DEC0010471MA - - Google Patents

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DEC0010471MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PA TENTANMELD UNG
KLASSE 12p GRUPPE 10 C 10471 IVb/12 ρ
Dr. Wilhelm Kunze, Frankfurt/M.-Fechenheim
ist als Erfinder genannt worden
Cassella Farbwerke Mainkur Aktiengesellschaft, Frankfurt/M.-Fechenheim
Verfahren zur Herstellung von 1,4-Dihydrazino-o-diazinen
Die i, 4-Dihydrazino-o-diazine besitzen wegen ihrer blutdrucksenkenden Wirkung hohen pharmazeutischen Wert und können deshalb als Heilmittel oder auch als Zwischenprodukte zur Herstellung von Heilmitteln verwendet werden.
Es wurde gefunden, daß man bei der Einwirkung von mindestens 3 Mol Hydrazin auf ι Mol 3-Amino-isoindolenine bzw. deren Aza-Verbindungen, die in ι, ι-Stellung zwei mit Alkyl- oder ίο Aralkylresten verätherte Mercaptogruppen enthalten, bei erhöhter Temperatur unter Abspaltung von Ammoniak und Merkaptan in guter Ausbeute die entsprechenden i, 4-Dihydrazino-o-diazine erhält. . ■
Die Reaktion verläuft nach folgendem Schema: 15
NH-NH2
N
3
NH-NH2
ο MR MTJ
Μ 3 PItI2 1Ν.·"·2
NH
worin R einen Rest der Benzol- oder Pyridinreihe und R1 Alkyl- oder Aralkylreste bedeutet.
60'9 508/396
C 10471 IVb/12p
Die als Ausgangsmaterialien verwendeten Dialkylmerkapto-amino-isoindolenine können gemäß britischer Patentschrift 711 433 mit guter Ausbeute aus den entsprechenden aromatischen oder
.5 heterocyclischen o-Dinitrilen erhalten werden.
Die Abspaltung der Merkaptane beginnt bereits bei 6o°; die Reaktionsprodukte scheiden sich bei weiterem Erhitzen auf 8o° kristallin ab.
Es war überraschend, daß die Isoindolenine der angegebenen Struktur, welche leicht in makrocyclische Verbindungen vom Typ des Phthalocyanine übergehen, mit Hydrazin unter Bildung eines o-Diazinringes reagieren, zumal auch die Einwirkung von Diaminen, z. B. 2,6-Diaminopyridin auf Isoindolenine nach J. Chew. Soc. 1952, 5008, zu makrocyclischen Verbindungen führt.
Gegenüber dem Verfahren des Patents 845 200, bei welchem 1, 4-Dihydrazinophthalazin aus Phthalsäuredinitril mit etwa 58°/oiger Ausbeute erhalten wird, bringt die Anwendung des vorliegenden Verfahrens eine Ausbeuteverbesserung, da die Endstufe mit 85- bis'o.o%iger Ausbeute verläuft, so daß diese, auf Phthalsäuredinitril bezogen, 75°/o beträgt. Diese Verbesserung ist bei Verwendung schwerer zugänglicher Dinitrile von besonderem Wert.
Beispieli
25,2 Teile 1, i-Di-(äthylmerkapto)-3-amino-isoindolenin werden bei 200 in eine Mischung von 60 Teilen Dioxan, 40 Teilen Hydrazinhydrat (8o°/oig) und 4 Teilen Eisessig unter Rühren eingetragen. Der Ansatz wird 1 Stunde bei 6o° und 3 Stunden bei 80 bis 85° gerührt, wobei: das mit dem Ammoniak abgespaltene Äthylmerkaptan durch Kondensation gewonnen werden kann. Bei etwa 75 bis 8o° beginnt die kristalline Abscheidung des Reaktionsproduktes. Es wird nach dem Erkalten abgesaugt, mit Dioxan und Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Man erhält so 16,5 Teile i, 4-Dihydrazinophthalazin, was einer Ausbeute von 87,5 % entspricht. Die Verbindung besitzt die in Patent 845 200 angegebenen Eigenschaften.
Beispiel 2
10 Teile 1, i-Di-(äthylmerkapto)-3-amino-5-azaisoindolenin werden in eine Mischung von 30 Teilen Dioxan und 30 Teilen- Hydrazinhydrat (8o°/oig) sowie 3 Teilen ■ Essigsäure eingetragen und unter Rühren 1 Stunde auf -<5o°-und 3 Stunden auf 850 erhitzt. Bei etwa 8d° beginnt die Kristallisation des Reaktionsproduktes,; welches nach dem Erkalten abgesaugt und mit Dioxan und kaltem Wasser gewaschen wird. Man erhält 7,5 Teile des in Stickstoffatmosphäre getrockneten Reaktionsproduktes vom F. 1980 (Zers.), welches aus der konzentrierten Lösung des Hydrochlorides mit Glaubersalz als Sulfat abgeschieden wird. Man erhält 8,9 Teile = 83 °/o der Theorie des Sulfates (F. 203° Zers.) von 1,4-Dihydrazino-6-azaphthalazin, welches mit dem gemäß Patent 932 128, Beispiel 2, erhaltenen Produkt identisch ist.
Beispiel 3
35 Teile 1, i-Di-(benzylmerkapto-)-3-amino-isoindolenin werden in einer Mischung von 70 Teilen Dioxan und 70 Teilen 8o°/oigem Hydrazinhydrat und 8 Teilen Essigsäure etwa 3 Stunden unter Rühren auf 900 erhitzt. Nach dem Erkalten saugt man das ausgeschiedene kristallisierte Reaktionsprodukt ab. Man erhält 14,0 Teile 1, 4-Dihydrazinophthalazin = 79,5 °/o der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Dihydrazino-o-diazinen, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Amino-isoindolenine bzw. deren Azaverbindungen, die in 1, 1-Stellung zwei mit Alkyl- oder Aralkylresten verätherte Merkaptogruppen enthalten, der allgemeinen Formel,
    worin R einen Rest der Benzol- oder Pyridinreihe und R1 Alkyl- oder Aralkylreste bedeutet, mit mindestens 3 Mol Hydrazin bei erhöhter Temperatur umsetzt.
    ® 609 508/396 4.56

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