DE97508C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE97508C DE97508C DENDAT97508D DE97508DA DE97508C DE 97508 C DE97508 C DE 97508C DE NDAT97508 D DENDAT97508 D DE NDAT97508D DE 97508D A DE97508D A DE 97508DA DE 97508 C DE97508 C DE 97508C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- drum
- cylinder
- parts
- closing
- slide
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims description 7
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 claims description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 210000004907 gland Anatomy 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
- F01C1/30—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members
- F01C1/40—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in group F01C1/08 or F01C1/22 and having a hinged member
- F01C1/46—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in group F01C1/08 or F01C1/22 and having a hinged member with vanes hinged to the outer member
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
(State of New-York, V. St. Α.).
Rotirende Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1897 ab.
Vorliegende rotirende Maschine kennzeichnet sich durch einen an jedem Ende mit Abschlufskopf
versehenen bogenförmigen Doppelabschlufssehieber, der auf seinem mittleren
Theile ausgeschnitten und in Bogennuthen geführt ist, während er von Schubflächen des
Cylinders bezw. der Trommel gezwungen hin- und hergeschöben durch die Abschlufsflächen
an seinen Köpfen an der Trommel bezw. dem Cylinder dicht schliefst. Bei Verschiebung
der Abschlufsschieber durch Schubflächen der Trommel liegen die Abschlufsflächen an den
einander zugekehrten Enden der Abschlufsköpfe, bei Verschiebung durch Schubflächen
des Cylinders an den nach aufsen gekehrten Enden derselben.
In der Regel sind zwei Abschlufsschieber mit ihrer coneaven Seite nach aufsen gekehrt,
symmetrisch zu einer Mittelebene in einer Maschine vorgesehen, und zwar- findet dann
die Einführung des Treibmittels, um einseitigen Druck auf die Welle zu vermeiden, an entgegengesetzten
Punkten des Cylinders statt.
Bei Führung der Abschlufsschieber in der Trommel drehen sich dieselben mit dieser
und dichten am inneren Cylinderumfange ab. Bei Führung der Abschlufsschieber im
Cylinder und seinen Deckeln machen sie, falls der Cylinder festliegt, keine Drehung, sondern
nur eine Hin- und Herverschiebung unter der Wirkung der Schubflächen der Trommel. Diese
Doppelabschlufssehieber werden zweitheilig (auf Mitte nach der Querrichtung getheilt und behufs
Anpassung an die Schubflächen der Trommel bezw. des Cylinders mit federnden Zwischenlagen
versehen) oder auch in einem Stück ausgeführt.
Fig. ι zeigt einen Schnitt nach Linie x-x
von Fig. 2, von links nach rechts gesehen, Fig. 2 eine Endansicht der Maschine nach
Wegnahme eines Deckels, worin ein Abschlufsschieber im Schnitt gezeigt ist; Fig. 3
zeigt schaubildlich einen der Doppelabschlufssehieber ; Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach
Linie %-.% von Fig. 4 durch eine andere Ausführungsform
der Maschine, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie w-w von Fig. 4, worin der
linke Abschlufsschieber und die Trommel in Ansicht und der rechte Abschlufsschieber im
Schnitt dargestellt sind. Fig. 6 zeigt schaubildlich den Abschlufsschieber in Fig. 4 und 5;
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausfuhrungsform der Maschine; Fig. 8 zeigt schaubildlich den Abschlufsschieber
in Fig. 7; Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht eines Doppelabschlufsschiebers, bei welchem die Schrägflächen am Schieberkopf
angebracht sind; Fig. 10 zeigt einen Grundrifs des Schiebers in Fig. 9, von unten gesehen,
Fig. 11 einen senkrechten Schnitt durch ' eine rotirende Maschine mit Abschlufsschiebern nach
Fig. 9 und 10, Fig. 12 eine ähnliche Ansicht wie in Fig. 10, worin die Ein- und Auslafskanäle
in den Abschlufsschieberköpfen sichtbar sind; Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch die
Achse einer rotirenden Maschine, bei der die Kanäle durch die Welle und die Trommel
führen statt durch das Gehäuse und die Abschlufsschieberköpfe; Fig. 14 zeigt einen senk-
rechten Schnitt der Maschine in Fig. 13, der
senkrecht durch die Achse geführt ist.
