DE98643C - - Google Patents
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- C22B5/20—Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes from metal carbonyls
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1898 ab.
Bei der Herstellung von metallischem Nickel aus Nickelcarbonyl oder Gasen, welche Nickelcarbonyl
enthalten, hat sich der Uebelstand gezeigt, das in lockerer, schwammiger Form abgeschiedene Nickel weiter zu verarbeiten.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren der Gewinnung von
metallischem Nickel aus Nickelcarbonyl in Form von Kugeln oder rundlichen Massen, wobei
der angeführte Uebelstand vermieden wird und das gewonnene Material besonders zur Herstellung
von Legirungen geeignet ist.
Zu diesem Zwecke "werden die nickelcarbonylhaltigen Gase, "wie sie nach dem Patente
Nr. 57320 gewonnen werden, nicht in leere Kammern geleitet, sondern über metallisches
Nickel, welches in Form von kleinem Schrot in granulirtem Zustande angewendet wird, während das Metall auf die zur Zersetzung
des Carbonyls (ungefähr 200 ° C.). erforderliche Temperatur erhitzt wird.
Das aus dem Carbonyl abgeschiedene Nickel schlägt sich nicht in schwammförmigem Zustande
nieder, sondern überzieht das schon vorher vorhandene Schrot, welches infolge
dessen beständig an Durchmesser zunimmt. Es wäre hierbei zu befürchten, dafs die
einzelnen Nickelkörner mit einander verwachsen, wodurch der Durchgang des Gases durch die
Masse verringert und erschwert würde, was weiter die Abscheidung des Nickels aus dem
Carbonyl stören würde. Um die durch das ■Zusammenwachsen der Schrotkörner entstehenden
Uebelstände zu verhüten, wird die ganze Masse der Schrotkörner beständig in langsamer
Bewegung erhalten, so dafs sich ihre Lage beständig verändert und sich keine Gelegenheit
findet, zwei Schrotkörner mit einander zu verbinden.
Um die spätere Verarbeitung der Nickelkörner zu erleichtern und den Durchgang der
carbonylhaltigen Gase durch die Masse nicht zu erschweren, läfst man die Nickelkörner durch
die weitere Abscheidung des Nickels auf demselben nur bis zu einer bestimmten Gröfse anwachsen.
Sobald die Körner eine bestimmte Gröfse zum Theil erreicht haben, werden dieselben
von den noch kleineren Körnern automatisch getrennt, ohne dafs hierdurch die Operation unterbrochen wird. Die kleineren
Körner werden weiter mit Nickelcarbonyl behandelt, während die gröfseren Körner der
Operation entzogen und in anderer Weise verarbeitet werden.
Während es nach dem vorstehenden Verfahren gelingt, das Nickel in genügend
compactem Zustande zu erhalten, ist es nicht nothwendig, fortlaufend Nickelschrot herzustellen
und in den Apparat einzuführen. Es genügt vielmehr, dafs. zu Anfang des Processes
granulates Nickel angewendet wird, während ein weiterer Zusatz von Nickelschrot unnöthig
wird, da im Laufe des Processes sich durch die Zertrümmerung gröfserer Körner infolge
der steten Bewegung derselben genügend feines· Material von selbst giebt.
Die Ausführung des geschilderten Verfahrens geschieht in einem Apparate, welcher in den
beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
Fig. ι und 2 sind senkrechte Schnitte auf Ebenen in rechtem Winkel zu einander.
Fig. 3 ist der Grundrifs.
Fig. 4 ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig.-i.
Fig. 5 ist ein Seitenaufrifs, welcher die Anordnung der Kanäle zum äufseren Erhitzen
des Apparates zeigt.
A ist ein cylindrisches Gefäfs, welches vortheilhaft aus mehreren kleinen Cylindern a a,
die mit einander verbunden sind, zusammengesetzt ist. Es enthält ein centrales Rohr C,
welches mit Oeffnungen O zum Gasaustritt versehen
ist. Durch diese Oeffnungen gelangt das Nickelcarbonyl enthaltende Gas, welches
durch den Gaseinlafs B eintritt, in das Gefäfs, welches mit Nickelschrot, Kugeln oder kleinen
Stücken angefüllt ist. Das Gas dringt durch die Zwischenräume zwischen den Kugeln und
wird mit denselben in innige Berührung gebracht, wobei das Gas zersetzt wird und das
abgeschiedene Nickel sich auf den Nickelstücken niederschlägt, während die von Nickel
befreiten Gase schliefslich durch Oeffnungen L in das Gasableitungsrohr M treten.
Durch die Anwesenheit der Nickelkugeln wird die Zersetzung des carbonylhaltigen Gases
beschleunigt und gelingt leichter und vollständiger, als wenn das Gas in leeren Kammern
erhitzt würde.
