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Brennstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht
sich auf eine Brennstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen.
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Solche Pumpen enthalten einen Kolben und. einen Zylinder, deren Hin-
und Herbewegung zueinander die Pumpwirkung erzeugt.
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Bei einer bekannten Bauart ist der Pumpenzylinder feststehend, ausgebildet,
und der Kolben wird durch einen Nocken hin- und herbewegt. Die Regelung der Einspritzmenge
und des Einspritzbeginns wird durch Verdrehen bzw. axiale Verschiebung des Pumpenko-Ibens
bewirkt. Diese Einstellbewegungen werden auf den Pumpenkolben mittelbar durch zwei
Antriebe übertragen, die Schneckengetriebe enthalten. Da, die Verstellungen nur
gering sind t nd kleine Abweichungen bereits wesentlichen Einfluß auf die
geregelten Größen haben, ist diese Bauart nachteilig, da Spiel in den Antrieben
unvermeidlich ist. Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil und erreicht bei einfacherem
Aufbau eine genauere Regelung.
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Die Erfindung besteht darin, daß der Zylinder die Einspritzdüse trägt
und durch den Verdichtungsdruck der Maschine hin- und herbewegt wird, während der
Kolben normalerweise nicht hin- und herbewegt wird, und -daß sich der Kolben durch
das Pumpengehäuse erstreckt und durch Steuerglieder unmittelbar in axialer Richtung
und in Umfangsrichtung verstellbar ist.
Die Bauart nach der Erfindung
ergibt neben den wirkungsmäßigen Vorteilen einen übersichtlichen und gedrängten
Aufbau der für die Regelung der Pumpe erforderlichen Teile.
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Die Zeichnungen zeigen als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung.
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Fig. i ist ein Längsschnitt durch eine Brennstoffeinspritzpumpe gemäß
der Erfindung; Fig, 2 ist eine vergrößerte schematische Abwicklung des Pumpenkolbens
von Fig. i, wobei die zusammenarbeitenden Zylinderöffnungen und Steuerkanten in
gestrichelten Linien übereinandergesetzt sind, um ihre Stellungen zueinander während
der Arheit der Pumpe zu zeigen; Fig. 3, 4 und 5 sind ähnliche Darstellungen
wie Fig. 2 und zeigen entsprechende abgeänderte Formen,und Fig. 6 ist ein
Längsschnitt ähnlich einem Teil von Fig. i, aber in einer rechtwinklig dazu liegenden
Ebene, wobei Kolben und Buchse der abgeänderten Form von Fig. 3 entsprechen.
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Wie in Fig. i gezeigt, weist die Pumpe einen hohlen zylindrischen
Pumpenkörper i auf, der in eine Bohrung 3 eingesetzt ist, die sich von der
Innenfläche 5 nach der Außenfläche 7 eines Zylinderkopfes
9 einer Verbrennungskraftmaschine mit Kompressionszündung erstreckt. Der
Pumpenkörper i ist an seinem äußer'en Ende mit einem Flansch i i versehen, der mittels
Schrauben 13 an der Außenfläche 7 des Zylinderkopfes 9 befestigt
ist. Eine Vertiefung nahe dem inneren Ende des Pumpenkörpers i enthält einen zusammendrückbaren
Dichtungsring 15 aus weichem Gummi oder ähnlichem Werkstoff. Zwischen dem
Flansch i i und dem Dichtungsring 15 befindet sich ein ringförmiger äußerer
Brennstoffraum 17, der mit einem Brennstoffeinlaßkanal ig und einem Brennstoffrückleitungskanal
21 in dem Zylinderkopf 9 versehen ist, und der mit einer unter Druck stehenden,
nicht gezeigten Brennstoffquelle verbunden ist. Der Pumpenkörper i hat eine gemeinsame
Brennstoffeinlaß- und -auslaßöffnung:23 mit einer Erweiterung 25 am äußeren
Ende, in die eine Filterscheibe 27 eingesetzt ist. Der Pumpenkörper hat eine
axiale Bohrung 28, die sich nach oben hin in Bohrungen 29, 30 und
31 erweitert.