Im Ausführungsbeispiel Fig. 1, 2 und 3 sitzt auf der Welle 1 die Trommel 2 fest, und
diese ist zwischen den Deckeln 3 eingeschlossen, welche das ringförmige Gehäuse 4,
das hier mit einer Schubfläche versehen ist, zwischen sich fassen. Deckel und ringförmiges
Gehäuse umgeben also die rotirende Trommel, und zwar liegt das Gehäuse an einem vorspringenden
Rande der Deckel an, und Gehäuse und Deckel werden durch Bolzen 5 zusammengehalten, die durch Löcher in den
Deckelflantschen in passenden Abständen von einander hindurchgehen und an beiden Enden
Muttern tragen.
Die Deckel 3 können mit einem mittleren Theil versehen sein, der Muttergewinde enthält,
in ■ welche die zur Lagerung der Welle 1 dienenden Stopfbüchsen 6 eingeschraubt werden.
Ferner können, wie dargestellt, von den Stopfbüchsenköpfen Rippen 7 nach den Deckelflantschen sich erstrecken.
An jedem Ende der Trommel 2 sind zwei gleichmäfsig gekrümmte, mit ihrer concaven
Seite nach aufsen gekehrte Nuthen 8 (Fig. 1 und 2) einander diametral gegenüber symmetrisch
zu einer WTinkelebene eingeschnitten, und diese Nuthen gehen an den Enden in
entsprechend gekrümmte Querschlitze 12 über. Diese Nuthen und Querschlitze dienen zur
Aufnahme der Doppelabschlufsschieber G, von welchen einer in Fig. 3 schaubildlich dargestellt
ist. Die Schlitze und Nuthen geben den Abschlufsschiebern bei ihrer Hin- und Herbewegung
passende Führung.
Jeder Schieber ist auf seinem mittleren Theil ausgeschnitten, so dafs an dem aufsen stehen
bleibenden Abschlufskopf Schenkel gebildet werden, um den zwischen den Nuthen verbleibenden
Theil der Trommel zwischen sich schliefsen zu können. Jeder Schieber ist, wie in Fig. 3, auf seiner Mitte getheilt. In das
Ende eines jeden Theils sind Löcher eingebohrt und Schraubenfedefn 10 eingesetzt, um
die Enden der Köpfe der Abschlufsschieber an die noch zu beschreibende Schubfläche
selbstthätig heranzudrücken und Abnutzungen unschädlich zu machen.
Die Doppelabschlufsschieber G können an den Aufsenenden ihrer Köpfe mit schwingenden
Abschlufsstücken 11 versehen werden, die in runden Nuthen der Schieber sich drehen
können, so däfs sie jederzeit an die Schubfläche des ringförmigen Gehäuses 4 (Fig. 2)
sich passend anlegen und einen praktisch dichten Abschlufs herstellen. Die Schieber
können aber auch ohne solche Abschlufsstücke ausgeführt werden. Dann aber müssen wegen
der Abnutzung die Schieber häufiger erneuert werden, wogegen im anderen Falle einfach
die Abschlufsstücke 11 durch neue zu ersetzen sind. Die Abschlufsschieber müssen so
dick sein, dafs sie genau die Schlitze schliefsen, und so lang, dafs ihre Aufsenenden jederzeit
Anlage an der Schubfläche des Gehäuses 4 haben, wie im Folgenden beschrieben wird.
Die Schubfläche des Gehäuses 4 setzt sich aus acht besonderen Theilen zusammen. Je zwei
vortretende (nach kleinerem Radius gebildete) Theile 13 sind concentrisch zur Drehachse
und liegen in einem solchen Abstande von derselben, dafs sie stets an dem' Umfange der
Trommel 2 anliegen und daran dicht abschliefsen. Diese Theile liegen einander genau
gegenüber, erstrecken sich über eine Bogenlänge von 450, also über den achten Theil
des Kreises, nach dem sie gekrümmt sind. Zwei zurücktretende (nach gröfserem Radius
gebildete) Theile 14 sind ebenfalls concentrisch zur Drehachse und liegen einander genau
gegenüber. Auch diese Theile erstrecken sich über Y8 des Kreises, nachdem sie gekrümmt
sind. Die Theile 14 liegen also von der Drehachse weiter ab als die Theile 13, und
demgemäfs werden zwischen den Theilen 14 und der cylindrischen Trommel 2 Kammern
oder Taschen gebildet. Die Theile 13, die näher an der Drehachse liegen, sind mit den
Theilen 14 durch schräge Theile 15 verbunden. Diese Theile 15 sind nach einer gleichmäfsig
gekrümmten Fläche gestaltet, beispielsweise nach einem Radius, der etwa das Mittel
bildet zwischen den beiden Radien, wonach die Flächen 13 bezw. 14 gekrümmt sind. Die
Theile 15 haben gleiche Länge mit den concentrischen
Theilen, erstrecken sich also jeder über 450, auf einem Kreise gemessen, der
zur Drehachse concentrisch ist. Die Enden der Abschlufsschieber G oder ihrer Anlageflächen
werden so gestaltet, dafs sie während ihrer ganzen Drehung an der Schubfläche dicht anliegen, so dafs Dampf oder Flüssigkeit
nicht durchtreten kann. Die Trommel 2 wird mit einer Oberfläche versehen , die theilweise oder ganz concentrisch zur Drehachse
ist.
