DE98647C - - Google Patents

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DE98647C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H1/00Measuring aids or methods
    • A41H1/06Measuring aids or methods in combination with marking

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Hülfsmittel zur unmittelbaren Aufzeichnung der Schnitttheile von Kleidungsstücken, insbesondere von Röcken, Jackets, Westen und dergleichen. Dasselbe ist so eingerichtet, dafs durch einfache Einstellung seiner einzelnen Theile gemä'fs den von der Person genommenen Mafsen die Grundpunkte bezw. Grundlinien festgelegt werden können, welche sich dann leicht zur vollständigen Zeichnung des zuzuschneidenden Rücken-, Vorder- oder Seitentheiles vervollständigen lassen, so dafs also papierne Schnittmuster überflüssig werden.
Das Hülfsmittel umfafst drei Haupttheile, von weichen der eine zur Aufzeichnung des Brusttheiles, der zweite zur Aufzeichnung des Rückentheiles und der dritte zur Aufzeichnung der kleinen Seitentheile dient, falls solche überhaupt zur Anwendung kommen. Sämmtliche Theile sind mit den erforderlichen Mafsein^ theilungen versehen und derart einstellbar, dafs sie für jede Körpergröfse benutzt werden können.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι das Schienengestell zur Aufzeichnung des Brusttheiles, Fig. 2 das Schienengestell zur Aufzeichnung des Rückentheiles und Fig. 3 dasjenige für die Seitentheile. Fig. 4 bis 7 zeigen Einzelteile der Vorrichtung. Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Aufzeichnung des Brusttheiles besteht hauptsächlich aus dem als Führungshülse ausgebildeten Stab A mit den davon ausgehenden Führungshülsen BDE.
Die Haupthülse A nimmt mit ihrem unteren Ende die Gleitschiene α auf, die mittelst der Stellschraube a* innerhalb der Hülse a in jeder gewünschten Stellung festgestellt werden kann. . Mit dem unteren Ende der Schiene a ist mittelst Schraube a1 eine Führungshülse F verbunden (s. a, Fig. 5), in welcher neben einander zwei Gleitschienen f2f? gelagert sind. Die Schiene f3 trägt an ihrem äufseren Ende einen rechtwinklig aufwärts gerichteten Schenkel /6, während die Schiene /2 bei /5 mit einem leicht gebogenen Stab f* drehbar verbunden ist. Beide Schienen sind zu einander verschiebbar und durch Stellschrauben ff1 in der Hülse F feststellbar.
Die Zweigführung B mit Stellschraube b* nimmt den Schenkel b einer rechtwinklig gebogenen Schiene auf, deren anderer Schenkel bl die verschiebbare, mittelst Stellschraube c* feststellbare Hülse C mit den daran sitzenden quer gerichteten Armen c1 c2 führt. Der Arm c2 dieser Schiene trägt das gebogene Schienenstück c7 c8, während der Arm c1 als Hülse ausgebildet ist und die Führung der kurzen, mit dem Curvenstück cb c6 versehenen Schiene cl abgiebt.
Das Curvenstück dient in Verbindung mit der gebogenen Schiene c7 c8 zur Aufzeichnung des Armloches.
In der schräg aufwärts gerichteten Zweighülse D mit Stellschraube d* führt sich eine Schiene d, an deren äufserem Ende bei d*1 eine gebogene Schiene d1 angelenkt ist. Mittelst eines an dieser Schiene vorgesehenen Zeigers d^ kann die Einstellung derselben nach Mafsgabe dreier von dem Drehpunkte d2 radial auslaufender Linien H- 0-L erfolgen. Der Zweck dieser Einstellung ist weiter unten erklärt.
In der oberen Führungshülse E gleitet eine Schiene e, welche mittelst Stellschraube e* festgestellt1 werden kann und am äufseren Ende ein bei e1 drehbar damit verbundenes, ein wenig gebogenes Schienenstück e2 trägt, das als Gegenstück zu dem Schienentheil /4 dient.
Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung zur Aufzeichnung des Rückentheiles besteht im wesentlichen aus der Hauptführungshülse G mit der Zweigführung M und dem auf G gleitenden Schieber N mit Abzweigung n3. Die Hauptführung G nimmt mit ihrem unteren, mit Stellschraube g (s. a, Fig. 6) versehenen Ende die Schiene gl auf, an welcher eine Hülse g2 mit Stellschraube g3 befestigt ist. In der Führung g2 gleitet eine kurze Schiene gA mit seitlichem, gebogenem Arm gi. Die Zweigführung M mit Stellschraube m dient zur Aufnahme der Gleitschiene ml mit dem schräg angesetzten Schienenstück m2. Am Schieber JV ist eine Zwischenplatte n1 (Fig. 7) angeordnet, mittelst deren beim Anziehen der Stellschraube der Schieber N auf der Hülse G festgeklemmt wird, um" so das Verschrammen der Mafseintheilüng zu verhüten. Die Zwischenplatte wird durch einen Rand bezw. eine Schraube w2 im Schieber N gesichert. An diesem ist rechtwinklig die Führungshülse n3 mit Stellschraube κ4 befestigt, die zur Feststellung einer in der Hülse n3 verschiebbaren Schiene n'B mit daran sitzender Hülse η β dient. In letzterer führt sich eine kurze Schiene ns, von der die gebogene Schiene n9 ausgeht, die auf den gebogenen Arm gb hin gerichtet ist.
Brustweite (halbe)
Die Richtung und Biegung der Schiene n9 hängt von der Art des herzustellenden Kleidungsstückes ab. Die in Fig. 2 dargestellte Schiene κ9 wird bei Aufzeichnung eines Rockschnittes angewendet, während die durch Fig. 4 veranschaulichte Form zur Zeichnung eines Jacketschnittes dient.
Das in Fig. 3 veranschaulichte Schienengestell dient zur Aufzeichnung des Seitentheiles und besteht aus einer Führungshülse P, deren oberes Ende P1 abgebogen ist und das Schienenstück ps aufnimmt, an dem ein sichelförmig gebogenes Schienenende p4 sitzt. Im unteren Ende der Hülse P führt sich eine Schiene p% mit rechtwinklig davon ausgehender Führungshülse j?6, die zur Aufnahme und mittelst Stellschraube p1 zur Festlegung einer Schiene ρ 8 mit aufwärts gerichtetem gebogenen Arm ρΆ dient. Die Gleitschienen p3 und j>5 sind durch Stellschrauben p2 und p1 feststellbar. ■ . .
Es sei noch bemerkt, dafs die Zeichnung die drei Theile der Vorrichtung in ihren bezüglichen Stellungen zu einander veranschaulicht; beim Gebrauch werden diese Theile in gezeichneter Anordnung, aber dicht neben einander auf den Stoff gelegt, so dafs nur ein Zwischenraum zur Einführung der Zeichenkreide verbleibt.
Die praktische Anwendung der Vorrichtung sei an der Hand des folgenden Beispieles' erklärt.
Angenommen, beim Mafsnehmen einer Person sind folgende Verhältnisse festgestellt worden:
Kragenlänge.
Länge des Untertheiles bis zur Taille.... Länge des Rückentheiles bis zur Taille .
Taillenweite (halbe)
Länge vom Armloch bis zur Hüfte
Armloch
24 cm ( 9Y2 Zoll),
45V2 - (18 - ),
44V2 - (ι7V2 - ),
45V2 - (ι« - ),
26Y2 - (ι0Y2 - ),
Um die Vorrichtung auf die Brustweite einzustellen, wird die Schiene d (Fig. 1) in der Hülse D und die Schiene nh (Fig. 2) in der Hülse ns auf 24 cm (9Y2 Zoll) eingestellt und mittelst der Schrauben d* bezw. n* festgelegt.
