DE975309C - Verfahren zur Herstellung von Polyestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyestern

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DE975309C
DE975309C DEK11495A DEK0011495A DE975309C DE 975309 C DE975309 C DE 975309C DE K11495 A DEK11495 A DE K11495A DE K0011495 A DEK0011495 A DE K0011495A DE 975309 C DE975309 C DE 975309C
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reaction
salts
polyesters
organic
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Hans-Henning Dipl-Chem Kleine
Johannes Dr-Ing Kleine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/40Polyesters derived from ester-forming derivatives of polycarboxylic acids or of polyhydroxy compounds, other than from esters thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyestern Bei der Veresterung organischer Säuren wird die Umsetzung von Salzen dieser Säuren mit einem Halogenalkyl insbesondere dann verwendet, wenn die üblichen direkten Veresterungsverfahren aus der Säure oder ihren funktionellen Derivaten und dem Alkohol nicht zum Ziel führen (vgl. Houben, Die Methoden der organischen Chemie [I925, Bd. 2, S. 657). So ist die Umsetzung von Äthylenbromid mit Kaliumacetat in Eisessig zu Glykoldiacetat eine oft durchgeführte Reaktion.
  • Es ist ferner bekannt, daß aus bernsteinsaurem Silber und Äthylenbromid niedermolekulare Polyester mit einem Molekulargewicht von maximal I400 bis 2000 hergestellt werden können (vgl. Ellis, The Chemistry of Synthetic Resins, 1935, Bd. II, S. 887). Die so hergestellten Polyester besitzen infolge ihres tiefen Molekulargewichtes keine film- undfadenbildenden Eigenschaften und sind technisch ohne Wert.
  • Auch sonst haben aliphatische Polyester für technische Zwecke bekanntlich im Gegensatz zu aromatischen Polyestern, wie z. B. dem Polyester aus Terephthalsäure und Äthylenglykol, nur wenig Interesse gefunden, da der Schmelzpunkt der aliphatischen Polyester im allgemeinen sehr tief liegt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man film- und fadenbildende aromatische Polyester mit den bekannten wertvollen technischen Eigenschaften in Gegenwart von Verdünnungsmitteln aus wasserfreien neutralen Salzen von Dicarbonsäuren mit aromatischen Kernen wie Terephthalsäure und bzw. oder Dihalogenverbindungen mit aromatischen Kernen wie Xylylenchlorid herstellen kann. Hierbei ist nicht erforderlich, daß beide Ausgangskomponenten aromatische Kerne aufweisen.
  • Die bekannten Verfahren zur Herstellung aromatischer Polyester beispielsweise aus Terephthalsäure und Äthylenglykol bzw. aus dem Umesterungsprodukt von Terephthalsäuredimethylester und Äthylenglykol haben den Nachteil, daß die abgespaltene Komponente wie Wasser und Glykol laufend entfernt werden müssen, damit die Kondensation weiter fortschreitet.
  • Bei der Kondensation der Schmelze werden diese Stoffe infolge der großen Zähflüssigkeit bekanntlich außerordentlich festgehalten. Das bedingt zusammen mit der geringen Beweglichkeit der Moleküle in einer zähen Schmelze sehr lange Reaktionszeiten, welche die Anwendung von Hochvakuum erfordern. Die Anwendung von Hochvakuum bedeutet technisch eine Erschwerung, da schon bei kleinsten Undichtigkeiten Störungen des Reaktionsverlaufes eintreten.
  • Aus diesem Grund ist neuerdings auch vorgeschlagen worden, die Polykondensation in Gegenwart von Lösungsmitteln durchzuführen und die abgespaltene Komponente durch das Lösungsmittel laufend auszukreisen.
  • Diese Schwierigkeiten fallen bei dem beanspruchten Kondensationsverfahren in Fortfall, da die abgespaltene Komponente in fester Form z. B. als Kochsalz ausgeschieden wird und bei der Reaktion nicht laufend entfernt zu werden braucht. Das Verfahren bringt nicht nur eine wesentliche Verkürzung der Reaktionsdauer, sondern auch eine wesentliche Vereinfachung der Apparatur.
