DEC0007331MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. März 1953 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsheber mit einer Vorrichtung zum Verhindern des Rückflusses
der Flüssigkeit aus der Saugleitung, wobei das in den Vorratsbehälter tauchende Ende der
Saugleitung an die Vorrichtung angeschlossen ist. Diese bekannten Vorrichtungen, bestehen aus einem
Rückschlagventil oder einer Klappe. Sie eignen sich daher nur zum Fördern von Flüssigkeiten, aus
Behältern, die in gleicher Höhe wie das zu füllende Gefäß angeordnet sind.. Es soll damit lediglich erreicht
werden, daß der Behälter mit Sicherheit entleert werden kann.
Es ist aber auch bekannt, an dem in den Vorratsbehälter tauchenden Ende der Saugleitung einen
beweglich geführten Kolben vorzusehen, der eine Durchströmöffnüng aufweist, die von. Hand geöffnet
oder geschlossen werden kann. Es ist auch bekannt, diesen Kolben unter dem Druck einer Feder
in der Schließstellung zu halten und, durch einen
von Hand auf die starre Saugleitung entgegen der Federkraft ausgeübten Axial druck zu öffnen. Diese
Kolben arbeiten aber unabhängig vom Einfluß der Saugwirkung des Flüssigkeitshebers.
Um nun eine selbsttätige Steuerung der Rückflußsperre in Abhängigkeit von, der Saugwirkung
des Flüssigkeitishebers zu erreichen, wird diese gemäß der Erfindung derart ausgebildet, daß das an
die Saugleitung angeschlossene Gehäuse ebenso wie der bewegliche Kolben, Durchströmkanäle aufweist,
die selbsttätig durch den Kolben unter dem
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Einfluß der Saugwirkung des, Flüssigkeitshebers offen, dagegen bei Beendigung der Saugwirkung
unter dem Einfluß der in der Saugleitung befindlichen Flüssigkeitssäule geschlossen sind.
In der Zeichnung sind: drei beispielsweise Aus-. führungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Vor allem ist in
In der Zeichnung sind: drei beispielsweise Aus-. führungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Vor allem ist in
Fig. ι die prinzipielle Anordnung der Verrichtung
mit einem Flüssigkeitsheber dargestellt; die
ίο Fig. 2, 3 und 4 zeigen drei verschiedene Vorrichtungen
im Längsschnitt.
Der Flüssigkeitsheber 1 ist an die Saugleitung 2
angeschlossen, welche aus einem Schlauch besteht, dessen Ende mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung
zur Verhinderung des Abreißens der Flüssigkeitssäule versehen ist und mit dieser in
das Vorratsgefäß 4 tief eintaucht!.
Diese Vorrichtung besteht aus einem beispielsweise zylindrischen Gehäuse 3 mit einem Anschlußnippel
5 für den Schlauch 2 und einem Kolben 6. Wie die drei Ausführungsbeispiele zeigen, kann
der Kolben 6 entweder außen am Gehäuse 3 oder in diesem verschiebbar gelagert sein.
Nach dem in. Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf dem mit dem Schlauchnippel 5 versehenen
hohlzylindrischen Gehäuse 3 ein, hohlzylindrischer Kolben 6 axial verschiebbar gelagert und
in seinem Bewegungsbereich einerseits durch eine ringförmige Wandstufe 7, andererseits durch einen
geschlossenen. Boden, 8 auf ein Wegausmaß beschränkt. Dadurch liegen in der einen Endlage des
Kolbens radiale Durchströmkanäle 9, 10 des Gehäuses 3 und des Kolbens 6 einander gegenüber
und gestatten den Durchfluiß der Flüssigkeit in die Saugleitung 2. In der anderen Endlage dagegen
sind alle Durchströmkanäle 9, 10 gesperrt. Der Kolbenboden 8 ist aufschraubbar oder in einer
anderen geeigneten Weise mit dem hohlzylindrischen Kolbenteil fest, jedoch lösbar zu verbinden. Bei
abgehobenem Kolbenboden, 8 kann das Gehäuse 3 mit seinem Nippel 5 von der Bodenseite her in den
Kolben 6 bis zum Zusammentreffen der Wandstufen 7 des Kolbens und des Gehäuses eingeführt
werden. Nach dem Festschrauben des Boden-Stückes 8 im Kolben 6 ist dieser am Gehäuse 3
innerhalb der vorbestimmten Grenzen bewegbar, so> daß die ganze Vorrichtung bei erfolgtem Schlauch-.
anschluß betriebsbereit ist.
