DE968497C - Temperaturabhaengige UEberwachungseinrichtung - Google Patents
Temperaturabhaengige UEberwachungseinrichtungInfo
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Description
(VWGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 27. FEBRUAR 1958
INTERNAT. KLASSE H 05 b
I8roVIIId/2ih
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine temperaturabhängige
Überwachungseinrichtung mit einem Überwachungselement, bestehend aus einem zwischen
zwei dicht beinander liegenden elektrischen Leitern angeordneten Überwachungsmaterial, das
über einen bestimmten Temperaturbereich vorhersehbare Änderungen wenigstens eines Teils seiner
elektrischen Eigenschaften aufweist und dadurch die einer Relaisanordnung zugeführte Spannung
beeinflußt.
Überwachungseinrichtungen dieser Art können zur Überwachung der Temperatur von temperaturempfindlichen
Einrichtungen verwendet werden, wobei das Überwachungselement über eine größere Fläche verteilt angeordnet wird. Damit kann beispielsweise
die Temperatur einer Motorwicklung, eines elektrischen Heizkissens usw. überwacht
werden. Das Überwachungselement kann auch in dreidimensionaler Anordnung in einem Behälter
od. dgl. angeordnet werden, um auf die Temperatur von dessen Inhalt anzusprechen. Beim Überschreiten
einer bestimmten Temperatur veranlaßt dann die Relaisanordnung entweder die Abschaltung des
Verbrauchers bzw. die Herabsetzung der dem Ver-
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braucher zugeführten Energie oder die Auslösung eines Alarmsignals.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art wird ein temperaturabhängiger Widerstand in wärmeaustauschender
Beziehung mit dem zu überwachenden Gegenstand angeordnet. Meist wird dann durch die Änderung des ohmschen Widerstands des temperaturabhängigen
Widerstands die einer Relaisanordnung zugeführte Spannung beeinflußt, um das ίο Relais zum Abfallen zu bringen. Viele dieser bekannten
Anordnungen haben den Nachteil, daß der temperaturabhängige Widerstand nur eine geringe
Ausdehnung besitzt und daher die Temperatur nur an einer Stelle des zu überwachenden Elements
prüfen kann. Aber selbst da, wo räumlich ausgedehnte Überwachungselemente verwendet werden,
geschieht die Änderung des Widerstands in Abhängigkeit von der Temperatur im allgemeinen so
allmählich, daß der Ansprechpunkt nicht mit Sicherao
heit festgelegt werden kann und sich daher ein sehr unsicherer Betrieb ergibt.
Dagegen werden bei vorliegender Erfindung räumlich ausgedehnte Überwachungselemente verwendet,
die an sich zwar bekannt sind. Diese Überwachungselemente bestehen aus zwei drahtförmigen
Elektroden von beliebiger Länge, die durch eine ebenso lange Überwachungsschicht aus einem organischen
Stoff, z. B. einem Polyamid, getrennt sind, das bei Temperaturänderung eine ausgeprägte, vorhersehbare
und reversible Änderung von gewissen elektrischen Eigenschaften, darunter Widerstand
und Impedanz, aufweist. Beispielsweise hat Nylon, ein typisches Polyamid, einen Widerstands-Temperaturkoeffizienten
von solchem Verlauf, daß es bei Temperaturen in der Größenordnung von 380 C
für alle praktischen Zwecke ein Isolator ist, während es bei einer auf einen vorbestimmten Wert
erhöhten Temperatur zwischen seinen Elektroden einen beträchtlichen Strom leiten wird. Die Änderung
kann z. B. dazu dienen, die einem Relais zugeführte Spannung zu beeinflussen.
Die erfindungsgemäße Überwachungseinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein organisches
Überwachungsmaterial, insbesondere ein Polyamid, z. B. Nylon, Verwendung findet, bei welchem sich
nicht nur der Wirkwiderstand, sondern auch der kapazitive Blindwiderstand in Abhängigkeit von
der Temperatur ändert, und daß die Überwachungseinrichtung eine Induktivität und eine Kapazität
enthält, die zusammen mit der Kapazität des Überwachungselements einen Resonanzkreis bilden, der
beim Überschreiten einer bestimmten Temperatur infolge der Scheinwiderstandsänderung des Überwachungsmaterials
so stark verstimmt und gedämpft wird, daß die Relaisanordnung abfällt.
Die erfindungsgemäße Überwachungseinrichtung hat gegenüber früher bekannten Einrichtungen
ähnlicher Art den Vorteil einer großen Empfindlichkeit. Sie spricht auf Temperaturänderungen
selbst eines kleinen Stücks der Gesamtlänge eines solchen temperaturempfindlichen Elements an.
Ferner ist der Ansprechbereich sehr klein, so daß ein sicheres und plötzliches Abschalten beim Überschreiten
einer genau festlegbaren Temperatur erreicht wird.
