DE97255C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/40—Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin
- C10L5/44—Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin on vegetable substances
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E50/00—Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
- Y02E50/10—Biofuels, e.g. bio-diesel
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- Y02E50/30—Fuel from waste, e.g. synthetic alcohol or diesel
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Briketts aus Sägespähnen, Holzabfällen
oder zerkleinertem Holz ist dadurch gekennzeichnet, dafs im Gegensatz zu den bisher
üblichen Methoden, bei welchen man die Sä'gespähne von vornherein möglichst vom Wasser zu befreien und thunlichst trocken der
Presse zu übergeben sucht, zunächst gerade eine sehr intensive Anfeuchtung der Sägespähne,
Holzabfälle oder des zerkleinerten Holzes stattfindet, und zwar dadurch, dafs zwischen die in einem Behälter befindlichen
Sägespähne oder dergl. heifser Wasserdampf eingeleitet wird.
Die Behandlung der Sägespähne mit heifsem Dampf hat einen doppelten technischen Zweck.
Erstens wird hierdurch der Holzfaser eine gewisse Bildsamkeit ertheilt, und zwar solcher
Art, dafs jede Formänderung, welche man den Spähnen in diesem Zustande giebt, auch
nach dem Trocknen beibehalten wird. Diese technische Wirkung des Dämpfens thut sich
bei Sägespahnen in noch höherem Grade kund als bei einer solchen Behandlung von Holzstäben,
welche in geeignet gedämpftem Zustande sich bekanntlich aufserordentlich leicht
biegen lassen' und dann nach dem Trocknen diese gebogene Form dauernd beibehalten,
worauf z. B. die Herstellung ,der sogenannten Wiener Möbel beruht. . s|
Die zweite technische Wirkung der Behandlung mit heifsem Dampf liegt auf chemischem
Gebiete und bezweckt die Austreibung des im Holze enthaltenen Terpentinöls. In trockener
Hitze verflüchtigt sich Terpentinöl bei etwa ,1600C. Bei dieser Temperatur tritt jedoch
auch schon eine Zersetzung des Holzes ein. Nun haben die ätherischen OeIe aber bekanntlich
die Eigenschaft, sich mit Wasserdampf schon bei einer weit unter ihrem Siedepunkt
liegenden Temperatur zu verflüchtigen. Bei Terpentinöl liegt diese Temperatur" auf etwa
120 bis 1301^C. Nach vorliegendem Verfahren
gelingt es also, das Terpentinöl und die sonstigen leicht flüchtigen- ätherischen OeIe
auszutreiben, während die sonstigen Destillationsproducte von Holz, wie Methyl, Essigsäure
und Theer, sich mittelst'WasseKdampfes
überhaupt nicht verflüchtigen lassen uncPsomit
im Holze erhalten bleiben, was *dann von Wichtigkeit ist, wenn die Briketts später behufs
Verkohlung der trockenen Destillation unterworfen werden. Die Destillationsproducte
weisen alsdann die genannten Stoffe in verhältnifsmäfsig concentrirtem Grade auf. Die
durch das Dämpfen verflüchtigten ätherischen OeIe entweichen mit den Wasserdämpfen.
Dieselben können in einer gekühlten Vorlage aufgefangen, condensirt und durch Abstehenlassen
die OeIe vom Wasser geschieden werden. Die Verflüchtigung des Terpentinöls und
der sonstigen ätherischen OeIe des Holzes vor der Brikettirung der Sägespähne ist von
wesentlicher Bedeutung für die Haltbarkeit und Beständigkeit der Briketts, sofern letztere
der trockenen Destillation unterworfen werden. Beläfst man die genannten flüchtigen Stoffe in
den Spähnen, wie dies der Fall ist, so haben die Briketts den Uebelstand, dafs sich, ihr
Volumen in der Hitze aufserordentlich vergröfsert, unter Umständen bis auf das Dreifache,
so dafs einerseits die Destillationsretorten
bei Verwendung solcher Briketts nur in ganz beschränktem Grade beschickt werden können
und andererseits die für einen Transport der gewonnenen Holzkohlen nöthige Festigkeit
und geringe Raumeinnahme vollständig ver-^ loren gehen.
Die Extraction des Terpentinöls aus den Sä'gespähnen hat nun auch in anderer Beziehung
eine wesentliche Bedeutung. Das Terpentinöl selbst ist im Holze als Bestandtheil
des Terpentins vorhanden, welches aufserdetn hauptsächlich noch aus Harz besteht.
Infolge der Extraction des Terpentinöls mittelst Wasserdampfes findet also eine Zerlegung
des Terpentins statt, und es wird der Gehalt des Holzes an Harzen vermehrt. Dieses Anwachsen
der harzigen Bestandteile hat aber naturgemäfs zur Folge, dafs beim Pressen der
Sägespähne zu Briketts eine viel innigere und festere Bindung derselben stattfindet als sonst.
Es kommt hierbei auch in Betracht, dafs die infolge der Spaltung des Terpentins ausgeschiedenen
Harztheile sich noch in ganz weichem, plastischem Zustande befinden, so dafs sie bei der Pressung alle sonst leer bleibenden
Poren auszufüllen vermögen. Die Briketts sind also viel dichter und dementsprechend
fester.
Diese Wirkung wird noch dadurch gefördert, dafs durch die Behandlung mit Dampf
auch alle im Holz enthaltenen wasserlöslichen Klebstoffe, wie Stärkemehl, Dextrin, Zucker,
Gummi etc., welche sich theils frei, theils in Verbindung mit gewissen Harzen als sogen.
Gummi- oder Schleimharz im Holze vorfinden, aufgelöst werden und aus dieser Lösung
und einem grofsen Theil der Harze und der im Wasser unlöslichen Salze sich eine
Art von Emulsion bildet, welche die durch das" Dämpfen weich und biegsam gemachten
Sägespähne umhüllt. Die über die ganze Oberfläche ausgebreiteten Klebstoffe haben
eine ungemein feste Bindung der Spähne zur Folge, so dafs Briketts von aufserordentlich
dichtem Gefüge und grofser Festigkeit erzielt werden,'' welche infolge der Dämpfung der
Holzfaser dauernd, und zwar sowohl in der Nässe als auch in der Hitze, sogar bei der
Verkohlung ihre Form und ihr Volumen beibehalten.
Es kann daher mit gröfserer Füllung der Destillationsretorte gearbeitet werden; es wird
dabei' eine Holzkohle gewonnen, welche
wesentlich fester und auch specifisch schwerer ist, als die nach den bisher üblichen Methoden
erzeugte Holzkohle.
Das vorbeschriebene Verfahren, wonach die zur Herstellung der Briketts benutzten HqIzmassen
zunächst mit heifsem Dampf behandelt werden, kann auch auf andere Abfälle, welche
ätherische Stoffe und in Wasser lösliche Klebstoffe enthalten, wie z. B. Lederabfälle, angewendet
werden und lassen sich diese Stoffe dann ebenfalls zu haltbaren Briketts, verarbeiten.
.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: .Verfahren zur Herstellung von Briketts aus Sägespähnen, Holzabfä'llen oder zerkleinertem Holz, dadurch gekennzeichnet,:: dafs diese Stoffe bis zur Vernichtung der Elasticität mit Dampf behandelt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97255C true DE97255C (de) |
Family
ID=368317
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97255D Active DE97255C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97255C (de) |
-
0
- DE DENDAT97255D patent/DE97255C/de active Active
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