DEC0005872MA - - Google Patents

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DEC0005872MA
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tubes
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Mai 1952 Bekaniitgeniacht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Vergleichen, wie sie bei Buchhaltungs- oder statistischen Maschinen zur Behandlung von Registrierkarten verwendet wird.
Bei derartigen Maschinen sind im allgemeinen zwei Ablesestellen für die Lochkarten vorhanden, die sich entweder auf einer einzigen Kartenförderbahn oder auf zwei verschiedenen Bahnen befinden. Die beiden Ablesestellen sind so angeordnet, daß während ' eines Maschinenspiels die Vorderkanten beider Karten gleichzeitig an der Rückseite der Ablesebürsten ankommen und daß infolgedessen Marken oder'Lochungen gleichen Wertes auf denbeiden abgelesenen Karten zwei gleichzeitige Im pulse für die betreffenden Ablesestromkreise auslösen. Wenn die Marken oder Lochungen in fallender Ordnung, also 9, 8, 7....1, o, abgelesen werden, so folgen die Ableseimpulse während des Maschinenspiels genau in der gleichen Reihenfolge aufeinander.
Daher werden, wenn in zwei zu vergleichenden Spalten entsprechender Kartendie Lochungen keinen gleichen Wert haben, zwei aufeinanderfolgende Impulse ausgelöst, von denen der vorangehende ! den größeren Wert und der zweite den kleineren Wert darstellt. ·
609 €59/231·
C 5872IX/43 a
Dies ist bei Maschinen, die mit Registrierkarten arbeiten, bekannt. Ebenfalls ist, bekannt, daß man einen Buchstaben des Alphabets durch zwei verschiedene numerische Werte der gleichen Kartenspalte darstellen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Vergleichen von Impulsen zu schaffen, die durch ihre zeitliche Regelung numerische oder alphabetische Werte darstellen,
ίο wobei diese Anordnung verhältnismäßig einfach und billig sein und ein schnelles Arbeiten der Maschine gestatten soll.
Gegenstand der Erfindung, ist eine Anordnung zum elektronischen Vergleichen von in einer Buchhaltungsmaschine . od. dgl. gelieferten . Impulsen, deren zeitlicher Wert von ihrer Stelle in dem Maschinenspiel abhängt, mit zwei Eingangswegen, die je einem Impuls zugeordnet sind und ihn auf das-Steuergitter je einer gasgefüllten Röhre leiten, und mit zwei Ausgangswegen, die den Anodenstrom der Röhre an sein Arbeitsorgan bringen, wobei eine Röhre nur gezündet wird, wenn ein einziger Eingangsweg einen Impuls empfängt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kathoden der beiden Röhren miteinander verbunden sind,und die Kathoden- und Steuergitterspannungen der Röhren je einem von zwei zwischen Anodenspannung und Erde liegenden, einander gleichen Spannungsteilern entnommen werden und daß sich durch die an einzelne Abgriffe der Spannungsteiler geschalteten, zu vergleichenden Impulse die Kathoden- und Steuergitterspannungen der entsprechenden Röhren ändern.
Die Anordnung kann so getroffen sein, daß das Potential der Kathode durch die zu vergleichenden Impulse erhöht wird. Die gegebenen Impulse können die gleiche Spannung haben wie die Anoden der Röhren.
Die Anordnung wird beispielsweise aus Vergleichselementen gebildet, die jeweils ein Paar von zu vergleichenden Impulsen empfangen können und je einen Spannungsteiler und zwei gasgefüllte Elektronenröhren, z. B. Stromtore oder sogenannte Thyratrons, enthalten, deren Kathodenspannung in Ruhe durch den Spannungsteiler bestimmt wird. Jede Röhre kann hierbei mit einem Anodenkreis zur Anzeige des Vergleichs und einem Widerstandssteuerkreis für den Empfang des zu vergleichenden Impulses versehen sein. Jeder Steuerkreis kann hierzu mit einem Widerstand des Spannungsteilers parallel geschaltet und derart bemessen werden, daß im Falle ungleichzeitiger Impulse der von einem Element zuletzt empfangene Impuls wegen der durch das zuerst gezündete Stromtor erzeugten Kathodenspannung das entsprechende Stromtor, nicht zünden kann.
