DEC0007827MA - - Google Patents

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DEC0007827MA DEC0007827MA DE C0007827M A DEC0007827M A DE C0007827MA DE C0007827M A DEC0007827M A DE C0007827MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Juni 1953 Bekanntgemacht am 12. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Praxis besteht häufig das Bedürfnis nach Pigmenten, die in fein dispergierter Form vorliegen und die unmittelbar in organische Werkstoffe, wie Lacke, ölhaltige Anstriche, Kunststoffe aller Art und insbesondere auch Spinnlösungen, eingebracht werden können, derart, daß in dem zu pigmentierenden Material eine möglichst feine Verteilung des Pigmentes erfolgt. Es ist bekannt, daß in einzelnen Fällen Pigmente in besonders zähen ίο organischen Medien, beispielsweise in Lösungen von Acetylcellulose in Aceton, durch intensive mechanische Bearbeitung, z. B. durch Kneten und bzw. oder Behandeln auf einem Walzenstuhl, fein dispergiert werden können. Dieses Verfahren ist jedoch in seiner Anwendbarkeit insofern beschränkt, als es ein außerordentlich zähes Medium und eine sehr intensive mechanische Behandlung erfordert.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, welches ganz allgemeiner Anwendung fähig ist und erlaubt, für alle praktisch in Betracht kommenden Bedürfnisse Pigmentpräparate herzustellen. Es wurde gefunden, daß Pigmentpräparate hergestellt werden können, wenn man in einem organischen Medium von einer Viskosität von mindestens 10 cp bei 200 ein Pigment in Gegenwart von Mahlkörpern, welche nachträglich ausgewaschen werden, einer mechanischen Bearbeitung
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unterzieht .und die Mahlkörper nachträglich entfernt.
Die für das vorliegende A^erfahren in Betracht kommenden Pigmente können, insbesondere falls sie nicht ein zu hartes Korn besitzen, anorganischer Natur sein, wie Ruß u. a. m., sie können aber auch organischer Natur sein und beispielsweise der Gruppe der Azofarbstoffe, Küpenfarbstoffe, Phthalocyanine u. a. m. angehören.
ίο Die organischen Medien mit einer Viskosität von mindestens io cp bei 20°, die gemäß vorliegendem Verfahren Verwendung finden, können beispielsweise einheitliche Öle oder auch Weichmacher darstellen, wie tierische oder pflanzliche Öle, Mineralöle bzw. Dibutylphthalat und andere Weichmacher. Die erwähnten organischen Medien können aber auch Lösungen von an sich festen oder plastischen Stoffen in vergleichsweise niedrig siedenden organischen Lösungsmitteln wie Toluol darstellen, so z.B. Lösungen von veredelten Naturharzen, Kunstharzen, insbesondere solchen, die der nichthärtenden Reihe angehören, Kautschuk, Kautschukderivaten und organischen, löslichen Cellulosederivaten. Schließlich können auch in gewissen Fällen schmelzbare, bei gewöhnlicher Temperatur feste Verbindungen der erwähnten Art in Form einer Schmelze verwendet werden, z. B. Schmelzen von, Kolophonium.
Die gemäß vorliegendem Verfahren zu verwendenden Mahlkörper, auch Mahlhilfskörper genannt, müssen die Eigenschaft haben, aus dem erwähnten organischen Medium auswaschbar zu sein. Im einfachsten Falle können als Mahlkörper gewöhnliche, anorganische Salze, wie Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumsulfat, Bariumchlorid, verwendet werden, die sich in einfacher Weise mit Hilfe von Wasser auswaschen lassen. Eine selbstverständliche Bedingung für die Mahlkörper ist natürlich, daß diese sich unter den Arbeitsbedingungen nicht in dem verwendeten organischen Medium lösen bzw. sich nicht in nennenswertem Maße darin lösen, weil sie sonst als Mahlkörper nicht wirksam werden können. Außerdem sind solche Mahlkörper zu verwenden, welche mit den übrigen Bestandteilen des zu mahlenden Gemisches nicht chemisch reagieren. Diese Bedingungen sind praktisch durchwegs im Falle von einfachen und billigen, anorganischen Salzen erfüllt.
