DE97899C - - Google Patents

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DE97899C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/10Coating with a protective layer; Compositions or apparatus therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Wrappers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53: Nahrungsmittel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. August 1897 ab.
Die bis jetzt bekannten Conservirungsverfahren durch Umhüllung von Fleischwaaren konnten, abgesehen von der Conservirung derselben in Dosen, praktisch keine Anwendung finden, da die Umhüllung durch Risse u. s. w. beim Transport Schaden erlitt, andererseits durch ranzig werdende Fette und durch klimatische Einflüsse unbrauchbar wurde, so dafs in der That keine der vorgeschlagenen Methoden aus besagten Gründen zur Verwerthung gelangen konnte.
Die vorliegende Erfindung beruht wesentlich in der Anwendung von ■ Schwefel zur Herstellung einer keimdichten und festen Hülle um die zu conservirenden Nahrungsmittel. Der Schwefel hat vor den bisher zu ähnlichen Zwecken verwendeten Stoffen den Vorzug, sich nie zu ändern, dicht zu halten und zugleich antiseptisch zu. wirken, nicht abzubröckeln, unempfindlich gegen die vorkommenden Aenderungen der Aufsentemperatur zu sein und sich bei dem Erkalten zusammenzuziehen und luftdicht abzuschliefsen. Die Ablösung kann ohne weitere Hülfsmittel durch Wegbrechen vorgenommen werden. Schwefel ist um ein Vielfaches billiger als alle anderen vorgeschlagenen Stoffe.
Handelt es sich um Waaren, welche schon eine Umhüllung haben (Darm, Haut, Schale), so kann der Schwefelüberzug unmittelbar auf die Oberfläche durch Eintauchen in den geschmolzenen Schwefel aufgebracht werden, in anderen Fällen empfiehlt sich die vorgängige Aufbringung einer Schicht aus irgend einem Material. Um die Sprödigkeit des Schwefels noch zu vermindern, kann ein Zusatz von Paraffin oder Stearin gegeben werden.
In allen Fällen, in welchen die Waaren grober mechanischer Beschädigung von aufsen ausgesetzt sind, ist die Anbringung einer zweiten Schale nothwendig, welche innerhalb oder aufserhalb des Schwefels sein kann. Für diese zweite Hülle wird eine Mischung von Leim mit Leinöl oder Glycerin verwendet, der zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Wasser- etwas Chromsäure oder Kaliumbichromat zugefügt wird.
Vor der Anwendung des neuen Verfahrens werden die Nahrungsmittel zur Zerstörung der auf der Oberfläche sitzenden Zersetzungserreger mit bekannten Conservesalzen eingerieben oder mit Spiritus befeuchtet und dieser abgebrannt, worauf die Waaren in das Schwefelbad und hierauf in die Leimmischung getaucht werden. Diese zweite Umhüllung haftet dicht an der ersten und dient nicht nur zur Verstärkung, sondern ist auch der Sicherheit halber nöthig, weil kleine unbemerkbare Risse in einer Umhüllung immer entstehen und so durch die zweite Hülle fest abgeschlossen werden können. Für diese zweite Hülle können auch Ueberzüge aus festen OeI- oder Fettseifen mit einer Beimischung von Paraffin, Stearin oder OeI, die in geschmolzenem Zustand aufgebracht werden, Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zum Conserviren von Nahrungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dafs man diese in geschmolzenen, eventuell mit Paraffin oder OeI gemischten Schwefel taucht, zu dem Zweck, die Nahrungsmittel zu sterilisiren und eine Schwefelschicht auf ihnen zu erzeugen.
    Bei dem unter ι. genannten Verfahren die Herstellung eines'Ueberzugs auf der Schwefelschicht mittels Leim und einer Chromverbindung oder mittels einer Seife.
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