DE97113C - - Google Patents

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DE97113C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L7/00Compositions of natural rubber

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich haftet Kautschuk und Guttapercha, sowie deren Compositionen, namentlich wenn sie nicht nach dem Vulkanisiren von dem chemisch nicht gebundenen Schwefel befreit wurden, der wesentliche Nachtheil an, dafs sie bei längerer Einwirkung der Luft infolge Oxydirens der Oberfläche oder bei andauernder Erhitzung auf höhere Temperaturen, was z. B. bei Dichtungen von Dampfleitungen der Fall ist, hart und brüchig werden.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren beseitigt diesen Uebelstand dadurch, dafs der Kautschuk, die Guttapercha oder die betreffende Composition vor der Vulkanisirung und Verarbeitung mit einer plastischen Masse innig gemischt wird, welche aus einer Mischung von wasserunlöslich gemachtem Leim und vulkanisirtem OeI besteht.
Der Zusatz von gewöhnlichem, d. h. löslichem Leim als solchem zu Kautschuk ist allerdings bekannt; ebenso die Zumischung von vulkanisirtem OeI als solchem zum Kautschuk (s. Heinzerling, Kautschuk- und Guttaperchawaaren, 1883). Keine dieser Substanzen bezw. Zusätze ist jedoch fähig, das Hart- und Brüchigwerden des Kautschuks zu verhindern, insofern nämlich durch den Zusatz von gewöhnlichem Leim erfahrungsgemäfs die Härte des Kautschuks geradezu erhöht wird und ein Zusatz von vulkanisirtem OeI als solchem nur zur Vermehrung der Kautschukmasse dient, ohne das Hart- und Brüchigwerden derselben unter den eingangs erwähnten Bedingungen zu beseitigen.
Dieser letztere Zweck wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, dafs der dem Kautschuk u. s. w. zuzusetzende Leim in wasserunlöslicher Form und gemischt mit vul-' kanisirtem OeI zur Anwendung gelangt.
Die plastische Masse, welche in bekannter Weise durch Ausfällen einer wässerigen Lösung von thierischem Leim oder Leimsurrogaten mit Gerbsäure, Alaun oder anderen bekannten Reagentien in wasserunlöslicher Form erhalten wird, ist für das in Rede stehende Verfahren wesentlich, insofern durch den Zusatz von vulkanisirtem OeI eine dauernde Plasticität dieser Masse erreicht wird, welche beim innigen Vermischen mit Kautschuk das Hartwerden desselben in wirksamer Weise verhindert, während durch die bisher bekannte Art der Anwendung des Leims in löslicher Form geradezu eine entgegengesetzte Wirkung erzielt wurde.
Das vulkanisirte OeI, welches in bisher bekannter Weise, d. h. unmittelbar dem Kautschuk zugesetzt, das Hart- und Brüchigwerden desselben in keiner Weise verhindert, trägt, wenn es der vorliegenden Erfindung gemäfs dem wasserunlöslichen Leim vor dessen Beimischung zum Kautschuk zugesetzt wird, indirect zur Erzielung einer derartigen Wirkung bei, indem es, wie eingehende Versuche ergeben haben, die Plasticität des wasserunlöslichen Leims zu einer auch mit der Länge der Zeit nicht verschwindenden gestaltet.
Behufs praktischer Durchführung des in Rede stehenden Verfahrens wird die aus einer wässerigen Leimlösung mittelst Gerbsäure oder anderer bekannter Mittel ausgefällte plastische Masse mit 0,1 bis 0,5 Gewichtstheilen vulkanisirten OeIs gemischt, wobei die Mischbarkeit, dieser beiden Stoffe wesentlich erleichtert wird, wenn das vulkanisirte OeI vorher mit Terpentin, Benzin oder einem anderen flüchtigen Kohlenwasserstoff zum Aufquellen gebracht wurde.
Die erwähnte Mischung von wasserunlöslichem Leim und vulkanisirtem OeI wird sorgfältig getrocknet und die alsdann verbleibende plastische Masse innig mit dem Kautschuk, der Guttapercha bezw. mit der Kautschukoder Guttaperchacomposition vermengt. Das Mischungsverhältnifs hängt von der Beschaffenheit der Kautschuk- oder Guttaperchamasse und von den in dieser enthaltenen Füllmitteln ab.
Die weitere Verarbeitung sowie das Vulkanisiren erfolgt in der für Kautschuk, Guttapercha und deren Compositionen gebräuchlichen Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verhinderung des Hart- und Brüchigwerdens von Kautschuk und Guttapercha sowie deren Compositionen, darin bestehend, dafs die genannten Stoffe mit einer plastischen Masse innig vermischt werden, welche durch Ausfällen einer wässerigen Leimlösung mittelst Gerbsäure oder Leimfällungsmitteln sonstiger bekannter Art und Beimischen von vortheilhaft durch einen flüchtigen Kohlenwasserstoff (Terpentin, Benzol) aufgequelltem vulkanisirtem OeI zu dem wasserunlöslich ausgefällten Leim und darauf folgendes Trocknen der entstandenen Masse erhalten wird.
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