In besonderen Fällen sind auch organische Mahlkörper verwendbar. So ist z. B. Harnstoff in Aceton sowie in einer acetonischen Lösung von Acetylcellulose praktisch unlöslich, so daß er in diesem Zusammenhang verwendet werden kann. Harnstoff kann hierauf mit Hilfe von Äthylalkohol, der die Acetylcellulose nicht löst, ausgewaschen werden.
Die mechanische Behandlung gemäß vorliegendem Verfahren kann je nach dem verwendeten Medium bei Zimmertemperatur oder gegebenenfalls bei erhöhter oder niedriger Temperatur, beispielsweise in Rühr- und Mischwerken, die für die Bearbeitung relativ viskoser Medien eingerichtet sind, ferner auf Walzenstühlen und insbesondere in Knetapparaten vom System Werner Pfleiderer durchgeführt werden. Im Fälle der Verwendung eigentlicher Schmelzen wird zweckmäßig bei derjenigen Temperatur gearbeitet, bei der eine günstige Viskosität des organischen Mediums vorliegt.
Von besonderer technischer Bedeutung ist die Möglichkeit der Verwendung von Misch-, Rühr- oder Knetwerken mit relativ kleinem Energiebedarf, da die Viskosität des organischen Mediums in weiten Grenzen verändert werden kann.
Andererseits kann unter entsprechender Abänderung des Knetansatzes auf Knetwerken schwerster Bauart (z. B. Dispersionskneter der Firma Werner & Pfleiderer) gearbeitet werden, wobei sich bei entsprechend hoher Viskosität des organischen Mediums die zur Erzielung der notwendigen Pigmentfeinheit erforderliche Knetdauer wesentlich verringert.
Das Resultat der erwähnten ,mechanischen Bearbeitung ist eine feine Dispersion des verwendeten Pigmentes in dem betreffenden organischen Medium, wobei diese Dispersion die Mahlkörper noch enthält. Die Entfernung dieser Mahlkörper aus der Dispersion wird gemäß vorliegender Erfindung durch Waschen mit einem geeigneten Lösungsmittel durchgeführt. Grundsätzlich steht für dieses Auswaschen die Möglichkeit zur Verfügung, aus dem noch flüssigen, organischen Medium mit Hilfe eines damit praktisch nicht mischbaren Lösungsmittels die Mahlkörper zu entfernen. Dieses Lösungsmittel kann im einfachsten Falle Wasser sein. Beim Arbeiten mit einer Schmelze wird vorteilhaft so vorgegangen, daß man diese nach dem Erkalten mechanisch zerkleinert und daraus die Mahlkörper auswäscht. Falls ein genügend starker Kneter verwendet wird, können die Mahlkörper direkt durch Verkneten der Schmelze mit einem Lösungsmittel, z. B. Wasser, entfernt werden. Ferner besteht die Möglichkeit, aus einem organischen Medium, das aus einer festen bzw. halbfesten Substanz und einem Lösungsmittel besteht, vorerst das Lösungsmittel zu entfernen und aus dem dann festen bzw. halbfesten, zweckmäßig mechanisch zerkleinerten Produkt die Mahlkörper durch Auswaschen zu entfernen. Schließlich gibt es auch Fälle, wo durch Zusatz von Wasser oder einem systemfremden Lösungsmittel die festen Bestandteile des organischen Mediums gefällt werden, worauf in ähnlicher Weise das Auswaschen der Mahlkörper erfolgen kann. So kann man beispielsweise eine acetonische Lösung von Acetylcellulose mit Wasser oder Äthylalkohol fällen und hierauf aus dem zweckmäßig vorher mechanisch zerkleinerten Produkt die Mahlkörper auswaschen.
Falls das organische Medium ein Lösungsmittel enthält, kann dieses gegebenenfalls nach dem Herauslösen der Mahlkörper schließlich durch Verdampfen entfernt werden.
