DEC0009170MA - - Google Patents

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DEC0009170MA
DEC0009170MA DEC0009170MA DE C0009170M A DEC0009170M A DE C0009170MA DE C0009170M A DEC0009170M A DE C0009170MA
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Germany
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general formula
parts
hai
mol
organophosphorus compounds
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. April 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12o GRUPPE 26οι C 9170 IVb/12 ο
Dr. Paul Schmidt, Therwil (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing, E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung von Organophosphorverbindungen
Die Priorität der Anmeldung in der Schweiz vom 13. April 1953 ist in Anspruch genommen
Es wurde gefunden, daß man zu Phosphor enthaltenden, organischen Verbindungen der allgemeinen; Formel
R1-O,
,0-R1
;P~C- (R5-)- C-P'
" -R2-CK Il I Il XO —R2
0 R4 0
ίο gelangt, worin R1 und R2 — gegebenenfalls substituierte —- aliphatisch©, cycloaliphatische, araliphatische, aromatische oder heterocyclische Reste, wobei R1 und R2 auch Glieder eines Ringsystems sein können, R3 und R4Wasserstoff, Halogen oder einen
Rest R1 bedeuten, R5 ein zweiwertiges Bindeglied und η ο oder ι bedeutet, wenn man ι Mol eines Halogencarbonsäurehalogenids der allgemeinen Formel ·
R3 ο
Hal —C-(R6-)-C—Hai,
R1
worin R3, R4, R5 und η die oben gegebene Bedeu- 25 tung haben und Hai für ein Halogenatom steht, mit 2 Mol einer Verbindung der allgemeinen Formel
P-O-1Me,
R2-
worin Me ein Meitallatom darstellt, umsetzt.
609 527/552
C 9170 IVb/12 ο
Die aliphatischen Reste, die durch die Symbole R1 und R2 dargestellt werden, können geradkettig, verzweigt, gesättigt oder ungesättigt sein; ferner können sie substituiert oder unsubstituiert sein. Genannt, seien z. B.' folgende Gruppen: Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, 2-Äthyl-butyl-, Octyl-, 2-Butyl-octyl-, Laury.1-, Octadecyl-, Allyl-, 2-Chloräthyl-; ferner Radikale mit Rhodan-, Cyan- oder Estergruppen. Die Reste R1
ίο und R2 können gleich oder verschieden sein. Die aromatischen Radikale, die durch R1 und R2 dargestellt werden, können ein- oder mehrkernig sein und können gegebenenfalls noch Kermsubstituenten ■ tragen; erwähnt seien Phenyl-, 2- oder 4-Chloirphenyl-, 2,4-Dichlorphenyl-, 4-Nitrophenyl-, 4-Methoxyphenyl-, Naphthyl- oder 4-Diphenylreste. Unter den araliphatischen Radikalen, die durch R1 und R2 dargestellt werden, sei der Benzyl-, von den cycloaliphatischen der Cyclohexyl- und von den
ao heterocyclischen der Tetrahydrqfurfurylrest erwähnt. Vorzugsweise werden Alkalisalze der Phosphitester, wie Natriumsalze, herangezogen. Genannt seien beispielsweise Natriumisalze von Diäthylphosph.it, Dibutylphosphit, Diphenylphosphiit oder Dibenzylpliosphit.
Für das Verfahren geeignete Halogenearbonsäurehalogenide sind beispielsweise die Chloride der chlorierten Essigsäuren, wie Chlor- oder Trichloressigsäureichlorid. Bei Verwendung dieser Komponenten tritt jeweils nur ein Chloratom der chlorierten Essigsäure in Reaktion. So erhält man aus ι Mol Trichloiressigsäuirechlorid ,und 2 Mol des Natriumsalzes des Diäthylphosphits das Kondensationsprodukt der Formel
Cl 0
C,Hc — 0,
c — c — p:
.0 — CH8
1O-C2Hn
0 Cl
Die erfindungsgemäße Kondensation erfolgt durch Umsetzung der Komponenten in dem eingangs erwähnten Mengenverhältnis. Sie führt zu einheitlichen Produkten. Weil die Reaktion oft exotherm verläuft, ist es gegebenenfalls notwendig, die Komponenten unter Kühlung zu vereinigen und mit inerten Lösungsmitteln, wie Benzol, Toluol, Äther, Dioxan, Hexan ader tief siedendleim Benzin, zu verdünnen. Die Reaktion wird vorteilhaft durch Erwärmen auf etwa 40 bis 1200 beendet. Bei geeigneter Wahl der Reaktionskomponenten lassen sich die Kondensationsp.rod.ukte unter vermindertem Druck destillieren.