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In dem Pumpenkörper wird eine mit offenen Enden versehene Buchse
33, die einen beweglichen Pumpenzylinder bildet, in der Längsrichtung hin
und her gehend geführt. Der Pumpenzylinder besteht aus dem oberen und unteren Teil
35 und 37
und einem Zwischenteil mit einem außenliegenden Flansch
39. Der untere Teil 37 der Buchse 33 hat einen dichten Gleitsitz
in der Bohrung 28, und der Flansch 39 sitzt mit leichtem Spielraum
in der Gegenbohrung 29 des Pumpenkörpers. Zwischen dem Flansch 39 und der
Bohrung 30 befindet sich ein ringförmiger innerer Brennstoffaufnahmeraum
40.
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Die untere Endfläche des Pitmpenkörpers i hat eine weitere Bohrung,
die einen zusamniendrückbaren Dichtungsring,4i enthält sowie zwei einspringendc
Metalldichtungsringe 43, die in die Dichtung 41 eingebettet sind. Der Ring 41 wird
durch eine Scheibe 45 und eine Druckfeder 47 unter axialem Druck gehalten.
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Auf das untere Ende 37 der Buchse 33 ist ein hohler
Kolben 49 aufgeschraubt und zwischen den Scheiben 45 und 54 von denen sich die letztere
gegen eine äußere Schulter an dem Kolben legt, ist die Feder47 eingefügt. Die Feder47
hält den mittleren Flansch 39 gewöhnlich mit dem Boden der Bohrung :29 in
Berührung, Der Kolben hat Nuten 53, die Dichtungsringe 55 enthalten,
die an der Bohrung 57 des Zylinderkopfes anliegen. Die untere Wand der einzelnen
Kölbennuten 53 hat einen nach oben offenen Schlitz 59, der sich über
die ganze Tiefe der Nuten erstreckt, und den Aufbau eines Luft- und Gasdruckes oberhalb
des Kolbens verhindert, der von Undichtigkeiten hinter den Ringen 5i herrühren
kann.
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Der Kolben 49 hat an seiner Endfläche 6o Bohrungen und eine Schulter
61, auf der ein Flansch 63 einer Brennstoffspritzdüse 65 sitzt.
Die Spitze der Spritzdüse 65 hat Spritzlöcher 66, die von einem axialen
Kanal 67 in der Düse ausgehen. In einer Bohrung 68 in der Düse liegt
ein Sitz 69 mit radialen Nuten 7o für eine Feder 75, die ein Rückschlagventil
an einem Ventilsitz 71 hält, der einen axialen, die Bohrung 68 mit
Kanälen 79 und 83
verbindenden Kanal 12 hat. Der Kanal 79 wird
durch ein Scheibenventil 77 geschlossen, das an seinem äußeren Umfang eine
Anzahl von Nuten 78
aufweist, durch die Brennstoff nach unten in den Kanal
72 gelangen kann und die durch einen Brennstoffstrom in der entgegengesetzten
Richtung geschlossen werden.
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Der Kanal 79 in dem Abstandstück 73 geht von einer ringförmigen
Nut 8 1 in dem Abstandstück 73
aus, und der Kanal 83 steht mit
einer Öffnung 85
in der Buchse 33 in Verbindung. Eine Entlastungsöffnung
86 in der Wand der Buchse im Durchmesser gegenüber der Öffnung
85 deckt sich während des vollen Hubes der Pumpe mit einer Leitung 8o, die
sich zu dem Brennstoffraum 17 hin erstreckt.
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Oberhalb der öffnungen 85 und 86 sind eine oder mehrere
»Füll«-öffnungen 87 vorgesehen, zwei von ihnen sind gezeigt, die sich durch
den Flansch 39 erstrecken und den Brennstoffraum 4o mit der Bohrung 84 der
Buchse verbinden. Rückleitungsöffnungen 88 für Undichtigkeiten laufen von
einer Nut 89 nach der Bohrung 84, die unter den »Speise«- und »Sicherheits«-Offnungen
85
und 86 in einer Gegenbohrung go mit einer Brennstoffsteuerkante
gi endet. Das untere Ende dieser Gegenbohrung go wird durch eine unter Druck eingesetzte,
aufrecht stehende Gußschale 93 an dem AbstandstÜck 73 abgeschlossen.
