DE978040C - Verfahren und Anordnung zur kurzzeitigen UEbermittlung von Nachrichten - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur kurzzeitigen UEbermittlung von Nachrichten

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DE978040C
DE978040C DE1963978040D DE978040DA DE978040C DE 978040 C DE978040 C DE 978040C DE 1963978040 D DE1963978040 D DE 1963978040D DE 978040D A DE978040D A DE 978040DA DE 978040 C DE978040 C DE 978040C
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DE1963978040D
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Lohrmann Dieter Dipl-Ing
Karl Dipl Ing Fischer
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Telefunken Patentverwertungs GmbH
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Telefunken Patentverwertungs GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L9/00Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur drahtlosen Übermittlung von Nachrichten von einer Funkstation zu einer oder mehreren entfernten Funkempfangsstation(en): Diese Nachrichtenübermittlung soll innerhalb so kurzer Zeit vor sich gehen, daß beliebige Empfangsstationen die Nachricht zumindest mit großer
Wahrscheinlichkeit nicht auffassen können. Die Nachricht soil hierbei aus einigen binären Telegrafiezeichen bestehen und durch Verwendung einer Kurzwellen-Funkverbindung übertragen werden können.
Damit besteht die Aufgabe, eine bestimmte Anzahl von Bits, z. B. 10, mit einer möglichst kurzen Sendedauer und einer vorgegebenen Bandbreite zu übertragen. Zwei Möglichkeiten sind dafür zunächst bekannt:
a) Ein Sender wird in bekannter Weise nach dem
Fl-Verfahren moduliert Man gibt die 10 Bits als J0 aufeinanderfolgende Schritte.
b) Für jeden der 10 Bits wird eine getrennte HF-Schwingung benützt. Dies wären für 10 Bits 10 Frequenzen, die in bekannter Weise wie bei einem Wechselstrom-Telegrafiesystem übertragen werden. jede dieser 10 Frequenzen kann zwischen 2 Werten umgetastet werden. Die 10 Bits werden bei diesem System gleichzeitig gegeben.
In bezug auf die Fehlerzahl bei Störung durch Rauschen sind beide Übertragungssysteme gleichwertig, wenn man dieselbe Bandbreite, dieselbe effektive Sendeleistung und die gleiche Signaldauer verwendet und in beiden Fällen das Verhältnis Frequenzhub zu Tastfrequenz optimal wählt.
Um die Übertragung über Kurzwelle zu ermöglichen, darf man aber mit Rücksicht auf die Mehrweg-Ausbreitung über die Ionosphäre mit der Schrittlänge nicht unter 2,5 msec gehen. Damit ergibt sich für das Verfahren nach a) eine Sendedauer von mindestens 25 msec und eine bestimmte Bandbreite. Diese kann aber geringer als die Breite des zur Verfügung stehenden HF-Kanals sein. In diesem Fall wird der HF-Kanal schlecht ausgenutzt. Diese Nachteile des Verfahrens nach a) werden durch das Verfahren nach b) beseitigt.
Das Verfahren nach b) hat aber den entscheidenden Nachteil, daß der Sender 10 Frequenzen gleichzeitig abstrahlen muß. Seine Leistung verteilt sich daher auf diese 10. Es wurde zwar gesagt, daß die beiden Systeme gleiche Ergebnisse bei gleicher effektiver Leistung des Senders liefern. Ein Sender aber, der bei Aussteuerung nach dem Verfahren a) beispielsweise 100 W liefern kann, kann bei b) nicht eine effektive Leistung von 100 W, sondern eine Spitzenleistung von 100 W abgeben. Man muß ihn daher so aussteuern, daß die Summe der Einzelleistungen der 10 Frequenzen in der Spitze nicht über 100 W geht Die abgestrahlte Effektivleistung ist dann wesentlich weniger. Sie beträgt beim vorliegenden Beispiel etwa 10 W, so daß für jede der 10 Frequenzen nur 1 W abgestrahlt wird. Bei Einsatz spitzenleistungsbegrenzter Sender ist daher das Verfah ren mit 10 Frequenzen b) in bezug auf den Rauschabstand um 10 dB schlechter als das Verfahren mit nur einer Frequenz a). Ein weiterer Nachteil des Verfahrens b) ist es, daß im Empfänger wegen dessen Nichtlinearität Mischprodukte aus den empfangenen 10 Frequenzen entstehen, die ihrerseits wieder zum Teil auf dieselben Frequenzen faBen und damit Zeichenfehler erzeugen können. Man muß gerade bei einem Kurzzeitsystem mit hohen nichtiinearen Verzerrungen hn Empfänger rechnen, weil dieser nicht automatisch geregelt werden kann and daher starke Signale den Empfänger beträchtlich übersteuern können.
