DE975054C - Polyaethylengefaesse fuer analytische Zwecke - Google Patents

Polyaethylengefaesse fuer analytische Zwecke

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DE975054C
DE975054C DEL10330A DEL0010330A DE975054C DE 975054 C DE975054 C DE 975054C DE L10330 A DEL10330 A DE L10330A DE L0010330 A DEL0010330 A DE L0010330A DE 975054 C DE975054 C DE 975054C
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DE
Germany
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polyethylene
ampoule
vessel
glass
carbon dioxide
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Expired
Application number
DEL10330A
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English (en)
Inventor
Guenter Dr-Ing Lochmann
Erich Dr-Ing Moser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
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Publication date
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Publication of DE975054C publication Critical patent/DE975054C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/50Containers for the purpose of retaining a material to be analysed, e.g. test tubes
    • B01L3/508Containers for the purpose of retaining a material to be analysed, e.g. test tubes rigid containers not provided for above

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medical Preparation Storing Or Oral Administration Devices (AREA)

Description

  • Polyäthylengefäße für analytische Zwecke In chemischen Laboratorien werden vielfach die benötigten Maßflüssigkeiten, z.B. Normalsäuren, dadurch hergestellt, daß im Handel erhältliche abgewogene Substanzmengen aus ihrer Packung (z. B.
  • Ampullen) in einen Meßkolben übergespült und zum Liter aufgefüllt werden. Dieses bequeme und schnelle Verfahren ist in einem wichtigen Sonderfall nicht anwendbar, dann nämlich, wenn Laugen mit der sonst in der Maß analyse eingehaltenen Genauigkeit von O,I bis 0,20/0 hergestellt werden sollen. Der Grund ist, daß konzentrierte Lauge, die in die handelsübliche Packung (Glasampulle oder Glasflasche) abgefüllt ist, beim Lagern vor ihrer Verwendung das Glas angreift. Hierdurch gelangt zusätzliches titerfälschendes Alkali in die Lauge.
  • Andere Glasbestandteile, nämlich Tonerde oder Borsäure, verursachen, daß die Lauge in gewissen p-Gebieten puffert und keinen eindeutigen Titer mehr besitzt. Weiterhin macht die Kieselsäure, die aus dem Glas in Lösung geht, die Lauge bei einigen Titrierverfahren (z. B. in Gegenwart von Bariumsalzen) unbrauchbar. Die Veränderung der Lauge durch Berührung mit Glas wird bei längerer Lagerzeit auch an einer Trübung äußerlich erkennbar; alsdann ist die Verkäuflichkeit solcher in Glas ge füllten Laugen in Frage gestellt.
  • Es besteht also das Bedürfnis, eine abgewogene Menge von Alkalihydroxyd in Form einer wäßrigen Lösung über unbestimmt lange Zeit so aufzubewahren, daß Menge und Reinheit des Hydroxyds erhalten bleiben. Das Vorliegen jenes Bedürfnisses ist seit langem bekannt (z. B. aus einer Veröffentlichung in Chemie für Labor und Betrieb, Bd. 2, 1951, Nr. Io, S. 602 unten).
  • Diesem seit langem bestehenden Bedürfnis ist offenbar nur dadurch zu genügen, daß ein anderer Werkstoff als Glas gewählt wird. Bei der Wahl darf die chemische Beständigkeit nicht der einzige Gesichtspunkt bleiben. Zunächst ist zu beachten, daß die Packung vor dem Verkauf möglichst einfach und zuverlässig dicht abgeschlossen werden muß. Weiterhin soll der Verbraucher die Packung leicht öffnen können und bequem in kontrollierbarer Weise vollständig ausspülen können. Wären z. B. die letzteren Vorbedingungen nicht erfüllt, so entfiele nämlich der ausschlaggebende Vorteil des Zeitgewinns. Der Verbraucher würde dann das herkömmliche Selbstansetzen und Einstellen der Normallaugen bevorzugen. Unter diesen Gesichtspunkten für Herstellung und Verbrauch der Laugepackungen scheiden zahlreiche sonst für Lauge bewährte Werkstoffe aus.
  • Eine hiernach vorgenommene Überprüfung von Kunststoffen ließ das Polyäthylen zunächst als ungeeignet erscheinen, obwohl bereits bekannt war, daß Polyäthylen wegen seines Paraffincharakters gegen Laugen beständig ist. Auch ist es genügend durchscheinend, ferner unzerbrechlich und läßt sich wie Glas zu Flaschen oder Ampullen verarbeiten.
  • Jedoch besitzt es eine Eigenschaft, die seine Verwendung als Gefäßmaterial für Laugen enthaltende Ampullen für analytische Zwecke auszuschließen schien: Polyäthylen besitzt nämlich gegenüber anderen wasser- und laugenbeständigen Kunststoffen eine um Größenordnungen höhere Durchlässigkeit für Kohlendioxyd (Simril und Hershberger, Modern Plastics, Bd. 27, 1950, S. 102, Tabellen 1, VII und VIII). Da bekanntlich eine allgemein verwendbar Normallauge möglichst keinen Gehalt an Carbonaten aufweisen soll, sie also unter Ausschluß von Kohlendioxyd aufbewahrt werden muß, schienen Polyäthylenampullen zur Aufnahme voll Normallaugen ungeeignet; nur mit carbonatfreien Laugen gelingt die Titerbestimmung stets eindeutig und praktisch übereinstimmend, gleichgültig ob für die Titration Plienolphthalein oder Methylrot als Indikator verwendet wird.