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über das obere Ende der Buchse 33 faßt eine Kappe95, und ein
an dieser angebrachter Flansch 97 ist mittels Schrauben an dem Flansch ii
befestigt. Das äußere Ende ioi der Pumpenkörperbohrung ist mit einer Erweiterung
99 versehen, die zusammen mit einer äußeren Nut in der Kappe gc: einen Dichtungsring
103 enthält. Das innere Ende
der Kappe 95 hat bei 105 eine
Bohrung für den Flansch 39. Da die Bohrungen 29 und io5 ständig mit Brennstoff
aus dem Aufnahmeraum 4o gespeist werden, dienen sie als Anschläge, die die Auf-
und Abwärtsbahn des Kolbens 49 und der Buchse 33
während des Pumpvorganges
begrenzen.
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lii die Bohrung 8.1 der Buchse 33 ist ein in axialer
Richtung feststehender Kolben i i i dicht eingepaßt, er ist in der Längsrichtung
durch eine drehbare mit Gewinde versehene Muffe 107 und einen Arm iog verstellbar,
der auf einem Flansch 112 ruht. Eine Drehung des Kolbens i i i durch den
Arm iog bewirkt eine zeitliche Einstellung der Brennstoffeinspritzung. Ein an dem
oberen Ende des Kolbens befestigter und durch eine Mutter I 15
gesicherter
Hebel 113 ermöglicht eine Dreheinstellung des Kolbens, um die Brennstoffmenge zwischen
Null und Vollast zu ändern.
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Ein Schlitz 117 in dem oberen Ende des Buchsenteiles
35 und ein Stift i ig, der in der Kappe 95
befestigt ist, verhüten
eine Drehung der Buchse 33.
Ein Dichtungsring i:2o verschließt den ober--n
Buchsenteil 35 und verhütet das Einsickern von Brennstoff in das obere Ende
der Kappe. Eine Nut 121 und radiale Öffnungen 123 stehen mit einer inneren NUt 122
in der Kappe unterhalb des Dichtungsringes 120 in Verbindung, und die für Undichtigkeiten
dienenden Öffnungen 88 in der Buchse 33 decken sich mit der inneren
Nut 1:22 in der Kappe, wenn der Kolben 49 die Buchse 33 nach oben bewegt,
Eine radiale Öffnung 125 in dem Pumpenkörper i verbindet die NUt 121 mit dem äußeren
Brennstoffaufnahmeraum 17. Bei dieser Zordnung wird etwa zwischen den Kolben
i i i und der Buchsenbohrung 8,4 oberhalb der Füllöffnungen 87 durchdringender
Brennstoff durch die Nut 89 aufgenommen und geht- durch die Offnungen
88 in der Buchse, die Undichtigkeitsöffnungen 123 in der Kappe und öffnung
125 zu dem ,rennstoffraum 17.
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Der Raum 130 zwischen dem unteren Ende des Kolbens i i i und der Schale
93 der Bohrung go bildet eine Brennstoffdruckkammer. Wenn sich der Kolben
49 und die Buchse 33 in ihrer dargestellten Stellung befinden, fließt der
Brennstoff von den Füllöffnungen 87 über eine ringförmige Nut 132
in
dem Kolben i i i, einen Querkanal 136 und einen nach unt > en verlaufenden
axialen Kanal 134 in die Druckkammer 130. Wenn sich der Kolben und die Buchse infolge
der Motorkompression nach oben bewegen, werden die Füllöffnungen 87 durch
die obere Kante der Nut 132 abgeschlossen, und der Druck des in der Kammer 13o eingeschlossenen
Brennstoffes beginnt zu steigen. Eine schraubenartige Meßnut 138 in dem Kolben unterhalb
der Nut 132 steuert den Betrag der Druckbildung sowie das letzte Entweichen
des Brennstoffes aus der Kammer 130 in die Speiseausströmöffnung
85 und in die Entlastungsöffnung 86. Da die Nut 138 nicht In
den axialen Kanal 134 mÜndet, ist der einzige Weg, durch den der B.-ennstoff in
einer der Öffnungen 8;, 86 vor d--rn Raum i,3o aus eindringen kann. durch
die 'Nut -f 38, die e;r.c -x,,erbiiiduiz zwischen diesen öffnungen und der
Bohrung go herstellt. Dies geschieht erst, wenn sich die Steuerkante 9 1
der Druckkammer über das untere Ende der Nut 138 bewegt, dann ist auch eine
der Öffnungen 85, 86 nach der Nut 138 hin offen.