Es ist klar, dafs bei dieser Ausführung zwischen zwei Punkten der Schubfläche, die um
900 von einander entfernt liegen, immer der gleiche Abstand vorhanden ist, so zwar, dafs,
wenn die Schubfläche an einer Stelle der Drehachse sich nähert, eine um 90° entfernte
Stelle der Schubfläche um so viel von der Drehachse zurückliegt. Der Abstand zwischen
den Stellen der Schubflä'che, die von den Enden der Köpfe des Abschhifsschiebers nach
einander berührt werden, ist daher stets der gleiche, und der Schieber kann somit während
1 der ganzen Umdrehung der Trommel stets Anlage an der Schubfläche behalten.
Bei dieser Ausführung wird in dem Ge-
häuse 4 eine Anzahl von Taschen zwischen
den vortretenden concentrischen Theilen 13 gebildet.
Diese Taschen haben eine schräge, krumme Fläche 15, eine zurücktretende, concentrische
Fläche 14 und eine schräge, verengende Fläche 15. Jede passende Anzahl
solcher Taschen läfst sich in dem Cylinder herstellen, wenn die vorbezeichneten gegenseitigen
Verhältnisse der Theile eingehalten werden, so dafs beide Enden der Abschlufsschieber
stets Anlage an der Schubfläche behalten. Nach der. besseren Art der Ausführung
sollen zwei oder mehrere Taschen, und. zwar im gleichem Abstand von der
Trommel vorhanden sein. Würde dies nicht der Fall sein, so würde beispielsweise der
Dampf das Gleichgewicht der Trommel stören und bei der Drehung übermäfsige Reibung
veranlassen.
Die Einführung des Treibmittels findet an entgegengesetzten Punkten des Umfangs des
Gehäuses statt. Zu diesem- Zweck sind Einlasse 16 vorgesehen, die etwa mitten über
der erweiterten Schrägfläche liegen, und Auslässe 17, die ähnlich über der schrägen Fläche
am anderen Ende der Tasche liegen, und aus diesen Kanälen führen nach beiden Richtungen,
wie dargestellt, kleine Kanäle 42, um zu verhindern, dafs bei der Drehung sich ein Vacuum
zwischen dem vortretenden Theile 13 und den Enden der Abschlufsschieber bildet.
Um' ungleichmäfsige Abnutzung der Oberfläche der Trommel und der Abschlufsstücke
zu vermeiden, liegen die kleinen Kanäle 42 eines Ein- und Auslasses 16 bezw. 17 gegen
einander versetzt.
Bei der Abart Fig. 4 bis 6 ist die Schubfläche auf der Trommel gebildet, und die
Abschlufsschieber G sind hier in dem Gehäuse geführt. Die Trommel ist mit 27 bezeichnet
, die beiden Deckel mit 28 , das Gehäuse mit 29. Die Abschlufsschieber G sind hier in Bogennuthen 30 der Deckel geführt,
sowie in Querschlitzen 31 des Gehäuses, die sich hieran anschliefsen. Die Abschlufsschieber
G sind getheilt, mit zwischengeschalteten Federn 33 versehen und tragen Verschlufsstücke
34 an den' der Trommel zugekehrten Kanten ihrer Köpfe. Die vortretenden concentrischen
Theile der Schubfiäche der Trommel 27 sind mit 35 bezeichnet, die zurücktretenden
Theile dieser Schubfläche mit 36 und die schrägen verbindenden Theile der Fläche
mit 37. Die Einlafskanäle sind mit 38, die Auslafskanäle mit 39 bezeichnet.
