DEC0009314MA - - Google Patents

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DEC0009314MA
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hydrogen
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Mai 1954 Bekanntgeniacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PA TENTANMELD UNG
KLASSE 120 GRUPPE 23o3 C 9314 IVb/12 ο
Dr. Henry Martin, Zürich, und Dr. Ernst Habicht, Schaffhausen (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CILAG Aktiengesellschaft, Schaffhausen (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. A. Ullrich, Patentanwalt, Neckargemünd bei Heidelberg
Verfahren zur Herstellung neuer therapeutisch wirksamer Salze
Zusatz zur Patentanmeldung C 7854 IVb/12 ο
In der deutschen Patentschrift 875 202 sind Diphenylsulfonabkömmlinge der Formel
HaI-
>—SO,
in welcher Hai ein Halogen und R Wasserstoff, einen Alkyl- oder Arylrest bedeutet, als Zwischenprodukte beschrieben.
Bei der Weiterbearbeitung dieser Stoffgruppe wurde gefunden, daß sie auf der Körperoberfläche bakteriostatisch sehr gut wirksam sind; im Körper selbst, also peroral oder parenteral angewandt, sind sie wenig oder gar nicht aktiv. Sie sind deshalb besonders für die örtliche Anwendung, beispielsweise bei Otitiden -NH-CH-COOH,
und infektiösen Erkrankungen des Auges anwendbar und erreichen hier auch an Aktivität das bekannte 4-Amino-4'-carboxy-methylaminodiphenylsulfon.
Die in der deutschen Patentschrift 875 202 beschriebenen Alkali-, Erdalkali- und Pyridinsalze von 4-Halogen-4-carboxy-alkylaminodiphenylsulfonen sind in der Praxis wegen ihrer starken Alkalinität bzw. hoher Toxizität (Pyridin) chemotherapeutisch nicht verwendbar.
609 548/529
C 9314 IVb/12 ο
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung C 7854 IVb/120 ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen chemotherapeutisch wirksamen Salzen der Formel
/ R9
— NH-R —COOH -R1-N:
in welcher R einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylenrest, R1 Wasserstoff, einen Alkyl- oder Alkanolrest, R2 oder R3 Wasserstoff oder R2 und R3 niedermolekulare Alkanolreste oder mittels eines Sauerstoffatoms zu einem Ring verbundene Alkylenreste bedeuten.
Die dort beschriebenen Salze zeigen gegenüber den in der deutschen Patentschrift 875 202 beschriebenen Salzen den Vorteil, daß sie besonders leicht kristallisieren und einen guten Reinigungseffekt für die entsprechenden, ihnen zugrunde liegenden Säuren aufweisen.
In der weiteren Verfolgung dieser Erfindung wurde nun die Beobachtung gemacht, daß auch Salze der Formel
-R2
NH-R — COOH- R1-N:
in welcher R, R1, R2 und R3 die oben angegebene
ao Bedeutung haben und X ein Halogenatom bedeutet, ' ebenfalls wertvolle Eigenschaften zeigen. Sie sind beispielsweise in Wasser mit praktisch neutraler Reaktion gut löslich und sind befähigt, die ihnen zugrunde liegenden Säuren aus organischen Lösungsmitteln in einem Arbeitsgang rein auszufällen. Ein Vergleich der Reinigungseffekte einer Natrium-, Calcium- und Morpholinsalzfällung des 4-Chlor-4'-carboxy-methylaminodiphenylsulfons hat gezeigt, daß das Morpholinsalz in wesentlich höherer Ausbeute. anfällt und die hieraus frei gemachte Säure reiner und besser verträglich ist als die über die Natrium- oder Calciumsalze isolierte Säure. ■
Die neuen Salze können — dank ihrer neutralen Reaktion — auch zu arzneilichen Zwecken, z. B. bei Infektionen des Auges, im besonderen aber bei Infektionen des Ohres, z. B. bei eitrigen Otitiden, verwendet werden.
Die neuen Salze werden in an sich bekannter Weise erhalten durch Umsetzen einer Säure der Formel
-NH- R-—C00H
mit einer Base der Formel
R1-N;
1R5
worin X, R1, R2 und R8 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, in An- oder Abwesenheit eines Lösungs- bzw. Verdünnungsmittels. Dabei kann man die erhaltenen Salze isolieren und gegebenenfalls durch Umkristallisation reinigen oder die Lösungen, die durch Umsetzen der beiden Komponenten in Wasser erhalten werden, direkt verwenden.
Beispiel
32,5g4-Chlor-4'-carboxymethylaminodiphenylsulfon werden in 1000 ecm einer Mischung von gleichen Teilen reinem Methanol und Aceton aufgeschlämmt und mit g Morpholin versetzt. Man kocht kurz auf, filtriert mit Hilfe von wenig Kohle und läßt das Filtrat abkühlen. Man erhält 32 g des bei 189 bis 1910 sChmelzenden Morpholinsalzes. Dieses kann aus Methanol .-umkristallisiert werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Γ
    ι. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Her- ,"«5 stellung neuer therapeutisch wirksamer Salze gemaß Patentanmeldung C 7854 IVb /12 o,. dadurch gekennzeichnet, daß man hier Säuren der Formel
    -NH-R—COOH, *9o
    in welcher X Halogen und R einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylenrest bedeutet, mit orga- _ nischen Basen der allgemeinen Formel g
    Ri-Nf , »
    in welcher R1 Wasserstoff, einen Alkyl- oder Alkanolrest, R2 oder R3 Wasserstoff oder R2 und R3 niedermolekulare Alkanolreste oder mittels eines Sauerstoff atoms zu einem Ring verbundene Alkylenreste bedeuten, umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem Lösungsmittel vornimmt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 875 202.
    © 609 548/529 6. 56

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