Enthält das organische Medium ein Lösungsmittel, das mit dem Lösungsmittel, das zum Auswaschen der Mahlkörper benutzt wird, mischbar ist und ist der nichtflüchtige Anteil des orga-
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nischen Mediums in der Wärme knetbar, so können Lösungsmittel und Mahlkörper miteinander in der Wärme ausgewaschen werden, wobei man eine Schmelze erhält, bestehend aus Pigment >und einem S in der Wärme plastischen Stoff. In der Schmelze noch vorhandenes, zum Aus\vaschen verwendetes Lösungsmittel kann z. B. durch direktes Verdampfen im Kneter entfernt werden.
Nach dem Auswaschen der Mahlkörper erhält
ίο man gemäß vorliegender Erfindung eine feine Dispersion eines Pigmentes in einem flüssigen, halbfesten oder festen organischen Medium, wobei das organische Medium in außerordentlich weiten Grenzen frei wählbar ist und daher dem jeweiligen insAuge gefaßten A^erwendungszweck der Pigmentpräparate angepaßt werden kann. Je nachdem das Pigmentpräparat zum Färben von Acetylcellalose, Lacken usw. Verwendung finden soll, kann man das Pigmentpräparat derart zusammensetzen, daß sein organisches Medium mit dem betreffenden Lack verträglich ist. Besonders vorteilhaft ist das Verfahren bei der Herstellung von Pigmentpräparaten, die zum Spinnfärben der verschiedensten Kunstfasern verwendbar sind, z. B. zum Spinnfär'ben von Acetatkunstseide, von Fasern aus Superpolyamiden und Superpolyurethanen sowie von Fasern aus Polyacrylderivaten, insbesondere Polyacrylnitril, Superpolyestern vom Typus der Terephthalsäureglykolester sowie von Kunstfasern aus Polyvinylverbindungen, gegebenenfalls in Mischpolymerisaten mit Polyacrylsäurederivaten.
Das vorliegende Verfahren führt im allgemeinen in relativ kurzer Zeit zu einer sehr feinen Verteilung der Pigmente, mitunter bis an die Grenze der optischen Auflösbarkeit auch in solchen Fällen, in • denen nach anderen Verfahren nur eine ungenügende Verteilung erhalten wird. So ist es z. B. gemäß vorliegendem Verfahren möglich, die bei der Herstellung in sehr grober Form anfallenden Phthalocyanine, z. B. das Kupferphthalocyanin, ohne eine vorhergehende Umfällung aus Schwefelsäure direkt zu vermählen. Man erzielt hier den Vorteil, daß eine Umwandlung, z. B. des Kupferphthalocyanins in die sogenannte α-Form vermieden wird, so daß das unsprung lieh in der /3-Form vorliegende Kupferphthalocyanin ohne Veränderung des Kristallaufbaus direkt in ein technisch sehr wertvolles Produkt umgewandelt wird.
Die Mengenverhältnisse zwischen Pigment und nichtflüchtigem Anteil des organischen Mediums können in relativ weiten Grenzen variiert werden. Es ist jedoch für die Erhaltung des Dispersitätsgrades vorteilhaft, nicht zu geringe Mengen von Kunststoff, Weichmacher u. a. m. zu verwenden, zweckmäßig so viel, daß die Menge des Pigmentes im Endprodukt im allgemeinen nicht wesentlich mehr als die Hälfte ausmacht.
Ebenso kann das Mengenverhältnis zwischen Pigment und Mahlkörper in weiten Grenzen verändert werden. Ein verhältnismäßig geringer Anteil an Mahilkörpern, beispielsweise etwa ein Fünftel der Pigmentmenge, führt zu langen Bearbeitungszeiten. Vorteilhaft verwendet man mindestens gleichviel Teile Mahlkörper wie Pigmentteile, man wird aber im allgemeinen nicht mehr als die fünffache Menge Mahlkörper gebrauchen, da sonst beim Auswaschen ein allzu großer Voilumenverlust eintritt und überdies die Zähigkeit der zu bearbeitenden Masse ungünstig beeinflußt wird.
Besteht das organische Medium aus einem Kunstharz, einem Cellulosederivat od. dgl. und einem organischen Lösungsmittel, so wird die Menge des Lösungsmittels zweckmäßig so bemessen, daß beim Arbeiten in einem Kneter eine gute Knetmasse entsteht, damit der gewünschte Verteilungsgrad des Pigmentes rasch erreicht wird.