Die Schubfläche ist mit sechs vortretenden concentrischen
Theilen versehen, die dicht an der concentrischenlnnenfiäche
des Gehäuses 29 schliefsen, so dafs Dampf oder Flüssigkeit nicht durchtreten kann, wogegen im Beispiel Fig. 1 und 2
nur zwei solcher vortretenden concentrischen Theile vorhanden waren. Zufolge dieser Anordnung
wird jeder Abschlufsschieber G sechsmal während einer Umdrehung hin- und herbewegt.
Da nur vier Einlafskanäle vorhanden sind, so werden die Kammern zeitweilig einfach
todte, mit Dampf oder Flüssigkeit gefüllte Räume bilden, eine Kraftäufserung aber nicht
hervorbringen.
Hier haben die Abschlufsschieber G ihre Anlageflächen nicht an den äufsersten Enden
ihrer Köpfe, sondern nahe an diesen Enden, und sie sind auf ihrem mittleren Theil ausgeschnitten,
wie in Fig. 6, um den betreffenden Trommeltheil zwischen sich zu fassen. Die für den Abschlufs dienenden Kanten sind
mit runden Nuthen zur Aufnahme von drehbaren Abschlufsschuhen versehen, die an der
Trommeloberfläche anliegen. In vortretenden Theilen 40 des Gehäuses sind die Querschlitze
31, in welchen die Abschlufsschieber hin- und hergeschoben werden können, und
die Ein- und Auslafskanäle gebildet. Die Querschlitze erstrecken sich ganz über die
Innenseite des Gehäuses und bilden, wie schon erwähnt, eine Fortsetzung der Nuthen 30 der
Deckel 28.
Die Feder 33 ist hier als Zugfeder ausgebildet, durch welche die beiden Theile des
Schiebers G gegen einander hingezogen werden, um dichten Abschlufs an der Schubfläche
der Trommel 27 zu erzielen.
Die verschiedenen concentrischen Theile der Schubfläche, wie auch die verbindenden Nebentheile
werden nach gleichen Kreisbogen ausgeführt, und die schrägen Theile sind, wie schon
erwähnt, gleichförmig gekrümmt.
. Die Wirkung ist wesentlich die gleiche wie diejenige nach Fig. 1 und 2. Nachdem ein vortretender concentrischer Theil der Schubfläche einen Einlafskanal passirt hat, tritt Dampf oder Treibflüssigkeit zwischen diese concentrischen Theile und den Abschlufsschieber G in die Kammer ein und führt dadurch die Drehung des beweglichen Theiles, in diesem Falle der Trommel, herbei.
. Die Wirkung ist wesentlich die gleiche wie diejenige nach Fig. 1 und 2. Nachdem ein vortretender concentrischer Theil der Schubfläche einen Einlafskanal passirt hat, tritt Dampf oder Treibflüssigkeit zwischen diese concentrischen Theile und den Abschlufsschieber G in die Kammer ein und führt dadurch die Drehung des beweglichen Theiles, in diesem Falle der Trommel, herbei.
Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform ähnlich derjenigen nach Fig. 5 mit der Ausnahme,
dafs die Trommel nur zwei vertretende concentrische Theile hat, statt deren1 sechs, und
dafs die Kanäle mit Absperrungen versehen sind. Diese Absperrung wird dadurch erzielt, dafs
in den Flächen an den Enden der Abschlufsschieber G Ausnehmungen 41 vorgesehen sind
(Fig. 7 und 8). Die Ausnehmung an der einen Seite ist .in Verbindung mit dem Einlafskanal
und diejenige an der anderen Seite mit dem Auslafskanal. Diese Ausnehmungen sind so
angeordnet, dafs beim Zurückschieben des Abschlufsschiebers in das Gehäuse, das durch den
schrägen Theil der Schubfläche erfolgt, sowohl der Einlafs wie der Auslafs gegen die Kammern
hin abgesperrt werden, bevor das Ende des Abschlufsschiebers völlig zurückgeschoben ist,
so dafs die Ein- und Auslafskanä'le nicht gleichzeitig mit derselben Kammer in Verbindung
sind.
