DEC0007892MA - - Google Patents

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DEC0007892MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Juli 1953 Bekanntgemacht am 24. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen, insbesondere von Förderbändern oder Treibriemen, unter Verwendung von Geweben, Bindeschichten aus hochmolekularen Stoffen sowie unter Aufbringung von thermoplastischen und/oder elastomeren Deckschichten.
Bei der Herstellung von mehrschichtigen Körpern aus Kautschuk mit Gewebeeinlagen, wie z. B. bei Förderbändern oder Treibriemen, war es bisher üblich, auf die Gewebeeinlagen eine oder mehrere Bindeschichten durch Friktionieren oder Skimmen aufzubringen. Wollte man nun zur Herstellung von Kunststoffbänidern z. B. unter Verwendung von Vinylpolymeren übergehen, so erwies es sich als notwendig, die bindenden Kunststoffschichten durch Streichen bei erhöhten Temperaturen, z. B. I2O° C, auf das Gewebe aufzubringen. Nach einem bekannten Verfahren wird eine Bindeschicht aus Vinylpolymeren durch Streichen auf eine Gewebelage aufgebracht und diese mit einer zweiten Gewebelage verbunden. Dies Aufbringen der Bindeschichten auf das Gewebe durch Streichen war jedoch für die Herstellung von Förderbändern oder Treibriemen zu umständlich. Andererseits war es auch bekannt, zwischen·, zwei unpräparierten> Gewebeba'hnen eine Kunststoff- oder Kautschukfolie zu legen und diese unter Hitzeeinwirkung mit dem Gewebe zu verbinden. Jedoch genügte die Haftung der Bindeschichten an die Gewebelagen den hesonderen Ansprüchen beim Gebrauch der Förderbänder und Treibriemen nicht immer.
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C 7892 IVb/39b
Kin weiliTi's bekanntes Verfahren verwendet eine l'asle von Polyvinylchlorid zum Auftragen auf die Gewcbcbahnen. !!ei einem solchen Verfahren werden auch Zwischenschichten aus Folien derselben VinylpolynuTe /.wischen die überzogenen Gewebebahnen gelegt, jedoch sind für die Wärmebehandlung dieser Stoffe Temperaturen von 150 bis i6o° notwendig, um eine ausreichende Verbindung zu erzielen. I )emgegenübcr wird bei der Erfindung
ίο angestrebt, die bisher gebräuchlichen Arbeitsvorgänge für <]it- Herstellung mehrschichtiger Körper beizubehalten. Ks mul.lte daher ein Verfahren ausgearbeitet werden, bei welchem ohne weiteres von den in der Industrie vorhandenen Kinrichtungen
in (iebrauch gemacht werden konnte, wobei also nur Temperaturen unter 150" angewandt wurden.
Schließlich war noch ein Verfahren bekannt, bei dem Kunststoffäden von einer thermoplastischen Masse umgössen werden. Von der Herstellung von
an Schichtstoffen, insbesondere von Förderbändern oder Treibriemen, ist bei diesem Verfahren jedoch überhaupt nichts offenbart.
Ks wurde nun gefunden, daß die Hinrichtungen der Kautsehukindustrie insbesondere dann mit
afl Vorteil benutzt werden können, wenn man die Sehiehtsloffe so herstellt, da 1.1 auf die einzelnen (iewcbelagen, welche in eine an sich bekannte, im wesentlichen Yiiiylpolvmcre sowie einen Zusatz von l'olyisoevanat enthaltende Flüssigkeit getaucht und getrocknet worden sind, ein- oder beiderseitig im wesentlichen aus bekannten hochmolekularen elastomere!] und/oder thermoplastischen Stoffen besiehende Bindeschichten aufgetragen und die mil den l'.iiideschichten versehenen Gewebe-
3Γ) lagen aufeinandergeschichtet werden und dal! der so gebildete Schichtkörper einer Behandlung bei erhöhter Temperatur unterworfen wird.
