DEC0007723MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 12. Juni 1953 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sieh auf eine Vorrichtung
zum Herstellen von Formungen aus nichthomogenen Massen, insbesondere aus keramischen Werkstoffen
durch Rütteln und Druckanwendung, bei welcher Formkästen in Aufeinanderfolge auf eine Verdichtüngsvorrichtung
gebracht werden und während des Verdichtungsvocganges eine Auflast auf
die Formkästen wirkt, und bezweckt die Schaffung einer Vorrichtung, welche sowohl hinsichtlich der
Aufeinanderfolge der Formkästen als auch hinsichtlich der Verdichtungsvornahme im ununterbrochenen
Durchlaufbetrieb arbeitet.
Vorrichtungen zum Formen und Verdichten körniger Massen durch Rütteln sind bekannt. Bei
einer solchen Vorrichtung werden die mit der zu verdichtenden Masse gefüllten Formkästen über
Transportrollen unter eine federnde; Auflast gefahren.
Mit dem Absenken der Auflast werden auch die Transportrollen abgesenkt, so daß sich das zu ':
verdichtende Material in seinem Formkasten auf den Rost des eigentlichen Rütteltisches absetzt.
Hiernach wird das Material für eine gewisse Zeit der Einwirkung des Rütteltisches ausgesetzt. Der
Rütteltisch wirkt nur bei aufgebrachten Formkästen. Er nimmt jeweils nur einen Formkasten
auf. Nach dem Bewirken einer hinreichenden Verdichtung wird die Auflast abgehoben und werden
die Transportrollen angehoben. Der Formkasten kann dann auf den Rollen zur Ausstoßstelle abge- !
rollt werden. Diese Vorrichtung übernimmt in Absätzen jeweils nur einen Formkästen' und arbeitet,
zur Durchführung der Verdichtung gleichfalls in
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Absätzen. Auch ist die Herstellung unterschiedlich großer Formstücke nicht ohne weiteres möglich.
Die Erfindung ermöglicht die ununterbrochene Herstellung von Förmlingen durch Rütteln dadurch,
daß auf einem ständig schwingenden Träger eine Fördervorrichtung von einer mehrfachen Länge
lösbar an ihr anbringbarer Wagen zum auswechselbaren Tragen von Formkästen und oberhalb der
Formkästen eine sie entgegen der Sch wing wirkung
ίο des Trägers auf den Wagen auf die Länge des
Förderweges auf dem Träger festlegende nachgiebige Belastung vorgesehen ist. Hierdurch ist eine
Vorrichtung geschaffen, welche sowohl hinsichtlich der Aufeinanderfolge der Formkästen als auch hinsichtlich
der Verdichtungsvornahme im ununterbrochenen Durchlaufbetrieb ■ arbeiten kann. Gleichzeitig
besteht keine"" Bindung der Vorrichtung an die Größe und Form der Formkästen, vielmehr
können diese auch im ununterbrochenen Durchlaufbetrieb voneinander verschieden sein. Dies ist besonders
in bestimmten Industriezweigen, z. B. in der keramischen Industrie, von Bedeutung, in
welcher Formstücke hergestellt werden müssen, die in Form und Größe voneinander abweichen sowie
häufig mit ihrer Gestalt sehr verwickelt sind
'■ und von denen nur geringe Stückmengen oder
große Stückmengen gleicher Ausführung hergestellt werden sollen.
Zur Belastung der Formkästen auf den Wagen entgegen der Schwingwirkung des Trägers ist
oberhalb der Formkästen ein unter der Wirkung elastischer Mittel gegen die Formkästen gedrückter
Rollengang vorgesehen. Ein solcher Rollengang gestattet den fortlaufenden Einlauf von Wagen und
ist nicht auf Formkästen einer bestimmten Breite und Größe beschränkt.
Naturgemäß ist die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zum Formen von anderem Material als
keramischem Werkstoff, so z. B. von Beton oder ähnlichem Werkstoff," geeignet.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungs-•
bei spiel der Erfindung.
Fig. ι zeigt in schematischer Übersicht" den
Gesamtauf bau einer- -mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüsteten Anlage;
Fig. 2 läßt die Vorrichtung in perspektivischer Darstellung teilweise geschnitten erkennen.
