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Füllfläschchen für Tusche od. dgl.
Füllflaschen für Tusche od. dgl., die aus einem starren Behälter, aus einer Düse und aus einer
Weichgummidruckkappe bestehen, sind bekannt ; sie waren zum ständigen Gebrauch bestimmt und deshalb zum Zweck des Nachfüllens mit einer Verschraubung versehen. Diese zum ständigen Gebrauch bestimmten Füllflaschen eigneten sich aus verschiedenen Gründen nicht zur Aufbewahrung von Tusche.
So klebt die Verschraubung leicht fest, oder die zwischen den Dichtungsflächen angetrockneten Tusch- mengen verursachen Undichtheiten ; Tuschreste können, wenn die Flasche geöffnet ist, in der feinen
Spritzdüse eintrocknen, und die Düse lässt sich dann kaum wieder reinigen. Ausserdem kann frisch ein- gefüllte Tusche durch Reste, die von dem vorigen Inhalt zurückgeblieben sind, durch Schmutz usw. verdorben werden.
Die Erfindung besteht darin, dass der starre Behälter, die Düse und der elastische Boden durch Dauerverbindungen zu einem nicht nachfüllbaren Fläschchen vereinigt sind, vorzugsweise derart, dass eine Druckkappe und ein eine Düse tragender Stöpsel in einen zylindrischen Rohrabschnitt dicht passend eingeschoben sind. So entsteht eine"Tuschpatrone", die Transportsicherheit und Billigkeit in solchem
Masse vereinigt, dass sie als Verkaufspaekung benutzt und, wenn sie leer ist, weggeworfen werden kann. Die besonders schmutzige Arbeit des Nachfüllens und die eingangs erwähnten Unannehmlichkeiten fallen weg.
Die den Boden des Behälters bildende Druckkappe wird erfindungsgemäss soweit in den Rohrabschnitt geschoben, dass sie gegen unwillkürlichen Druck gesichert ist.
Die Düse wird erfindungsgemäss aus einem etwas elastischen Stoff, vorzugsweise aus Hartgummi, hergestellt und durch eine dicht in die Düse passende Nadel verschlossen. Dadurch wird es ermöglicht, die Düse ohne Verwendung eines Schraubenversehlusses zuverlässig zu schliessen und sie, auch wenn Tusche angetrocknet ist, stets leicht zu öffnen. Die Düse kann bei dieser Art des Verschlusses zugespitzt oder zugeschärft werden, um das Füllen von Ziehfedern zu erleichtern, was bei dem bei den bisherigen Füllflaschen üblichen Schraubverschluss nicht möglich ist. Wegen der Elastizität der Hartgummidüse sind auch kleine Dimensionsabweichungen unschädlich, und dadurch ist eine billige Massenfabrikation ermöglicht.
Der in den Behälterteil eingesetzte Düsenteil besteht aus einem Stöpsel mit eingesetztem Düsenrohr. Die Innenseite des Düsenteiles kann abgeschrägt sein, damit sich feste Teilchen bei abwärts gekehrter Düse an der tiefsten Stelle des Behälters sammeln können und nicht die Düse verstopfen sowie auch, damit bei aufwärts gekehrter Düse die Flüssigkeit von der inneren Mündung der Düse abgeleitet wird.
Die Abbildungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, u. zw. Fig. 1 einen Behälter mit aufgesetzter Kappe im Achsenschnitt, Fig. 2 und 3 eine andere Ausführungsform des Behälters und die abgezogene Kappe im Achsenschnitt.
In Fig. 1 ist A der etwa aus Glas hergestellte, rohrförmige, starre Behälter, dessen Bodenöffnung durch die Weichgummikappe B verschlossen ist. Die Mündung des Behälters ist durch den etwa aus Kork bestehenden Stopfen D verschlossen. In diesem ist die aus einem Hartgummirohr bestehende Spritzdüse E befestigt. Das äussere Ende des Düsenrohres ist meisselartig zugeschärft. Der Behälter ist von dem bis über die Weichgummikappe reichenden, mit einem Längsschlitz G versehenen, federnden Blechmantel F umgeben, dessen oberer Rand pi nach innen und dessen unterer Rand pli nach aussen umgebördelt ist. Der Mantel schützt den Behälter vor Bruch und sichert die Weichgummikappe gegen seitliche Eingriffe.
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Ein Herausschieben des Behälters aus dem Mantel wird durch Lappen 11 verhindert, die aus dem Blechmantel F nach innen herausgebogen sind und sich gegen einen Bodenabsatz des Behälters stützen.
Unter dem nach innen gebördelten Rand l'des Blechmantels ist ein mit einem Stutzen versehener Bleehkragen J angeordnet, der ein Entfernen des Verschlussstöpsels D verhindert und zugleich einen Anschlag für den glockenförmigen Griff K der Verschlussnadel L bildet.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 ist der Verschlusspfropfen, die Düse und die Nadel mit dem glockenförmigen Griff ebenso ausgebildet wie in dem Beispiel nach Fig. 1. Der Behälter wird jedoch von einem Hartgummirohr A von überall gleichem Durchmesser gebildet, in das die Weichgummi- kappe B'so tief eingesetzt ist, dass sie nicht herausragt. Der Kragen J'und der Stopfen D'werden durch eine Umbördelung'des Rohrrandes gehalten. An dem mit der Druckkappe versehenen Ende ist das Rohr A etwas nach aussen umgebogen, um die Kappe besser zugänglich zu machen.
Da das Rohr A bei dieser Ausführungsform nicht aus Glas besteht, so bedarf es keines Schutzmantels ; das Rohr selbst bietet der Weichgummikappe Bu schutz gegen seitlichen Druck.
Vor dem Füllen wird in das noch nicht mit der Umbördelung versehene Rohr die Kappe B'vom Düsenende her mit dem Boden voran eingeschoben. Darauf wird das Rohr gefüllt, der Stopfen D samt der Düse eingeschoben und die Umbördelung A'hergestellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fläschchen für Tusche u. dgl., bestehend aus einem starren Behälterteil, einem Düsenteil und einer elastischen Druckkappe, dadurch gekennzeichnet, dass diese Teile durch Dauerverbindungen zu einem nicht nachfüllbaren Fläschchen vereinigt sind.