Aus der amerikanischen Patentschrift 2 000 003 ist es bekannt, Pigmente in viskosen organischen Medien, aber ohne Zuifügung von Mahlkörpern, einer intensiven mechanischen Bearbeitung, insbebesondere Knetung, zu unterwerfen. Demgegenüber bietet die Verwendung von Mahlkörpern den Vorteil, daß unter sonst gleichen Bedingungen eine feinere Verteilung des Pigmentes erzielt wird.
Beispiel ι
In einen kühlbaren Knetapparat (System Werner & Pfleiderer) gibt man 60 Gewichtsteile Kupferphthalocyanin (aus Schwefelsäure nach dem üblichen Verfahren umgefällt), 120 Teile Glyzerin-' ester von hydriertem Kolophonium, 120 Teile Natriumchlorid und 30 Teile Toluol. Man knetet bei geschlossenem Kneter und unter Kühlung so lange, bis der gewünschte Feinheitsgrad des Pigmentes von 1 Mikron und darunter erreicht ist. Dann wird durch Einleiten von Wasser das Natriumchlorid aus der Knetmasse ausgewaschen. Die Knetmasse selbst bleibt dabei erhalten, der Abfluß des Waschwassers erfolgt zweckmäßig in eine rings um den Kneter angebrachte Rinne oder durch eine in geeigneter Höhe angebrachte Abflußöffnung. Das salzfreie Knetprodukt wird in einem A/'akuumschrank bei 850 getrocknet und schließlich in einer Walzenmühle gemahlen. Die Trocknung der Knetmasse kann -selbstverständlich auch im Kneter selbst erfolgen, sofern dies technische Vorteile bietet.
Verwendet man an Stelle des obengenannten Pigmentes rohes /3-Kupferphthalocyanin (erhalten z. B. durch Umsatz von Phthalsäureanhydrid mit Harnstoff in Trichlorbenzol nach dem üblichen Verfahren), so gelangt man zu einem Präparat, dessen Pigmentanteil aus reinem ^-Kupferphthalocyanin besteht. U5
Ein Produkt mit analogen Eigenschaften erhält man, wenn die im obigen Beispiel genannten Pigmente ersetzt werden durch den Farbstoff, den man durch Chlorieren von Kupferphthalocyanin erhält (G. Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Band II, S. 195) und im übrigen nach der gleichen A^orschrift gearbeitet wird.
Beispiel 2
In dem im Beispiel 1 beschriebenen Kneter behandelt man unter Kühlung eine Mischung aus
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60 Teilen des Farbstoffes, den man aus diazotierten! 2-Methyl-4-chlor-1 -aminobenzol und i-(2r-Oxy-3'-naphthoyl) -amino^-methyl-zf-chJorbenzol erhält, 120 Teilen Glyzerinester von hydriertem KoIophonium, 120 Teilen Natriumchlorid und 40 Teilen Toluol so lange, bis der gewünschte Feinheitsgrad des Pigmentes erreicht ist. Dann wird das Natriumchlorid wie in Beispiel 1 durch Einleiten von Wasser aus der Knetmasse ausgewaschen, diese inn Vakuumschrank bei 850 getrocknet und schließlich in einer Walzenmühle gemahlen.
Werden im obigen Beispiel an Stelle von 120 Teilen Natriumchlorid 120 Teile wasserfreies Natriumsulfat oder 120 Teile Rohrzucker verwendet und wird im übrigen nach der gleichen Vorschrift gearbeitet, so erhält man identische Produkte.