Zweck der Erfindung ist ein Verfahren, das bei festgelegter minimaler Schrittlänge und einer günstigen Leistungsausnutzung bei Verwendung spitzenleistungsbegrenzter Sender eine kürzest mögliche Sendedauer ergibt
Die Aufgabe, eine Nachricht innerhalb einer sehr kurzen Zeit zu übermitteln, ist insbesondere für militärische Nachrichtenübermittlung von Bedeutung. Hier soll verhindert werden, daß der Sender mit einem Panoramaempfänger aufgefaßt, dann abgehört und angepeilt werden kann. Besonders für die Nachrichtenübermittlung von U-Booten aus ist die Nichterfassung der Nachricht von besonderem Interesse.
Es versteht sich in diesem Zusammenhang wohl von selbst, daß der Sender nur in der relativ kurzen Zeit der Nachrichtenübermittlung in Betrieb sein darf. Es ist ebenfalls leicht einzusehen, daß die Nachrichtenlänge bzw. die Zeichenzahl nicht beliebig kurz bzw. klein gemacht werden kann, da für eine bestimmte Zahl von Nachrichten eine entsprechende Zahl von Zeichenkombinationen gegeben sein muß. Die Dauer der Sendung der Nachricht trotz der vorgegebenen Nachrichtenlänge und der aus Gründen der Übertragung notwendigen Länge eines Zeichens zu verkürzen ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Hierbei soll jedoch der Nachteil, daß für die zu übermittelnden Zeichen die Sendeleistung des vorhandenen Senders nicht ausgenutzt werden kann, wie oben am Beispiel erläutert, vermieden werden.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß sendeseitig die Nachricht in zwei oder mehr möglichst gleich lange Teile zerstückelt wird, diese Nachrichtenteile bei zwei Nachrichtenteilen mit Hilfe des an sich bekannten Duoplexverfahrens bzw. bei mehr Nachrichtenteilen mit Hilfe eines entsprechend dem Duoplexverfahren ausgebildeten Verfahrens ausgesendet werden, derart, daß je nach der Kombination einander zugeordneter Zeichen der Nachrichtenteile die Modulation der Sendefrequenz in bestimmter Weise geändert wird, und daß empfangsseitig die übermittelten Nachrichtenteile zurückgewonnen und zur Gesamtnachricht zusammengesetzt werden.
Bleibt man bei den eingangs angegebenen Zahlenwerten, so kann man erfindungsgemäß die Nachricht mit den 10 Bits in 2 Teile mit je 5 Bits aufteilen und diese nach dem genannten Duoplex-Verfahren ausstrahlen. Bei einer kürzesten Schrittlänge von 2,5 msec ergibt sich damit eine Sendedauer von 12,5 msec. Da bei dem Duoplex-Verfahren der Sender zu jeder Zeit nur eine einzige Frequenz ausstrahlt, vermeidet man trotz der Bildung von 2 Kanälen eine ungünstige Leistungsverteilung.
Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen nähere Erläuterungen anhand eines Ausführungsbeispiels gegeben werden. Es sei hier angenommen, daß die Nachricht selbst aus vier Ziffern, die in jeder Kombination eine bestimmte Nachricht bedeuten, besteht, wobei hier allerdings nur die Ziffern zwei bis neun verwendet werden sollen. Zusätzlich zu der Nachricht sollen noch zwei weitere Ziffern übermittelt werden, die den Absender der Nachricht kennzeichnen. Ansteile der Ziffernkombination kann natürlich auch eine Buchstabenkombination aus acht Buchstaben treten. Jeder Ziffer bzw. jedem Buchstaben entspricht eine bestimmte Binärzahl, $0 z. B. der Ziffer zwei die Binärzahl 000 und der Ziffer neun die Zahl 111. Es werden gerade deswegen acht Ziffern verwendet, weil man diese mit einer dreistelligen Binärzahl übertragen kann, jede der Binärzahlen besteht aus drei Bits mit den Kriterien 0(im folgenden als »Trennschritt« bezeichnet) und 1 (als »Zeichenschritt« bezeichnet). Es sei nun angenommen, daß die folgende Kombination übermittelt werden soll:
93-8 753
Als Binärkombination ergibt sich hierfür
111001110 101011001
Die beiden ersten Ziffern stellen die Absenderkennzeichnung dar, während die Nachricht aus den vier letzten Ziffern besteht. Danach sind sechs dreistellige Binärzahlen mit insgesamt achtzehn Bits zu übertragen. Gemäß der Erfindung wird nun die gesamte Nachricht
Entsprechend der Kombination der beiden zehnten Bits wird dann die entsprechende Frequenz zur Modulation benutzt. Empfangsseitig läßt sich hiermit kontrollieren, ob innerhalb des Zeichens eine Fehlübermittlung eines Bits zustande gekommen ist.
Im folgenden soll nun auf ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher eingegangen werden. Hierzu wird zuerst auf Fig.2 Bezug genommen, in
(auch die Absenderangabe) in gleich große Teile io welcher das gesamte System im Prinzip dargestellt ist. unterteilt, und zwar im vorliegenden Ausführungsbei- Die Anordnung, in die die Nummern- oder Buchstabenspiel in zwei gleiche Teile. Jeder Nachrichtenteil besteht
aus drei Ziffern bzw. aus neun Bits. Dadurch ergeben
sich die in den Fig. la und Ib dargestellten und bereits
kombination eingegeben wird, und an der die Absendernummer oder Adressennummer voreingestellt werden kann, ist mit 1 bezeichnet. Hierzu schließt sich ein getrennt gezeichneten Nachrichtenteile. Im vorliegen- I5 Umwandlungs- und Speicherglied 2 an, in weiden Falle sollen nun in der Fig. la und Ib unterein- ehern die eingegebenen Ziffern in binäre Kombinatioandergezeichnete Zeichen für die Sendung einander
zugeordnet werden. Es wird nun gemäß bekannter
Technik (Duoplexverfahren) festgestellt, ob in den
nen umgewandelt, gespeichert und bereits in zwei Nachrichtenteile unterteilt werden. Auf den beiden Leitungen zwischen den Gliedern 2 und 3 erhält man
einzelnen Kanälen ein Trenn- oder Zeichenschritt 20 beim Abfragen des Glieds 2 bereits eine Zeichenfolge, vorliegt. Es gibt hierfür vier Zustände, nämlich in beiden z. B. gemäß den F i g. 1 a und Ib. Hierzu wird im Glied 3
Kanälen ist ein Zeichenschritt oder ein Trennschritt vorhanden, oder aber in dem einen oder anderen der Kanäle ist ein Zeichenschritt vorhanden, während der andere Kanal einen Trennschritt aufweist. Demgemäß wird die Sendefrequenz zwischen den vier Frequenzen /1 bis U umgetastet oder in der Amplitude moduliert. Es ist auch eine Phasenmodulation denkbar. Fig. Ic zeigt die la und Ib entsprechende Frequenzumtastung
zwischen den vier Frequenzen.
