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Umwälzpumpe für Zentralheizungen Die Erfindung bezieht sich auf eine
Umwälzpumpe für Zentralheizungen, deren Pumpengehäuse als Teilstück der Rohrleitung
und deren elektrischer Antriebsmotor als Spaltrohrmotor mit beiderseitig offenem
Spaltrohr ausgebildet und seitlich an das Pumpengehäuse angeflanscht ist, mit einer
Einrichtung zur überwachung des Laufes und der Drehrichtung der umlaufenden Teile.
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Bei derartigen bereits bekannten Umwälzpurnpen, sogenannten Einbaupumpen,
die also ohne Fundament direkt in die Rohrleitung der Zentralheizungsanlage eingesetzt
werden, ist die Arbeitsmaschine mit dem Motor derart zusammengebaut, daß kein Wellenaustritt
und damit keine Stopfbüchse notwendig ist. Motor und Arbeitsmaschine bilden auf
diese Weise ein Ganzes. Der Läufer solcher Motoren dreht sich im geförderten Medium,
und seine Wicklung ist durch eine Trennbüchse, das sogenannte Spaltrohr, gegen den
Wasserzutritt geschützt. Durch den damit ermöglichten Wegfall einer Stopfbüchse
fällt auch die sehr arbeitsreiche Pflege einer solchen weg, und zudem treten keine
Undichtigkeitsverluste mehr auf.
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Diese bekannten Spaltrohrmotorpumpen für Zentralheizungen weisen neben
ihren bedeutenden Vorteilen der absoluten Abdichtung gegen das Fördermedium, der
Wartungsfreiheit und Geräuschlosigkeit aber auch beachtliche Nachteile auf. Gerade
infolge des dichten Abschlusses kann bei der Inbetriebnahme der Pumpe die Drehrichtung
deren Welle nicht unmittelbar kontrolliert werden, was aber ein unumgängliches Erfordernis
ist. Während des Betriebes kann ferner aus gleichem Grunde und infolge des geräuschlosen
Laufes der Pumpe
oft nicht einmal festgestellt werden, ob der Motor
sich überhaupt dreht oder nicht. Schließlich ist es nicht ohne weiteres möglich,
das Aggregat anzuwerfen im Falle einer Blockierung, die sich oft bei Heizungsumwälzpumpen
auf Grund stiller Korrosion oder Verschmutzung und Ablagerungen zwischen Rotor und
Stator nach dem bei diesen Anlagen bedingten halbjährigen sommerlichen Stillstand
einstellt, wodurch eine erneute Inbetriebnahnie durch einfache Stromeinschaltung
verhindert wird.
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Bei elektrischen Maschinen, die z. B. zum stopfbuchsenlosen Antrieb
von Kompressoren dienen, ist es bereits bekannt, als Material für die den beweglichen
Teil der Maschine gas- und druckdicht abschließende Haube Glas zu wählen, um somit
den Motor im Betrieb überwachen zu können. Abgesehen davon, daß auch bei derartigen
Maschinen zur Gas- oder Luftförderung Glas als Material für eine solche Abdichtungshaube
in die Praxis niemals Eingang gefunden hat, weil einerseits Glas, insbesondere bei
derartig erforderlich dünner Wandstärke, nicht die benötigte Bruchfestigkeit aufweist
und andererseits eine Überwachung des gesamten Motorinneren völlig unnötig ist,
da beim Einsatz elektrischer Motoren deren mechanische Betriebssicherheit Voraussetzung
ist, erweist sich Glas für die Abdichtungshaube des Läufers bei Motoren für Heißwasser-Umwälzpumpen
völlig ungeeignet, da hier einmal die Gefahr eines Bruches des Glases unzulässig
hoch ist, weil im Gegensatz zu Luft- oder Gasförderung bei Wasserförderung immer
die Möglichkeit besteht, daß mitgerissene Schmutzteile eingeklemmt werden, die den
Glaskörper zersprengen können, zum anderen dünnwandiges Glas empfindlich gegen die
Hitzeeinwirkungen des in Umwälzpumpen geförderten Heißwassers ist und ferner stets
die Möglichkeit besteht, daß das Umwälzwasser im Laufe der Zeit den Glaskörper trübt
und so eine Drehrichtungskontrolle illusorisch macht. Darüber hinaus gibt eine solche
Abdichtungshaube ohne völlige Demontage und damit notwendig werdende Entleerung
der Wasserleitungsrohre keinerlei Zugang zum Rotor, um denselben von etwaiger Blockierung
zu befreien, und ist also diese bei Pumpenaggregaten für Zentralheizungen ullumstößliche
Forderun- bei derartigen Maschinen in keiner Weise erfüllt. 7
Nach einem älteren
Erfindungsvorschlag ist zur Kontrolle der Drehrichtung und Deblockierung einer von
einem seitlich angesetzten Spaltrohrmotor angetriebenen Kreiselpumpe eine Überwachungsvorrichtung
vorgesehen, bei welcher ein im Pumpengehäuse axial zu der Motorwelle vor deren einem
Ende beweglich gelagerter Fühlstift angeordnet ist, der von außen in einen am Ende
der Motorwelle liegenden Querschlitz eingeführt werden kann, um entweder den Drehsinn
der Welle nachzuprüfen oder durch Drehung die Welle vor einer etwaigen Blockierung
zu lösen. Abgesehen von der umständlichen Konstruktion einer solchen Überwachungsvorrichtung
ist diese auch gar nicht leicht zu bedienen. Entweder drückt man im Stillstand auf
den Fühlstift und läßt eine zweite Person den Motor einschalten, oder eine Person
allein versucht im Betrieb die Drehrichtung zu erfühlen, wobei aber stets die Gefahr
einer Beschädigung des Fühlstiftes oder sogar einer Verletzung der Bedienungsperson
besteht. Daher konnte auch diese Lösung nicht befriedigen.
