DE99876C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
- F22B37/02—Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
- F22B37/10—Water tubes; Accessories therefor
- F22B37/12—Forms of water tubes, e.g. of varying cross-section
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- Thermal Sciences (AREA)
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- Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. Juni 1897 ab.
Bei Wasserröhrenkesseln, bei welchen die zur Verlängerung des Feuerzuges dienenden Zwischenwände
unmittelbar aus Wasserrohren selbst zusammengestellt sind, hat man bisher diese
Scheidewände einfach durch dichtes Aneinanderreihen cylindrischer Wasserrohren hergestellt.
Nun ist es aber unvermeidlich, dafs diese auf der einen Seite von noch sehr
heifsen, auf der anderen dagegen von bereits stärker ausgenutzten Heizflammen bestrichenen
Röhren sich ungleich ausdehnen und mehr oder weniger durchbiegen, wodurch zwischen
den einzelnen Röhren schlitzartige Undichtheiten entstehen, welche eine Verkürzung des
Feuerzuges darstellen, indem ein grofser Theil der Heizflammen durch diese Schlitze hindurchschlägt.
Hierdurch wird zugleich die ungleiche Erwärmung der Wasserrohren und
damit die ungleiche Durchbiegung derselben noch erhöht, sowie die Ausnutzung der Feuergase
noch mehr vermindert.
Soll also eine dauernd gleichmäfsige Beheizung aller die Scheidewand bildenden
Wasserrohren erzielt und die Länge des Zuges stetig gesichert werden, so mufs ein Durchschlagen
der Flammen durch die aus den Röhren bestehende Wand vermieden werden.
Dieses Durchschlagen der Flammen tritt besonders stark dort ein, wo die Scheidewand
aus gebogenen Röhren besteht und auch das letzte Rohr an dem Ende der Wand, an welchem
der Feuerzug umkehrt, nur ein gewöhnliches Rohr ist, so dafs also die ganze Röhrenwand
an diesem Ende keinen besonderen festen Halt hat. Somit kann eine Durchbiegung dieses letzten Rohres und damit der anderen
auch in der Längsrichtung der Wand erfolgen.
Die Erfindung betrifft eine Gestaltung einer derartigen Röhrenwand, welche selbst bei in
der Längsrichtung gebogenen Röhren ein ständiges Dichthalten der Wand sichert. Es
ist dies dadurch erreicht worden, dafs unter Beibehaltung der cylindrischen Querschnitts-Grundform
der Röhren diese Grundform nur an den beiden den Nachbarröhren zugekehrten Seiten durch geeignete Wandverstärkung zu je
einer aufsen eben abgeglichenen Grenzfläche umgestaltet ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Stück einer aus derartigen Wasserrohren gebildeten
Wand eines Wasserröhrenkessels. Die im lichten Querschnitt wie gewöhnlich runden
Röhren sind längs der einander berührenden Stellen in der Wandung nach aufsen zu derart
verstärkt, dafs lothrechte Stofsebenen α b bezw. c d entstehen.
Diese beiden sich diametral gegenüber liegenden Wandverstärkungen haben nun die eigenartige
Wirkung, dafs das Widerstandsmoment gegen Biegung jedes einzelnen Rohres in dieser der Längsrichtung der ganzen Wand
entsprechenden Richtung ein ganz wesentlich gröfseres ist als das Biegungsmoment in der
hierauf senkrechten Richtung, d. h. in der Querrichtung der Scheidewand. Diese sehr
stark verschiedene Biegungsfesligkeit in den beiden Achsenrichtungen des Rohrquerschnittes
mufs die Folge haben, dafs jedes einzelne Rohr sich bei einer Ausdehnung lediglich in
der Querrichtung der Scheidewand durchbiegt. Es wird also durch die vorliegende Einrichtung
erreicht, dafs sich die einzelnen Röhren nicht mehr beliebig und willkürlich nach allen
möglichen Seiten durchbiegen können, sondern es ist dieser Durchbiegung eine ganz bestimmte
Richtung angewiesen worden, und zwar diejenige, in welcher eine Durchbiegung
keinen schädlichen Einflufs mehr auszuüben vermag. Denn selbst wenn eine gegenseitige
Durchbiegung benachbarter Röhren bis zu dem in der Zeichnung punktirt dargestellten Mafse
eintreten würde, bleibt die Dichtheit der Wand doch immer noch hinreichend gesichert.
Um das Eindichten der Röhren in dem Kesselmantel nicht zu erschweren, werden die
Rohrenden auf die erforderliche Länge rund abgedreht.
Die vorliegende Einrichtung der Röhren läfst sich sowohl bei flach liegenden, als auch
gewölbten, sowie bei stehenden Rohrwänden in Anwendung bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Dampfkessel mit wandbildenden Wasserrohren, dadurch gekennzeichnet, dafs die eine cylindrische Grundform besitzenden Röhren an den den beiden Nachbarröhren zugekehrten Seiten derart bis zur Bildung von ebenen Berührungsflächen (a-b, c-d) verstärkt sind, dafs das Widerstandsmoment jedes einzelnen Rohres in der Längsrichtung der Scheidewand wesentlich gröfser ist als senkrecht hierzu und so ausschliefslich eine zu den Berührungsflächen parallele Durchbiegung der Röhren eintreten kann und somit ein Dichthalten der Röhrenwand erreicht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99876C true DE99876C (de) |
Family
ID=370719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99876D Active DE99876C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99876C (de) |
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