DE97497C - - Google Patents
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- DE97497C DE97497C DENDAT97497D DE97497DA DE97497C DE 97497 C DE97497 C DE 97497C DE NDAT97497 D DENDAT97497 D DE NDAT97497D DE 97497D A DE97497D A DE 97497DA DE 97497 C DE97497 C DE 97497C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthe.
JOHN SCHUMACHER in CHICAGO.
und ähnlichen Behältern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1897 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich^ auf Vorrichtungen, durch welche
eine unbefugte Wiederbenutzung von Flaschen und ähnlichen Behältern verhütet werden soll,
wenn man die in der Flasche enthaltene Flüssigkeit zum Theile entleert hat. Es bestehen
bereits viele Erfindungen, welche ein unbefugtes Wiederbenutzen von Flaschen verhindern
sollen, doch basiren alle derartigen bisher bekannt gewordenen Einrichtungen darauf, eine
unbefugte Zugabe von Flüssigkeit in die Flasche zu verhindern.
Die vorliegende Erfindung besteht , in der Hauptsache darin, ob und wieviel Flüssigkeit
dem Behälter entnommen . wurde. Demzufolge ist die Einrichtung eine derartige, dafs die
Hinzugabe von Flüssigkeit in den Behälter jederzeit freigegeben ist; wenn jedoch Flüssigkeit
der Flasche unbefugt entnommen wurde, so wird diese Thatsache durch sofort kenntliche
Merkmale festgestellt, indem durch ein versuchtes Entleeren der Flasche z. B. die
Qualität oder Farbe der in der Flasche zurückbleibenden Flüssigkeit verändert, zerstört oder
»verfälscht« wird, oder es werden bei dem Versuche einer unbefugten Entleerung der
Flasche 'einzelne Theile der Vorrichtung, die absichtlich aus leicht zerbrechlichem Material
hergestellt wurden, selbstthätig auch gegen den Willen der mit der Flasche hantirenden Person
zertrümmert. Der Gegenstand der Erfindung läfst vielerlei Ausführungsformen zu, welche in
den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind und im Nachfolgenden beschrieben werden
sollen. Wenn die Bedingungen, unter welchen die Entleerung einer Anzahl von Flaschen erfolgt,
bei allen die gleichen sind, so wird natürlich auch die Zeitdauer, welche zur Entleerung
einer gewissen Flüssigkeitsmenge aus einer der Flaschen nothwendig ist, gleich sein
der Zeitdauer, welche zur Entleerung der gleichen Flüssigkeitsmenge aus jeder der anderen
Flaschen erforderlich ist. Dieser Umstand ist mit berücksichtigt und man bringt mit der Flasche eine Art »Dauermechanismus«
in Verbindung, d. h. einen Mechanismus, welcher eine ganz bestimmte Zeitlänge hindurch
wirksam ist, und dieser »Dauermechanismus« bethätigt wieder eine besondere Einrichtung
derart, dafs, wenn eben jene Zeitdauer abgelaufen ist, während welcher der »Dauermechanismus« functionirt, selbstthätig Theile
der Einrichtung zertrümmert werden, wodurch eine Wiederbenutzung der Flasche unmöglich
gemacht wird. Theoretisch sollte der »Dauermechanismus« gerade so lange functioniren,
als Zeit zur vollständigen Entleerung der Flasche nothwendig ist; in der praktischen Ausführung
trifft man aber die Einrichtung so, dafs der »Dauermechanismus« etwas länger in Thätigkeit
bleibt, um ein vollständiges Entleeren der Flasche zu sichern. Die »Zertrümmerung«
eines Theiles der Vorrichtung erfolgt demgemäfs erst kurz nachdem die Flasche schon
vollständig entleert ist. Es sind aber auch Vorkehrungen getroffen, damit unter gewissen
Umständen die Functionirung der Vorrichtung unterbrochen (abgestellt) werden kann und der
»Dauermechanismus« vor Beendigung seiner Maximalarbeit zu wirken aufhört. So mufs
z. B. der »Dauermechanismus« aufser Function sein, während die Flaschen eingelagert sind oder
während sie sich auf dem Transport befinden, oder wenn der in der Flasche verbleibende
Rest der Flüssigkeit weiter aufbewahrt werden soll. Zu diesem Behufe sind Vorkehrungen
getroffen, dafs die mit der Flasche hantirende Person die Ausflufsöffnung der Flasche nöthigenfalls
schliefsen kann, und diese Verschlufsvorrichtung der Ausflufsmündung der Flasche
steht in einem derartigen Zusammenhange mit dem »Dauermechanismus«, dafs, wenn die
Ausflufsmündung der Flasche abgesperrt ist, der »Dauermechanismus« aufser Function tritt,
während andererseits der »Dauermechanismus« wieder sofort zu functioniren beginnt, wenn
eine weitere Entleerung des Inhaltes der Flasche erfolgt, nachdem dieselbe in eine geneigte
Lage gebracht und ihre Ausflufsmündung wieder geöffnet wurde.