Die Anordnung kann derart getroffen sein, daß während des Ablesens der Kartenlochungen die Steuergitter der gasgefüllten Röhren durch die gleichzeitigen oder ungleichzeitigen Ableseimpulse auf ein neues Potential gebracht werden und daß das Zünden der einen Röhre in einem der Vergleichselemente von den Spannungsverhältnissen abhängt, die einerseits an den Kathoden der Röhren und andererseits an den Steuergittern auftreten. ,
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel beschrieben, auf das die Erfindung aber nicht beschränkt sein soll.
In der Zeichnung ist das Schaltungsschema einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Die Anordnung zum Vergleichen, wie sie den Gegenstand der Erfindung bildet, kann beispielsweise auf einer Sortiermaschine für Lochkarten zur Anwendung kommen.
In der Zeichnung stellen 100 und 101 zwei Ableseabschnitte dar, die sich auf der gleichen Kartenförderbahn der Maschine befinden. Die beiden Ableseabschnitte liegen derart voneinander getrennt, daß die Lochungen gleichen Wertes auf zwei aufeinanderfolgenden Karten bei deren Vorschub zur gleichen Zeit abgelesen werden.
Wie es bei Lochkartenmaschinen, die spielweise arbeiten, üblich, ist, findet die Ablesung der Kartenlochungen in dem ersten Teil des. Spiels statt, da die verschiedenen Vorgänge, wie das Vergleichen und die Steuerung der späteren Arbeitsgänge, in dem zweiten Teil des gleichen Spiels vor sich gehen.
Die Nockenkontakte CC 1, CC 2 und CC 3 werden von Nocken gesteuert, die mit den Förderorganen für die Karten synchron bewegt werden. Der Kontakt1 CC ι ist dauernd geschlossen bis auf einen kurzen Augenblick am Ende jedes Spiels, wo er geöffnet wird, um die Speisung der Elektronenröhren der Vergleichsvorrichtung zu unterbrechen.
Der Nockenkontakt CC 2 legt die Walzen 102 und 103 nur auf einem Teil des Durchgangs der Kartenlochungen unter den Bürsten an Spannung. CC 3 wird für einen kurzen Augenblick gegen Ende jedes Spiels geschlossen und läßt einen Stromkreis über eine mit A>B, A<iB bzw. A = B bezeichnete Klemme zustande kommen.
Die im folgenden angeführten Spannungs- und Widerstandswerte beziehen sich auf ein Ausführungsbeispiel.
Alle Vergleichselement«, von denen nur ein einziges in der Zeichnung wiedergegeben ist, um die Darstellung nicht unnötig zu verwickeln, enthält je zwei Thyratrone TA und TB. Die von der Speisequelle an die Klemmen + V und O gelieferte Spannung beträgt etwa 60 Volt. Der mittlere Spannungsteiler besteht aus zwei Widerständen: Ri mit 4700 Ohm und R2. mit 330 Ohm. Die Widerstände R 3 A und Rt1B haben 3500 Ohm, die Widerstände R4A und R4.B 50 oooOhm und die Widerstände R5 A und R5B 10 000 Ohm. Der Widerstand in der Wicklung jedes Relais rA und rB beträgt etwa 1500 Ohm.
In Ruhe, d.h. zu.Beginn des Spiels, ist CCi geschlossen und CC 2 geöffnet. Wegen der Spannungen, die an die Kathoden und die Steuergitter durch die Spannungsteiler Ri, R2 einerseits und ■R3A, R4A, RS A, R3B, R4B, R5B andererseits
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gelegt sind, ist kein Thyratron gezündet, d.h. leitend.
In diesem Augenblick herrscht zwischen den Kathoden und den Steuergittern eine negative Spannungsdifferenz (bei den angegebenen Werten etwa —3 Volt), die das Zünden der Thyratrons bei den vorhandenen Spannungsverhältnissen unterbindet.