In Fig. 9 bis 12 befinden sich in dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel die schrägen Flächen an den Enden der Abschlufsschieberköpfe
und die Kanäle ebenfalls in diesen Köpfen.
Eine ähnliche Ausführung zeigen Fig. 13 und 14 mit der Ausnahme, dafs die Kanäle
hier durch die Welle und Trommel führen.
In diesen Beispielen ist die in den Deckeln gelagerte Welle mit α bezeichnet, auf welcher
die Trommel b festsitzt. Die Deckel c schliefsen das Gehäuse d seitlich ab. Die Innenfläche
dieses Gehäuses ist theilweise zur Drehachse concentrisch. Die Deckel sind an dem Gehäuse
in passender Weise befestigt und springen in das Gehäuse etwas vor, wie Fig. 13 zeigt.
Die Befestigung erfolgt durch Bolzen e, die durch Löcher am Rande der Deckel hindurchführen
und auf ihren Enden Muttern tragen.
Art der Innenseite eines jeden Deckels sind zwei gleichmäfsig gekrümmte Nuthen _/ (Fig. 11
und 14) eingeschnitten, die einander genau gegenüberliegen. Die Nuth in dem einen
Deckel verläuft entsprechend derjenigen im anderen. Diese Nuthen laufen in Quernuthen in
aus, die sich von einem Deckel nach dem anderen erstrecken und in vortretenden Theilen /
des Gehäuses d gebildet sind. Diese Nuthen dienen gemeinsam zur Führung der Abschlufsschieber,
von welchen einer in Fig. 9 dargestellt ist. Jeder Abschlufsschieber G ist hier in
einem gleichmäfsig gekrümmten Stück g ausgeführt und mit den Abschlufsköpfen h versehen.
Letztere können wie erstere aus einem Stück bestehen oder mit einander passend verbunden
werden. Die Abschlufsköpfe sind an ihren einander zugekehrten Seiten mit Abschlufsflächen
k versehen, sowie mit schrägen Flächen i. Die Enden der Abschlufsköpfe sind gekrümmt,
wie dargestellt, und passen auf die gekrümmte Fläche der Wand der Quernuth m, und die
Enden und Seiten der Abschlufsköpfe schliefsen an den Wänden der Quernuthen m, so dafs
Dampf oder Flüssigkeit nicht durchstreichen kann. Auch die Seitentheile der Abschlufsschieber
G schliefsen genau in den Bogennutheny der Deckel. Die Bogennuthen/ und
die Quernuthen m sind so lang, dafs die Abschlufsschieber in dem vortretenden Theile /
des Gehäuses genügend weit zurückgeschoben werden können.
Bei der dargestellten Trommel ist die Oberfläche aus vier besonderen Theilen gebildet.
Zwei vortretende Theile η sind concentrisch zur Drehachse und liegen von derselben so weit
entfernt, dafs sie gegen die concentrischen Theile der Innenfläche des Gehäuses d sich
anlegen und dichten Abschlufs damit bilden. Diese beiden Theile liegen einander gerade
gegenüber und erstrecken sich über ein Bogenmafs von etwa 45°; jeder Theil also bildet Y8
des Umfanges des betreffenden Kreises. Zwei zurücktretende Theile 0 sind zur Drehachse
ebenfalls concentrisch und liegen einander ebenfalls genau gegenüber. Ein jeder dieser
zurücktretenden Theile hat im dargestellten Beispiel ein Bogenmafs von etwa i35°Oder3/8
des Umfanges des zugehörigen Kreises. Die Theile η liegen in gröfserem Abstand von der
Drehachse als die Theile 0, und demgemäfs sind zwischen diesen Theilen 0 und dem Gehäuse
d Kammern gebildet. Die Theile η sind mit den Theilen 0 durch gerade einspringende
Schulterflächen ρ verbunden, doch könnten diese Theile ρ auch schräg liegen oder gekrümmt
sein, ohne dafs dies an der Wirkung wesentlich etwas änderte. Die Abschlufsflächen
der Schieber einschliefslich der schrägen Flächen sind so ausgeführt, dafs irgend ein Theil jener
Flächen dicht gegen die Fläche der Trommel in jedem Augenblicke der Trommeldrehung
anliegt. Ein vortretender concentrischer Theil η der Trommel ist in Berührung mit der Abschlufsfiäche
k eines der Abschlufsschieberköpfe, wenn der zurücktretende concentrische
Theil ο der Trommel in Berührung mit der Abschlufsfläche k des anderen Kopfes ist, und
die Kante, die in dem Schnittpunkte der Fläche η und der Schulterfläche ρ liegt, ist in
Berührung mit der schrägen Fläche i des einen AbschlufsschieberkopfeSjWenn eine andere Kante,
die in dem Schnittpunkt eines Theiles η und der anliegenden Schulterfläche ρ liegt, in Berührung
mit einer der schrägen Flächen i des anderen Schieberkopfes ist.