Beispiel 3
In einen heizbaren Kneter (System Werner & Pfleiderer) gibt man 300 Teile 4, 4'-Dimethyl-6, 6'-dichlorthioindigo in Form eines wasserhaltigen Preßkuchens mit einem Pigmentgehalt von 20 0Zo und 60 Teile Dibutylphthalat. Man heizt mit Dampf auf, wobei sich nach kurzer Zeit eine Knetmasse bildet. Das ausgeschiedene, pigmentfreie Wasser wird entfernt, dann knetet man unter Heizung so lange weiter, bis das noch in der Knetmasse befindliche Wasser verdampft ist. Nun gibt man 90 Teile Natriumchlorid hinzu und knetet unter Kühlung bis zur Erreichung des gewünschten Feinheitsgrades des Pigmentes. Nach dem Auswaschen des Natriumchlorids durch Einleiten von Wasser wird die erhaltene Paste im Vakuumschrank bei 85° vom restlichen Wasser befreit.
An Stelle vom Preßkuchen kann ebensogut vom Farbstoffpulver ausgegangen werden. Man verknetet z. B. 60 Teile des Farbstoffes aus diazotierten! 2 - Methyl - 4 - chlor - 1 - aminobenzol und ι - (2'- Oxy-3'-naphthoyl) -amino - 2 - methyl-4-chilorbenzol, 60 Teile Dibutylphthalat und 90 Teile Natriumchlorid wie oben, wobei ein analoges Produkt erhalten wird.
In gleicher Weise kann auch ein Pigmentpräparat ausgehend von 60 Teilen des Calciumsalzes des Azofarbstoffe aus diazotierter i-Amino-4-methylbenzol-2-sulfonsäure und 2L0xynaphtha-Hn-3-carbonsäure hergestellt werden.
Beispiel 4
In einen wie in Beispiel 1 beschriebenen Kneter gibt man 80 Teile Indigo;, 80 Teile Glyzerinester von hydriertem Kolophonium, 100 Teile wasserfreies Natriumcarbonat und 60 Teile Toluol und knetet unter Kühlung bis zur Erreichung des gewünschten Feinheitsgrades des Pigmentes. Dann bringt man die Knetmasse in einen Vakuumschrank und destilliert bei 850 das Toluol ab. Das trockene Produkt wird in einer Hammermühle möglichst fein gemahlen und mit 2000 Teilen kaltem Wasser, dem man zur besseren Benetzung des Farbstoffpräparates 3 Teile des gewöhnlich als dinaphthylmethandisulfonsaures Natrium bezeichneten Natriumsalfces eines Kondensationsproduktes von Formaldehyd mit einem vorwiegend ■ Naphthalin-2-sulfonsäure enthaltenden Naphthalinsulfonierungsgemiisch zugegeben hat, 20 Stunden verrührt. Man nutscht ab, wäscht das Natriumcarbonat mit Wasser vollständig aus und trocknet im Vakuumschrank bei 850. Das erhaltene Produkt ist ein weiches Pulver, das sich mit Toluol sehr leicht zu einer homogenen Paste anreiben läßt.
Beispiel 5
In einem Kneter nach Beispiel 1 verknetet man unter Kühlung eine Mischung aus 50 Teilen des Farbstoffes aus diazotierten! 21, 5-Dichlor-i-aminobenzol und i-(2'-Oxy-3'-naphthoyl)- amino-2, 5-dimethoxybenzol, 50 Teilen Äthylcellulose, 50 Teilen Natriumchlorid und 90 Teilen Toluol bis zur Erreichung des gewünschten Feinheitsgrades. Dann wäscht man das Natriumchlorid mit Wasser aus, trocknet die Knetmasse im1 Vakuumschrank bei 85° und mahlt das Produkt in einer Hammermühle.
Beispiel 6
In der in Beispiel 1 beschriebenen Knetapparatur behandelt man unter Kühlung eine Mischung von 60 Teilen des Farbstoffes aus diazotierten! 2, 5-D1-chlor-i-aminobenzol und i-(2'-Oxy-3'-naphthoyl)- go amino-2, 5-dimethoxybenzol, 120 Teilen Chlorkautschuk, 120 Teilen Natriumchlorid und 100 Teilen Toluol bis zur Erreichung des gewünschten Fein- . heitsgrades. Durch Einleiten von Wasser wird das Natriumchlorid ausgewaschen, dann der Kneter zur Verdampfung von noch in der Knetmasse befindlichem Wasser aufgeheizt und schließlich dieselbe in einem Vakuumschrank bei 850 vom restlichen Toluol befreit. Die Mahlung des Produktes erfolgt wiederum in einer Hammermühle.