Bei anderen Waarengattungen ist es wieder nothwendig, dafs der »Dauermechanismus« zu
functioniren aufhört, bevor jene ganze Zeitdauer abgelaufen ist, innerhalb welcher er
sonst functioniren würde. Bei Branntwein, Schnäpsen, Liqueuren und manchen anderen
Flüssigkeiten ist es nicht gebräuchlich, den ganzen Inhalt der Flüssigkeit auf einmal aus
der Flasche zu entleeren. Bei solchen Flüssigkeiten wird gewöhnlich ein Theil derselben zu
einer gewissen Zeit entleert, ein anderer Theil in gewissen Zwischenräumen. Für derartige
Flüssigkeiten ist eine dahingehende Vervollständigung bezw. Ergänzung der vorliegenden
Erfindung nöthig, dafs nämlich der »Dauermechanismus« in dem Augenblicke zu wirken
aufhört, wenn der Ausflufs der Flüssigkeit aufhört, der »Dauermechanismus« aber sofort
wieder zu wirken beginnt, wenn Flüssigkeit wieder aus der Flasche auszufliefsen beginnt.
Zu diesem Behufe mufs eine Abstellvorrichtung für den »Dauermechanismus« vorhanden sein,
welche dessen weitere Functionirung in einem gewissen Momente unterbricht.
Auch müssen Vorkehrungen getroffen sein, um den »Dauermechanismus« während des
Ausflusses der Flüssigkeit aus der Flasche nicht functioniren und, wenn er abgestellt war,
nicht zu frühzeitig wieder functioniren zu lassen.
Der sogenannte »Dauermechanismus« besteht vorzugsweise und wesentlich aus einer kräftig
wirkenden Spiralfeder, deren Ausdehnung unter dem Einflüsse einer »Hemmung« steht, derart,
dafs die Spiralfeder sich erst dann ausdehnen kann, wenn die sie belastende Hemmung aufgehoben
wird. In diesem Falle ist die Wirkung der Spiralfeder eine »augenblickliche«; auch soll die Spiralfeder in jenem Mafse nach
und nach zur Wirkung kommen, in welchem die »Hemmung« nach und nach geringer wird.
Die »Hemmung« wird vorzugsweise hergestellt aus einem festen, in feinster Vertheilung zur
Verwendung kommenden Material, z. B. aus feinkörnigem, trockenem Sande, welcher aus
einem Behälter in einen anderen überfliefsen kann und dessen Gewicht auf eine unterhalb der
Sandkammer angeordnete Spiralfeder einwirkt.
Die Spiralfeder selbst (der »Dauermechanismus« im weitesten Sinne der Bedeutung) bewirkt
nun durch besondere Einrichtungen, dafs die Wiederbenutzung der Flüssigkeitsbehälter
(Flaschen etc.) verhütet wird, indem entweder unter der Einwirkung der Spiralfeder
zerbrechliche Theile der Vorrichtung zertrümmert werden und in die Flasche hineinfallen,
oder es ergiefst sich durch die Wirkung der Spiralfeder eine farbige oder andere Substanz
in die Flasche, welche den Inhalt derselben auffallend färbt oder die Eigenschaften
des Flascheninhaltes auffallend verändert, oder es wird eine sonst versteckte Inschrift sichthar,
welche anzeigt, dafs eine unbefugte Wiederbenutzung der Flasche erfolgte oder versucht
wurde, oder es könnte unter der Einwirkung der Spiralfeder eine Explosivpatrone zur Wirkung
kommen, welche die Flasche zertrümmert, welch letztere Einrichtung nur nebenbei erwähnt
wird, da dieselbe aus naheliegenden Sicherheitsgründen von der Einführung in die
Praxis ausgeschlossen erscheint.
Fig. ι zeigt im Schnitt den oberen Theil einer bis in die Mitte des Halses gefüllten
Flasche mit der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung in Ansicht,
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2-2 durch Fig. i.
Fig. 3 und 4 sind Schnitte nach Linien 3-3 bezw. 4-4 durch Fig. 2, in der Richtung der
Pfeile gesehen.
Fig. 5 zeigt die Hauptspiralfeder in Ansicht mit zugehörigen Theilen.
Die Fig. 3, 4 und 5 sind in -einem vergröfserten Mafsstabe gezeichnet. Diese Figuren
zeigen die Bestandteile der Einrichtung in der Anfangsstellung und die Ausflufsöffnung der
Flasche erscheint abgeschlossen.
Fig. 6 zeigt die Einrichtung im Schnitt, wenn die Flasche geneigt und die Ausflufsöffnung
derselben offen ist.
Fig. 7 zeigt theils in Ansicht, theils im Schnitt die Einrichtung in jenem Momente,
wenn der »Dauermechanismus« am Ende seiner Functionsdauer angelangt ist und die »Sprengfeder«
27 durch ihre Ausdehnung die zerbrechliche Deckhülse 10 zertrümmert hat.
Fig. 8 (vergröfsert) ist ein Schnitt nach Linie 8-8 durch Fig. 7. In den Fig. 1 bis 8
ist die Erfindung in jener Ausführungsform dargestellt, in welcher sie vorzugsweise zur
Verwendung kommen soll.
Fig. 9 zeigt bei geschlossener Flaschenmündung und in der Anfangsstellung im Schnitt
den oberen Theil einer Flasche mit abgeänderter Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Fig. ίο zeigt correspondirend die Flaschenmündung
offen und den Mechanismus nach vollendeter Wirkung.