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Die Beziehungen der Nut 138 und der ringförmigen Vertiefung
13:2 des Kolbens zu den Füllöffnungen 87, der Speiseöffnung
85, der Entlastungsöffnung 86 und der Steuerkante 9 1 ist am
besten in Fig. 2 ZU sehen, die eine 36o'-Abwicklung des Kolbens i i i zeigt,
wobei die verschiedenen Buchsenöffnungen und Steuerkanten in gestrich-elten Linien
darübergesetzt sind. - Zweckmäßigkeitshalber ist angenommen, daß der Kolben
111 ortsfest ist und die Buchse 33 sich iur Änderung der Brennstoffmenge,
-entsprechend der tatsächlichen Drehbarkeit des Kolbens iii durch den Arm
113, dreht und daß sie zur Zeiteinstellung, entsprechend der tatsächlichen
Längseinstellung des Kolbens i i i durch den Arm i og, in der Längsrichtung verstellbar
ist. Die Buchse 33 wird durch den Kolben 49 zur Ausführung der Einspritzung
aufwärts bewegt. Die dargestellten relativen Höhenlagen der öffnungen
85, 86 und 87 und der Steuerkante gi- entsprechen denen, die sich
ergeben, wenn sich der Kolben 49 und die Buchse 33 am unteren Ende ihres
Hubes gemäß Fig. i und der Kolben iii in einer Zwischenstellung der durch den Arm
iog gesteuerten Längseinstellung befinden. Wenn sich die Füllöffnungen
87 so mit der Kolbennut 132
(Fig. i und 2) decken, werden die Kanäle
134 und 136 und die Druckkammer 130 gefÜllt. Wenn sich die Buchse
33 unter dem Druck der Motorkorm)ression aufwärts bewegt, wird die Druckkammer
durch die Füllöffnung 87 entleert, bis letztere die obere Stellung
87, erreicht, zu welcher Zeit die Ste-uerkantegi die Stellunggi, erreicht,
worauf das Entleeren der Druckkammer aufhört. Eine weitere Aufwärtsbewegung der
Buchse 33 bewirkt eine Kompression des in der Druckkammer eingeschlossenen
Brennstoffes, bis die Kante gi die Stellung gii erreicht, worauf die Einspritzung
durch übertragung von Brennstoff aus der Druckkammer 130
durch die Nut
138 zu der Speiseöffnung 85 beginnt, von der der Brennstoff zur Einspritzdüse
geleitet wird. Die Einspritzung dauert,bei einer weiteren Äufwärtsbewegung der Buchse
an, bis die Speise-Öffnung die Stellung 85, erreicht. Dies geschieht gleichzeitig
mit dem Erreichen der Stellung 86,
durch die im Durchmesser gegenüberliegende
Entlastungsöffnung 96, so daß der Druckabbau durch die Öffnung
86 beginnt, 'wenn die Öffnung 85 endgültig abgesperrt ist. Eine weitere
Aufwärtsbewegung der Buchse 33 ergibt ein Entweichen von Brennstoff aus der
Druckkammer 13o durch die Entlastungsöffnung 86 und ein schließliches Anhalten
des Kolbens,49 und der Buchse 33 durch die Anschläge des Buchsenflansches
39, der in die Bohrung io5 eintritt.
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In der Nullasteinstellung des Kolbens i i i (die durch Drehung des
Kolbens durch den Hebel 113
vor.-1#2rio-ii-iier. wird, was eine Bewegung der
Buchse nach rechts, in Fig.:2 Plesehen. bewirkt) findet
während
des Aufwärtshubes keine Kompression des Brennstoffes statt, weil die Entlastungsöffnung
86 mit der Nut 138 in der Stellung 86" zur Deckung kommt unter gleichzeitigem
Schließen der Füllöffnungen 87. Wenn die Steuerkante gi so die Stellunggii
erreicht, befindet sich die Entlastungsöffnung86 in der Stellung86", und die Speiseöffnung85
hat zur gleichen Zeit.die Stellung85" erreicht. Es besteht daher Entlastung, und
eine Einsipritzung ist nicht möglich.
