DE99194C - - Google Patents

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Phonographen, bei welchen der Schallempfänger mit dem Zeichenstift um eine Achse schwingbar geordnet ist, um den auf der Zeichenwalze in einer Schraubenlinie aufgezeichneten Schallschwingungen folgen zu können, und bei weichen der Zeichenstift durch eine gespannte Feder gegen die Walze gedrückt wird, leiden an dem Uebelstande, dafs diese Feder bei der schwingenden Bewegung des Zeichenstiftes in dem Mafse tordirt wird, als sie sich von einer bestimmten Mittelstellung entfernt. Infolge dessen ändert sich fortwährend der Druck, mit welchem der Stift gegen die Walze gedrückt wird, die Schallschwingungen werden unregelmäfsig aufgezeichnet und in veränderter, unnatürlicher Stärke wiedergegeben.
Ein weiterer Nachtheil dieser Phonographen besteht darin, dafs die Schallkammer in Richtung ihrer Schwingungsachse starr befestigt ist, während sie mit dem Zeichenstift auf der Walze ruht. Wird nun der Zeichenstift entsprechend den aufgezeichneten Schwingungen gehoben und gesenkt, so kann derselbe diese Bewegungen nicht frei auf den Schallempfänger übertragen, weil infolge der starren Befestigung der Schallkammer in ihrer Schwingungsachse das auf der Walze ruhende Eigengewicht nicht frei spielend zur Wirkung gelangt und infolge dessen der Druck auf die Zeichenwalze sich ändert.
Diese Nachtheile sollen durch die vorliegende Erfindung beseitigt werden. Der erstgenannte Uebelstand wird vermieden,- indem die Feder, welche den Zeichenstift auf die Walze drückt, um dieselbe Achse schwingbar angeordnet ist, um welche die Schallkammer mit dem Zeichenstift schwingt. Der zweite Nachtheil wird dadurch beseitigt, dafs die Schallkammer in Richtung ihrer Schwingungsachse noch eine Beweglichkeit in verticaler Richtung erhält; die Folge dieser zweiten Anordnung ist noch die, dafs sich der Federdruck auf die in verticaler Richtung freispielende Schallkammer mit dem Zeichenstift ungehindert äufsern kann, da diese Verbindung mit dem ganzen Eigengewicht auf ihren Auflagen ruht. Der Zeichenslift wird daher immer mit einem constanten Federdruck gegen die Walze gedrückt.
Für die Ausführung dieses Gedankens kann als zweckmäfsigste Form diejenige betrachtet werden, bei welcher der Schallempfänger nicht vertical über der Zeichenwalze, sondern horizontal neben derselben liegt. Diese Anordnung verleiht einerseits dem Schallempfänger mit der Schallkammer und dem Zeichenstift eine in verticaler Richtung freispielende Beweglichkeit und begünstigt die Gleichmäfsigkeit des Federdruckes, andererseits gestattet die Anordnung eine leichte Auswechselbarkeit der Theile, so dafs man anstatt des trichter-, förrrrig sich erweiternden Sprachrohres ein cylindrisches Rohr einsetzen kann, welches die aufgezeichneten Schallschwingungen sammelt und durch ein angelegtes Hörrohr in verstärktem Mafse wiedergiebt.
Ein Phonograph nach der vorliegenden Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt den mit einem Schallrohr versehenen Phonographen in Ansicht, theils im Schnitt.
Fig. 2 zeigt den Phonographen mit einem Verbindungsstück an Stelle des Schallrohres, um ein Hörrohr an dasselbe anzuschliefsen, in Ansicht, theils im Schnitt.
Fig. 3 ist der Grundrifs des in Fig. 2 dargestellt&n Apparates.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1.
Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten, auf welche in der Beschreibung hingewiesen werden wird.
Gemäfs Fig. 1 ist 10 die Zeichenwalze, deren Achse 4 in den auf der Grundplatte 1 stehenden Stützen 6 ruht. Die Walze to mit Antriebsrolle 5 wird durch einen Motor 2 mit Regulator 3 (Fig. 3) in Umdrehung versetzt.
18 ist das horizontal liegende Sprachrohr, welches an dem einen Ende mit der die Membran 16 und den Zeichenstift 17 tragenden Schallkammer 15 verbunden ist, an dem anderen Ende um die verticale Achse 19 schwingbar gelagert ist. Die Achse 19 ist mit Schraube 20 in dem Ständer 11 befestigt und ragt frei nach oben heraus, so dafs der Schallempfänger auf beiden Enden in verticaler Richtung frei beweglich aufliegt. Die Feder 33, welche den Zeichenstift mit constantem Druck auf die Zeichenwalze drücken soll, ist an einem Arm 31 befestigt, welcher mit seinen beiden Armen 32 in der Verlängerung der Achse 19 drehbar gelagert ist. Infolge dieser Anordnung kann die Feder jeder Bewegung des Zeichenstiftes folgen.
Zum Aufzeichnen der Schallwellen wird der Zeichenstift in bekannter Weise während der Drehung der Walze in einer Schraubenlinie geführt. Zu dem Zwecke ist .an der Walze ein Schraubenrad 8 befestigt, welches in ein Gewindestück 9 eingreift. Das letztere ruht auf einer Reibungsrolle 27, welche in der winkelförmigen Biegung des Ständers 28 lagert. Das andere Ende des Ständers 28 (Fig. 4) trägt eine Rolle 29, um die Stange 30 zu führen, welche wiederum zur Führung des Zeichenstiftes dient.
Sind die Schallschwingungen auf der Walze verzeichnet, so kann das Sprachrohr 16 (Fig. 1) durch ein Rohr 25 (Fig. 2 und 3) ersetzt werden, welches zur Aufnahme eines Hörrohres mit einem Ansatz 24 versehen ist. Das Rohr 25 ruht mit seiner Führungsspitze 26 in einem Aufsatz 21 und ist, ebenso wie das Sprachrohr, in verticaler Richtung frei beweglich.
In Fig. 5 ist eine Abänderung der Federbefestigung dargestellt. Es ist ersichtlich, dafs der Befestigungspunkt 34 der Feder in der Verlängerung der Achse 19 liegt.
Die Schraube 12 dient zur Einstellung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Phonograph mit verschwenkbar gelagertem Sprach- bezw. Hörrohr, dadurch gekennzeichnet, dafs das Sprach- bezw. Hörrohr 18 bezw. 25 in verticaler Richtung freispielend gelagert ist und die Feder 33, welche den Griffel mit constantem Druck gegen die Zeichenwalze drückt, in der Schwingungsachse des Sprach- bezw. Hörrohres um dieselbe Achse schwingt .wie die letzteren, zum Zwecke, den Griffel beim Verzeichnen oder Wiedergeben des Schalles freispielend und ohne Veränderung der Federkraft durch Torsion über die Walze zu führen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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