Fig. Ii ist — ein Schnitt nach ii-ii durch
Fig. 9 — ein Detail.
Fig. 12 (vergröfsert) ist ein Schnitt nach 12-12
. durch Fig. 9.
Fig. 13 zeigt in Ansicht ein Detail im Bruchstück.
Fig. 14 ist im Schnitt ein Theil des Flaschenhalses mit einer weiteren Abänderung der Construction.
Fig. 15 ist· wieder eine modificirte Ausführungsform,
die Theile der Einrichtung in Anfangsstellung zeigend.
Fig. 16 ist ■— correspondirend. zu Fig." 15 ■—■
die äufsere Ansicht der Einrichtung nach vollendeter Wirkung des Mechanismus.
Fig. 17 ist noch eine Ausführungsform der Erfindung im Verticalschnitt, die Theile des
Mechanismus sind in ihrer Anfangsstellung, die Flaschenmündung geschlossen.
Fig. iya ist ein Schnitt nach Linie 7a-7a
durch Fig. 17.
Fig. 18 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die Theile sind in vollen Linien in
der Anfangsstellung gezeichnet, die Flaschenmündung geschlossen; in punktirten Linien ist
die Stellung der Theile nach beendeter Wirkung des Mechanismus gezeichnet.
Fig. 19 zeigt, correspondirend zu Fig. 18,
die Flasche in geneigter Lage in jenem Stadium, nachdem ein Theil des Flascheninhaltes entleert
wurde.
Fig. 20, 21 und 22 sind bezügliche Querschnitte nach Linien 20-20, 21-21, 22-22 durch
Fig. 18.
Fig. 23 zeigt im Verticalschnitt eine Ausführungsform der Erfindung; die Theile sind
in vollen Linien in ihrer Anfangsstellung gezeichnet, in punktirten Linien in jener Lage,
welche sie nach beendeter Action des Mechanismus einnehmen; diese Fig. 23 ist ein Schnitt
nach Linie 23-23 durch
Fig. 24, welche ihrerseits ein Schnitt nach Linie 24-24 .durch Fig. 23 ist.
Fig. 25 und 26 sind bezügliche Querschnitte nach den Linien 25-25 und 26-26 durch
Fig. 23. ■ ■ '
In den Fig. 1 bis 8 ist 1 ein Flaschenhals,
welcher an seinem Rande innen mit einer ringförmigen Nuth 2 ausgestattet ist. In diese
Nuth 2 ist ein federnder, konisch gestalteter Ring 3 eingelegt, welcher an einer Stelle gespalten
(geschlitzt) ist und. durch welchen die eigentliche, den Gegenstand der Erfindung
bildende Einrichtung an ihrer Stelle im Flaschenhalse festgehalten wird. In den Ring 3 ist
eine Haube 5 eingesteckt, welche sich im Punkte 4 ringsum straff an den Ring 3 anlegt
und einen hohlen, oben bei 6 offenen Pfropfen 7 umschliefst. Die Oberfläche des
Pfropfens 7 ist genau so geformt wie die
Innenfläche der Haube 5. Letztere ist aus Metallblech, ersterer Pfropfen aus Holz hergestellt.
Mittelst eingesteckter Stifte ya wird
die Haube 5 mit dem Pfropfen 7 unverrückbar fest verbunden. Nach unten hin geht der
Pfropfen 7 in einige ringsum stehende, lappenförmige Fortsätze 8 über (s. auch die Ansicht
in Fig. 1), und in diese Fortsätze oder Lappen 8 ist mittelst ihres oben umgebörtelten
Randes 9 eine cylindrische, unten abgeschlossene Hülse 10 eingesetzt. Diese Hülse 10 ist aus
mattem Glas oder aus einem anderen leicht zerbrechlichen Material (wie gebranntem Thon,
Porcellan) und ist an ihrer Oberfläche mit einer Inschrift versehen, welche die »Unverletztheit«
bezw. »Unverfälschtheit« des Flascheninhaltes anzeigt, wie aus Fig 1 zu sehen. An
seiner Innenfläche ist der Pfropfen 7 mit einer genau bearbeiteten Fläche 11 (s. Fig 6 und 7)
ausgestattet, welche als »Sitz« dient für die entsprechende Oberfläche eines inneren
Pfropfens 12, welcher mit einem knopfartigen Fortsatz 13 versehen ist. Dieser Fortsatz 13
ist lang genug, damit der Pfropfen 12 mit der Hand in den Flaschenhals eingedrückt, d.i.