Um die Kügelchen an dem Zusammenbacken durch das abgeschiedene Nickel zu verhindern,
werden dieselben in langsamer Bewegung erhalten , indem einige der Kugeln beständig
vom Boden des cylindrischen Gefäfses A abgezogen werden. Es geschieht dies mittelst einer
mit Rechts - und Linksgängen versehenen Schnecke U, welche die Kugeln in zwei Siebtrommeln
N führt. Die kleineren Kugeln fallen auf die geneigte Ebene W und sammeln sich
am Fufse des Aufzuges E, welcher sie wieder. in die Spitze, des Cylinders A bringt, in den
sie durch die Speisungsöffnung X eintreten. Diejenigen Kugeln, welche zu grofs sind, um
durch die Sieböffnungen von N hindurchzufallen, werden durch die gröfsere Schnecke U1
zu Kanälen U'2 geführt und fallen auf eine geneigte Ebene, von wo sie in die Sammelkammer
Z durch eine mit Ventil versehene Oeffnung G gelangen. Das Nickel wird von
Zeit zu Zeit aus dieser Kammer Z entfernt, ohne dafs hierdurch die Arbeitsweise des
Apparates gestört würde. Es geschieht dies dadurch, dafs das Ventil b durch die Zahnstange
g mit dem Zahnrade g1 und der aufs'enbefindlichen
Handhabe g·2 geschlossen wird und die Thür T geöffnet wird. Mittelst der
Handhabe Y1 und des Schiebers Y kann man das gesammte Nickel aus dem Apparate entfernen.
Die Schnecken U U1 und der Elevator E werden durch passende Getriebe von
der Scheibe 5 bethätigt.
Um eine Verstopfung der Aus- und Einlafsöffnungen des Gases zu verhindern und den
freien Ein- und Austritt des Gases zu erlauben, sind im Inneren der einzelnen kleinen Cylinder
α Vorsprünge α1 und aufsen an dem
centralen Rohr C Vorsprünge c1 unmittelbar
über dem Gaseinlafs O und über dem Gasauslafs L angebracht. Diese Vorsprünge verhindern,
dafs sich Nickelkugeln vor die Oeffnungen legen.
Um die Abscheidung von Nickel aus dem Nickelcarbonyl in dem centralen Rohr C zu
verhindern, wird letzteres dadurch kühl gehalten, dafs Wasser durch, das Rohr F und die
Kanäle F1 circulirt und durch die Oeffnung F2 austritt.
Das cylindrische Gefäfs A ist von einem eisernen Kasten Q. umgeben, welcher Heizräume
H bildet, die mit Heizrohren P in Verbindung stehen. Dieselben sind so angeordnet,
dafs die Temperatur jedes Cylinders a vermittelst der Schieber D gesondert regulirt
werden kann, so dafs die Temperatur der im Gefäfse A enthaltenen Nickelkugeln ungefähr
2000C. beträgt, bei welcher Temperatur das
Nickelcarbonyl zersetzt wird.
Um festzustellen, ob der Cylinder A mit Nickelkügelchen gefüllt ist, ist ein Stab R an
der Spindel einer äufseren Handhabe R} befestigt,
welche theilweise gedreht werden kann, · so dafs der Arbeiter dadurch, dafs er Widerstand
gegen die Bewegung des Stabes-R findet, feststellt, dafs die Nickelkügelchen bis zu einer
gewissen Höhe reichen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Abscheidung von Nickel aus Nickelcarbonyl, dadurch gekennzeichnet,
dafs die Nickelcarbonyl enthaltenden Gase über oder durch Nickelku'geln oder Stückchen
geleitet werden, die auf die zur Zersetzung des Nickelcarbonyls geeignete Temperatur erhitzt sind. :
2. Eine Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
die Nickelkugeln sich in beständiger langsamer Bewegung befinden.
3. Eine Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dafs während der Abscheidung des Nickels eine Aussonderung der Nickelkugeln stattfindet,
so dafs nur Kugeln bestimmter Gröfse der Einwirkung des Nickelcarbonyls ausgesetzt sind , während die gröfseren
Kugeln zu weiterer Verarbeitung entfernt werden. . . · .
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch ein von aufsen erhitztes cylindrisches
Gefäfs, welches mit Oeffnungen in der Wandung, die zu einer Gasabzugsleitung
führen, und mit einem mittleren, mit Kühlröhren versehenem Rohr, welches Oeffnungen
zum Gaseinlafs hat, versehen ist, während am Boden des Gefäfses Schnecken zur Förderung der Nickelkugeln auf Siebe
angebracht sind und eine unter den Sieben befindliche geneigte Ebene die durchfallenden
Kugeln zu einem Hebewerk bringt, welches dieselben in das Gefäfs zurückführt, während die gröfseren Kugeln einem
. geschlossenen Sammelkasten zugeführt werden , aus dem sie ohne Betriebsunterbrechung
von Zeit zu Zeit entfernt werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98643C true DE98643C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98643D Active DE98643C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98643C (de) |
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