DE975776C - Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher FolienInfo
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- DE975776C DE975776C DEK25771A DEK0025771A DE975776C DE 975776 C DE975776 C DE 975776C DE K25771 A DEK25771 A DE K25771A DE K0025771 A DEK0025771 A DE K0025771A DE 975776 C DE975776 C DE 975776C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/494—Silver salt compositions other than silver halide emulsions; Photothermographic systems ; Thermographic systems using noble metal compounds
- G03C1/496—Binder-free compositions, e.g. evaporated
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Description
- Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung solcher lichtempfindlicher Folien zum Gegenstand, die keine besondere lichtempfindliche Schicht tragen, sondern in ihrer Masse durch Einlagerung lichtempfindlicher Substanzen sensibilisiert worden sind.
- Es ist bereits bekannt, daß lichtempfindliche Folien dadurch hergestellt werden können, daß man dünne Häutchen, insbesondere solche aus Celluloseestern, nacheinander in Lösungen einlegt, welche z. B. Silber- bzw. Halogenionen enthalten. Bei Einhalten bestimmter Konzentrationsbedingungen wird das Halogensilber in den Oberflächenzonen der Folie ausgefällt, wodurch die lichtempfindliche Schicht weitgehend vor mechanischen Beschädigungen und anderen schädigenden Einflüssen geschützt ist. Es ist ferner bekannt, eine Folie, z. B. aus Gelatine, dadurch zu imprägnieren, daß sie als Diaphragma zwischen Lösungen geschaltet wird, aus denen Ionen in die Folie hineindiffundieren können, um dort die erwünschte Verbindung zu erzeugen.
- Demgegenüber ist das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß mit Gelatine imprägnierte Folien verwendet werden, deren Porengröße so gewählt wird, daß sie der gewünschten Korngröße der lichtempfindlichen Substanz entspricht.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung von Folien mit Ausnutzung der Porengröße derselben zur Festlegung und Einhaltung einer erwünschten Korngröße, während die Vorteile, die mit der Verwendung von Gelatine als Träger und mechanischer Schutz für die lichtempfindliche Substanz verbunden sind, in vollem Umfange bestehenbleiben. Man ist daher nicht an die bei Gelatine oder überhaupt bei dem verwendeten Träger erreichbare Porengröße zur Festlegung der Korngröße gebunden.
- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Folien aus synthetischen oder natürlichen Produkten, die als photographische oder kinematographische Filme verwendbar sind (z. B. Polymerisate und Kondensate bzw. Celluloseester und -regenerate), als Diaphragma zwischen zwei Lösungen geschaltet, welche die Reaktionspartner (z. B. Silber- und Halogenionen) enthalten. Bei der freien Diffusion der Reaktionspartner in die Folie (Dialyse) oder bei der durch elektrische Kräfte erzwungenen Wanderung (Elektrophorese) wird jede Pore zum Reaktionsraum, der in sich abgeschlossen ist. In diesem Raum erfolgt die Bildung der lichtempfindlichen Substanz. Die elektrische Wanderung kann zwischen zwei gesondert angebrachten Elektroden erfolgen; es kann aber auch das Diaphragma selber als Kathode und/oder als Anode dienen.
- Die nicht an der Reaktion beteiligten Kationen bzw. Anionen (Gegenionen) können so gewählt werden, daß ihr Eindringen aus sterischen Gründen verhindert wird (z. B. organische Silber- bzw. Halogenverbindungen). Dies trägt wesentlich zur Beseitigung der Schleierbildung bei.
- Das Verfahren ist nicht allein auf Halogensilber, sondern auch auf andere lichtempfindliche Substanzen, Sensibilisatoren, Bromakzeptoren usw. anwendbar. Da die Korngröße der lichtempfindlichen Substanz allein von der Porengröße der Folie bestimmt wird, kann man bei Verwendung von sogenannten Dialysierfolien die Korngröße um wenigstens eine Größenordnung kleiner halten, als sie von heute üblichen Emulsionen her bekannt ist. Dieser wesentliche Vorteil wirkt sich auf die Konturenschärfe, das Auflösungsvermögen und damit auf die Vergrößerungsfähigkeit photographischer Negative aus.
