DE970358C - Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen Hohlkoerpern - Google Patents
Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen HohlkoerpernInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
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Description
- Die Abschreckung zu vergütender Teile in Öl wird weitgehend angewendet, da dabei eine außerordentliche Gleichmäßigkeit des Gefüges, eine große Genauigkeit der vorgeschriebenen Festigkeitswerte und eine hohe Kerbzähigkeit erreicht werden kann. Hierbei werden die entsprechend erhitzten Teile in der Regel in ein Ölbad getaucht. Wenn es sich aber bei den zu vergütenden Werkstücken um lange Hohlkörper, insbesondere Rohre handelt, tritt hierbei meist ein Verziehen ein. Man hat daher Einrichtungen geschaffen, die es ermöglichen, diese sperrigen Werkstücke hängend in ein Vertikalbad einzutauchen. Hierzu sind aber nicht nur eine große Höhe des Ölbades und des Werkstättenbaues-erforderlich, sondern auch Krane, die eine ausreichend hohe Senkgeschwindigkeit aufweisen, um Ölbrände möglichst zu vermeiden. Hierbei bereiten die Aufhängevorrichtungen während des - Erhitzungsvorganges gewisse Schwierigkeiten.-Bekannt ist auch die Zähehärtung von in einem Ofen aufgehängten Geschützrohren, indem man den Lauf des unter gleichzeitiger Aufkohlung erhitzten Rohres der plötzlichen Einwirkung von unter Druck eingebrachtem Öl oder einem anderen Kühlmittel aussetzt.
- Es wurde nun gefunden, daß sich die Abschrekkung langer starkwandiger Hohlkörper durch vollständiges Ausfüllen des gesamten Innenraumes mit einer strömenden Kühlflüssigkeit in einfacher Weise durchführen läßt, wenn man- die Kühlflüssigkeit durch die horizontal gelagerten Hohlkörper leitet. Durch Änderung der Flüssigkeitstemperatur und der Flüssigkeitsgeschwindigkeit kann hierbei die Abschreckgeschwindigkeit in bekannterWeise weitgehend den jeweiligen Anforderungen angepaßt werden. Auch bei sehr längen Rohren kann durch Steigerung der Flüssigkeitsgeschwindigkeit eine über die ganze Länge gleichmäßige Behandlung bei geringstem Verzug erzielt werden. Auch auf der Außenseite des Körpers etwa angebrachte Rippen oder sonstige Vorsprünge, die beim Tauchvorgang stören, bereiten bei diesem Verfahren keine Schwierigkeiten. Der zu behandelnde Hohlkörper wird dabei zweckmäßig mit einem aus dem Glühofen herausragenden Anschluß für die Kühlflüssigkeit versehen, so daß nach Abfahren der Ofenhauben sofort ohne Abtransport des glühenden Hohlkörpers der Abschreckvorgang beginnen kann. Die Einrichtung zum Abschrecken langer starkwandiger Hohlkörper kann beispielsweise, wie es in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, ausgeführt sein.
- Ein Rippenrohr a von beispielsweise 15 m Länge aus legiertem Werkstoff wird in horizontaler-Lage auf dem Herd eines Glühofens b aufgebaut und mit aus dem Ofen herausragenden Anschlüssen c und d für die Kühlflüssigkeit versehen. Nach der Erwärmung auf beispielsweise 1050 ° C und einer hinreichenden Haltezeit wird die Ofenhaube e weggefahren und die Pumpe f angestellt. Die Kühl -flüssigkeit strömt mit der gewünschten, dem Abkühlungsvorgang angepaßtenGeschwindigkeit durch das Rippenrohr und fließt in den Sammelbehälter g ab. Von dort wird die Kühlflüssigkeit über einen Rückkühler h der Pumpe wieder zugeführt. Es ist ohne weiteres möglich, die Verbindung zwischen dem erhitzton Körper und der Flüssigkeitspumpe auch erst nach dem Abfahren der Haube herzustellen. In vielen Fällen ist es erwünscht, den abzukühlenden Hohlkörper gleichzeitig auch von außen mittels gegebenenfalls strömender sauerstoffarmer oder -freier Gase, insbesondere Luft, zu schützen und gegebenenfalls abzukühlen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen Hohlkörpern durch vollständiges Ausfüllen des gesamten Innenraumes mit einer strömenden Kühlflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlflüssigkeit durch die hori -zontal gelagerten Hohlkörper geleitet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig die Außenseite des Hohlkörpers mittels gegebenenfalls strömender, sauerstoffarmer oder sauerstofffreier Gase geschützt und gegebenenfalls gekühlt wird.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Hohlkörpern mit großem Strömungswiderstand die Kühlflüssigkeit abwechselnd von beiden Seiten hindurchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 300053, 656830, 657 122, 48 5o6, 50 758.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB16027A DE970358C (de) | 1951-07-26 | 1951-07-26 | Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen Hohlkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB16027A DE970358C (de) | 1951-07-26 | 1951-07-26 | Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen Hohlkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE970358C true DE970358C (de) | 1958-09-11 |
Family
ID=6958734
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB16027A Expired DE970358C (de) | 1951-07-26 | 1951-07-26 | Verfahren zum Abschrecken von langen starkwandigen Hohlkoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE970358C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE50758C (de) * | M. KRAMER in Berlin N., Chausseestr. 1 | Verfahren zum Härten der Innenseite von Stahlröhren mit geringer lichter Weite | ||
| DE48506C (de) * | H. ST. MAXIM in London, England | Einrichtung zum Härten von Geschützröhren | ||
| DE300053C (de) * | ||||
| DE657122C (de) * | 1935-02-08 | 1938-02-24 | Franz Bark | Vorrichtung zum gleichmaessigen Abkuehlen und Haerten von Rohrkruemmern und aehnlichen Hohlkoerpern |
| DE656830C (de) * | 1938-04-14 | Franz Bark | Vorrichtung zum Haerten der Innenwandung von Rohren und aehnlichen Hohlkoerpern |
-
1951
- 1951-07-26 DE DEB16027A patent/DE970358C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE50758C (de) * | M. KRAMER in Berlin N., Chausseestr. 1 | Verfahren zum Härten der Innenseite von Stahlröhren mit geringer lichter Weite | ||
| DE48506C (de) * | H. ST. MAXIM in London, England | Einrichtung zum Härten von Geschützröhren | ||
| DE300053C (de) * | ||||
| DE656830C (de) * | 1938-04-14 | Franz Bark | Vorrichtung zum Haerten der Innenwandung von Rohren und aehnlichen Hohlkoerpern | |
| DE657122C (de) * | 1935-02-08 | 1938-02-24 | Franz Bark | Vorrichtung zum gleichmaessigen Abkuehlen und Haerten von Rohrkruemmern und aehnlichen Hohlkoerpern |
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