Unter dem Begriff »hochmolekulare elastomere und/oder thermoplastische Stoffe« können beispielsweist' Mischpolymerisate von Butadien und Styrol oder von Butadien und Acrylsäureiiitril oder Butadien - Acrylsäurenitril - M ischpolynierisate zusammen mit J (hlor-btitadieii-1, 3 oder zusammen mit Vinyl poly η leren, vorzugsweise Polyvinylchlorid,
ΊΓ) verstanden werden.
Ks ist weiter vorgesehen, daß der im wesentlichen Vinylpolymere enthaltenden Imprägnierllüssigkeit ein l'olyisocyanat zugesetzt wird. Dabei kann Triphenylmethantriisocyanat Verwendung
5<i finden. Ks ist jedoch auch möglich, daß der Tauchllüssigkeit solche Stoffe zugesetzt werden, aus welchen durch chemische Kinwirkung, durch Einfluß von Wärme oder anderen Energieformen freie Isoeyaiiatgnippcu gebildet werden. Die Isocyanate oder die Stoffe, die Isocyanatgruppen freimachen, bewirken eine gute Haftung der Flüssigkeit auf dem Gewebe, gleichzeitig wird aber auch eine gute I lal'tung des imprägnierten Gewebes mit der aufgebrachten elastomere!! und/oder thermoplastischen
fio Biiideschicht erreicht.
Nach dem crfmdungsgemäßen Verfahren besteht die Möglichkeit, daß die Bindeschichten im wesentlichen aus l'olvviiiylcbloridmischungen hergestellt werden, denen zwischen 5 und 10 Gewichtstcileu eines Butadien-Acrylsäurenitril-Mischpolymerisates zugesetzt worden sind. Durch diesen Zusatz des Butadien-Acrylsäurenitril-iYlischpolymerisatcs wird erreicht, daß das Zusammenmischen der Komponenten l>ereits bei Temperaturen von etwa ioo° C erfolgen kann, während bisher die erforderlichen Mischtemperaturen für Polyvinylchloridmischungen bei 150 bis i6o° C lagen.
JCs ist außerdem erforderlich, daß, um eine ausreichende Verbindung zwischen den einzelnen Gcwcbelagen und zwischen den Gewcbelagen und den Deckschichten zu erzielen, den Mischungen für die Bindeschichten Kondensationsprodukte von Formaldehyd und Stoffen mit reaktionsfähigen O'IT- und/oder N 1 !.,-Gruppen zugesetzt werden. Solche Stoffe sind z. B. Phenol oder Resorcin oder Harnstoff oder Melamin.
Durch den Zusatz von Kondensationsprodukten von Formaldehyd mit Phenol od. dgl. tritt bei der anschließenden Wärmebehandlung des mehrschichtigen Rohlings eine Reaktion zwischen den freien Isocyanatgruppen und den reaktionsfähigen Gruppen des Kunststoffs auf Eormaldchydgrundlage ein, wodurch die elastomeren Bindeschichten besonders fest auf dem imprägnierten Gewebe verankert werden. ' go
Es besteht auch die Möglichkeit, daß auch den Mischungen für die Bindeschichten neben den Kondensationsprodukten von Formaldehyd und Stoffen mit reaktionsfähigen Oll- und/oder N !!.,-Gruppen Stoffe zugesetzt werden, aus welchen durch ehemische Einwirkung, durch Einfluß von Wärme oder anderen Energieformen freie Isocyanatgruppen gebildet werden. Während Isocyanate und Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenol od. dgl. beim Zusammenbringen in einer Lösung oder in einer Mischung bisher unter gegenseitiger Zersetzung reagierten, ist es durch die Verwendung von Stoffen, welche erst durch Einwirkung irgendwelcher Energieformen Isocyanatgruppen freimachen, gelungen, gleichzeitig beide Stoffe in einer Mischung zu vereinigen, ohne daß Zersetzung erfolgt.
