DE98461C - - Google Patents

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DE98461C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems; Audible personal calling systems
    • G08B3/10Audible signalling systems; Audible personal calling systems using electric transmission; using electromagnetic transmission

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1896 ab.
Bei dieser Klingelanlage wird die Unterbrechung des Stromes für sä'mmtliche Glocken durch einen einzigen Unterbrecher besorgt und so eine bedeutende Ersparung an Material und Arbeit erzielt.
Die Einrichtung der Anlage ist in der beiliegenden Zeichnung zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt ein Schema der Anlage. Der Strom geht von einem Pol der Batterie B aus über einen bestimmten Druckknopf K1 - K^ zu einer hierzu gehörigen Glocke ohne Stromunterbrecher G1 - G4 und von dieser jedesmal über den nämlichen Unterbrecher U zurück zum anderen Pol der Batterie. Der Stromunterbrecher könnte auch zwischen der Batterie und den Druckknöpfen angebracht werden. Jede Glocke kann durch Drücken des zugehörigen Knopfes für sich allein und mehrere Glocken können durch gleichzeitiges Drücken mehrerer Knöpfe zu gleicher Zeit in Thätigkeit gesetzt werden. Es können auch noch Druckknöpfe in der Nähe einer jeden einzelnen Glocke angebracht und unabhängig von den anderen benutzt werden. Dieselben sind in der Zeichnung mit k1-ki bezeichnet. Die zugehörige Leitung ist in kurzen Strichen gezeichnet.
Fig. 2 zeigt die Anwendung des geschilderten Prinzips auf eine praktische Klingelanlage. Die kleineren Kreise (K1-K^ und Ic1-IcJ bedeuten die Druckknöpfe, während die gröfseren Kreise G1-G4 die Glocken darstellen. B bedeutet die Batterie und U den Stromunterbrecher. Die einzelnen Glocken befinden sich in den verschiedenen Stockwerken eines dreistöckigen Hauses. Die Druckknöpfe K1-K4^ sind am Thoreingang des Hauses, die Druckknöpfe k1-ki an den Thüren der einzelnen Wohnungen angebracht.
Es können sowohl Glocken benutzt werden, bei welchen der Ton durch Anschlagen eines Hammers erzeugt wird, als-auch solche, bei welchen die Glockenwandung durch den Elektromagneten direct in Schwingungen versetzt wird. Die Glocken haben keinen Unterbrecher; die beiden Enden der Magnetbewickelung sind direct mit den Klemmen verbunden. . Soll die Klingelanlage mit der letzteren Art von Glocken ausgeführt werden, so empfiehlt· es sich, als Unterbrecher eine Glocke von gleicher Tonhöhe anzuwenden; man erhält so einen sanften und vollständig reinen Glockenton.
Bei Anwendung der ersteren Art von Glocken hat der Stromunterbrecher im Allgemeinen die Form einer gewöhnlichen elektrischen Glocke nach Wegnahme der Glockenschale. Um denselben Stromunterbrecher für verschiedene Schwingungsdauer benutzen zu können, wird am Anker ein verstellbares Gewicht angebracht. Zur Hervorrufung entsprechender Unterbrechungen genügt ein ganz schwacher Magnet mit wenigen Windungen dicken Drahtes. An der Ankerfeder der Glocken mufs eine Schraube angebracht sein, mit welcher der Abstand zwischen Magnet und Anker geregelt werden kann. Mit Hülfe dieser Schraube kann jede Glocke ohne Rücksicht auf die Pendellänge ihres Hammers sehr leicht auf die Schwingungsdauer
des Unterbrechers eingestellt werden. Es empfiehlt sich, den Elektromagneten möglichst nahe an den Befestigungspunkt der Ankerfeder zu bringen, damit der Anker immer im Bereich der gröfstmöglichen Wirkung des Magneten bleibt. Die Glocken brauchen keine Schutzkästchen, da Staub, Rauch und dergl. bei der' Abwesenheit einer Unterbrechungsstelle denselben nichts anhaben kann. Der Unterbrecher dagegen wird in einem vollkommen abgeschlossenen Kästchen untergebracht und so vor Staub und anderen schädlichen Substanzen in absolut sicherer Weise geschützt. Man kann denselben auch in einem luftleeren oder mit einem nicht sauerstoffhaltigen Gase gefüllten Gehäuse unterbringen, wodurch die Verwendung eines beliebigen Metalles für die Unterbrechertheile ermöglicht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Elektrische Klingelanlage, bei welcher der Strom von einem Pol der Batterie aus über einen bestimmten Druckknopf (K1-K4^) oder einen zu diesem parallel geschalteten anderen Druckknopf (z.B. Ar1-Ar4) zu einer · hierzu gehörigen Glocke ohne Stromunterbrecher (G1-Gi) und von da jedesmal über den nämlichen, für sich allein bestehenden und in ein Gehäuse eingeschlossenen Stromunterbrecher (U) zurück zum anderen Pol der Batterie geht.
    Eine Ausführungsform der unter Anspruch ι gekennzeichneten Klinkelanlage in der Weise, dafs der gemeinsame Stromunterbrecher anstatt zwischen der Batterie und den Glocken zwischen der Batterie und den Druckknöpfen eingeschaltet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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