  • Darauf ist es auch zurückzuführen, daß Polyäthylengefäße für den angegebenen Verwendungszweck bisher nicht verwendet worden sind, obwohl eindeutig seit längerer Zeit ein echtes Bedürfnis für unzerbrechliche Kunststoffampullen zur Aufnahme von Normallaugen vorlag und außerdem bereits seit Anfang 1949 Polyäthylenflaschen jährlich in Millionenzahlen auf den Markt gebracht wurden.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine abgeschmolzene Ampulle aus Polyäthylen (Leergewicht etwa I6g), die I00 ccm I n-Natriumhydrnxydlösung enthielt und bei etwa 200 C in langsam strömendem Kohlendioxyd gelagert wurde, nach 48 Stunden 26 mg Kohlendioxyd aufgenommen hatte. Durch weitere Versuche wurde nachgewiesen, daß der Hauptteil der C Ö2.-Menge nicht in der Polyäthylenwandung, sondern in der Lauge selbst gelöst ist.
  • Da in der normalen Laboratoriumsluft die Kohlendioxydkonzentration aber nur IO/o beträgt, ergibt sich die überraschende Tatsache, daß bei schärfsten Anforderungen die in einer Polyäthylenampulle enthaltene Normallauge unter den ungünstigsten Lagerbedingungen in einem Laboratorium erst nach der Ioofachen Zeit, d. h. erst nach etwa 200 Tagen, als für analytische Zwecke nicht mehr gebfauchsfähig anzusehen ist. Da die normale Außenluft nur einen Gehalt von 0,03 o an Kohlendioxyd besitzt, ist die Titergenauigkeit von Normallösungen in Polyäthylenampullen noch wesentlich länger zu garantieren. Dasselbe gilt, wenn die zugelassene Titerunsicherheit + 0,5 e/0 beträgt, wie es in der Praxis vielfach der Fall ist.
  • Die Erfindung besteht somit in der Verwendung von Kunststoffgefäßen aus Polyäthylen zum Aufbewahren von Alkalihydroxydlösungen für das Herstellen von basischen Maßflüssigkeiten.
  • Nach der Erfindung ist es also möglich, Normallaugen in Polyäthylenampullen unterzubringen und für diese eine für die Praxis ausreichende Haltbarkeit zu garantieren. Dieser Fortschritt ist erheblich, da für Glasampullen die Lagerzeit auf allerhöchstens 6 Monate begrenzt ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung erhält man unter Verwendung von Polyäthylen eine praktisch unbegrenzt lagerfähige Verpackung für Alkalihydroxydlösungen, wenn eine abgeschmolzene Ampulle oder eine dicht verschlossene Flasche mit einer äußeren Umhüllung derart kombiniert wird, daß an die Polyäthylenampulle oder -flasche kein Kohlendioxyd gelangen kann.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Aufbewahren von Alkalihydroxydlösungen mit unbegrenzter Lagerzeit für das Herstellen voll basischen Maßflüssigkeiten ist dadurch gekennzeichnet, daß das Polyäthylengefäß mit einer äußeren Umhüllung kombiniert ist, welche Kohlendioxyd von dem Polyäthylengefäß fernhält.
  • Als äußere Umhüllung kann beispielsweise eine Lackierung oder Metallisierung dienen, die wegen des ungewöhnlich hohen Wärmeausdehnungskoeffi zienten von Polyäthylen im Zustande möglichst hohen Volumens aufzubringen wäre, also oberhalb der höchsten Temperatur, die während der Lagerzeit erwartet werden kann. Als äußere Umhüllung kann ferner ein Blechbehälter dienen, welcher z. B. nach Art von Konservendosen verschlossen wird, oder eine Glasflasche mit einem Stopfen, der kohlendioxyddicht verkittet wird. Besonders zuverlässig ist es, die Polyäthylenampulle in eine Glasampulle zu setzen, welche ebenfalls abgeschmolzen wird.
  • Hier ist durch die Temperaturabhängigkeit der mechanischen Eigenschaften von Polyäthylen ein besonderer Vorteil erzielbar; es ist nämlich möglich, eine mit Lauge gefüllte und bereits abgetschmolzene Ampulle aus Polyäthylen durch Anwärmen auf I00° C (Z. B. im Wasserbad) so zu erweichen, daß sie in elastisch verformtem Zustande durch eine enge (Sffnung gedrückt werden kann. Für die äußere Glasampulle genügt also ein verhältnismäßig enger hals, welcher besonders leicht abgeschmolzen werden kann.
  • Bei der Herstellung jeder der beispielsweise genannten Ausführungsarten ist die äußere Umhüllung mit kohlendioxydfreier Luft oder sonstigen indifferenten Gasen zu spülen, wenn die innere Polyäthylenampulle eingesetzt und eingeschmolzen wird. Die Möglichkeit der Kohlendioxydaufnahme soll hierdurch ausgeschlossen werden, insbesondere wenn Flammengase zum Abschmelzen dienen.
  • Weiterhin kann die erfindungsgemäße Kombinativ41 einer Polyäthylenampulle mit einer äußeren Umhüllung auch so ausgeführt werden, daß die äußere Umhüllung keine vollständige Dichtheit gegen Kohlendioxyd besitzt, daß aber im Zwischenraum zwischen der äußeren Umhüllung und der inneren Polyäthylenampulle eine für die Lagerzeit ausreichende Menge von Natronkalk oder ähnlichen Stoffen angebracht wird, welche Kohlendioxyd zu binden vermögen. Zum Einbringen dieser Stoffe kann z. B. ein Behälter aus Siebgewebe benutzt werden. Bei dieser Ausführung der erfindungsgemäßen Kombination kann als äußere Umhüllung z.B. eine gewöhnliche Chemikalienfiasche mit Schraubverschluß gewählt werden.
  • PATENTANSPnÜCIIE: I. Verwendung von Kunststoffgefäßen aus Polyäthylen zum Aufhewahren von Alkalihydroxydlösungen für das Herstellen von basischen Maßflüssigkeiten.
  • 2. Einrichtung zum Aufbewahren von Alkalihydroxydlösungen mit unbegrenzter Lagerzeit für das Herstellen von basischen Maßflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyäthylengefäß mit einer äußeren Umhüllung kombiniert ist, welche Kohlendioxyd von dem Polyäthylengefäß fernhält.