Beispielsweise Ausführungen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Darin ist
Fig. ι ein Teilschnitt eines temperaturempfindlichen
Überwachungselements der erwähnten Art,
Fig. 2 eine Kurvenschar, die in Abhängigkeit von der Temperatur die Änderung des Gleichstromwiderstandes
RDC, des Wechselstromwiderstands RAC, der kapazitiven Reaktanz Xc und der Impedanz
Z eines 60 m langen Stückes eines temperaturempfindlichen Elements der erwähnten Art darstellen,
Fig. 3 eine Schaltung, bei welcher die Schaltvorrichtung in einem beide Elektroden der temperaturempfindlichen
Einrichtung enthaltenden Resonanzkreis angeordnet ist,
Fig. 4 einen Überwachungskreis, bei welchem eine zyklische Überhitzungskontrolle vorgesehen ist,
Fig. 5 eine Schaltung unter Verwendung eines thermischen Glimmschalters an Stelle eines elektromagnetischen
Relais,
Fig. 6 und 7 Schaltungen, bei welchen der Verbraucher
eine der Elektroden des temperaturempfindlichen Elements bildet, und
Fig. 8 eine Schaltung, bei der die Schaltvorrichtung ein Signal auslöst, um die Temperatursteige- go
rung eines Gegenstandes oder einer Stoffmasse zu melden.
Wie die Ausführungsbeispiele zeigen, umfassen die Überwachungsschaltungen ein temperaturempfindliches
Element, einen Schalter zur Überwachung eines Belastungskreises und Mittel, wie z. B. eine
elektromagnetische Spule, .eine Glimmentladungseinrichtung od. dgl., zur Betätigung dieses Schalters.
Der Verbraucherkreis kann einen Motor, ein Motoranlaßrelais, eine Heizwicklung od. dgl.-oder
irgendeine andere elektrisch betriebene Einrichtung enthalten. In manchen Anlagen muß die Überwachung
auf den anormalen Temperaturanstieg hin den Verbraucherkreis selbst abschalten, wie im
Falle des Schutzes von Motor- oder Generatorwicklungen oder des Schutzes eines elektrischen
Heizkissens od. dgl. gegen Schmortemperaturen. In anderen Fällen kann es erwünscht sein, z.B. ein
Warnsignal oder eine Kühl- oder Ventilationseinrichtung in Gang zu setzen, falls die Lufttemperatür
eines Behälters oder die Innentemperatur einer Materialmasse auf einen vorbestimmten Punkt ansteigt.
In jedem Falle wird die temperaturempfindliche Einrichtung im Wärmeaustausch mit dem zugehörigen
Gegenstand oder der Ausrüstung eingebaut.
Ein typisches temperaturempfindliches Element zur Verwendung bei den im folgenden beschriebenen
Schaltungen besteht nach Fig. 1 aus einer flexiblen Isolierseele oder Litze 10, die mit einer
bandartigen Elektrode 11 bewickelt ist. Über dieser Elektrode und in inniger Flächenberührung
mit ihr befindet sich eine dünne Überwachungsschicht 12 aus einem organischen Stoff, z. B. Nylon,
der bei Temperaturen zwischen 27 und 380 C einen iolchen spezifischen Widerstand besitzt, daß er für
alle praktischen Zwecke ein Isolator ist, während bei den doppelten Temperaturen und darüber sein
Widerstand und die Impedanz so weit absinken, daß bei den üblichen Haushaltsspannungen von
115 V Wechselstrom oder Gleichstrom eine erhebliche Stromleitung eintritt. Auf die Überwachungsschicht ist mit enger Flächenberührung eine zweite
Elektrode 14 dicht aufgewickelt, die sich in gleicher Länge wie die erste erstreckt. Eine äußere Decklage
15 aus geeignetem Isolierstoff vervollständigt die Anordnung. Ein temperaturempfmdliches
Element dieser Bauart kann in jeder gewünschten Länge hergestellt werden und besitzt in handelsüblicher
Form einen größten Durchmesser in der Größenordnung von 0,25 cm.
Fig. 2 zeigt die Änderungen des Gleichstromwiderstands RDC, des Wechselstromwiderstands
RAC, des kapazitiven Blindwiderstands Xc und der
Impedanz Z der Nylonüberwachungsschicht eines 60 m langen Stückes eines Überwachungsdrahtes,
wie er zur Verwendung in Heizkissen u. dgl. hergestellt wird. Wie ersichtlich, sinkt über einen Bereich
von 24 bis 1240 C der Gleichstromwiderstand der Überwachungsschicht von etwa io9 Ohm auf
etwa 6000 Ohm, während der Wechselstromwiderstand von etwa 3 Megohm auf etwa 4000 Ohm und
die Impedanz von etwa 200000 Ohm auf etwa 4000 Ohm abfällt. Wie man sieht, ist in dem Bereich, in dem die Heizkissenüberwachung arbeiten
soll, noch ein genügender Impedanzabfall zu verzeichnen. Wie ferner erkennbar ist, bleibt die Neigung
der Kurven bei 1240 C nach abwärts gerichtet.
Das Überwachungselement läßt sich also auch bei noch höheren Temperaturen verwenden,
die natürlich unter dem Erweichungspunkt von Nylon liegen, der über 2600 C liegt.