Die Aussendung der Nachricht ( = Sendedauer)
benötigt bei dem gewählten Beispiel nur die Hälfte der Zeit, die man braucht, um sämtliche binären Bits nacheinander zu übertragen. Bei 3facher Unterteilung
wird diese Zeit auf-^-verkürzt Hier sind dann drei 35 kombination ausgedruckt wird. Es sei noch erwähnt, daß
Kanäle mit acht möglichen Konmbinationen vorhanden der Aufbau des Glieds 8 aus der Duoplextechnik
und dementsprechend acht Frequenzen notwendig. Bei weiterer Unterteilung der Nachricht erhöhen sich die notwendigen Frequenzen weiter, wobei die Beziehung
für jedes Bit die zugehörige Frequenz (/1 bis /4) ausgewählt, dem Sender 4 zugeführt und über die Antenne 5 wird dann die Sendung abgestrahlt.
Empfangsseitig ist eine Empfangsantenne 6 sowie ein Empfänger 7 vorgesehen. An seinem Ausgang gibt dieser nacheinander eine der Frequenzen f\ bis /4 ab, die im Glied 8 in zwei Nachrichtenteile gemäß F i g. la und Ib aufgeteilt werden. Das Glied 8 bewirkt somit genau den umgekehrten Vorgang des Glieds 3. Über die beiden Leitungen werden die Nachrichtenteile dem Glied 9 zugeführt und dort gespeichert Der Drucker 10 wird von dem gespeicherten Signal im Glied 9 derart beeinflußt, daß die richtige Ziffern- bzw. Buchstaben-
bekannt ist.
In Fig.3 ist nun ein Ausführungsbeispiel für die Teilet und 2 der F i g. 2 detailliert dargestellt. Mit 11 ist
gilt: Zahl der notwendigen Frequenzen gleich 2" 40 hier eine in der Fernsprechtechnik übliche Wählscheibe
(n — Zahl (λ=Zahl der Unterteilungen). Es sei noch erwähnt, daß natürlich auch eine andere Zuordnung der beiden Nachrichtenteile zueinander als die in dem oben angegebenen Beispiel angegebene (Fig. la und Ib) gewählt werden kann.
bezeichnet. Über sie wird die Zahlenkombination für die Nachricht eingegeben. Die Impulsreihe für die erste eingewählte Ziffer beeinflußt das Glied 14, welches wie die Glieder 12 und 13 sowie 15 bis 17 aus je drei Ein-Bit-Speichern (z.B. Flip-Flop) besteht. Die drei Einzelspeicher sind jeweils derart zusammengeschaltet, daß sich an ihren drei Ausgängen in Abhängigkeit von den zugeführten Impulsreihen der Wählscheibe 11 eine der acht möglichen Kombinatio-
Empfangsseitig wird die Nachricht mit bekannten Mitteln empfangen und die Nachrichtenteile zurückgewonnen. Danach wird die Nachricht aus den Teilen wieder zusammengesetzt.
Nun kann es vorkommen, daß die Nachricht aufgrund 50 nen ergibt. Für die Impulsreihe der Ziffer 9 ergibt sich atmosphärischer Störungen verstümmelt bzw. falsch zum Beispiel gemäß Fig. la an allen Ausgängen ein empfangen wird. Um die Richtigkeit der empfangenen
Nachricht zu bestätigen, kann man die Nachricht in
einem Zeitabstand (von z. B. einigen see) einmal oder
mehrmals wiederholen. Es ist jedoch gemäß weiterer 55 wird durch die Impulsreihe der ersten Ziffer der Ausbildung der Erfindung auch möglich, bei jeder Nachricht das Glied 14, durch die zweite Ziffer das Sendung bereits eine Kontrollmöglichkeit einzubauen.