Zur Einführung von Treibmittel für die Drehung der Trommel nach Fig. 9 bis 12 sind
Einlafskanäle q vorgesehen, die durch die Köpfe der Abschlufsschieber und die anliegende
Wand des Gehäuses führen, und Auslafskanäle r, die ähnlich an den entgegengesetzten Seiten
der Abschlufsschieberköpfe liegen, wie Fig. 11 zeigt. Die Anordnung dieser Kanäle in einem
Abschlufsschieberkopf geht auch aus Fig. 12 hervor. Diese Kanäle sind so angeordnet, dafs,
wenn die Abschlufsschieber G in eine Stellung gelangen, worin sie einen Theil der Wandungen
der Druckkammer bilden, die Kanäle geöffnet werden. Der Einlafskanal ist in Verbindung
mit der Kammer an der einen Seite des Kopfes des Abschlufsschiebers, und der Auslafskanal
an der anderen Seite dieses Kopfes, und wenn der Abschlufsschieber in der Quernuth m zurückgeschoben
wird, so werden die Kanäle geschlossen. Die Einlafskanäle q in einem Schieberkopf
sind gegen die Einlafskanäle q im anderen Abschlufsschieberkopf versetzt, und die Aus-
lafskanäle r im einen Kopf sind ähnlich versetzt gegen die Auslafskanäle im anderen Abschlufsschieberkopf.
Die Zwischenwände zwischen einer Reihe von Kanälen liegen genau den Kanalöffnungen der folgenden Reihe gegenüber,
um ungleichförmige Abnutzung an der Trommeloberfläche zu vermeiden.
Statt wie in Fig. g bis 12 die Kanäle anzuordnen, können sie auch, wie in Fig. 13 und 14,
so angeordnet werden, dafs sowohl die Einlafskanäle wie die Auslafskanäle durch die Welle
und Trommel führen. In Fig. 13 und 14 sind
die .Einlafskanäle mit s bezeichnet, die Auslafskanäle mit t, während der Haupteinlafskanal
die Bezeichnung u trägt und der Hauptauspuffkanal die Bezeichnung v.
Wenn bei der Maschine nach Fig. 9 bis'12
Dampf oder sonstiges Treibmittel durch die Einlafskanäle zugelassen wird, so drückt es
gegen das Ende des Abschlufsschiebers und übt nach der entgegengesetzten Seite einen
Druck aus gegen den vortretenden concentrischen Theil η der Trommeloberfläche, wodurch
die Trommel in Drehung versetzt wird. Inzwischen ist der anliegende Auslafskanal, der
gerade vor dem erwähnten Einlafskanal liegt, abgesperrt gewesen, und bevor dieser Auslafskanal
geöffnet wird, wird der Einlafskanal durch die Wirkung des nächstfolgenden vortretenden
Theiles η der Trommel auf die schräge Fläche i des den Einlafskanal enthaltenden Abschlufsschieberkopfes
geschlossen.
Im Beispiel Fig. 13 und 14 ist die Wirkung
wesentlich die gleiche, mit der Ausnahme, dafs die Kanäle nie abgesperrt werden und dafs
die Einlafskanäle von den Auslafskanälen getrennt sind, ausgenommen während einer kurzen
Zeit während der Drehung der Trommel zufolge Einwirkung der Abschlufsfläche der Schieberköpfe
auf die zurücktretenden concentrischen Theile 0 der Trommel
Die Anzahl der Abschlufsschieber und der concentrischen Theile der Schubfläche kann je
nach Erfordernifs anders gewählt werden.
Hauptvortheile der beschriebenen Maschine sind die Einfachheit ihrer Construction, die
Zuverlässigkeit und Gleichmäfsigkeit ihres Betriebes, die gezwungene Hin- und Herbewegung
der Abschlufsschieber und Schutz gegen Beschädigung dadurch, dafs die wirksamen Theile
sämmtlich innerhalb des Gehäuses untergebracht sind, ferner genaues Ausbalänciren der Trommel
mit ihren Abschlufsschiebern.