In gleicher Weise wird durch Ausziehen der Schienen e (Fig. 1) und m1 (Fig. 2) bis auf 45V2 cm (18 Zoll) die Kragenlänge eingestellt. Die Schiene α (Fig. 1) wird gemäfs der Länge des Vordertheiles auf 44Y2 cm (17Y2 Zoll) und die Schiene g1 auf 451·/., cm (18 Zoll) — die Länge des Rückentheiles — eingeordnet. Hierauf werden nun zunächst die Schienen p3 und j?5 (Fig. 3) auf 26Y2 cm (10Y2"Zoll) — die Länge vom Armloch bis zur Hüfte ■— eingestellt und dann die Schienen/2/3 (Fig. 1), _p8 (Fig. 3) und g-4 (Fig. 2) bis zum Theilstrich 17 ausgezogen, was der halben Taillenweite von 17 cm entspricht. Die Führung F (Fig. 1) mufs um ihren Zapfen / so gedreht werden, dafs der unterste Punkt des Armes /e mit demjenigen der Schienepb (Fig. 3) in gleicher Höhe liegt. Nachdem dann die Schienen c* (Fig. 1) und w8 (Fig. 2) der Gröfse des Armloches entsprechend auf 48 cm (19 Zoll) eingestellt worden sind, wird das Seiten- und Rückengestell derart mit dem Vordergestell zusammengesetzt, dafs die Punkte ps und n8 jener Gestelle dem Mais 48 cm (Ί9 Zoll) auf der gebogenen Schiene c7 c8 (Fig. 1) möglichst nahe liegen.
Es erübrigt nun noch, die Schiene d1 (Fig. 1) gemäfs der Schulterhöhe der Person einzustellen, was nach Mafsgabe der radialen Linien H-O-L geschieht. Die Einstellung des Zeigers d3 auf die mittlere Linie O entspricht
normaler Schulterhöhe, während die Einstellung auf Linie H sehr hohe bezw. auf Linie L niedrige Schultern bezeichnet.
Die Einstellung der drehbaren Arme e2/4 des Brusttheiles geschieht ohne besondere Mafsgabe mit Rücksicht auf die Stärke der Person.
Nachdem nunmehr die Theile in besagter Weise eingestellt und zusammengelegt werden, kann die Aufzeichnung der Schnitte in einfachster Weise unter Verfolgung der durch die Aufsenschienen gegebenen Conturen erfolgen; die erhaltene Zeichnung kann dann leicht vervollständigt werden, wie die strichpunktirten Linien der Zeichnung andeuten.
Auf demselben einfachen Wege kann die Vorrichtung auch zur Aufzeichnung von Westen, Jackets u. s. w. angewendet werden; für den letzteren Fall ist beispielsweise nur nothwendig, das Schienenstück κ8 η9 (Fig. 2) durch das in Fig. 4 'gezeichnete zu ersetzen und bei Zusammensetzung des Brust- und Rückengestelles den Kopf V der Schiene f6 (Fig. 1) in gleicher Höhe mit der Schiene g* (Fig. 2) einzustellen; das'Seitengestell (Fig. 3) kommt hierbei nicht zur /Anwendung.
Es ist einleuchtend, dafs dieser Apparat in wenigen Minuten jeder Körperform entsprechend leicht eingestellt werden kann und damit das bisher nothwendige Halten einer gr'ofsen Anzahl der verschiedensten Schnittmuster unnöthig macht; ferner werden aber auch die Fehler, die bisher bei Benutzung nicht ganz genau passender Schnittmuster beim Aufzeichnen leicht gemacht werden, durch den vorliegenden Apparat auf ein Minimum beschränkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen der Schnittmuster für die Taillentheile der Herrenkleidung, bei welcher eine freie Anpassung an verschiedene Schulterhöhen, sowie verschiedene Brust- und Unterleibsweiten und gleichzeitig auch an die Mode (mehr oder weniger weiter Ausschnitt, mehr oder weniger weiter Aermel und dergl.) dadurch ermöglicht wird, dafs die zur Aufzeichnung der Bogenlinien dienenden Schienen nur an einem Ende mit ihren Schiebern drehbar verbunden sind und an dem anderen Ende frei endigen, und das Armlochschnittmuster von zwei diametral aus einander schiebbaren, fast halbkreisrunden Bogenstücken c^ ce und c7c8 gebildet wird, welche an einem nach dem Drehpunkt cf2 der Halsschiene dl hin verschiebbaren Querarm c1 c2 sitzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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