Die erfindungsgemäß herstellbaren Produkte sind je nach ihrer Konstitution hochsiedende Öle oder feste Körper. Sie können als Zwischenprodukte für die verschiedensten Zwecke verwendet werden; ferner können geeignet substituierte Produkte als Schmiermittelzusätze dienen. Einige Vertreter besitzen Wirksamkeit gegenüber tierischen Schädlingen und können deshalb Schädlingsbekämpfungspräparaten als Wirkstoffe einverleibt, werden, andere wiederum besitzen allgemein Einfluß auf biologische Vorgänge, z. B. Hemmwirkung auf Serumcholinesterase, und können somit auf pharmazeutischem Gebiet eingesetzt werden.
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile. ■■..■'■
Beispiel
,0-C2H5
0-C2H5
und bei 128 bis I2o,°/o, 1 mm. Diäthylphosphonaoetyl-diäthyl-phosphonat der Formel
C2H5-O,
2 H5 (J"
0 0
Il . Il
- -ρ Γ* TT Γ* P'
GL
l.^C —C —P
CK
-0-C2H5
'0-C2H5
In 800 Volumteilen wasserfreiem Äther werden 14 Teile Natrium suspendiert und nachher 84 Teile Phoisphorigsäurediäthylester eingetropft. Man läßt die Mischung während 10 Stunden bei 400 stehen,, fügt dann unter Kühlung 50 Teile Chloracetylchlorid hinzu und läßt die Reaktionsmischung unter Rühren 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Das abgeschiedene Salz wird abfiltriert, das Losungsmittel abdestilliert und der Rückstand fraktioniert. Bei 108 bis ιιοΎο,ι mm geht Chloracetyldiäthyl-phosphonat der Formel
Ό — C2H5
über. Die zuletzt genannte Verbindung zeigt starke miotische Wirkung bei lokaler Applikation am Kaninchenauge. Um die beiden Verbindungen in reiner Form zu erhalten, ist eine mehrfache Fraktionierung erforderlich, wodurch die Ausbeuten stark herabgesetzt werden. Sie betragen an ana,-lysenreinen Produkten .11 bzw. 32%.. '..
Beispiel 2
In 400 Volumteilen wasserfreiem Äther werden 7 Teile Natrium suspendiert und unter Kühlung 42 Teile Phosphorigsäurediäthylester eingetropft. Man rührt während 10 Stunden bei 400, gibt dann zur 'Reaktionsmasse unter Kühlung 27 Teile Trichloraaetylchlorid, läßt bei Zimmertemperatur 6 Stunden stehen und filtriert dann vom abgeschiedenen Salz ab. Nach Abdampfen des Äthers erhält' man durch Destillation des Rückstandes bei o.o°/o,2 mm Trichloracetyl-diäthyl-phosphonat der Formel
527/552
C 9170 IVb/12 ο
und bei 123 bis 124%, 1 mm Diäthylphosphon-dichloracetyl-diäthyl-phosphortat der Formel
G2H5-(
C2H5-O'
0 Cl
Il I
:ρ — c — c-
I Il
ei ο
Il -ρ;
ίο Dies© Verbindung zeigt sehr starke 'HemmWirkung auf Serunicholinesteirase. Die Ausbeuten an analysenreinen Produkten betragen 16 bzw. 23%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Organophosphorverbindungen der allgemeinen Formel
    R1-O,
    R, —0'
    R3
    p-c-(r5-)-c-p:
    0-R1
    0-R2
    0 R4
    worin R1 und R2 — gegebenenfalls substituierte — aliphatisch«!, cycloaliphatische, araliphatische, aromatische oder heterocyclische Reste, wobei R1 und R2 auch Glieder eines Ringsystems sein können, R3 und R4 Wasserstoff, Halogen oder einen Rest R1 bedeuten, R5 ein zweiwertiges Bindeglied und η ο oder 1 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines Halogencarbonsäurehalogeniids der allgemeinen Formel
    R3
    Hai — C — (R5-)- C — Hai,
    R4
    worin R3, R4, R5 und η die oben gegebene Bedeutung haben und Hai für ein Halogenatom steht, mit 2 Mol einer Verbindung der allgemeinen Formel
    R1-O,
    ;p_0 —Me,
    worin Me ein Metallatom darstellt, umsetzt.
    Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2491 920; Kotolapoff: Organophosphorus Compounds, 1950, S. 124.

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