  • Wie bei der Darstellung der Mono- oder Diester von organischen Säuren mit Halogenalkylen wird die Reaktion zuweilen bereits beim Zusammenmischen der Komponenten eingeleitet. Im allgemeinen ist es jedoch erforderlich, die Reaktion durch Erhitzen zu beschleunigen und zu Ende zu führen. Bei trägen Reaktionen kann man gegebenenfalls eine Beschleunigung durch Erhitzen unter Druck herbeiführen. Der Zusatz von Kondensationskatalysatoren wie p-Toluolsulfonsäure ist im allgemeinen nicht erforderlich, jedoch können Polykondensationskatalysatoren wie p-Toluolsulfonsäure mit verwendet werden. Wasser ist bei der Umsetzung weitgehend auszuschließen, da sich die Anwesenheit von Feuchtigkeit ungünstig auf den Polykondensationsverlauf auswirkt.
  • Es wurde weiter gefunden, daß die Reaktion besonders schnell verläuft, wenn als Verdünnungsmittel organische, inerte Flüssigkeiten verwendet werden, in denen die gebildeten Polykondensate löslich sind. Diese Arbeitsweise führt im allgemeinen auch zu höhermolekularen Polykondensaten. Zur schnellen und vollständigen Durchführung der Reaktion empfiehlt sich eine innige Durchmischung der Komponenten z. B. durch mechanische Mittel, wie intensive Rührung. Für die Verteilung ist es besonders vorteilhaft, wenn Lösungsmittel gewählt werden, in denen nicht nur das Polykondensat, sondern auch die eingesetzten Halogenkomponenten löslich sind.
  • Die Art des verwendeten Lösungsmittels hängt naturgemäß von den Eigenschaften des betreffenden Polykondensats ab.
  • So können beispielsweise bei der Polykondensation von Salzen der Terephthalsäure mit Äthylenhalogeniden die aus der Polykondensation der Glykolester der Terephthalsäure bekannten Lösungsmittel wie Dimethylformamid und ol-Methylnaphthalin verwendet werden.
  • Bei der bekannten Empfindlichkeit der aromatischen Polyester gegen Sauerstoff ist in vielen Fällen das Arbeiten unter Ausschluß von Sauerstoff erforderlich.
  • Der Ausschluß von Luft bzw. Sauerstoff kann hierbei in der üblichen Weise wie durch Arbeiten in einer inerten Gasatmosphäre z. B. in siedendem Lösungsmitteldampf oder unter Stickstoff erfolgen.
  • Bei der Arbeitsweise kann es Vorteile haben, von den Schwermetalisalzen, wie den Silbersalzen der aromatischen Dicarbonsäuren, auszugehen. Im allgemeinen können jedoch, wie gefunden wurde, auch die Salze der Alkalien oder alkalischen Erden der aromatischen Dicarbonsäuren mit Erfolg verwendet werden. Besonders glatt und schnell verläuft die Reaktion mit Halogenverbindungen, welche besonders reaktionsfähige Halogenatome enthalten. Bekanntlich reagieren die Halogenverbindungen in der Reihenfolge Jod, Brom, Chlor.
  • Die aufgefundene Reaktion eignet sich auch gut zur Herstellung von Mischpolykondensaten. Bei der Darstellung solcher Mischpolykondensate geht man entweder von den neutralen wasserfreien Salzen zweier oder mehrerer Dicarbonsäuren und bzw. oder einem Gemisch verschiedener Dihalogenverbindungen aus. Bei der Reaktion können auch geringe Mengen monofunktioneller Verbindungen mit einer reaktionsfähigen Gruppe wie Benzoesäure, Essigsäure usw. zugefügt werden, welche als Kettenabbrecher wirken.