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Damit der Beginn und- das Ende der Einspritzung, die durch das Absperren
der Speiseöffnung 85 bzw. das Öffnen der Entlastungsöffnung 86 bestimmt
werden, zwischen den Grenzen Null und Vollast geändert werden kann, sind die Kanten
138' und 138," schraubenartig zur Kolbenachse geneigt. Wenn weiter diese
Kanten 138' und 138", wie dargestellt, parallel sind, ist die Brennstoffeinspritzung
über den ganzen Einstellungsbereich des Kolbens gleichzeitig mit dem Nachlassen
* des Druckes in der DruckkamrAer beendet.
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Eine Einstellung des Kolbens iii in der Richtung seiner Achse durch
Drehung des Hebels iog bewirkt eine längere oder kürzere Füllperiode mit dem Ergebnis,
daß die Buchse 33 und der Kolben 49 ein größeres Stück laufen, bevor die
Druckbildung in der Druckkammer und die Einspritzung beginnt. Diese Veränderung
in der Zeiteinstellung der Einspritzperiode wird erreicht, ohne daß irgendeine Änderung
in der Gesamtdauer der Brennstoffeinspritzperiode oder irgendeine Änderung in der
Höhe der Kornpression des Brennstoffes vor Beginn der Einspritzung vorgenommen wird.
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Bei der abgeänderten Form nach Fig. 3 und 6
hat die Btichse
33' eine zweite quer liegende Entiastun-,s,#ffnung 16o, die etwas oberhalb
der Speis2-ffn, Ur- 85 und der diametral gegenüberliegenden, nicht gezeigten
Entlastungsöffnung liegt. Gegenüber dem inneren Ende der Entlastungsöffnung 16o
befindet sieh eine kurze Bohrung 161 von etwas größerem Durchmesser als die Breite
des Stegs zwischen den beiden Nuten beträgt, die als »Übertragur.- s öffnung« in
einer später zu beschreibenden Weise dient.
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Der Kolben i i i " (Fig. 3) hat obere und untere schraubenartige
Nuten 165 und 166, die verschieden und voreinander getrennt sind. Bei der Aufwärtsbewegung
der BuChse 33' erreicht die Steuerkantegi die Stellung gr, zur gleichen Zeit,
in der die Füllöffnungen87 die Stellung 87, ei-reichen, in der sie
durch die obere Kante der Nut 132 gerade geschlossen werden. Bei der weiteren Aufwärtshewegung
des Kolbens und der Buchse beginnt die Einspritzung, wenn die Steuerkante die Stellung
gii erreicht. Die Einspritzui-ig hört auf, wenn die Speiseöffnung 85 die
Stellutig 85, erreicht, wo die schraubenartige obere Kante 167 der unteren
Nut 166 die Speiseöffnung85 abschließt. In der Zwisctieilze;t hat sich die Übertragungsöffnung
161 in die Stellung 16i, bewegt und ist gerade irn Begriff, die Kante 168 der oberen
INZilt 165 zu öffnen. Die obere Nut 165 stand bis zu diesem Augenblick in keiner
Verbindung mit der unteren Nut 166, so
daß der ganze Brennstoff" der aus der
Druckkammer nach dem Schließen der* Füllöffnungen abgegeben wird, durch die Speiseöffnung
85 ausströmt. Da die Übertragungsöffnung 161 in der Stellung 161, die obere
Kante 167 der unteren schraubenartigen Nut 166 am Ende der Brennstoffeinspritzung
überlappt, ergibt eine weitere Aufwärtsbewegung der Buchse 33' anfänglich
eine Verbindung der Nuten 165 und 166 durch die übertragungsöffnung 161, wobei der
Druck in der unteren Nut 166 und der Druckkaminer durch Brennstoffabfluß nach der
oberen Nut 165 und Entlastungsöffnung 16o hin herabgesetzt wird.
