen und dargestellten Einzelheiten der Durchführung
nur zum Zwecke der Erläuterung gegeben wurden und daß man sie auf verschiedene Weise abwandeln
könnte, ohne daß die allgemeine Wirtschaftlichkeit dieser Erfindung dadurch abgeändert
würde, vorausgesetzt, daß deren allgemeines Merkmal gewahrt bleibt, demzufolge die gehärtete
Sicherheitsglasscheibe eine oder mehrere vollkommen unabhängig vom übrigen Glasblatt gestaltete
Zonen aufweist dank einer Spalte, die jede dieser Zonen vollkommen umschließt und durch die
gesamte Dicke des betreffenden Glasblattes hindurchgeht, wobei dieses Glasblatt dann in der
üblichen Art und Weise in seiner ganzen Ausdehnung gehärtet wird.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: .* 11Qι. Verfahren zum Herstellen von ebenen oder gewölbten gehärteten Sicherheitsglasscheiben, beispielsweise von Windschutzscheiben für Autos, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Glasscheibe (1) vor dem Härten eine oder mehrere Zonen (2) beliebiger Form und Größe ausgebildet werden, indem an den Grenzen der auszubildenden Zonen Spalten (4) erzeugt werden, die durch, die ganze Dicke der Glasscheibe hindurchgehen, worauf die Glasscheiben in an sich bekannter Weise in ihrer ganzen Ausdehnung gehärtet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Härtung die Erwärmung der Ränder des Glases an den Zonengrenzen leicht vermindert wird, um ein609546/185C 10596 IVc/32 aZusammenhalten des oder der unabhängigen Zonen (2) zu vermeiden, wodurch sich Grenzflächen bilden, welche das oder die unabhängigen Zonen vom restlichen Glasblatt (3) trennen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Spalten (4) im Augenblick ihrer Entstehung eine Flüssigkeit eingeführt wird, die eine gelöste oder aufgeschlämmte Masse enthält, die nach Verdunstung der Flüssigkeit ein Zusammenschweißen der beiden den Spalt bildenden Glasränder während der Erhitzung vor der Härtung verhindert.
- 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 zum Herstellen von ebenen oder gewölbten gehärteten Sicherheitsglasscheiben, beispielsweise von Windschutzscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß die unabhängigen Zonen (2) stärker gehärtet werden als das restliche Glas.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE602004003688T2 (de) | Verglasung mit sollbruchlinien | |
| DE69412906T2 (de) | Glaspolyedern und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE69429699T2 (de) | Isolierverglasung und Vakuumerzeugungsverfahren dafür | |
| DE965067C (de) | Verfahren zur Beeinflussung der staendigen Spannungen in einem Glasgegenstand | |
| DE69323581T2 (de) | Einbruchsichere Fahrzeugverglasung | |
| DE2709105A1 (de) | Sicherheitsglasscheibe und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3533342A1 (de) | Verfahren zum schneiden von aus verdichtetem glas bestehenden scheiben mittels eines schleifend wirkenden fluidstrahles | |
| DE69224413T2 (de) | Verbundscheibe und Verfahren zur ihrer Herstellung | |
| DE112013003503B4 (de) | Verfahren zur Bearbeitung einer Glasplatte | |
| DE4227050A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Vorprodukt-Glasscheibe und Verbundscheiben mit verbesserter Impact-Festigkeit, die eine Vorprodukt-Glasscheibe als Bauteil aufweisen | |
| DE2459991A1 (de) | Verfahren zur herstellung gesonderter temperglas-tafelteilstuecke | |
| DE1016415B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gehaertetem Sicherheitsglas, insbesondere fuer Autos | |
| DE1030530B (de) | Verfahren zum Spalten von Glasblaettern | |
| DE2138410A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von ge härteten Glasscheiben und nach diesem Verfahren hergestellte gehartete Glas scheiben und Schichtkörper | |
| DE954371C (de) | Verfahren zum Herstellen von gehaerteten Sicherheitsglasscheiben | |
| DEC0010596MA (de) | ||
| DE1256844B (de) | Verfahren fuer abgestufte Haertung von Glasblaettern | |
| DE3313807A1 (de) | Verfahren zur differenzierten haertung von glasscheiben, insbesondere von kraftfahrzeugwindschutzscheiben | |
| DE1471997B2 (de) | Gehärtete Glasscheibe zur Verwendung als Windschutzscheibe in einem Kraftfahrzeug, sowie Verfahren und Vorrichtung zu deren Herstellung | |
| DE1182782B (de) | Verfahren zum Herstellen von vorgespannten Glaesern | |
| DE1471994A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Haerten von Glasscheiben | |
| DE1915128B2 (de) | Vorrichtung zum vertikalen aufhaengen und glasplatten bei der waermebehandlung und verformung | |
| DE710670C (de) | Glasscheibe | |
| EP3546211A1 (de) | Fahrzeugfenster und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE1808117B2 (de) | Einscheiben-Sicherheitsglasscheibe |