  • Die Trennung der gebildeten Polyester von den anorganischen Bodenkörpern kann bei löslichen Polykondensaten in einfacher Weise durch Abfiltrieren der heißen oder eventuell auch kalten Lösung erfolgen.
  • Je nach den Eigenschaften können die Polykondensationsprodukte aus der Lösung durch Abkühlen der heißen Lösung oder auch durch Ausfällen mit geeigneten Fällungsmitteln erhalten werden. Vielfach ist jedoch die Isolierung des Polykondensats als solches nicht erforderlich. Man kann vielmehr die Lösung nach Abtrennen des anorganischen Reaktionsproduktes und eventuell nach Einengen im Vakuum direkt z. B. für Lack-, Spinn- oder Gießzwecke verwenden.
  • Beispiel I 0,3 Mol feinverteiltes Kaliumterephthalat werden mit 0,3 Mol Äthylenbromid in Gegenwart von Diphenyloxyd unter Rühren 3 Stunden am Rückfluß erhitzt. Nach Schwächerwerden des Siedens wird die Temperatur allmählich auf die Siedetemperatur des Diphenyloxyds gesteigert und bei dieser Temperatur 2 Stunden gehalten. Die Lösung wird anschließend unter Ausschließung von Luft heiß filtriert. Aus der filtrierten Lösung scheidet sich beim Abkühlen ein weißes Polykondensat aus. Das Polykondensat wird zwecks Entfernung der noch anhaftenden Diphenyloxydmengen mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert und im Vakuum getrocknet.
  • Das Polykondensat besitzt einen Schmelzpunkt von 254" C sowie film- und fadenbildende Eigenschaften.
  • Beispiel 2 0,05 Mol Xylylenchlorid werden mit 0,05 Mol adipinsaurem Kalium unter Rühren im Stickstoffstrom in 200 g a-Methylnaphthalin am Rückflußkühler 3 Stunden erhitzt. Anschließend wird die heiße Lösung durch Abnutschen vom Bodenkörper getrennt. Nach dem Abkühlen wird das ein festes weißes Polykondensat enthaltende Filtrat in kaltes Methanol gegossen, abgenutscht und der Filterrückstand mehrmals mit Methanol nachgewaschen. Das im Vakuum getrocknete Polykondensat besitzt einen Schmelzpunkt von über 2400 C und ist film- und fadenbildend.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Polyestern aus wasserfreien neutralen Salzen von Dicarbonsäuren und organischen Dihalogenverbindungen in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Ausgangskomponenten aromatische Kerne aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen Verbindungen zwei endständige Halogenatome besitzen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verdünnungsmittel Lösungsmittel verwendet werden, in denen die gebildeten Polykondensate löslich sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Abwesenheit von Feuchtigkeit durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgemisch während der Reaktion durch mechanische Maßnahmen innig vermischt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter Ausschluß von Sauerstoff erfolgt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Salze die dicarbonsauren Salze der Alkalien und alkalischen Erden verwendet werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: C. Ellis, The Chemistry of Synthetic Resins, Bd. 2, I935, S. 887; D. Vorländer, Justus Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 280, I894, S. I67; O. Davidoff, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. I9, I886, S. 406; USA.-Patentschrift Nr. 2 I39 369; Hoben, Die Methoden der organischen Chemie, 1925, Bd. 2, S. 657, 658; deutsche Patentschrift Nr. 3I8 222; H. Staudinger, Organische Kclloidchemie, Ins)50, 3. Auflage, S. 50 bis 52; W. H. Carothers und J. A. Aroin, The Journal of the American Chemical Society, Bd. 5I, I929, S. 2560 bis 2570; H. Batzer, H. Holtschmidt, F. Wiloth und B. Mohr, Die Makromolekulare Chemie, Bd. 7, 1951, 5. 82.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE318222C (de) *
US2139369A (en) * 1936-09-16 1938-12-06 Monsanto Chemicals Plastic compositions

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE318222C (de) *
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