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Bevor die Speiseöffnung 85 durch die untere Kante der oberen
schraubenartigen Nut i#5 freigelegt wird, sperrt die,obere Kante 167 der unteren
Nut 166 eine weitere Übertragung von Brennstoff zur oberen Nut ab, so daß der Brennstoff
in der Druckkamnier wieder eingeschlossen und komprimiert wird, einer weiteren Aufwärtsbewegung
des Kolbens und der Buchse entgegenwirkt und die Druckentlastung in den Düsenkanälen
verzögert. Diese Verzögerung der Herabsetzung des Druckes in den Düsenkanälen hat
dadurch eine günstige Wirkung auf den Brennstoffverbrauch des Motors, daß die Herabsetzung
des Brennstoffdrucks in den Düsenkanälen sich in normaler Weise durch die Spritzdüsenöffnungen
vollziehen kann. Das Maß, in dem die Entlastung dieses Druckes in der beschriebeilenWeiseverzögertwerden
kann, läßt sich durch Änderung des Durchmessers der Übertragungsöffnung 161 und
der Höhe und der Neigung der untereil Kante 168 der Nut 165 ändern.
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Piei der Nulleinstellung des Kolbens befinden sicii die Speiseöffnung,
die Übertragungsöffnung und die Entiaitungsöffnung in den Stellungen 8#V -61, bzw.
#5oi, wenji die Buchse aullwärts gelaufen i,-,t, lie Steuerl<#7-te in die Stellung
gii zu bringen, ##.Torauf eine weitere Arfwärtsbewegung der Buchse eine anfängliche
Übertragting von Brennstoff von der unteren zur oberen Nut bewirkt, worauf dann
ein erneutes Einschließen und Komprimieren des Brennstoffes in der Druckkammer in
der oben beschriebenen Weise erfolgt.
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Bei der abgeänderten Ausführung-des Kolbens i i i' (Fig, 4) erzeugt
die Nut 148 eine Kompression des Brennstoffes in der Druckkammer in ähnlicher Weise
wie bei Fig.:2, nur daß die Kompression vor Beginn der Einspritzung entlastet wird.
Die Nut 148 wird daher nur zur Steuerung des Zeitpunktets der Einspritzung durch
Steuerung der Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens verwendet und benutzt keine Brennstoffkompression
beim Beginn der Einspritzung. Die Nut 148 hat eine untere durch Ausbuchtung gebildete
Kante 149, die mit der Steuerkant.egi zusammenarbeitet und das Ende der Brennstoffkonipression
in der Druckkammer steuert. Die obere Kante 152 der Nut 148 verläuft rings
um den Kolben; ferner ist ein Zwischenteil 1-53 mit oberer und unterer kreisförmiger
Kante i5j, und 155 vorhanden. Dieser Teil ist durch eine mit unterbrochen, die durch
eine schraubenförmige Kante i c6, eine kurze senkrechte Kante 157, eine li
senkrechte
Kante 158 und eine Kante 159 begrenzt wird.
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Die Speiseöffnung 85, die Entlastungsöffnung 86
und die
Steuerkante gi der Buchse sind in ihrer Stellung für Vollast gezeigt, ebenso auch
die Füllöffnungen 87, wobei sich die Buchse am unteren Ende ihres Hubes und
der Kolben in einer Zwischenstellung befindet. Während der Aufwärtsbewegung der
Buchse erreicht die Steuerkante die Stellung gi, zur gleichen Zeit, in der die Füllöffnungen
die Stellungen 87, erreichen. Da die Druckkammer zu diesem Zeitpunkt noch
nicht mit der Nut 148 in Verbindung steht, ergibt eine weitere Aufwärtsbewegung
der Buchse eine Kompression des Brennstoffs in -der Druckkammer, bis die Steuerkante
die Stellung gi" erreicht, in der sie mit der unteren Kante 149 zusammenfällt. Dies
geschieht zur gleichen Zeit, in der die Speiseöffnung 85 durch die Kante
155 des Zwischenteils 153 abgeschlossen wird, so daß jede Brennstoffabgabe zur Düse
verhindert wird. Zu diesem Zeitpunkt ist die Entlastungsöffnung 86 durch
die schraubenförmige Kante 156 noch nicht vollständig bedeckt. Währ id einer
weiteren Aufwärtsbewegung des Kolbens und der Buchse wird der Brennstoffdruck in
der Druckkammer durch die Öffnung 86 entlastet, bis die Entlastungsöffnung
die Stellung 861 erreicht. In diesem Augenblick wird die Speiseöffnung
85 durch die Kante 159 teilweise freigelegt, so daß die Einspritzung beginnt
und bei einer weiteren Aufwärtsbewegung andauert, bis die Entlastungsöffnung'86
die Stellung 86,. erreicht, an der sie wieder die Nut 48-zu öffnen beginnt, worauf
die Einspritzung aufhört.
