DE970259C - Verfahren zur Herstellung einer geruettelten Sicherheitsfuellung fuer Azetylenflaschen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer geruettelten Sicherheitsfuellung fuer AzetylenflaschenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer gerüttelten Sicherheitsfüllung für Azetylenflaschen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer gerüttelten Sicherheitsfüllung für Azetylenflaschen unter Verwendung einer Füllmasse, die aus runden, ovalen oder rollenförmigen Körpern mit härterem Kern und verdichteter Ummantelung besteht. Nach dem deutschen Patent 754I50 wird für den harten Kern einer solchen Füllmasse z. B. Bimskies, Holzkohle, Aktivkohle, poröse Lavasteine, Trass od. dgl. verwendet und werden diese Hartstoffe zuerst mit den an sich weicheren, für die Ummantelung des Kerns bestimmten Stoffen, wie z. B. Kieselgur, Magnesiumkarbonat, Asbestmehl oder kolloidalen Stoffen, gemischt. In einem Spezialmischer bildet sich dabei eine verdichtete Umhüllung aus der pulverförmigen Masse, die nicht mehr weich ist und keine Ecken und Kanten besitzt, so daß die vorgenannten rollenförmigen Körper für das Einfüllen zur Verfügung stehen. Nach dem bekannten Verfahren soll das Einfüllen in üblicher Weise dadurch erfolgen, daß die Füllmasse mittels eines Trichters in senkrechtem Fall der zu füllenden Flasche zugeführt wird. Dabei ergibt sich aber sehr schnell eine Verstopfung im Falltrichter. Es muß dann mit Stangen oder ähnlichen Werkzeugen nachgestochert und die eingefüllte Füllmasse in der Flasche mit solchen Werkzeugen nachgestopft werden, und zwar auch dann, wenn in an sich bekannter Weise die Flasche bei dem Füllvorgang gerüttelt und aufgestoßen wird. Dieses Nachstochern und Stopfen ist bei den bekannten Verfahren wichtig, um die Bildung von Hohlräumen in der Flasche zu vermeiden und eine praktisch vollständige Füllung der Flasche mit der Füllmasse zu gewährleisten, da sonst durch späteres Zusammensacken der Füllmasse und Ablaufen des Azetons nach unten Hohlräume im Flaschenhals Explosionsgefahr für die mit Azetylengas gefüllten Flaschen hervorrufen.
- Der bekannte Einfüllvorgang nimmt infolge der geschilderten Umständlichkeiten mehrere Stunden in Anspruch.
- Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung und Abkürzung des Einfüllverfahrens unter Gewährleistung der vollständigen hohlraumfreien Flaschenfüllung. Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Füllmasse, deren Bestandteile die vorgenannte Vorbehandlung und Umwandlung in rollenförmige Körper gemäß dem deutschen Patent 754 150 erfahren haben, durch fortlaufende tangentiale Zuführung in den Flaschenhals eingefüllt, wobei zuerst die Flasche bis zur Anfüllung mit Füllmasse kurzen Rüttelstößen und hierauf großen Verfestigungsstößen unterworfen wird. Auf diese MT-eise kann das Einfüllen einer Gasflasche normaler Größe in ununterbrochenem Zufluß in kurzer Zeit, etwa einer halben Stunde, ohne irgendwelche Einstampfarbeit vollkommen selbsttätig durchgeführt werden, wobei die Füllmasse der Wandung des Einfülltrichters entlang strömt.
- Die an sich bekannte Vorbehandlung der Masse, die ein späteres Entmischen der harten körnigen Bestandteile von den feineren Bestandteilen der Umhüllung verhindert, nimmt nur etwa i Stunde in Anspruch. Im Gegensatz zu dem üblichen Einfüllen in senkrechtem freiem Fall, beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, daß die Verwendung der durch Vorbehandlung in rollenförmige Körper übergeführten Füllmassen, die neben den Rollkörpern auch noch nicht in die verdichtete Umhüllung der Kerne aufgenommene Feinbestandteile enthalten können, bei tangentialer Führung eine kreisende Abwärtsbewegung der Teilchen im Falltrichter ergibt, die in Verbindung mit dem Rütteln eine gleichmäßige und dichte hohlraumfreie Füllung der Flaschen zur Folge hat. Dabei gewährleistet die vorherige Verdichtung der Teilchen, daß diese an der Trichterwand nicht anhaften und die kreisende Abwärtsbewegung nicht behindert wird. Die etwa noch zwischen den Rollkörpern vorhandenen losen Feinbestandteile der Füllmasse werden dabeimitgerissen und setzen sich in die Zwischenräume zwischen die Rollkörper, so daß diese mit Sicherheit ausgefüllt werden. Aber auch wenn nur Rollkörper als Füllmasse verwendet werden, bewirken die abschließenden großen Verfestigungsstöße des Einfüllapparates, daß die Zwischenräume zwischen den ummantelten Körnern mit Sicherheit ausgefüllt werden, indem sich die Ummantelungen in diese eindrücken, fest aneinanderlegen und gleichsam ineinander übergehen.