- Die Füllung des Porensystems mit Gelatine erreicht man z. B. durch mehrmaliges Evakuieren der Folien und Eintauchen in verflüssigte Gelatine. Man kann aber auch trockene, staubfein pulverisierte Gelatine unmittelbar beim Gießprozeß in die Folien einlagern.
- Dagegen bleibt die lichtempfindliche Substanz außerhalb des Folienmaterials selbst, da dieses nach beendigter Bildungsreaktion nicht mehr der Ionenwanderung zugänglich ist.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien, bei dem als photographische oder kinematographische Filme verwendbare Folien als Diaphragma zwischen Lösungen geschaltet werden, aus denen durch Reaktionen in der Folie lichtempfindliche Verbindungen gefällt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit Gelatine imprägnierte Folien verwendet werden, deren Porengröße so gewählt wird, daß sie der gewünschten Korngröße der lichtempfindlichen Substanz entspricht.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderung der Ionen, welche an der Reaktion zur Erzeugung der lichtempfindlichen Substanz beteiligt sind, auf an sich bekannte Weise durch ein elektrisches Feld gesteuert wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht zur Bildung der lichtempfindlichen Stoffe verwendeten Ionen so gewählt werden, daß ihr Eindringen in die Folie verhindert oder erschwert wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Sensibilisatoren und andere in der Emulsionstechnik verwendete Stoffe gleichzeitig mit der lichtempfindlichen Substanz oder nacheinander durch Dialyse oder nach an sich bekannten Verfahren auf bekannte Weise eingebracht werden. In Betracht gezogene Druckschriften Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Jahrg. 1939, S. 157 bis 179 und 229 bis 2q.7, Jahrg. 1940, S. 51, 52; deutsche Patentschriften Nr. 304 737, 493 o63, 421 1i5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK25771A DE975776C (de) | 1955-05-09 | 1955-05-09 | Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK25771A DE975776C (de) | 1955-05-09 | 1955-05-09 | Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE975776C true DE975776C (de) | 1962-08-30 |
Family
ID=7217413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK25771A Expired DE975776C (de) | 1955-05-09 | 1955-05-09 | Verfahren zur Herstellung schichtloser, lichtempfindlicher Folien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE975776C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2448168A1 (fr) * | 1979-02-02 | 1980-08-29 | Eastman Kodak Co | Produit photographique comprenant un reseau de microcellules et procede pour sa preparation |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE304737C (de) * | ||||
| DE421115C (de) * | 1922-06-17 | 1925-11-06 | Wolff & Co Fa | Verfahren zur Erzeugung von unloeslichen Niederschlaegen in Folien bzw. Gebilden vonCellulose, Nitrocellulose, Gelatine u. dgl. |
| DE493063C (de) * | 1928-08-11 | 1930-03-03 | Schwarz Georg | Verfahren zur Herstellung photographischer Silberhaloid-Emulsionen |
-
1955
- 1955-05-09 DE DEK25771A patent/DE975776C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE304737C (de) * | ||||
| DE421115C (de) * | 1922-06-17 | 1925-11-06 | Wolff & Co Fa | Verfahren zur Erzeugung von unloeslichen Niederschlaegen in Folien bzw. Gebilden vonCellulose, Nitrocellulose, Gelatine u. dgl. |
| DE493063C (de) * | 1928-08-11 | 1930-03-03 | Schwarz Georg | Verfahren zur Herstellung photographischer Silberhaloid-Emulsionen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2448168A1 (fr) * | 1979-02-02 | 1980-08-29 | Eastman Kodak Co | Produit photographique comprenant un reseau de microcellules et procede pour sa preparation |
| EP0014572A3 (en) * | 1979-02-02 | 1981-05-13 | Eastman Kodak Company | Imaging elements containing microvessels and processes for forming images therewith |
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