Hierzu wird vor der Sendung zu jedem Nachrichtenteil ein Bit hinzugefügt, welches die Anzahl der Bits mit vorhandenen Zeichenschritten 60 ben. Sie kann natürlich geändert werden (zugehörige zu z. B. einer geradzahligen Zahl ergänzt. Im Beispiel Schalter). Nachdem die vier Ziffern der Nachricht der Fig. la und Ib würde man dann für den er- eingegeben sind, werden die Flip-Flops der Glieder 12 sten Nachrichtenteil ein O hinzufügen (Trennschritt· bis 14 sowie 15 bis 17 hintereinandergeschaltet, wie im lOten Bit der Fig. la), da die Summe der »1« bereits gestrichelt angedeutet. Dies kann automatisch und geradzahlig ist, und im zweiten Nachrichtenteil würde 65 elektronisch erfolgen. In Reihe zu den Gliedern 12 bis 14 man eine »1« anhängen (Zeichen im lOten Bit der bzw. 15 bis 17 wird jeweils noch eine weitere Fig. lb[gestrichelt]), da hier die Summe der »1« Flip-Flop-Schaltung 19bzw.20geschaltet. Diese beiden erst durch eine zusätzliche »1« geradzahlig wird. Flip-Flops weisen einen vorgegebenen Schaltzustand,
Zeichen, während bei der Impulsreihe für die Ziffer 3 die beiden ersten Ausgänge kein und nur der letzte Ausgang ein Signal aufweist Aufgrund des Schalters 18
Glied 15 usw. eingestellt In den entsprechend aufgebauten Gliedern 12 und 13 ist die Absenderkennzeichnung, bestehend aus zwei Ziffern, vorweg eingege-
ζ. B. kein Ausgangssignal, auf.
Die beiden hintereinandergeschalteten Flip-Flop-Reihen (12 bis 14 und 19 bzw. 15 bis 17 und 20) stellen nunmehr im Ring zusammengeschaltete Schieberegister dar. Durch einen Taktgeber (nicht eingezeichnet), der gegebenenfalls ebenfalls automatisch mit der Hintereinanderschaltung der Flip-Flops in Betrieb gesetzt wird, werden nun die Schaltzustände der einzelnen Flip-Flops der beiden Reihen zehnmal derart geändert, daß nach jedem Schiebeimpuls ein betrachteter Flip-Flop den Zustand des vorgeschalteten Flip-Flops annimmt. Damit ist nach dem lOten Impuls des Taktgebers der Ausgangszustand wieder erreicht, d. h. die Flip-Flops befinden sich wieder in dem Zustand, in dem sie nach dem Einwählen der Ziffer waren. Mit den Flip-Flops 19 und 20 sind jedoch Zänler 21 und 22 verbunden, die feststellen, wie groß die Zahl der Bits mit »Signal« (»1«) ist. Ist diese Zahl z. B. geradzahlig, so bleibt der ursprüngliche Zustand des Flip-Flops 19 bzw. 20 erhalten (»0«). Dagegen wird bei einer ungeradzahligen Zahl von Bits mit »Signal« der Zustand des Flip-Flops (19 bzw. 20) geändert (in »1«, als Signal), so daß die Summe der 10 Bits mit »Signal« jeweils geradzahlig wird. Wird nun die Taste zur Aussendung der Nachricht gedruckt, so wird neben der Einschaltung des Senders der obenerwähnte Taktgeber erneut in Betrieb gesetzt, und dieser bewirkt ein erneutes Durchschieben der Nachricht. Die einzelnen Zeichen werden über die Leitungen 23 und 24 ausgekoppelt. 1st z. B. die vorn angegebene Zahl 93 8753 eingewählt bzw. voreingestellt worden, so erscheint an der Klemme 25 bzw. 26 die in der Fig. la bzw. Ib dargestellte Zeichenfolge und zwar deshalb, weil diese Zeichenfolge an den Auskoppelleitungen 23 und 24 durch das Durchschieben vorbeiwandert.