Das Verfahren findet mit Vorteil Anwendung zur Herstellung von endlichen Förderbändern in Untertagebetrieben mit besonders niedrigen Flözen. Auch lassen sich Schläuche mit Gewebeeinlage!! od. dgl. gut nach dem erfindungsgcmäßen Verfahren herstellen.
A u s f ü h r u η g s b c i s ρ i c 1
Der Tauchflüssigkeit, bestehend aus
30 Gewichtsteilen Benzin
35 - Polyvinylchlorid
25 - Weichmacher
10 - Chlorstabilisator
wurden 5 Gewichtsteile Triphenylmethantriisocyanat, bezogen auf 100 Gewichtsteile Flüssigkeit, zugesetzt. In diese Lösung wurde ein Gewebe getaucht und anschließend getrocknet. Darauf wurde eine im wesentlichen aus einer Polyvinylchlorid-
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mischung bestehende Deckschicht, welcher 7 bis 10 Gewichtsteile eines Butadien-Acrylsäurenitril-MischipolymeriiSateSi und 4 Gewichtsteile Phenol-Formaldehyd-Harz zugesetzt waren, auf das imprägnierte Gewebe aufgebracht.
Versuchsergebnisse
Aus dem gemäß dem Ausführungsbeispiel behandelten Gewebe wurden 2 cm breite Streifen herausgeschnitten und an diesen mit Hilfe der Zerreißmaschine Haftversuche durchgeführt. Dabei ergaben sich Durchschnittswerte von 9 bis 12 kg/2 cm für die Trennlast, während Streifen aus Geweben, die nicht mit der obigen Tauchflüssigkeit behandelt waren und die eine Deckschicht aus Polyvinylchloridmischung mit 7 bis 10 Gewichtsteilen eines Zusatzes von Butadien-Acrylsäurenitril-Mischpolymerisat, aber ohne Zusatz von Phenol-Formaldehyd-Harz besaßen, vergleichsweise Durchschnitts-
ao werte von 4 bis 6 kg/2 cm für die Trennlast aufwiesen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen, insbesondere von Förderbändern oder Treibriemen, unter Verwendung von Geweben, Bindeschichten aus hochmolekularen Stoffen sowie unter Aufbringen von thermoplastischen und/oder elastomeren Deckschichten, dadurch gekennzeichnet, daß auf die einzelnen Gewebelagen, welche in bekannter Weise in eine im wesentlichen Vinylpolymere sowie einen Zusatz von Polyisocyanat enthaltende Flüssigkeit getaucht und getrocknet worden sind, ein- oder beiderseitig im wesentlichen aus bekannten hochmolekularen elastomeren und/oder thermoplastischen Stoffen bestehende Bindeschichten aufgetragen und die mit den Bindeschichten versehenen Gewebelagen aufeinanidergeschic'htet werden und daß der so geb'i Miete Schichtkörper einer Behandlung bei erhöhter Temperatur unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Imprägnierflüssigkeit Triphenylmethantriisocyanat als Polyisocyanat enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindeschichten im wesentlichen aus Polyvinylchloridmischungen hergestellt werden, denen zwischen 5 und 10 Gewichtsteile eines Butadien-Acrylsäurenitril-Mischpolymerisates zugesetzt worden sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Mischungen für die Bindeschichten Kondensationsprodukte von Formaldehyd und Stoffen mit reaktionsfähigen OH- und/oder NH2-Gruppen zugesetzt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den- Mischungen für die Bindeschichten Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenol oder Resorcin oder Harnstoff oder Melamin zugesetzt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch den Mischungen für die Bindeschichten neben den Kondensationsprodukten von Formaldehyd und Stoffen mit reaktionsfähigen OH- und/oder NH2-Gruppen Stoffe zugesetzt werden, aus welchen durch chemische Einwirkung, durch Einfluß von Wärme oder anderen Energieformen freie Isocyanatgruppen gebildet werden.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 862677;
    französische Patentschriften Nr. 891 258,
    984427;
    W. M. Münzinger: »Kunstlederhandbuch«,
    1950, S. 263 und 266.

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