von seinem Sitze 11 abgehoben bezw. wieder herausgezogen und an den Sitz 11 angeprefst
werden kann. (In den Fig. 1 und 2 liegt der Pfropfen 12 am Sitze 11 des Pfropfens 7 an,
in den Fig. 6 und 7 erscheint der Pfropfen 12 eingedrückt.) Eine oben geschlossene Hülse 14
ist in eine entsprechende Aushöhlung des Pfropfens 12 eingesteckt; der untere Rand 15
dieser Hülse ist nach einwärts umgebörtelt (s. Fig. 2) und trägt eine mit ihrer nach auswärts
gerichteten Umbörtelung 16 eingehängte, unten geschlossene Trommel 17. Durch eine
Bohrung im Centrum des Bodens dieser Trommel 17 ist eine halbe Spindel 18 durchgesteckt,
welche sich an ihrem oberen Ende in eine Scheibe 19 verbreitert und bis an die vorerwähnte
Hülse 14 reicht. Auf der Scheibe 19 liegt eine Abdichtungsplatte 20 aus Kautschuk
oder Filz. Innerhalb der Trommel 17 liegt ferner eine die Spindel 18 umgebende Spiralfeder
21, welche sich mit einem Ende gegen den Boden der Trommel 17, mit dem anderen
. gegen, die Scheibe 19 anprefst. Die Spannung dieser Spiralfeder 21 ist eine solche, dafs sie
in normalem Zustande das Gleichgewicht einer gewissen Gewichtsmenge feinen Sandes 22 hält,
welcher sich in der Hülse 14 befindet. Der Innenraum dieser Hülse 14 ist durch eine
Zwischenwand 23 in zwei Kammern A und B
abgetheilt, welche vermittelst einer in der Zwischenwand 23 angebrachten, durch ein
Ventil 25 absperrbaren Oeffnung 24 (Fig 6) mit einander communiciren. In der Anfangsstellung (Fig 2) ist die obere Kammer B leer,
die untere A dagegen mit Sand gefüllt, welcher durch sein Eigengewicht die Scheibe 19
nach abwärts und die Spiralfeder 21 zusammengedrückt hält. Wenn das Ventil 25 aus der
Oeffnung 24 herausgezogen und die Flasche in eine geneigte Lage gebracht wird (Fig. 6), so
fliefst der Sand von A nach B; das auf die Scheibe 19 drückende Gewicht der darüber
stehenden Sandsäule wird verringert, infolge dessen dehnt sich die Spiralfeder 21 aus,
schiebt die Scheibe 19 vor sich her, mit dieser bewegt sich die Spindel 18 vorwärts und
letztere kommt hierdurch aufser Contact mit einer Arretirungsscheibe 26, welche mittelst
Zapfens1 27 * am Boden der Trommel 17 drehbar
befestigt ist (Fig. 2 und 4). Sobald aber durch den Vorschub der Spindel 18 die Arretirungsscheibe
26 freigegeben wird^ gelangt eine kräftige, von aufsen um die Trommel 17 gewickelte
Spiralfeder 27 zur Wirkung, indem deren in einer Aussparung 30 der Arretirungsscheibe
26 lose eingelegtes Ende 29 frei wird (Fig. 5); die Spiralfeder 27 dehnt sich plötzlich
aus und zertrümmert die aus leicht zerbrechlichem Material hergestellte Hülse 10 (s. Fig. 7).
Mit ihrem oberen Ende 28 steckt die Spiralfeder 27 in dem oberen umgebörtelten Rande 16
der Trommel 17, während deren unteres Ende 29 — wie schon erwähnt — in eine Aussparung 30
der Arretirungsscheibe 26 lose eingelegt ist. Die ganze bisher beschriebene Einrichtung ist
so angeordnet, dafs, so lange die Arretirungsscheibe 26 in der in den Fig. 2, 4 und 5 gezeichneten
Lage sich befindet, das untere freie Ende 29 der Spiralfeder 27 in der Aussparung
30 der Scheibe 26 arretirt und die Spiralfeder 27 zusammengedrückt ist; sobald
sich aber die Spindel 18 vorbewegt, wird sich die Scheibe 26 unter ,dem Einflufs der zur
Wirkung kommenden Federkraft der Spiralfeder 27 in der Richtung des in Fig. 4 gezeichneten
Pfeiles drehen, wodurch das Ende 29 der Spiralfeder 27 aus' der Aussparung 30 heraustritt·, die ganze Federkraft der Spiralfeder
27 frei wird und zur Wirkung gelangt. Die Menge und der Feinheitsgrad des Sandes,
sein Ausflufs in die Kammer B und die Länge der Spindel 18 sind von vornherein
so bemessen, dafs die vollständige Auslösung der Scheibe 26 von der Spindel 18 ungefähr
ebenso viel Zeit braucht, als zur vollständigen Entleerung der Flasche nothwendig ist
(theoretisch sollten diese beiden Zeitabschnitte vollkommen gleich sein). Um jedoch ein vollständiges
Entleeren der Flasche zu sichern, trifft man in der praktischen Ausführung die Anordnung so, dafs der Mechanismus zur vollständigen
Beendigung seiner Wirkung etwas mehr Zeit braucht als die Flasche zu ihrer vollkommenen Entleerung. Es ist aber manches
Mal nothwendig, dafs dieser »Mechanismus mit Dauerwirkung« (die sich ausdehnende
Spiralfeder 21) in einem gegebenen Momente aufser Wirkung tritt, bevor noch die ganze
Zeitdauer abgelaufen ist, welche zur vollständigen Beendigung seiner Wirkung nöthig
wäre.