Es sei noch erwähnt, daß man günstigerweise sendeseitig ebenfalls einen Drucker verwendet. Damit läßt sich einmal prüfen, ob die eingegebene Nachricht richtig ist. Außerdem kann er dazu benutzt werden, um auch beim Senden die ausgesandte Nachricht aus Dokumentationsgründen auszudrucken. Günstigerweise wird man den Druck für die Prüfung und den Druck für die Dokumentation unterschiedlich kennzeichnen, z. B. durch verschiedene Druckfarben.
Nach erfolgter eventuell mehrfacher Aussendung wird man günstigerweise den Speicher 2 der F i g. 2 automatisch löschen. Während der Aussendimg wird außerdem günstigerweise die Wählscheibe blockiert.
An den Ausgang des Speichers und Umwandlungsteils schließt sich das Teil 3 der F i g. 2 an. Dieses Bauteil entspricht bekannter Technik. In ihm wird festgestellt, welche der vier möglichen Kombinationen jeweils vorliegt. Die beiden Signale innerhalb des Bits werden hierzu am günstigsten jeweils addiert, wozu es allerdings notwendig ist, daß die Signale in den beiden Kanälen unterschiedliche Amplituden aufweisen. Jeder der vier möglichen Amplitudengrößen ist dann eine Frequenz zugeordnet, die zur Modulation benutzt wird.
Der Aufbau der Glieder 7 und 8 der Empfangsseite (Fig.2) brauchen im Detail nicht beschrieben werden, da sie zum Stand der Technik gehören. Im Glied 8 werden die Nachrichtenteile aus den demodulierten Empfangssignalen zurückgewonnen. Sie gelangen dann zum Glied 9. Ein Ausführungsbeispiel für die Glieder 9 und 10 ist in der F i g. 4 dargerstellt. An die Klemmen 27 und 28 ist hier das Glied 8 angeschaltet. Die beiden an diesen Klemmen ankommenden Nachrichtenteile werden an den Schieberegistern 30 bis 33 bzw. 34 bis 37 zugeführt. Wie in F i g. 3 bestehen die Schieberegister aus je 10 Flip-Flops. Sie werden durch einen Taktgeber 29 derart weitergeschaltet, daß die aus 10 Bits bestehenden Nachrichtenteile in die 10 Flip-Flop-Schaltungen einlaufen und dort gespeichert werden: (So wird z. B. das erste Bit des einen Nachrichtenteils zuerst in die Flip-Flop-Schaltung 33 eingegeben und durch einen Impuls aus dem Taktgeber
ίο 29 an das links liegende Flip-Flop des Glieds 32 [32a] weitergegeben. Gleichzeitig wird das zweite Bit in das Flip-Flop 33 eingegeben usw.). Alle Flip-Flops weisen am Anfang des Zeicheneinlaufs eine Stellung auf, die einer »0« entspricht. Es sei noch erwähnt, daß der Taktgeber in irgendeiner Weise synchronisiert werden muß. Diese Synchronisierung ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung.