- Die auf diese Weise eingefüllte Menge der vorbehandelten Füllmasse beträgt 99'% der Gesamtfüllung, und die fehlende Menge von i % wird als zusätzliches Füllmaterial in den Trichter gebracht und eingefüllt. Dieses zusätzliche Füllmaterial besteht abweichend von der übrigen Füllmasse aus einer porösen Hartmasse von etwa o,5 bis i mm Körnung, z. B. amorphe Kieselsäure (Silicagel), Lavasteine usw., und bildet am Flaschenhals einen harten Kopf, der keine Feinmasse enthält und der gegen von außen kommende Explosionswellen unempfindlich ist.
- Die großen Verfestigungsstöße werden so lange fortgesetzt, bis die vorgeschriebene Menge in der Flasche vorhanden und verfestigt ist. Es sind dazu in der Regel i5oo bis aooo Stöße erforderlich. Es ist durch Nachprüfung sehr leicht zu kontrollieren, daß sich die Flasche bis oben hin fest mit Masse angefüllt hat, und irgendwelches Nachstampfen mit der Hand, wie es sonst üblich war, kann fortfallen, Bei den beschriebenen Verfahren kann man mit einer 98%igen Ausnutzung des Lösungsfaktors von Azeton rechnen, während bei den bisherigen Flaschenfüllungen nur Löslichkeitsziffern bis zu 83 0/0 erreicht werden. Azetonbläser, wie sie bei anderen Massen auftreten, sind bei Benutzung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgeschlossen.
- In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Fig. i, teilweise im Schnitt, dargestellt; Fig. i a zeigt in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie Ia-Ia der Fig. i mit Blickrichtung auf den in den Flaschenhals eingesetzten Einfülltrichter.
- Die Füllmasse, die gemäß dem deutschen Patent 754 150 vorbehandelt und in rollenförmige Körper übergeführt worden ist, strömt gemäß Fig. i durch einen Zuführtrichter g einem Einfülltrichter i zu, der in den Hals der zu füllenden Flasche k eingesetzt ist. Gemäß Fig. i a befindet sich die Ausflußöffnung la des Zuführtrichters außerhalb der mittleren Ausflußöffnung t des Einfülltrichters i. Die zuströmende Füllmasse fließt daher tangential entlang der Wandung des Einfülltrichters i in die Öffnung t ein und erfährt dabei eine kreisende Abwärtsbewegung, die sich tangential entlang der Wandung des Flaschenhalses fortsetzt und eine gleichmäßige und dichte Füllung des Inneren der Flasche k zur Folge hat. Die Füllmasse gelangt nämlich nur in einem dünnen Strahl zunächst auf den Boden der Flasche und legt sich dann in einzelnen Schichten dicht übereinander, wobei die Luft nach oben durch den Flaschenhals und die Trichteröffnung entweichen kann.
- Die Flasche steht bei dem Einfüllvorgang auf einer an sich bekannten Rüttelvorrichtung, die durch einen Motor l angetrieben wird. Der Motor treibt eine Nockenscheibev, die mit kleinen Nokken in versehen ist, welche beim Umlauf einen bei n schwenkbar am Rahmen gelagerten Hebel a nach unten zu drücken suchen. Das andere Ende des Hebels ist an einem Fuß o angelenkt, der eine Aufnahme für die Flasche k besitzt, die auf ihm aufruht, und der am Fundament der Rüttelvorrichtung abgestützt ist. Die beim Umlauf der Nockensclieibe v von den Nocken in ausgeübten kleinen Rüttelstöße werden daher auf die Flasche übertragen, so daß die völlig gleichmäßige Verteilung der Füllmasse in der Flasche erfolgt.
- Nach fast vollständiger Anfüllung der Flasche wird die Nockenscheibe v gegen eine Nockenscheibe ausgewechselt, die einen einzelnen größeren Kokken in' besitzt. Beim Antrieb dieser Nockenscheibe ergeben sich dann stärkere Verfestigungsstöße auf die Flasche k mit einer Hubhöhe von 3o bis 4o mm, durch die die Füllmasse in der Flasche verfestigt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer gerüttelten Sicherheitsfüllung für Azetylenflaschen unter Verwendung einer Füllmasse, die aus runden, ovalen oder rollenförmigen Körpern mit härterem Kern und verdichteter Ummantelung besteht und nach dem Verfahren des Patentes 754 i5o hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse durch fortlaufende tangentiale Zuführung in den Flaschenhals eingefüllt wird, wobei zuerst die Flasche bis zur Anfüllung mit Füllmasse kurzen Rüttelstößen und hierauf großen Verfestigungsstößen unterworfen wird.
- 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bereits gegen Ende der Anfüllung stärkere Stauchstöße auf die Flasche ausgeübt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die tangentiale Einführung in den Flaschenhals durch tangentiales Aufgeben der Füllmasse in den konischen Teil eines auf den Flaschenhals aufgesetzten Trichters herbeigeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 405 976, 476 263. 622 792, 722 740, 754 150.
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| DE970259C true DE970259C (de) | 1958-09-04 |
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|---|---|
| DE (1) | DE970259C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2876687A1 (fr) * | 2004-10-20 | 2006-04-21 | Air Liquide | Procede de garnissage de recipient avec une masse microporeuse |
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1950
- 1950-06-28 DE DEK4812A patent/DE970259C/de not_active Expired
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