Dieses Abstellen des Mechanismus erfolgt automatisch dadurch, dafs der in der unteren
Kammer A befindliche Sand »flüssig« genug ist, um bei geneigter Lage der Flasche in die
Kammer B hinüberfliefsen zu können; sobald aber die Flasche wieder in die aufrechte Lage
gebracht wird, hört das weitere Ueberfliefsen des Sandes auf und das Gewicht der in der
Kammer A verbleibenden Sandmenge verhindert eine weitere Ausdehnung der Spiralfeder
21. Wie bereits in der Einleitung erwähnt,
müssen auch Vorrichtungen getroffen sein, um die Wirkung der Spiralfeder 21 aufzuhalten
, während die Flaschen eingelagert sind oder sich auf .dem Transport befinden,
oder es mufs verhindert werden , dafs die Menge der in der Flasche enthaltenen Flüssigkeit
verändert wird. Zu diesem Zwecke ist die Einrichtung so getroffen, dafs, so lange '
die Ausflufsmündung der Flasche offen ist, auch die Ventilöffnung 24 offen bleibt, dafs
man aber auch diese Oeffnung 24 überhaupt nicht abschliefsen kann, so lange die Ausflufsmündung
der Flasche offen ist; zu diesem Behufe sind die Bewegungen des Pfropfens 12
und des Ventiles 25 mit einander durch folgende Einrichtung in Einklang gebracht. · Der
Stiel 31 desVentiles 25 durchsetzt die Scheibe 19
und deren hohle Spindel 18 und steht indirect in fester Verbindung mit der Hülse 10; ferner
ist der Pfropfen 12 unten mit röhrenförmigem Fortsatz 32 und wasserdichtem Ring 33 ausgestattet,
in welchen die Hülse 14 fest eingesteckt ist. Aus dieser beschriebenen Einrichtung
geht hervor, dafs beim Auf- und Niederbewegen des Pfropfens 12 auch die Zwischenwand
23 in der Hülse 14 sich mitbewegt, so dafs z. B. beim Eindrücken des Pfropfens 12
in den Flaschenhals die Zwischenwand 23 mitgeht und die Ventilöffnung 24 freigiebt, während
das Ventil 25 nicht mitgeht. Beim Herausziehen des Pfropfens 12 und Anlegen desselben
an seinen Sitz 11 geht Zwischenwand 23 mit, bis die Oeffnung 24 wieder vom Ventil 25
verschlossen wird (Fig. 6). Mit ihrem unteren Ende ist die Ventilspindel 31 im Boden einer
unten geschlossenen Hülse 34 festgemacht (Fig. 2), welche nach oben hin mit zwei über einander
liegenden Flantschen 35 und 36 ausgestattet ist. Der Durchmesser des oberen Flantsches 36
ist etwas kleiner als der Durchmesser der sie umgebenden Hülse io, ist aber etwas gröfser
als der Durchmesser des unteren Flantsches 35. In den Zwischenräumen zwischen die beiden
Flantschen 35 und 36 ist ein biegsames Diaphragma 37, bestehend aus einer Scheibe aus
Leder oder Kautschuk, eingelegt, sowie eine flachgewundene Spiralfeder 38 (s. Fig. 8), deren,
inneres Ende mit der Hülse 34 fest verbunden ist, während sich ihre a'ufserste Windung an
den umgebogenen Rand des Diaphragmas 37 anprefst. Wie aus Fig. 3 im Schnitt ersichtlich,
ist das Diaphragma 37 fadenförmig zusammengelegt Und die Spiralfeder 38 innerhalb desselben
(Fig. 2 und 8) zusammengeprefst gewickelt. In dem untersten Theil der zerbrechlichen
Hülse 20 befindet sich ferner eine gewisse Menge irgend eines Farbstoffes 39 oder
irgend ein Material. welches nach erfolgtem Bruch der Hülse io in die Flasche hineinfällt
und deren Inhalt auffallend färbt oder irgendwie die Eigenschaften der in der Flasche befindlichen
Flüssigkeit auffallend kenntlich macht oder verändert.