Claims (1)

  1. 3. Polyäthylengefäß nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als Ampulle ausgebildet ist, z. B. wie eine gläserne Ampulle ausgezogen und nach Einfüllung der Alkalihydroxydlösung verschlossen, insbesondere abgeschmolzen ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als äußere Umhüllung ein Glasgefäß dient, welches das Polyäthylengefäß enthält und kohlendioxyddicht verschlossen, z. B. in Ampullenform abgeschmolzen ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 2,3 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hals des äußeren Gefäßes enger ist als der Bauch des inneren Polyäthylengefäßes.
    6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis j, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Umhüllung aus Metall besteht, z. B. einen Blechbehälter darstellt, welcher nach Art von Konservendosen gasdicht verschlossen ist.
    7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Umhül]ung, die nach Art von Glasflaschen mit Schraubdeckelverschluß nicht völlig gasdicht ist, in ihrem Inneren außerhalb des Polyäthylengefäßes noch ein Absorptionsmittel für Kohlendioxyd enthält, z. B. Natronkalk, der seinerseits von einem gelochten Behälter zusammengehalten ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Absorptionsmittel an der Innenseite des Verschlusses für die äußere Umhüllung befestigt ist, z. B. innen am Schraubt deckel einer Glasflasche.
    9. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Umhüllung auf dem Polyäthylengefäß aus einer Lack-oder Metallschicht besteht und daß diese Umhüllung bei einer Temperatur, welche höher ist als die während der Aufbewahrungszeit zu er wartende Höchsttemperatur, aufgebracht ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nur. 601 6o6; Zeitschrift »Kunststoffe«, Brd. 37, I947, S. 58; Brd.38, I938, S.262; Bd.40, I950, S.168, 234 und 289; Prospekt der Fa. E. Merck, Darmstadt: »Titrusol, die konzentrierte Normallösung in der Spezialampulle, Nr. 8/673/40/651 - 1951«.
DEL10330A 1951-10-13 1951-10-13 Polyaethylengefaesse fuer analytische Zwecke Expired DE975054C (de)

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DE975054C true DE975054C (de) 1961-07-20

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB601606A (en) * 1944-04-15 1948-05-10 Rupolph Adler Improvements relating to methods of packaging liquid chemical substances

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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GB601606A (en) * 1944-04-15 1948-05-10 Rupolph Adler Improvements relating to methods of packaging liquid chemical substances

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