Um den Taktgeber nach Einlaufen der Nachricht in die Schieberegister stillzusetzen, ist am obenliegenden Schieberegister ein elftes Flip-Flop 42 angeschaltet. Außerdem ist vor Ankunft der Nachricht im Flip-Flop 32a ein Signal eingespeichert. Hat nun das erste Bit der Nachricht das Ende des Schieberegisters erreicht (rechts liegendes Flip-Flop des Glieds 30), so ist das eingespeicherte Signal des Flip-Flops 32a beim Flip-Flop 42 angekommen. Es bewirkt dann die Stillsetzung des Taktgebers 29 (Leitung 41). Nach erfolgtem Einspeichern der Signalteile werden die einzelnen Glieder 30 bis 32 bzw. 34 bis 36 voneinander getrennt und abgefragt. Hierzu werden aus dem Glied 38 (Drucker) Impulse auf die einzelnen Glieder gegeben (Leitungen 39), die jeweils die acht Möglichkeiten der Schaltzustände der drei Flip-Flops einstellen. Bei jeder Änderung des Schaltzustands wird zusätzlich auch die Druckrolle des Druckers 38 um eine Ziffer weitergedreht. Dieses Weiterdrehen der Druckrolle wird über die Leitungen 40 unterbrochen, also die Druckrolle arretiert, wenn die Flip-Flop-Kombinationen einen bestimmten Zustand erreichen, z. B. die Stellung, in der alle Ausgänge der Konbinationen ein Signal abgeben. Da die Zahl der Umschaltungen vom Ausgangszustand einer Flip-Flop-Kombination bis zum Erreichen dieses vorbestimmten Zustands von den eingespeicherten Zeichen abhängt, werden die Druckrollen in die dem eingespeicherten Zustand entsprechende Stellung gebracht. Sind alle Druckrollen eingestellt, so kann das Ergebnis ausgedruckt werden.
Die in den Flip-Flops 33 und 37 gespeicherten Zeichen können, wie bereits oben besprochen, zur Kontrolle der Richtigkeit der empfangenen Nachricht benutzt werden. Hierzu werden günstigerweise die mit einem Zeichenschritt behafteten Bits beim Einlaufen ausgezählt, und das Ergebnis wird mit dem Zustand des Flip-Flops 33 verglichen. Stimmt dieser Zustand nicht mit dem Sollzustand überein, weil eines der Bits falsch übertragen wurde, so kann man dieses Abweichen vom Sollzustand z. B. durch Ausdrucken in anderer Farbe kenntlich machen.
Es sei noch erwähnt, daß man vor den Klemmen 27 und 28 Tore einschalten kann, die durch eine Rauschsperre geöffnet werden, sobald Signale empfangen werden.
Die oben angegebenen Schaltungen stellen lediglich Ausführungsbeispiele zur Durchführung des erfindungs-
(15 gemäßen Verfahrens dar. Abänderungen sind in vielfacher Hinsicht möglich.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
609 630/319

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur drahtlosen Übermittlung von Nachrichten von einer Funkstation zu einer oder mehreren entfernten Funkstation(en) innerhalb sehr kurzer Zeit so daß beliebige Empfangsstationen die Nachricht zumindest mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auffassen können, wobei die Nachricht aus einigen binären Telegraphiezeichen besteht und zu jedem Zeitpunkt der Sendung immer nur eine Frequenz ausgesendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß sendeseitig die Nachricht in zwei oder mehr möglichst gleich lange Teile zerstückelt wird, daß diese Nachrichtenteile bei zwei Nachrichtenteilen mit Hilfe des an sich bekannten Duoplexverfahrens bzw. bei mehr Nachrichtenteilen mit Hilfe eines entsprechend dem Duoplexverfahren ausgebildeten Verfahrens ausgesendet werden, derart, daß je nach der Kombination einander zugeordneter Zeichen der Nachrichtenteiie die Modulation der Sendefrequenz in bestimmter Weise geändert wird, und daß empfangsseitig die übermittelten Nachrichtenteile zurückgewonnen und zur Gesamtnachricht zusammengesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachricht aus der eigentlichen Nachricht und einer Absenderkennung und/oder Adressenkennung zusammengesetzt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Übertragungssicherheit der Nachrichtenübermittlung die Nachricht in vorgegebenen Zeitabständen zwei- oder mehrmals ausgesendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Zeichenschritte oder Trennschritte pro Nachrichtenteil sendeseitig ausgezählt wird, daß zu jedem Nachrichtenteil ein weiteres Kontrollbit hinzugefügt wird, welches die Anzahl der Bits mit Zeichen oder »ohne Zeichen« zu einer gerad- oder ungeradzahligen Zahl ergänzt, daß dieses zusätzliche Bit pro Nachrichtenteil in gleicher Weise wie die Nachricht mit ausgesendet und empfangsseitig empfangen wird und daß dieses Kontrollbit innerhalb jeden Nachrichtenteils zur Überprüfung der Richtigkeit der Übertragung benutzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Druckers zur Registrierung der Nachricht auf der Empfangsseite die ausgedruckte Nachricht bei Feststellung einer Unrichtigkeit in der Übertragung gekennzeichnet, z. B. in anderer Farbe ausgedruckt wird.