Durch den Saughub des Kolbens der Flüssigkeitspumpe wird der Kolben 6 durch die Wirkung
des in der Saugleitung 2 herrschenden,Unterdruckes nach oben, verschoben, so daß sein Boden an der
Stirnfläche des Gehäuses 3 seinen Anschlag findet und die radialen Durchströmkanäle 9, 10 des Gehäuses
3 und des Kolbens 6 einander gegenüberliegen. Der die Durchströmkanäle öffnende und
schließende Kolben 6 reagiert auf die Bewegung des Kolbens des Flüssigkeitshebers 1 sofort, SO'
daß die Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 4 in, die Saugleitung 2 gelangen und in dieser hochsteigen
kann. Genügt die Höhe nicht, welche die Flüssigkeit auf Grund des ersten Saughubes des
Flüssigkeitshebers erreicht, dann wird der Saughub wiederholt, Der beim Druckhub des Flüssigkeitshebers
vom der in der Saugleitung 2 vornandenen Flüssigkeitssäule ausgeübte Druck wird auf
den Kolben 6 übertragen, welcher unter dieser Druckeinwirkung in die Schließlage rückt und dadurch
den Rückfluß der in der Saugleitung befindlichen Flüssigkeitssäule in den Vorratsbehälter 4
verhindert. Ein Druckausgleich wird durch Öffnen des Ausgabeveiitiis 11 des Flüssigkeitshebers 1 herbeigeführt.
Wird nun der nächste Saughub ausgeführt, so steigt die in der Saugleitung 2 befindliche
Flüssigkeitssäule weiter; der Kolben 6 stellt sich unter der Wirkung des Saughubes in die öffnende
Stellung sofort um, so daß weitere Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 4 im direkten Anschluß
an die Flüssigkeitssäule in die Saugleitung 2 gelangt und in dieser geschlossen hochsteigt. Genügt
jedoch auch der zweite Saughub des Flüssigkeitshebers ι nicht, so» kann dieser beliebig oft
\viederholt werden, bis die Flüssigkeitssäule den Heber 1 durchströmt. Liegt der Ausfluß des Flüssigkeitshebers unter dem Niveau des Flüssigkeits-
spiegeis des Vorratsbehälters, so ist ein selbständiger Abfluß der Flüssigkeit gewährleistet. Wird
jedoch eine Förderung der Flüssigkeit über das Niveau des Vorratsbehälters beabsichtigt, so wird
dies durch fortgesetztes Pumpen erreicht.
Zur besseren Abdichtung kann der Kolben, wie Fig. 3 zeigt, mehrere Ringstufen 12, 13, 14 vor
und hinter den radialen Durchströmkanälen 9, 10 besitzen, welche die Abdichtung des Kolbens 6
gegenüber der Flüssigkeitssäule erhöhen.
Es kann aber auch der Kolben 6 innerhalb des Gehäuses 3 angeordnet sein, wie dies die Fig. 4
zeigt. Der Kolben 6 hat eine kegelstumpfartige Gestalt, und das Gehäuse 3 ist entsprechend kegelförmig
ausgebildet. Der Kolben 6' wird in diesem Falle unter dem Druck der Flüssigkeitssäule auf
diesen Kegelsitz 15 des Gehäuses 3, gedrückt, so daß er den Rückfluß der Flüssigkeitssäule sperrt.