Claims (3)
1. Eine rotirende Maschine mit Cylinder und Trommel, gekennzeichnet durch einen am
mittleren Theil ausgeschnittenen, an jedem Ende mit Abschlufskopf versehenen und
seine cönvexe Seite der Trommelwelle zukehrenden bogenförmigen Doppelabschlufsschieber
(G), der in Bogennuthen geführt ist, während er, mittelst Schubflächen des
Cylinders bezw. der Trommel gezwungen, hin- und hergeschoben durch die Abschlufsflächen
seiner Köpfe an der Trommel bezw. dem Cylinder dicht schliefst, zu welchem Zweck für den Fall der Verschiebung
mittelst Schubflächen an der Trommel die Abschlufsflächen einander zugekehrt, für
den Fall der Verschiebung mittelst Schubflächen am Cylinder dagegen nach aufsen gekehrt sind.
2. Eine Ausführungsform der zu 1. bezeichneten rotirenden Maschine, bei welcher zwei ihre
convexe Seite der Trommelwelle zukehrende Doppelabschlufsschieber (G) symmetrisch zu
einer durch die Trommelwelle gehenden Mittelebene angeordnet sind, zum Zweck, die Einführung des Treibmittels an entgegengesetzten
Punkten des Cylinders stattfinden zu lassen und einseitigen Druck des Treibmittels auf die Welle zu vermeiden.
3. Eine rotirende Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Doppelabschlufsschieber
(G) auf der Mitte nach der Querrichtung getheit und mit federnden
Zwischenlagen behufs Anpassung an die Schubflächen des Cylinders bezw. der Trommel versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97508C true DE97508C (de) |
Family
ID=368551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97508D Active DE97508C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97508C (de) |
-
0
- DE DENDAT97508D patent/DE97508C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3138678A1 (de) | Doppelmembranbetriebene umkehrventilpumpe | |
| DE1775837A1 (de) | Drehschieber | |
| DE3780410T2 (de) | Hydraulischer drehmoment-impuls-erzeuger. | |
| DE69812772T2 (de) | Hydraulischer Motor | |
| AT390657B (de) | Ventil | |
| DE6608238U (de) | Schieberventil. | |
| DE97508C (de) | ||
| DE2349651A1 (de) | Druckventil | |
| DE3624842A1 (de) | Drehkolbenmaschine | |
| DE1289708B (de) | Vorrichtung zum Umwandeln einer Drehbewegung in eine Translationsbewegung, insbesondere zum Betaetigen des Verschlussgliedes eines Ventils, mit zwei gegeneinander verdrehbaren, exzentrisch gelagerten Scheiben unterschiedlichen Durchmessers und einem die groessere Scheibe umgreifenden, dagegen verdrehbaren und mit einem axial verschieblich gefuehrten Koppelorgan verbundenen Ring | |
| DE3641383C2 (de) | Kolbenschieberventil | |
| DE19960221C2 (de) | Zellenradschleuse mit verbesserter Abdichtung gegen Leckluft | |
| DE1146718B (de) | Getriebe zur Umwandlung einer hin- und her-gehenden Bewegung in eine Drehbewegung mit einer Fluessigkeit als UEbertragungsmittel | |
| DE1503306A1 (de) | Rotationsverdraenger | |
| WO2021239493A1 (de) | Verschlussmechanismus | |
| DE1300034B (de) | Hydraulischer Stellmotor | |
| DE578102C (de) | Als Arbeits- oder Kraftmaschine benutzbare Drehkolbenmaschine | |
| DE3517851C2 (de) | ||
| DE563064C (de) | Drehkolbenmaschine mit einem in einer durchgehenden, diametral verlaufenden OEffnungdes Laeufers verschiebbaren Schieber | |
| DE3526616C2 (de) | Drehschieberanordnung für Brennkraftmaschinen | |
| DE128028C (de) | ||
| DE2232110A1 (de) | Druckmittelbetaetigter antrieb | |
| DE98292C (de) | ||
| DE1909458A1 (de) | Drehkolbenmotor mit Schiebern | |
| DE1503333C3 (de) | Rotationskolbenmaschine |