Die Wirkungsweise der im Vorhergehenden beschriebenen Einrichtung ist folgende: So lange
die Ausflufsmündung der Flasche mittelst Pfropfens 12 geschlossen ist, ist auch die
Ventilöffhung 24 mittelst Ventils 25 abgesperrt; man kann die Flasche wenden, stülpen und
kippen, wie man will; da kein Sand aus der Kammer A ausfliefsen kann, kann auch der
Mechanismus nicht zur Wirkung kommen. Sobald man aber den Pfropfen 12 in den
Flaschenhals einschiebt und die Flaschenmündung frei macht, so senkt sich auch mit der
im Pfropfen 12 festgemachten Hülse 14 deren Zwischenwand 23; die Ventilöffnung 24 wird frei,
und wenn man nun die Flasche kippt (Fig. 6), so kann deren Inhalt ausfliefsen. Gleichzeitig
fliefst aber Sand aus der Kammer A in die Kammer B, die Spiralfeder 21 dehnt sich aus,
schiebt die Scheibe 19 vor sich her, die Spindel 18 geht mit und im Verhältnifs des fortschreitenden
Vorschubes der Spindel 18 wird die Lage der Arretirungsscheibe 26, welche
sich um Zapfen 27x drehen kann, Unter dem
Einflufs der Federkraft der Spiralfeder 27 geändert. Ist schliefslich die Spindel 18 so weit
vorgeschoben, dafs sie von der Arretirungsscheibe 26 gänzlich ausgelöst erscheint, so wird
letztere frei, mit ihr die Spiralfeder 27, deren unteres Ende aus der Aussparung 30 der Arretirungsscheibe
herausspringt (Fig. 7); die Spiralfeder 27 dehnt sich mit Gewalt aus und zertrümmert
die Hülse 10. Die Trümmer der Hülse fallen in die Flasche hinein, die ursprüngliche
Aufschrift auf der Hülse 10 (Fig. 1), welche die Unverletztheit des Flascheninhaltes
bezeichnet, verschwindet und eine andere Inschrift 40 (Fig 7), welche innerhalb der Hülse 10
auf einer Papierhülse sich befindet, kommt zum Vorschein und verräth, dafs eine unbefugte
Benutzung der Flasche stattgefunden hat. Gleichzeitig entleert sich aber auch der Farbstoff
39 in die Flasche und verändert die ursprüngliche Farbe der Flüssigkeit. Durch den
Bruch der Hülse 10 wird ferner die Federkraft der innerhalb des gefalteten Diaphragmas 37
eingelegten Spiralfeder 38 frei, diese Feder dehnt sich aus (Fig. 7), und da das zusammengefaltete
Diaphragma einen genügend grofsen Durchmesser hat, wird es aus einander gefaltet,
dessen Ränder werden an den Flaschenhals 1 angedrückt, welcher hierdurch nach unten hin
vollkommen abgesperrt erscheint, wie durch eine querliegende Membrane.
Es sind also fünf verschiedene Merkmale, die eine stattgehabte Benutzung der Flasche
verrathen:
i. Der Bruch-der Hülse 10, 2. das Sichtbarwerden
der vorher verborgen gewesenen Inschrift 40, 3. die sichtbare Färbung des
Flascheninhaltes durch Hineinfallen des Farbstoffes 39, 4. der Abschlufs des Flaschenhalses
durch das Diaphragma 37, und 5. das Sichtbarwerden einiger vorher in der Hülse 10 verborgen
gewesener Bestandtheile des Mechanismus.
Es kann die Einrichtung so getroffen werden, dafs entweder alle fünf der angegebenen
Merkmale im entscheidenden Augenblick zum Vorschein kommen, oder man kann auch die
Einrichtung dahin vereinfachen, dafs nur einzelne oder nur eines der Merkmale zum Vorschein
kommen.
In den Fig. 9 bis 26 sind veränderte Ausführungsformen der vorher beschriebenen Einrichtung
dargestellt. Die in Fig. 9 bis 13 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich
von der vorigen in folgenden Theilen: Die Röhre 32, in welcher die die Sandkammern A
und B enthaltende Hülse 14 steckt, ist hier nicht mit dem beweglichen Pfropfen 12 in
fester Verbindung, sondern mit dem Pfropfen 7 vermittelst radialer Arme 32a (Fig. 9 und 11J,
so dafs hier die Röhre 32 mit allen mit dem Flaschenhals 1 verbundenen Bestandtheilen in
mittelbarer Verbindung steht. Die zerbrechliche Deckhülse 10 fehlt hier, demgemäfs auch
deren Inschrift. Die wirksamen Bestandtheile des Mechanismus stecken alle in der genügend
verlängerten Röhre 32, welche von unten durch, einen lösbaren Pfropfen 370 abgesperrt ist.
Die (äufsere) Hauptspiralfeder 270 innerhalb der Hülse 14 lehnt sich mit dem oberen Ende
an den Flantsch 16 der Trommel 17, mit
dem unteren Ende an eine Scheibe 41, die mit dem Obertheil des Pfropfens 370 verbunden
ist.
In ihrer normalen Stellung (Fig. 9) wird die Spiralfeder 270 durch folgende Einrichtung fest-
gehalten: Die Hülse 14 ist an ihrem unteren Ende (Fig. 13 und 10) mit einem Paar diametral
stehender, hakenförmiger Füfschen 42 ausgestattet, in welche die Enden einer Querstange
43 (Fig. 12), die einen in die Stange 18 eingearbeiteten Schlitz durchsetzt, eingelegt
sind. Die Stange 43 wird so lange in dieser Lage festgehalten, als die Stange 18 dieselbe
mit ihrem Schlitz umschliefst. Diese Querstange 43 liegt unmittelbar unterhalb der
Scheibe 41. Der Obertheil des Pfropfens 370 ist mit einer Aussparung 44 zur Aufnahme des
unteren Endes der Stange 18 versehen, welche dort eine seitliche Verschiebung erleiden kann.
So lange sich die Theile in der in Fig. 9 gezeichneten Lage befinden, bleibt die Querstange
43 an ihrem Platze von den hakenförmigen Füfschen 42 zurückgehalten und kann ungeachtet der Pressung der Spiralfeder 270
von den Füfschen 42 nicht abgleiten, da die Stange 18 der Kolbenscheibe 20 deren seitliche
Bewegung verhindert. Wenn aber durch die Ausdehnung der inneren Spiralfeder 21 die
Kolbenscheibe 20 und mit ihr die Stange 18 vorgeschoben wird (Fig 10), so wird die Querstange
43 von den Füfschen 42 abgleiten und es wird nun unter dem Einflufs der frei werdenden
Spiralfeder 270 der Pfropfen 370 in den verengten Theil 100 des Flaschenhalses
niedergedrückt und somit der Flaschenhals nach unten abgesperrt. Bei dieser Ausführungsform
ist das Ventil 25 mit dem Pfropfen 12 mittelst Ventilstange 310 verbunden,
die den Deckel der Hülse 14 und den Deckel 4 der Röhre 32 durchsetzt. Zwischen
beiden Deckeln ist eine Dichtung 45 eingelegt.