6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend sendeseitig aus einer der Anzahl der Unterteilung der Nachricht entsprechenden Zahl von Speicherkombinationen, in die die Nachrichtenteile eingegeben und dann abgefragt werden, einem sich hieran anschließenden Glied, welches nach Art der beim Duoplexverfahren bekannten Technik aufgebaut ist, einem Sender, der mit dem Ausgangssignal dieses Signals moduliert wird, und empfangsseitig aus einem Empfänger mit Demodulator, einem sich hieran anschließenden Glied, welches ebenfalls nach Art der aus der Duoplextechnik bekannten Technik aufgebaut ist und in dem die Nachrichtenteile riickgewonnen werden, einem Speicherglied, in welches die Nachrichtenteile eingespeichert werden, und schließlich einem Glied, in welchem die Nachrichtenteile zusammengesetzt und angezeigt werden.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sendeseitigen Speicherkombinationen jeweils aus einer der Anzahl der Telegraphiezeichen der Nachrichtenteile entsprechenden Zahl von bistabilen Schaltungen bestehen, in die die einzelnen Zeichen der Nachrichtenteile eingespeichert werden, daß die bistabilen Schaltungen für die einzelnen Nachrichtenteile während der Sendung als Schieberegister zusammengeschaltet sind und daß Mittel vorgesehen sind, um das Schieberegister im Sendefall zu betätigen und um damit die Telegraphiezeichen der Nachrichtenteile zeitlich nacheinander auszukoppeln.
8. Anordnung nach Anspruch 7, bei der die Nachricht in Form von mehreren Impulsfolgen eingegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei oder mehrere bistabile Schaltungen der den einzelnen Nachrichtenteilen zugeordneten bistabilen Schaltungen zusammengefaßt sind, derart, daß sich bei Eingabe einer bestimmten Impulszahl (deren Variationsmöglichkeit durch die Zahl η der zusammengefaßten bistabilen Schaltungen nach der Bezeichnung Variationsmöglichkeit — 2" bestimmt ist) ein diese Impulszahl kennzeichnender Zustand in der zusammengefaßten Schaltung einstellt, und daß Mittel vorgesehen sind, die die einzelnen zeitlich nacheinanderliegenden Impulsfolgen verschiedenen zusammengefaßten Schaltungen zuführen.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Impulsfolgen eine aus der Wähltechnik bekannte oder in ähnlicher Weise konstruierte Wählscheibe vorgesehen ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sendeseitig ein Drukker zur Dokumentation und gegebenenfalls zur Prüfung der Richtigkeit der eingespeicherten Nachrieht vorgesehen ist.
i 1. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß wie auf der Sendeseite auch empfangsseitig die gleichen aus bistabilen Schaltungen zusammengefaßten Speicherkombinationen vorgesehen sind, daß diese während des Empfangs als Schieberegister zusammengeschaltet sind, in die die Nachrichtenteile einlaufen, und daß Mittel vorgesehen sind, um die einzelnen Speicher nach der Einspeicherung abzufragen.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer sendeseitigen Anordnung gemäß Anspruch 8 eine entsprechende Zusammenfassung der bistabilen Schaltungen nach der Einspeicherung bewirkbar ist und daß Mittel vorgesehen sind, die gemäß dem Zustand der zusammengefaßten bistabilen Schaltungen jeweils die Einstellung einer Druckrolle eines Druckers bewirken.
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