Wenn bei der Ablesung von zwei aufeinanderfolgenden Karten, wobei der Kontakt CC 2 beim Durchlaufen jeder Lochungsstelle geschlossen wird, zwei Lochungen gleichen Wertes in einem Paar entsprechender Spalten gleichzeitig unter den Ablesebürsten 104 und 105 ankommen, so ist es klar, daß die Punkte XA und XB zur gleichen Zeit auf das Potential + V gebracht werden.
Hieraus ergibt sich, daß die Spannung der Steuergitter vorübergehend in positivem Sinne geändert wird. Bei den angegebenen Werten wird
ao sie auf + 10 Volt gebracht. Zu derselben Zeit wird infolge der Parallelschaltung von Ri gleichzeitig mit R3A und R3B die Spannung der Kathoden ebenfalls in positivem Sinne geändert. Aber die Spannungsdifferenz, die dann zwischen den Kathoden und den Steuergittern herrscht, bleibt noch negativ (etwa —2,3 Volt) ■ und verhindert das Zünden des Thyratrons.
Man hat also das Ergebnis, daß zwei Ableseimpulse gleichen Wertes bewirken, daß kein Relais rA und rB erregt wird, wodurch am Ende des Spiels, wenn CC 3 sich schließt, die Maschine in einer bestimmten Art gesteuert wird, z.B. um in bekannter Weise die Betätigung einer Ablenkklappe der Kartenförderbahn zu verhindern. Diese Betätigung erfolgt also, wenn kein Wechselkontakt rAi, rBi . . . rAn, rBn verstellt wird, wodurch · das Zustandekommen des Teilstromkreises: Klemme A = B, CC3, Klemme 0 veranlaßt wird. Es sei nun der Fall untersucht, wo die beiden Ableseiimpulse, die an das Vergleichselement gegeben werden, nicht gleichzeitig sind, beispielsweise wenn eine erste Lochung durch die Bürste 104 abgelesen wird. In diesem Falle wird das Steuergitter von TA, wenn der Punkt XA das Potential + V hat, auf das gleiche Potential (+ 10 Volt) wie vorher bei zwei gleichzeitigen Impulsen gebracht, während die Kathode von TA. ein positives Potential (+8,3VoIt) annimmt, das kleiner ist als das Potential des Steuergitters. Dies rührt von der Tatsache her, daß jetzt nur der Widerstand R 3 A parallel zn Ri liegt. Da die Spannung des Steuergitters von TA gegenüber der Kathodenspannung vorübergehend positiv (1,7 Volt) sein muß, befindet sichre inZündungslage und liefert bis zur Öffnung von CC 1 einen Strom, der das Relais rA erregt.
Vor der Öffnung von CC 1 und während des Schließens von CC 3 kann sich ein Stromkreis über den jetzt umgelegten Kontakt rA 1 zu der Klemme A~> B bilden, und die Maschine kann entsprechend gesteuert werden, z. B. eine Ablenkklappe für eine bestimmte Karte betätigen. Es ist augenscheinlich, daß, wenn die umgekehrte Ungleichheit nachgewiesen wird, also im Falle A<iB, die Maschine in anderer Weise über die Klemme A<i B gesteuert werden kann.
Es sei hervorgehoben, daß in dem Falle, wo die beiden Thyratrons eines Vergleichselementes bei einem Spiel zwei nicht gleichzeitige Impulse erhalten, der zuletzt empfangene Impuls nicht das Thyratron, an welches er gegeben wird, zünden kann. , ;
Wenn man z.B. wie oben berücksichtigt, daß das Tyratrqn TA durch einen ersten Impuls gezündet worden ist, so sieht man, daß der hierdurch gelieferte Strom größtenteils über R 2 fließt. Dieser Strom wird demjenigen hinzugefügt, der normalerweise über den Spannungsteiler Ri, R2 geht, wodurch die Kathoden von TA und TB, wenn TA leitend ist, ein Potential haben, das wesentlich höher ist als das Potential, das an die Steuergitter gelegt wird, wenn die Punkte XA und/oder "XB auf das Potential -\-'V gebracht werden.