Der Kolben 6 ist hohl ausgebildet, stirnseitig mit einem Boden, 8 versehen und im Kegelmantel mit
Durchströmkanälen 9 ausgestattet, die in der Sitzstellung
des Kolbens 6 abgesperrt sind. Der kegelförmige Kolben 6 ist in seinem Bewegungsbereich
nach oben hin durch einen Anschlag 16 begrenzt, der von der Stirnfläche des Gewindestutzens des
Anschlußnippels 5 gebildet wird. Das Gehäuse 3 ist unter dem Kegelsitz 15 durch eine Kappe 17
abgeschlossen, welche mit ihrem oberen Rand 20 dem Kolbenboden 8 gegenübersteht und für diesen
einen Anschlag gegen Festklemmen in der Schließlage des Kolbens 6 bildet. Die Kappe 17 hat in
ihrem Mantel mehrere Durchströmöffnungen 18, um einen radialen Flüssigkeitseintritt in den Raum
19 unterhalb des Kolbenbodens 8 zu gewährleisten, wodurch Strömungsstöße verhindert werden. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, den hohlkegelförmigen Kolben aus einem elastisch
dehnbaren Material zu bilden.
Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und 3 kann es vorteilhaft sein, über den Kolben
eine Schutzhülse 21 · (Fig. 1) mit Durchström-
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Öffnungen anzuordnen, welche auf dem Gehäuse 3, und zwar auf dem nippelseitigen Ende desselben
befestigt ist.
Es kann sich in manchen Fällen als vorteilhaft erweisen, das Gehäuseende, also die Kappe 17 beziehungsweise
die Schutzhülse 21, mit einem Saugnapf 22 zu versehen, der auf den Boden des Vorratsbehälters
aufgedrückt werden kann und dadurch der in diesem Fall starren Saugleitung 2 als ortsfester
Stützpunkt im Vorratsbehälter 4 dient.
Die drei dargestellten Konstruktionen der Ausbildung des Kolbens sind, auch wechselweise bei
allen drei Ausführungsbeispielen anwendbar.
Claims (6)
1. Flüssigkeitsheber mit einer Vorrichtung zum Verhindern des Rückflusses der Flüssigkeit
aus der Saugleituing, wobei das in den Vorratsbehälter tauchende Ende der Saugleitung an
die Vorrichtung angeschlossen ist, welche aus einem Gehäuse mit einem eine Durchström-'
Öffnung aufweisenden Kolben besteht, der offengehalten
oder selbsttätig geschlossen werden kann, dadurch gekennzeichnet:, daß das an die
Saugleitung angeschlossene Gehäuse (3) ebenso wie der bewegliche Kolben (6) Durchströmkanäle
(9, 10) aufweist, die selbsttätig durch den Kolben unter dem Einfluß der Saugwirkung
des Flüssiigkeitshebers (1) offen, dagegen bei Beendigung der Saugwirkung unter dem Einfluß
der in der Saugleitung (2) befindlichen Flüssigkeitssäule geschlossen sind.
2. Flüssigkeitsheber nach Anspruch 1, da,-durch
gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (6) als Kolben vor und hinter den Durchströmöffnungen
(9, 10) Ringstufen (12, 13, 14) aufweist,
die in seiner Schließstellung an entsprechenden Ringstufen .des Gehäuses dichtend anliegen.
3. Flüssigkeitsheber nach Anspruch 1, da>durch
gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (6) als Kolben eine kegel s tu mpfförm ige Mantelfläche
und das Gehäuse (3) einen kegelstumpfförmigen Sitz (15) aufweist, wodurch in der
Schließstellung des Kolbens ein dichter Abschluß für die Durchströmöffnungen (9, 10) gegeben
ist.
4. Flüssigkeitsheber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) eiine
mit Durchtrittsöffnungen (18) versehene Kappe (17) aufweist, deren Rand (20) einen Anschlag
für den sich in die Schließstellung bewegenden Kolben (8) bildet.
5. Flüssigkeitsheber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der innerhalb des
Gehäuses (3) beweglich angeordnete Hohlkörper (6) elastisch ausgebildet ist. '
6. Flüssigkeitsheber nach den. Ansprüchen 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer starren Saugleitu'ng die Vorrichtung (3, 6) mit
einem entweder an der Kappe (17) angebrachten oder am Schutzgehäuse (21) befestigten
Saugnapf versehen und am Boden des Vorratsbehälters örtlich festgehalten ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 729815, 492724,
Deutsche Patentschriften Nr. 729815, 492724,
239154;
österreichische Patentschrift Nr. 95 342; '
französische Zusatzpatentschrift Nr. 7974 zu
französische Zusatzpatentschrift Nr. 7974 zu
Nr. 377 570.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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