Die gesamte Länge der Vorrichtung ist in der
Regel größer als es Fig. 2 zu entnehmen ist.
Aus Fig. ι ergibt ,sich der Arbeitsablauf. An der
c.:-. Füllstelleί werden .die Formkästen gefüllt, um
dann der Formmaschine 2 zuzulaufen. Von dort gelangen die Formkästen zur Entleerungsstelle 3.
Die Formkästen befinden sich auf Wagen, welche sich auf Führungsschienen bewegen. Die Führungs-
,·: schienen sind entsprechend der Länge des schwingenden
Trägers ganz oder teilweise durch die Oberseite des schwingenden Trägers selbst in der
Rüttelvorrichtung ersetzt. Der Rücklauf der entleerten Formkästen :zu der Füllstelle erfolgt über
c . ein Hilfsgleis 4, welches es zuläßt, ständig eine
geeignete Anzahl von Formen zu verwenden, und über eine Stelle 5 zum Aussondern von Formkästen
geleitet ist. Die Stelle 5 läßt das Ausführen zusätzlicher
Verrichtungen an den Formen und das Auswechseln der im Arbeitslauf verwandten
Formen zu, indem die die auszuwechselnden Formkästen tragenden Wagen ausgewechselt werden,
ohne daß die Vorrichtung stillgesetzt werden muß. Zu diesem Zweck' ist .für die Vorrichtung eine
größere Anzahl von Wagen vorgesehen, als sie in einem Arbeitsumlauf benötigt werden, so daß stets
einige nicht benutzte Wagen für das Auswechseln der Formkästen zur Verfügung stehen.
Das Hilfsgleis 4 zum Zurückführen der Wagen zur Füllstelle kann seitlich längs der bei der
Arbeitsverrichtung verwandten Gleise oder über oder unter diesen vorgesehen sein. Die Wagen
werden durch die Formmaschine 2 von der Füllstelle zur Entleerungsstelle mittels einer Fördervorrichtung
bewegt, welche eine veränderliche Geschwindigkeit- besitzt, um die Zeit zu ändern,
innerhalb welcher das Material geformt wird und der Wirkung der Vorrichtung unterliegt.
Die Wagenbewegung auf dem übrigen Teil der Gleise kann mit der gleichen Fördervorrichtung
oder in einer anderen Weise bewirkt sein. Der schwingende Träger kann aus einem sich auf die
ganze Länge der Vorrichtung erstreckenden Stück oder einer Mehrheit voneinander getrennter aufeinanderfolgender
Stücke bestehen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung ist ein Träger 6 vorgesehen, auf welchem die Wagen 7 mit
den auf ihnen befindlichen Formen 8 bewegt werden. Die Wagen mit den Formkästen 8 werden
von einer Fördervorrichtung gezogen. Bei dem Ausführungsbeispiel besteht die Fördervorrichtung
aus einer endlosen Kette 9, die von einem Motor und einem Untersetzungszahnradgetriebe bekannter
Bauart angetrieben wird. Der Motor und das Untersetzungsgetriebe sind in der Zeichnung nicht
wiedergegeben. Mit der Kette sind die Wagen durch Bolzen 10 verbunden, welche aus dem Kopf dec
Wagen herausgezogen außer Eingriff mit den Kettengliedern gelangen, so daß sich die Wagen
von der Kette lösen, wenn es notwendig ist.
. Der Träger 6 ist mit einer bekannten Rüttelvorrichtung oder einer den Erfordernissen der Herstellung genügenden Schwingvorrichtung ausgerüstet. In Fig. 2 ist eine in einer Richtung wirkende Rüttelvorrichtung mit einer Mehrheit von Teilen gezeigt, welche auf der ganzen Länge des Gestells der Vorrichtung wirkt und aus einzelnen Paaren von Daumen 11 besteht. Die Daumen 11 sind auf zwei Wellen angeordnet, die sich einander gegenläufig mit der gleichen Geschwindigkeit drehen. Der Schwingbalken ist in dem Gestell 12 auf elastischen Stützen 13 angeordnet. Das Gestell ruht auf dem Bett 14 über zwischengeschaltete andere elastische Teile 15, welche verhüten, daß sich die Schwingungen auf das Fundament der Maschine übertragen.