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Die- Erfindung vermeidet demgegenüber alle vorgenannten Nachteile
und Mängel völlig, und zwar t' kl dadurch, daß an der Motorgehäusestirnseite der
Uniwälzpumpe gegenüber dem Wellenende eine durchsichtige, von außen abnehinbare
Scheibe angeordnet ist.
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Diese gegenüber allen früheren Überwachungsvorrichtungen von Umwälzpumpen
wesentlich einfachere Anordnung gestattet ohne komplizierte Zusatzeinrichtungen
lediglich durch einen einzigen Blick durch die Überwachungsscheibe sowohl die bei
der Installation primär erforderliche Drehrichtungskontrolle und im Betrieb erwünschte
Rotationsprüfung als auch die sonstige unverzügliche Erkennung einer etwaigen Blockierung
des Rotors und -die. notwendige rasche Abnahme der Glasscheibe nebst deren Befestigungsschrauben.
Da derartige Pumpen oft über Monate ununterbrochen rotieren, erhält der Beobachter
bei der erfindungsgemäßen Pumpe ohne lästigen direkten Eingriff das ruhige Gefühl
einer vollkommenen Betriebssicherheit. Etwaige Blockierungen lassen sich ohne völlige
Auseinandernahme des Pumpenaggregates #3 lb lediglich durch Lösen und Abnahme der
Überwachungsscheibe beseitigen.
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Zusammenfassend erfüllt also die überwachungsglasscheibe eine mehrfache
Funktion, nämlich i. eine bei Inbetriebnahme der Pumpe notwendige Drehrichtungskontrolle,
2. eine ständige Rotationskontrolle während des Betriebes, 3. eine Anzeige
etwaiger Blockierungen des Motors und der Pumpe, 4. eine hermetische Abdichtung,
des Gehäuses und 5. eine leichte Demontierbarkeit und Zugänglichkeit des
Gehäuseinneren.
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In der Zeichnung ist eine Umwälzpumpe mit Spaltrohrmotor für Zentralheizungen
mit einer Überwachun-seinrichtung der erfindungsgemäßen Art ZD ZD el in einer Ausführungsforni
im Schnitt schematisch beispielsweise veranschaulicht.
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Das als Pumpengehäuse ausgebildete kohrstück i weist einen Zuflußstutzen
-- und einen Abflußstutzen 3 auf. Im Rohrstück i ist ein Pumpenrad
4 bekannter Bauart angeordnet, dessen Antriebswelle 5
durch eine seitliche
Öffnung 6 eines Einsatzstückes 22 in das Rohrstück i ragt.
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Der die Pumpe antreibende Spaltrohrrnotor 13 des Umwälzaggregates
weist einen Anschlußflansch 14 und einen Abschlußflansch 15 mit dazwischen eingepaßtern
Gehäusering 16 auf. Die Statorwicklung 17 ist in bekannter Weise durch eine Trennhülse
18 aus nicht magnetisierbarem Material gegen einen Innenraum ig abgedichtet, in
welchem sich der Rotor.2o des Motors 13 befindet. Die Welle 5
des Laufrades
4 der Pumpe ist direkt mit dem Rot
Or 20 verbunden. Der Innenraum
ig steht über Öffnungen 21 des Anschlußflansches 14 und die zentrale Öffnung
6 des Einsatzstückes 22 mit dem Inneren des Rohrstückes i in Verbindung.
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Der Abschlußflansch 15 trägt gegenüber dein Wellenende eine durchsichtige
Scheibe 24, die mit Kopfschrauben am Abschlußflansch 15 befestigt ist. Durch die
Scheibe:24 kann man bei der Inbetriebnahme der Pumpe die Drehrichtung der Welle
erkennen, ohne daß man wie bei allen bisherigen Konstruktionen dieser Pumpenart
irgendwelche Schrauben, Gewinde, Hauben od. dgl. lösen müßte.