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Bei der Nullasteinstellung des Kolbens befinden sich die Speiseöffnung
85 und die Entlastungsöffnung 86 in den Stellungen 85" bzw. 86", in
denen die Buchse sich so weit aufwärts bewegt hat, daß die schraubenförmige Kante
156 die Entlastungsöffnung 86 verschließt. Eine weitere Bewegung bewirkt
eine erneute Öffnung der Entlastung gleichzeitig mit der Freigabe der Speiseöffnung
85 an der Kante 154, so daß während keines Teiles des Hubes eine Einspritzung
stattfinden kann.
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Zwischen den Nullast- und Vollasteinstellungen des Kolbens bewirkt
die schraubenförmige Kante 156 einen veränderlichen Einspritzbeginn, während
die Kante 154 eine gleichbleibende Beendigung der Einspritzung bewirkt. Wie bei
Fig. -- bewirkt eine Längseinstellung des Kolbens einen gewählten Betrag
für die Bewegung der Buchse und des Kolbens, und so wird die zeitliche Regelung
der Einspritzung durch Verschiebung des Brennstoffkompressionsteiles des Hubes nach
dem unteren oder oberen Ende des Gesamthubes hin gesteuert mit einer sich daraus
ergebenden Einwirkung auf die Geschwindigkeit und Tätigkeit der hin und her gehenden
Teile. Ein Vorteil dieser abgeänderten Form gegenüber der nach Fig.:2 besteht darin,
daß durch Entlastung des in der Druckkammer während der Brennstoffkompression vor
Beginn der Einspritzung gebildeten Druckes eine geringere Möglichkeit vorhanden
ist, daß unter hohem Druck stehender Brennstoff in die Spe-iseöffnüng ent7 weicht,
wodurch sonst eine zu frühe Einspritzung vor dem gewünschten Beginn der Einspritzung
eintreten könnte.
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Bei der in Fig. 5 gezeigten, abgeänduten Form ähnelt die Buchse
der nach Fig. 3, sie unterscheidet sich nur darin, daß die Achse der Übertragungsöffnung
171 und einer zweiten Entlastungsöffnung 170 um einen kleineren, weniger
als go' betragenden Winkel um die Längsachse der Buchse gegenüber der Achse der
Speiseöffnung 85 und der Entlastungsöffnung 86 angeordnet ist als
die Achse der Übertragungsöffnung 161 und der Entlastungsöffnung 16o. Auch ist die
Bohrung go kürzer, so daß ihr oberes Ende nicht die Beendigung der Brennstoffkompression
in der Druckkammer steuert. Statt dessen wird der Beginn und das Ende der Brennstoffkompression
in der Kompressionskammer durch die übertragungsöffnung 171 und die obere Kante
einer unteren Nut 173 in dem Kolben gesteuert, die durch einen mit dem inneren Längskanal
134 verbundenen Querkanal 172 in dem Kolben ständig _mit der Druckkammer in Verbindung
steht.