Wird an Stelle des obigen Pigmentes der Farbstoff »Cibanonblau RS« (Colour Index 192-2, Nr. 1106) verwendet und im übrigen nach der gleichen Vorschrift gearbeitet, so erhält man ein analoges Produkt.
Beispiel 7
In den im Beispiel 1 beschriebenen Kneter gibt man 20 Teile Kupferphthalocyanin (aus Schwefelsäure nach dem üblichen Verfahren umgefällt), no 40 Teile Acetylcellulose (54,5 °/o gebundene Essigsäure), 40 Teile Natriumchlorid und 80 Teile Methylglykol. Man verknetet unter Kühlung bis zur Erreichung des gewünschten Feinheitsgrades. Dann bringt man die Knetmasse in einen Vakuum-Schrank, destilliert bei 850 das Methylglykol ab und mahlt das Produkt in einer Hammermühle möglichst fein. Das erhaltene Pulver verrührt man 20 Stunden mit 1000 Teilen kaltem Wasser, dem man zur besseren Benetzung des Farbstoffpräparates 2 g dinaphthylmethandisulfonsaures Natrium (vgl. Beispiel 4) zugegeben hat. Man nutscht ab, wäscht das Natriumchlorid mit Wasser vollständig aus und trocknet im Vakuumschrank bei 850. Das fertige Produkt^ ist ein feinkörniges Pulver, das nicht mehr gemahlen zu werden braucht.
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Beispiel 8
In einem Kneter nach Beispiel ι behandelt man unter Kühlung eine Mischung aus 32 Teilen des Farbstoffes aus diazotiertem 2-Methyl-4-CMOri-aminobenzol und i-(2'-Oxy-3'-naphthoyl)-amino-2-methyl-4-chlorbenzol, 32 Teilen Acetylcellulose (54,5% gebundene Essigsäure), 32 Teilen Ammoniumchlorid und 80 Teilen. Methylglykol bis zur Erreichung des gewünschten Feinheitsgrades des, Pigmentes. Dann gibt man 100 Teile Wasser hinzu und knetet so lange, bis ein feinkörniger Brei entstanden ist. Dieser wird auf eine Nutsche gebracht und das Ammoniumchlorid mit Wasser vollständig ausgewaschen. Man trocknet "im Vakuumscbrank bei 850 und mahlt in einer Hammermühle.
Beispiel.9
In einem Kneter nach Beispiel 1 behandelt man unter Kühlung eine Mischung aus 30 Teilen Gas-
ao ruß, 30 Teilen Acetylcelluiose (54,5% gebundene Essigsäure), 30 Teilen. Harnstoff und 80 Teilen Aceton bis zur Erreichung der gewünschten Pigmentfeinheit. Dann gibt man 200 Teile Äthylalkohol zu und knetet so lange, bis ein feinkörniger Brei entstanden ist. Dieser wird auf eine Nutsche gebracht und der Harnstoff mit Äthylalkohol vollständig ausgewaschen. Man trocknet im Vakuum schrank bei 85 ° und mahlt in einer Hammermühle.
Beispiel 10
Aus 150 Teilen eines handelsüblichen Polyamides und 250 Teilen konzentrierter Ameisensäure bereitet man eine Lösung.
.35 In einem Kneter nach Beispiel 1 behandelt man unter Kühlung eine Mischung aus 200 Teilen obiger Lösung, 37,5 Teilen chloriertem Kupferphthalocyanin (G.Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Band II, S. 195) und 150 Teilen Natriumchlorid bi,s zur Erreichung der gewünschten Pigmentfeinheit. Dann gibt man 200 Teile Wasser hinzu und knetet so. lange, bis eine feinkörnige Paste entstanden ist. Diese wird auf eine Nutsche gebracht und das Natriumchlorid mit Wasser vollständig ausgewaschen. Nach dem Trocknen' im Vakuumschrank bei 85° wird in einer Hammermühle gemahlen.
Beispiel 11
Aus 50 Teilen eines handelsüblichen Polyacrylnitrile und 150 Teilen Dimethylformamid bereitet man eine Lösung.