. Der Träger 6 ist mit einer bekannten Rüttelvorrichtung oder einer den Erfordernissen der Herstellung genügenden Schwingvorrichtung ausgerüstet. In Fig. 2 ist eine in einer Richtung wirkende Rüttelvorrichtung mit einer Mehrheit von Teilen gezeigt, welche auf der ganzen Länge des Gestells der Vorrichtung wirkt und aus einzelnen Paaren von Daumen 11 besteht. Die Daumen 11 sind auf zwei Wellen angeordnet, die sich einander gegenläufig mit der gleichen Geschwindigkeit drehen. Der Schwingbalken ist in dem Gestell 12 auf elastischen Stützen 13 angeordnet. Das Gestell ruht auf dem Bett 14 über zwischengeschaltete andere elastische Teile 15, welche verhüten, daß sich die Schwingungen auf das Fundament der Maschine übertragen.
Die Andrückvorrichtung ist im oberen Teil der
Maschine vorgesehen. Sie besteht aus einer Reihe von Teilen, welche als Stoßmittel in Richtung des
Maschinenkopfes nach dem Boden zu während des
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Rüttelvorganges auf die Formen wirken, welche während ihres Gleitens auf dem Rüttelträger unter
den Stoßmitteln hindurchgehen.
Bei dem einfachen Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 besteht die Vorrichtung aus einem Rollengang,
der durch die Platten i6 gebildet ist, in deren Randabwicklungen die Rollen 17 um ihre Achsen
drehbar gelagert sind.
Die Platten befinden sich an einem oberen Träger 19 und sind an diesen über oder oberhalb
des Schwingbalkens mittels elastischer Stützen 18 angebracht. Der gewünschte Anpressungsdruck
läßt sich durch das Gewicht der Rollen erzielen. Er kann in verschiedener Weise vergrößert und
geregelt werden, so z. B. durch zusätzliche Gewichte, die Verwendung von Federn oder die Anwendung
hydraulischer oder pneumatischer. Mittel. In einzelnen Fällen kann das Zusatzgewicht unmittelbar
an den Formen vorgesehen sein.
Falls- es unzweckmäßig ist, daß die Rollen unmittelbar
auf den oberen Teil der Formen anliegen, dann läßt sich eine endlose, aus starren aneinandergelenkten.
Gliedern bestehende Kette zwischen den Formen und den Rollen vorsehen. Die Verbindung
.25 zwischen dem oberen Träger 19 der Maschine und dem Maschinenständer 12 ist in der Regel mit
mechanischen Verbindungsteilen 20 bewirkt, die mit Festlegevorrichtungen 21 ausgerüstet sind.
Auch das Tragwerk des Baues, in welchem die Vorrichtung aufgestellt wird, läßt sich für den
gleichen Zweck ausnutzen.
Claims (4)
- . Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Herstellen von Formlingen aus nichthomogenen Massen, insbesondere aus keramischen feuerfesten Massen, die einer Wärmebehandlung unterworfen werden, durch Verdichten mittels Rütteln und Druckanwendung, bei welcher Formkästen in Aufeinanderfolge auf eine Verdichtungsvorrichtung gebracht werden und während des Verdichtungsvorganges eine Auflast auf die Formkästen wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem ständig schwingenden Träger eine Fördervorrichtung von einer mehrfachen Länge lösbar an ihr anbringbarer Wagen zum auswechselbaren Tragen von Formkästen und oberhalb der Formkästen eine sie entgegen der Schwingwirkung des Trägers auf den Wagen auf die Länge des Förderweges auf dem Träger festlegende nachgiebige Belastung vorgesehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Formkästen auf den Wagen ein unter der Wirkung elastischer Mittel gegen die Formkästen gedrückter Rollengang vorgesehen ist.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkästen im fortlaufenden Durchgang voneinander verschiedene Form und Größe aufweisen.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagen mit den Formkästen in geschlossenem Umlauf die Füllstelle, die Rüttelvorrichtung und die Entleerungsstelle durchfahren.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 820 263.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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