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Diese abgeänderte Form hat eine erste Einspritzung -vor dem Einschließen
und Komprimieren, des Brennstoffes in der Druckkammer, der eine zweite Einspritzung
folgt. Die erste und zweite Einspritzungsperiode haben konstante Anfangszeiten und
variable Endzeiten, die durch die Dreheinstellung des Kolbens zwischen Vollast und
Nullast gesteuert werden können. Wie in Fig. .- gezeigt, hat der Kolben i
i i... eine untere Nut 173, die durch einen Querkanal 172 und
den Längskanal 134 ständig mit der Druckkammer in Verbindung steht, er weist auch
eine besondere obere Nut 174 auf, durch die der Beginn und das Ende der zweiten
Einspritzperiode gesteuert wird. Die Speiseöffnung 85, die Übertragungsöffnung
171 - und die beiden Entlastungsöffnungen 86 und 17o befinden sich
in Stellungen, bei denen die Buchse am unteren Ende ihres Hubes und der Kolben in
einer Zwischenstellung in der Längsrichtung steht und in einer Winkellage entsprechend
Vollast. Bei einer Aufwärtsbewegung der Buchse schließt die Kante 175 der unteren
Nut 173 die Entlastungsöffnung 170 ab, bevor die Speiseöffnung 85 durch die
obere Kante 176 der unteren Nut 173 geschlossen wird. Darauf beginnt
eine erste Brennstoffeinspritzung und hält an, bis die Speiseöffnung 85 die
Stellung 85, erreicht. Da dies eintritt, bevor die Übertragungs-Öffnung 171
die obere Nut 174 freilegt, ergibt eine weitere Aufwärtsbewegung der Buchse ein
Einfließen und Verdichten des Brennstoffes in der Druckkammer. Zu diesem Zeitpunkt
deckt sich die Speiseöffnung 85 in der Stellung 85, zum Teil mit der
oberen Nut 174. Bei einer weiteren Aufwärtsbewegung der Buchse und der Freilegung
der oberen Nut durch die übertragungsöffnung 171 wird Brennstoff von der unteren
Nut 173 zur oberen Nut 174 übertragen, *wodurch gleichzeitig das Ende der Brennstoffkompression
und der Beginn einer zweiten Einspritzung erfolgt. Die zweite
Einspritzung
dauert an, bis sich die Übertragungsöffnung 171 aus der Deckung mit der unteren
Nut 173 heraus in die Stellung 171, bewegt hat. Da sich zu dieser Zeit die
Entlastungsöffnungen 86 und 170 in den Stellungen 86, bzw. Uo, befinden,
wird die Entlastung des Druckes an der Speiseöffnung verzögert, die dann schließlich
nach einer weiteren Aufwärtsbewegung der Buchse eintritt, bis die Entlastungsöffnung
17o die obere Nut 174 freilegt.
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Die untere Kante 175 hat einen geneigten Rand 178, der es ermöglicht,
den Beginn der ersten Einspritzung durch eine Dreheinstellung des Kolbens um seine
Achse zu verändern.
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Wenn der Kolben gedreht wird, um die Entlastungsöffnung 170 am Ende
der Brennstoffüllperiode in die Stellung 170 x zu bringen, kann keine erste
Einspritzung stattfinden, da die Speiseöffnung 85 dann durch die obere Kante
176 der unteren Nut 173 abgeschlossen ist. Der Verdrehwinkel des Kolbens
aus der Vollastbrennstoffeinstellung, die genannte Stellung, ist kleiner als derjenige,
der notwendig wäre, um die ganze Brennstoffeinspritzung abzusperren; in dieser Stellung
wird die zeitliche Einteilung oder Dauer der zweiten Brennstoffeinspritzung nicht
beeinflußt. Die Kante 175 der unteren Nut 173 ist mit ihrer eberen Kante 175 durch
eine schraubenförmige Kante 177 verbunden, so daß das Ende der zweiten Einspritzung
durch eine Dreheinstellung des Kolbens verändert wird. Die anfängliche Dreheinstellung
des Kolbens aus seiner Vollaststellung verkürzt so die Dauer der ersten Brennstoffeinspritzperiode,
indem ihr Anfang verzögert wird, und eine weitere Dreheinstellung des Kolbens in
die Nullstellung verkürzt die Dauer der zweiten Einspritzungsperiode, indem ihr
Ende vorverlegt wird. Dies wird verständlich, wenn man, berücksichtigt, daß, wenn
sich die Übertragungsöffnung 171 in der Stellung 171, befindet, sie aus der
Deckung mit der schraubenförmigen Kante 177 herausbewegt ist, bevor die untere
Kante der oberen Nut 174 freigelegt ist.