In . einen Kneter nach Beispiel 1 gibt man 130 Teile obiger Lösung, 16,25 Teile Cibanon-
blau RS (Colour Index 1922, Nr. 1106) und 32,5 Teile Natriumchlorid. Damit sich sofort eine Knetmasse bildet, wird kurz mit Dampf geheizt, dann wird unter Kühlung bis zur Erreichung der gewünschten Pigmentfeinheit geknetet. Darauf gibt man 100 Teile Wasser hinzu und knetet so lange, bis eine breiige Masse erhalten wird. Diese wird auf eine Nutsche gebracht und das Natriumchlorid sowie das Dimethylformamid mit Wasser vollständig ausgewaschen. Man trocknet im Vakuumschrank bei 85° und mahlt in einer Hammermühle.
Beispiel 12 ■
In einem heizbaren Kneter nach Beispiel 1 verknetet man unter Kühlung eine Mischung aus 45 Teilen Glycerinester von hydriertem Kolophonium, 45 Teilen Natriumchlorid, 15 Teilen Di-. acetonalkohol und 22,5 Teilen des Farbstoffes aus chloriertem Kupferphthalocyanin (G. Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Band II, S. 195). Damit sich rasch eine Knetmasse bildet, heizt man kurz mit Dampf auf, kühlt dann und knetet so lange, bis der gewünschte Feinheitsgrad des Pigmentes erreicht ist. Anschließend wird der Kneter aufgeheizt, dann durch Einleiten von heißem Wasser der Diacetonalkohol und das Natriumchlorid vollständig ausgewaschen und schließlich, die Knetmasse durch Behandlung im mit Dampf geheizten Kneter von noch vorhandenem Waschwasser befreit. Die erhaltene Schmelze 'wird ausgeladen und nach dem Erkalten in einer Walzenmühle gemahlen. Ist der Kneter genügend stark gebaut, so kann man die Schmelze in diesem erkalten lassen und dann unter Ausnutzung der großen Sprödigkeit des Präparates durch Laufenlassen des Kneters dieses zerkleinern. Man erhält eine körnige bis pulverige Masse, die sich leicht auskippen läßt.
Verwendet man ein besonders stark gebautes Knetwerk, z. B. einen Dispersionskneter der Firma Werner & Pfieiderer, so kann man die Menge des Diacetonalkohols wesentlich verkleinern, z. B. auf etwa 0,75 Teile, und im übrigen wie angegeben arbeiten; zweckmäßig verwendet man feingemahlenes Natriumchlorid.
100 Beispiel 13
In einem heizbaren Kneter (System Werner & Pfleiderer) verknetet man bei 120° eine Schmelze aus 40 Teilen Kolophonium, 20 Teilen des Färbstoffes aus diazotiertem 2-Methyl-4-chlo;r-i-aminobenzol und i-(2/-Oxy-3/-naphthoyl)-amino-2-methyl-4-chlorbenzol und" 30 Teilen Natriumchlorid, bis der gewünschte Feinheitsgrad des Pigmentes erreicht ist. Dann lädt man den Kneter aus, mahlt das Produkt möglichst fein und verrührt das Pulver 10 Stunden mit 300 Teilen kaltem Wasser, dem man zur besseren Benetzung des Farbstoffpräparates ι Teil dinaphthylmethandis'ulfonsaures Natrium (vgl. Beispiel 4) zugegeben hat. Man nutscht ab, wäscht das Natriumchlorid mit Wasser vollständig aus, trocknet im Vakuumschrank bei 850 und mahlt in einer Hammermühle.
Beispiel 14
Eine Mischung aus 13 Teilen Polyvinylchlorid, 7 Teilen Dioctylphthalat und 0,08 Teilen des nach Beispiel 3, Abschnitt 1 erhaltenen Farbstoffpräparates bringt man auf ein auf 1350 geheiztes Zweiwalzwerk. Beim Walzen verteilt sich das Farbstoff-
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präparat sehr rasch, und man erhält eine kräftig rosa gefärbte, transparente Folie.