Die Ausführungsforrn Fig. 14 unterscheidet
sich nur dadurch von der in Fig. 1 bis 8 dargestellten Einrichtung, dafs hier statt des gefalteten
Diaphragmas mit eingelegter, flach gewickelter Spiralfeder eine Gummischeibe 46
zwischen die Flantschen 35 und 36 eingepresst ist. Diese Scheibe 46 hat einen genügend
grofsen Durchmesser, um sich an die Wandung der Hülse 10 anzupressen und die Theile
34, 35 und 36 an ihrem Platz festzuhalten.
Die in den Fig. 15 und 16 dargestellte Construction
ist eine Abänderung der in. den Fig. 9 bis 13 gezeigten Einrichtung. Hier wird nämlich
zum Abschlufs der Röhre 32 unten kein Pfropfen verwendet, sondern die Platte 41, die an
einem Block 47 befestigt ist, und mit einer die Hülse 32 lose umgebenden Deckhülse 48 verbunden,
welche in normaler Stellung die Inschrift »Unverfälscht« trägt und hierbei (Fig. 15)
das Wörtchen »Nicht« verdeckt, welches auf der Hülse 32 angebracht ist.
Wird durch die Ausdehnung der Spiralfeder (wie in Fig. 10) der Klotz 47 gesenkt, so schiebt
sich auch die Hülse 48 etwas herab und es erscheint nun (Fig. 16) das Wörtchen »Nicht«
der Hülse 32. Man liest dann: »Nicht unverfälscht«, ein Merkmal, dafs die Flasche in
Benutzung genommen wurde.
In Fig. 17, deren Einrichtung in allen wesentlichen Theilen der Fig."2 entspricht, ist
eine Platzpatrone 50 im untersten Theile der zerbrechlichen Hülse 10 eingelegt und dort
durch einen ringsum laufenden Gummiring 51 an ihrem Platze festgehalten. Wird durch die
Ausdehnung der inneren Spiralfeder 21 in einem gegebenen Momente die Hauptspiralfeder 270
ausgelöst, so dehnt sie sich aus, schlägt dabei auf die Platzpatrone 50, diese explodirt und
zerschmettert, je nach ihrer Gewalt, nicht nur die Hülse 10, sondern selbst auch den Flaschenhals.
In den bisher beschriebenen Ausführungsformen, ebenso in der durch die Fig. 23 bis
incl. 26 dargestellten Construction, erfolgt die Auslösung und Ausdehnung der wirksamen
Hauptspiralfeder plötzlich, und zwar gerade in dem Momente, wenn der »Dauermechanismus«
(die innere Spiralfeder 21) am Ende ihrer Wirkung angelangt ist, d. h. sich bis an die
äufserst mögliche Grenze ausgedehnt hat. In der in Fig. 18 bis 22 dargestellten Ausführungsform wird nur eine einzige Spiralfeder 210
angewendet. Dieselbe lehnt sich mit einem ihrer Enden gegen die Kolbenscheibe 20 und
mit ihrem anderen Ende gegen den Boden einer Metallblechhülse 52, welche von beiden
Seiten abgeschlossen ist und die Sandkammer A bildet, während die Kolbenscheibe 20 an Stelle
- der früheren Trommel 17 getreten ist. Der untere Absperrpfropfen 371 steht hier mittelst
Kolbenstange 18 in directer Verbindung mit der Kolbenscheibe 20, so dafs'sich der Pfropfen 371
stets mit der Kolbenscheibe 20 bewegen mufs. Wenn die Spiralfeder 210 am Ende ihrer Wirkung
angelangt, d. h. bis an die äufserste Grenze ausgedehnt ist, so nehmen die Theile
die in Fig. 18 punktirt gezeichnete Lage ein und der Pfropfen 371 legt sich an seinen
Sitz 53 an und sperrt die Flasche nach unten hin ab. Die Hülse 52 steckt in einer beiderseits
geschlossenen Röhre 320, deren Böden Bohrungen zum Durchlassen einerseits der Ventilstange 310 des Ventils 25, andererseits
der Kolbenstange 18 haben. Qben ist die Röhre 320 mit radialen Armen 54 ausgestattet,
mittelst welchen sie auf einer im Flaschenhals ausgebildeten Ringfläche 55 ruht; nach unten
hat sie fufsartige Fortsätze 56, welche auf einem in den Flaschenhals eingesetzten Ringe 53
aufliegen. Die Röhre 320 ist so lang, dafs sie eine Kammer B bildet, in welche beim Umkippen
der Flasche (Fig. 19) der Sand aus der Sandkammer A durch eine Oeffnung 24 im
Deckel der Hülse 52 überfliefsen kann. Der die Ausflufsmündung der Flasche verschliefsende
Pfropfen 12 und das Sandventil 25 bewegen
Claims (7)
1. Flasche oder dergl. Gefäfs gegen Wiederbenutzung,
gekennzeichnet durch eine im Innern der Flasche angeordnete Vorrichtung,
welche während des Durchganges der Flüssigkeit durch den Hals der Flasche für eine
vorher bestimmte Zeitdauer in Thätigkeit tritt und dabei Theile frei macht, welche
einen zur Vorrichtung gehörigen Theil oder die Flasche selbst zerstören, oder den
Flaschenhals gegen Nachfüllung absperren, oder eine den Flascheninhalt anders färbende
Substanz in die Flasche entladen oder eine vorher verborgen gewesene Inschrift, welche
die Benutzung anzeigt, sichtbar machen.
