DE98387C - - Google Patents

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DE98387C
DE98387C DENDAT98387D DE98387DA DE98387C DE 98387 C DE98387 C DE 98387C DE NDAT98387 D DENDAT98387 D DE NDAT98387D DE 98387D A DE98387D A DE 98387DA DE 98387 C DE98387 C DE 98387C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 12:
Verfahren und Apparate.
Vermischt man eine Lösung von Hühnereiweifs mit der Lösung einer Eisenverbindung von nitrosonaphtolsulfosauren Salzen und erwärmt hierauf unter Zusatz von Essigsäure zum Coaguliren des Eiweifses, so nimmt dieses eine gewisse Menge des Eisennitrosokörpers auf und hält ihn äufserst fest.
Den so erhaltenen Präparaten kommen eine Reihe von Eigenschaften zu, welche sie für medicinische Zwecke besonders geeignet erscheinen lassen.
Wenn man diese Eiweifs-eisennitrosonaphtolsulfosauren Salze mit Wasser verrührt und hierauf abfiltrirt, erhält man ein nur ganz schwach gefärbtes Filtrat, welches, auf Filtrirpapier gegossen, dieses weifs erscheinen läfst. Noch weniger löslich sind die Producte in verdünnten Säuren. Verrührt man . sie mit etwa 2proc. Salzsäure, erwärmt auf 30 bis 400 und filtrirt, so erhält man ein wasserklares Filtrat.
Die eisennitrosonaphtolsulfosauren Salze dagegen sind bekanntlich in Wasser und verdünnten Säuren leicht mit intensiv grüner Farbe löslich, eine Eigenschaft, welche sie zum Einnehmen per os ungeeignet erscheinen läfst.
Durch die Incorporirung des Eiweifses wird diese Löslichkeit aufgehoben; die in angesäuertem Wasser unlöslichen Präparate werden durch den sauren Magensaft nicht verändert, speciell ist eine Anätzung der Magenwandungen, wie sie bei anderen Eisenpräparaten beobachtet wurde, ausgeschlossen.
Der Unlöslichkeit in Säuren steht die leichte Löslichkeit der Präparate in Alkalien bei Körpertemperatur gegenüber. Beim Gang durch den Körper werden sie daher erst in der alkalischen Darmflüssigkeit gelöst und resorptionsfähig gemacht.
Da auch Schwefelwasserstoff das Eisen der Eiweifs-eisennitrosonaphtolsulfosauren Salze in den alkalischen Lösungen nicht fällt, so kann auch eine Veränderung durch die Schwefelalkalien des Darmes nicht stattfinden; im Gegensatz zu vielen anderen Präparaten wird das Eisen nicht durch Ueberführung in Schwefeleisen unwirksam gemacht.
Gegenüber anderen Eisen-Eiweifspräparaten unterscheiden sich die vorliegenden Producte in mehrfacher Richtung.
Die Präparate, welche aus Blut gewonnen werden, zeigen einen faden Blutgeschmack, die hier beschriebenen sind geschmack- und geruchlos.
Das Eisehalbuminat des D. R. P. Nr. 87004 ist in Alkalien unlöslich.
Ferratin (D. R. P. Nr. 72168 und 74533) spaltet nach Kobert und Anderen mit der Salzsäure des Magens Eisenchlorid ab und ätzt die Magenschleimhaut an.
Die Darstellung der Eisen-Eiweifspräparate geschieht folgendermafsen:
100 g Hühnereiweifs werden mit 1 1 kalten Wassers angerührt, worauf man so viel heifses Wasser zugiebt, dafs die Temperatur der Flüssigkeit auf 450 steigt. Durch Umrühren wird das Eiweifs vollständig gelöst. Gleichzeitig bereitet man eine warme concentrirte Lösung von etwa 15 g Naphtolgrüri (Eisenyerbindung des Ci1-Ni-

Claims (1)

  1. troso-ß.j-naphtol-ßg-sulfosauren Natrons) oder von 15 g der Eisenverbindung des ctj-Naphtolßj-nitroso-ag-sulfosauren Natrons.
    Hierauf vermischt man die Eiweifslösung mit der des Eisennitrosokörpers, erwärmt auf 60 bis 700 und fügt 25 ecm Essigsäure von 50 pCt. hinzu, worauf sich ein flockiger Niederschlag ausscheidet. Der Niederschlag wird abfiltrirt, geprefst und in 1,5 1 kochendes Wasser eingetragen. Nach dem Erkalten wird wiederum abfiltrirt, geprefst und bei gelinder Temperatur getrocknet.
    Die Menge des Eisennitrosokörpers, welche man an das Eiweifs bindet, kann auch variirt werden, je nachdem man ein eisenreicheres oder -ärmeres Product zu erhalten wünscht. Bei den oben angeführten Mengenverhältnissen werden die Eisennitrosokörper von dem Eiweifs fast vollständig absorbirt, so dafs die Filtrate nur schwach gefärbt ablaufen. Bei Anwendung geringerer Mengen von den Eisennitrosokörpern laufen die Filtrate farblos ab.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Verfahren zur Darstellung von Eisen-Eiweifspräparaten, darin bestehend, dafs man Eiweifs in Gegenwart der Eisenverbindungen von Salzen der Nitrosonaphtolsulfosäuren coagulirt.
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