Beispiel 15
Die nach den Beispielen 1 bis 13 erhaltenen Pigmentpräparate können zur Anfärbung verschiedener Lacke verwendet werden, z. B. in folgender Weise:
15 Teile des nach Beispiel 1, Abschnitt 1, erhaltenen Pigmentpräparates werden in einer Walzenmühle mit 100 Teilen eines Alkydharzlackes während ι Stunde angepastet. Dann setzt 'man weitere 900 Teile des Alkylharzlackes zu und mahlt noch- - mais ι Stunde. Nach der Filtration des Lackes gibt dieser, z. B. beim Spritzen mit nachherigem Einbrennen bei- 120°, auf Weißblech eine reine blaue, transparente Färbung.
ι Teil des nach Beispiel 5 erhaltenen Pigment präparates wird in einer Reibschale mit Butylacetat zu einer homogenen Paste verrieben. Hierauf setzt man in Portionen unter weiterem Verreiben 50 Teile eines Nitrolackes zu. Im Aufstrich auf Aluminiumfolien erhält man eine kräftig braune, transparente Färbung.
Beispiel 16
Die in den Beispielen 7, 8 und 9 genannten Pigmentpräparate können auf folgende Weise zum Färben von Acetatseide in der Masse verwendet
werden: , .
Zu einer aus 100 Teilen Acety !cellulose und 376 Teilen Aceton bestehenden Acetatseidenspinnmasse gibt man 2 Teile des nach Beispiel 7 erhaltenen Pigmentpräparates, das 33,3 % Kupf erphthalo- cyanin enthält. Man' verrührt 3 Stunden, was zur vollständigen Verteilung des Farbstoffes genügt. Der nach der üblichen Weise nach dem Trockenspinnverfahren aus dieser Masse erhaltene Faden weist eine brillante, reine blaue Färbung auf, die sehr gute Naßechtheiten besitzt.
Beispiel 17
In 100 Teile einer in einer geeigneten Apparatur befindlichen Polyamidschmelze gibt man bei 2300 2.Teile des nach Beispiel 10 erhaltenen Pigmentpräparates zu und verrührt in einer Stickstoffatmosphäre V2 Stunde, was zur vollständig gleichmäßigen Verteilung des Farbstoffes genügt. Der nach der üblichen Weise durch Verspinnen aus dem Schmelzfluß aus dieser Masse erhaltene Faden weist eine brillante, grüne Färbung auf, die sehr gute Naßechtheiten besitzt.
Beispiel 18
In eine auf iio° geheizte Lösung von 5 Teilen Polyacrylnitril in 22 Teilen . Dimethylformamid streut man 0,25 Teile des nach Beispiel 11 erhaltenen. Pigmentpräparates ein und verrührt bei obiger Temperatur 1 Stunde, was zur vollständig gleichmäßigen Verteilung des Farbstoffes genügt. Ein aus dieser Masse durch Aufstreichen in dünner Schicht auf eine Glasplatte erhaltener Film weist eine blaue, transparente Färbung auf.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    Ί. Verfahren zur Herstellung fein dispergierter Pigmentpräparate durch mechanische Bearbeitung, insbesondere Kneten von Pigmenten in einem viskosen, organischen Medium bits zur Erzielung der gewünschten Feinheit, der Dispersion, dadurch gekennzeichnet, daß in einem organischen Medium einer Viskosität von mindestens 10 cp bei 200 die Verteilung in Gegenwart von Mahlkörpern, die anschließend ausgewaschen werden, vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als organisches Medium eine viskose Lösung eines organischen Feststoffes, z. B. eines Filmbildners, in einem organischen Lösungsmittel verwendet wird.
  3. 3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mahlkörper verwendet werden, die durch Waschen mit Wasser entfernt werden können.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mahlkörper verwendet werden, die durch Waschen mit organischen Lösungsmitteln entfernt werden können.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlkörper durch Behandeln derPigmentdispersioh mit Lösungsmitteln, die den vorliegenden organischen Feststoff im wesentlichen nicht lösen, entfernt werden und gegebenenfalls das organische Lösungsmittel anschließend verdampft wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 569402;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 000 003.
    I 509 628/159 1.56

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