In dem Augenblick, wo das Thyratron TB den zweiten Ableseimpuls erhält, bleibt die Spannungsdifferenz zwischen seiner Kathode und Seinem Steuergitter größer als seine Zündpolarisation, so daß es nicht zünden kann.
Diese Eigentümlichkeit gestattet eine sehr vorteilhafte Vereinfachung der Vergleichstromkreise.
In der Zeichnung ist nur das Vergleichselement dargestellt, das für die Spalte der höchsten Stelle eines zu vergleichenden Bereiches auf einem Kartenpaar bestimmt ist. Die Elemente für die niedrigeren Einheitenstellen müssen in ähnlicher Weise mit den Ablesebürsten der entsprechenden Einheitenstellen angeordnet sein.
Werden alphabetische Angaben verglichen, so steht nichts entgegen, den Grundsatz des Vergleichs von Impulsen, die numerische Werte darstellen, auf zwei numerische Impulse zu erstrecken, die in ein und demselben Spiel im Hinblick auf eine alphabetische Klassierung erzeugt werden. Obwohl nur von Lochkarten die Rede war, ist es augenscheinlich, daß man die An-Ordnung bei allen Vorrichtungen anwenden kann, welche beliebige Registrierkarten mit geeigneten Einrichtungen ablesen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Anordnung zum elektronischen Vergleichen von in einer Buchhaltungsmaschine od. dgl. gelieferten Impulsen, deren zeitlicher Wert von ihrer Stelle in dem Maschinenspiel abhängt, mit zwei Eingangswegen, die je einem Impuls zugeordnet sind und ihn auf das Steuergitter je einer gasgefüllten Röhre leiten, und mit zwei Ausgangswegen, die den Anodenstrom der Röhre an sein Arbeitsorgan bringen, wobei eine Röhre nur gezündet wird, wenn ein einziger Eingangsweg einen Impuls empfängt, V* dadurch gekennzeichnet, daß die Kathoden der beiden Röhren miteinander verbunden sind und die Kathoden- und Steuergitterspannungen %%$ der Röhren je einem von zwei zwischen
    609 '659/231
    C 5872IX/43 a
    Anodenspannung und Erde liegenden, einander gleichen Spannungsteilern entnommen werden, und daß sich durch die an einzelne Abgriffe der Spannungsteiler geschalteten, zu vergleichen- ; den Impulse die Kathoden- und Steuergitterspannungen der entsprechenden Röhren ändern.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Potential der Kathode durch die zu vergleichenden Impulse erhöht
    ίο wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenen Impulse die gleiche Spannung haben wie die Anode der Röhren.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände der Span-' - nungsteiler so berechnet sind, daß beim gleichzeitigen Auftreten von zwei verglichenen Impulsen zusammen mit der Kathodenspannung die Steuergitterspannungen der beiden Röhren nur geringfügig erhöht werden, damit keine Röhre zündet, während beim Auftreten eines einzigen Impulses zugleich mit 'der Kathodenspannung die Gitterspannung der diesem Impuls zugeordneten Röhre derart erhöht wird, daß diese Röhre zündet. /
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen zwischen Anodenspannung und Erde liegenden dritten Spannungsteiler, von dem ein Abgriff mit einem den Kathoden gemeinsamen Punkt elektrisch verbunden ist und dessen Widerstands werte so berechnet sind, daß der Strom der von einem ersten Impuls ge-zündeten Röhre in einen Widerstand dieses Spannungsteilers fließt und das Potential des gemeinsamen Punktes genügend erhöht, um ein Zünden der zweiten Röhre zu verhindern, wenn ein zweiter Impuls hinzukommt, welcher an den der zweiten Röhre zugeordneten Spannungsteiler gegeben wird.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenspannungen der Röhren am Ende jedes Maschinenspiels periodisch abgeschaltet werden, damit in einem nachfolgenden Spiel ein neuer Vergleich stattfinden kann. . ·■
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen

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