2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet
durch zwei im Innern einer leicht zerbrechlichen Hülse (10) angebrachte Spiralfedern
(21 und 27), von denen die eine (21) in einer von aufsen verschiebbaren Trommel
liegt und auf einen durch eine in einer Kammer (A) befindliche bestimmte Menge
Sand (22) belasteten Kolben wirkt, dessen Kolbenstange (18) eine unter der Einwirkung
der zweiten Feder (27) stehende Scheibe (26) so lange sperrt, bis infolge der Neigung
der Flasche, nachdem ein Ventil (25) geöffnet ist, der Sand in eine zweite Kammer (B) geflossen, so dafs die Feder (27)
zur Wirkung kommen kann und dieselbe dadurch äufsert, dafs sie die Hülse (10)
unter Vermittelung der Scheibe (26) zertrümmert, wobei eine bisher verborgen gewesene
Inschrift sichtbar wird, die im unteren Theil der zertrümmerten Hülse (10)
enthaltene färbende Substanz in die Flasche hineinfällt und die in der Hülse eingeschlossen
gewesene Membrane (37) durch die horizontal erfolgende Ausdehnung einer Spiralfeder (38) sich ausbreitet und den Hals
der Flasche vollkommen absperrt (Fig. 1 'bis 8).
3. Eine weitere Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, dafs bei Neigung der Flasche und von aüfsen erfolgender
Oeifnung des Ventiles (25) das Ueberfliefsen des Sandes aus der einen Kammer (A) in
die andere Kammer (B) stattfindet und durch den Druck der einen Spiralfeder (21)
auf den Kolben (29) die Berührung der Kolbenstange (18) mit einer durch die
Spiralfeder (270) niedergedrückten Platte (41) aufgehoben wird, worauf infolge der Ausdehnung
der Spiralfeder (270) ein Pfropfen (370) in den verengten Theil des Flaschenhalses
heruntergedrückt wird und die Absperrung des letzteren erfolgt (Fig. 9 bis 13).
4. Eine Abänderung der durch Anspruch 2 gekennzeichneten Ausführungsform dahin,
dafs nach Zertrümmerung der leicht zerbrechlichen Hülse (10) die Absperrung des
Flaschenhalses nicht durch das Sichausbreiten einer in der Hülse eingeschlossen gewesenen Membrane, sondern durch die
Ausdehnung einer in der Hülse (10) zusammengeprefsten Kautschukscheibe (46) erfolgt
(Fig. 14). · ;
5. Eine Abänderung der durch Anspruch 3 gekennzeichneten Ausführungsform dahin,
dafs ein durch die Ausdehnung der Spiralfeder (270) in dem Flaschenhalse nach
unten gedrückter Klotz (47) eine Hülse (48) mitnimmt, welche eine vorher von derselben
verdeckt gewesene Inschrift sichtbar werden läfst (Fig. 15 und 16).
6. Eine weitere Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet
durch die Anwendung einer einzigen Spiralfeder (210), welche innerhalb
einer im Flaschenhalse angeordneten Röhre (320) auf die Kolbenscheibe (20)
wirkt, welche nach Oeffnen des Ventiles (25) von aufsen und Ueberfliefsen des Sandes
von der einen Kammer (A) in die andere (B) der Röhre vermittelst der Kolbenstange
einen an letzterer angebrachten Pfropfen (371)
an einen in den Flaschenhals eingepafsten Ring anpreist, wodurch die Absperrung erfolgt
(Fig. 18 bis 22).
7. Eine weitere Ausführungsform der in Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet
durch einen cylindrischen hohlen Pfropfen (321), der mittelst der Stange (62)
auf und ab bewegt werden kann und dadurch . zum Absperren der Flasche gegen
seinen Sitz (61) angelegt wird, dafs zwei federnde Hebelarme (68), welche durch
eine Querstange (70) aus einander gehalten werden, eine den Pfropfen (321) beeinflussende
Spiralfeder so lange gespannt halten, bis das eine spitze Ende der
Stange (70) eine dünne Membrane (70a) im unteren Ende des einen Hebels (68) durch
Drehung der Stange (70) von der Pfropfenstange (62) aus durchstofsen hat, wodurch
die federnden Hebel (68) sich einander nähern und die Spiralfeder (271) freilassen
(Fig. 23 bis 26).
Hierzu % Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97497C true DE97497C (de) |
Family
ID=368543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97497D Active DE97497C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97497C (de) |
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0
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