Es ist vorgesehen, die Überwachungsschaltung mit Wechselstrom zu betreiben, und zwar wegen
der überlegenen Ansprechcharakteristik, die sich aus der Verwendung von Resonanzkreisen ergibt,
die so ausgelegt werden können, daß sie den gewünschten Überwachungseffekt innerhalb eines verhältnismäßig
engen Temperaturbereiches erzeugen. Dies bedeutet jedoch nicht, daß Gleichstrom nicht
anwendbar ist, da die Kurven der Fig. 2 zeigen, daß Nylon bei 1240 C einen verhältnismäßig niedrigen
Gleichstromwiderstand besitzt. Bei Überwachungstemperaturen über 1240 C kann die Stromleitung
durch die Überwachungsschicht bei normalen Spannungen leicht zur Erzeugung eines wirksamen
Nebenschlusses ausgenutzt werden, beispielsweise um die Energie einer Relaiswicklung herabzusetzen
und den Relaisanker zum Abfall zu bringen.
Fig. 3 zeigt eine temperaturabhängige Überwachungsanordnung unter Verwendung des in Verbindung
mit Fig. ι und 2 beschriebenen Überwachungselements. Das im folgenden mit 20 bezeichnete
temperaturempfindliche Element steht im Wärmeaustausch mit dem Verbraucher 21, der irgendeine
elektrisch betriebene Einrichtung sein kann. Es ist unabhängig von dem Verbraucher 21,
und die Elektroden 11, 14 dieses Elements sind in
Reihe mit der Wicklung 33 eines Relais 34 geschaltet. Die Wicklung hat bekannte Anzug- und
Abfallspannungswerte. Wenn die Wicklung erregt wird, zieht der Kern 24 den Anker 36 entgegen
einer Feder an, um die in Reihe mit dem Verbraucherkreis liegenden Kontakte 37 zu überbrükken.
Ein Begrenzungswiderstand 35 stellt eine normale Betriebsspannung her, die etwas unterhalb
der Anzugsspannung der Wicklung liegt, wobei der Widerstand in dem Haltekreis für das Relais liegt.
Da die Kontakte 37 normalerweise offen sind, ist ein von Hand bedienbarer Schalter 30 vorgesehen,
um den Kreis der Relaiswicklung zu Beginn des Betriebes zu schließen. Ähnlich ist ein Handschalter
31 vorgesehen, der das Relais 34 kurzschließt, um die Erregung der Relaiswicklung im
Bedarfsfalle zu unterbrechen. In Reihe mit der Wicklung 33 des Relais 34 liegt eine Kapazität 32.
Diese Reihenschaltung Induktivität—Kapazität bildet einen Resonanzkreis, der eine induzierte
Spannung von wesentlich höherem Wert als die Eingangsspannung erzeugt. Bei der üblichen Netzspannung
von 115 V, 60 Hz, kann die Resonanzspannung in der Größenordnung von 150 V liegen.
In einem solchen Kreis wird das Relais so gewählt, daß es bei einer etwas geringeren Spannung, z. B.
130 V, anzieht, während es abfällt, wenn die Impedanzänderung der Überwachungsschicht den
Überwachungskreis belastet und den Scheitel der induzierten Spannung abflacht. Als Folge dieser
Impedanzänderung und der sich ergebenden Verstimmung des Resonanzkreises kann die an der
Relaiswicklung verfügbare Spannung in der Größen-Ordnung von 75 V sein, was ausreicht, um den
Anker abfallen zu lassen. In dem Kreis nach Fig. 3 stellt der Widerstand 35 die induzierte Spannung
auf eine gewünschte Haltespannung für die Wicklung, z. B. 130 V, ein. Der Belastungskreis wird an
das Netz geschaltet, wenn der Anker 36 die Kontakte 37 überbrückt, und bleibt eingeschaltet, bis
ein Stück der Überwachungsschicht 12 auf den Überwachungswert der Temperatur ansteigt, bei
welchem der sich ergebende Abfall des Blindwiderstands und der Stromfluß zwischen den Leitern 11
und 14 den Resonanzkreis so belastet und verstimmt, daß dieser von der Resonanzlage abweicht.
Dies hat zur Folge, daß der Resonanzscheitel sich bis unter die Haltespannung des Relais abflacht, so
daß dieses abfällt.
Typische Kreiskonstanten für die Schaltung nach Fig. 3 sind 90000 Ohm Reaktanz für Wicklung 33,
o,i μΈ für Kondensator 32 und weniger als 500 Ohm
für jede Elektrode 11 und 14. Der Widerstand 35
kann in der Größenordnung von 12000 Ohm sein.
Die Schaltung der Fig. 3 ist völlig fehlersicher, da bei Kurzschließung des Kondensators 32 der Kreis
aus der Resonanzlage gebracht wird und daher das Relais 34 abfällt. Es ist ferner festzustellen, daß,
wenn man den Schalter 30 absichtlich festhält, um die Überhitzungsüberwachung zu. umgehen, der
Widerstand 35 in Reihe mit dem Verbraucher liegt und daher den Strom in dem Verbraucherkreis herabsetzt.
Der Widerstand 35 kann in bezug auf den Verbraucher so bemessen werden, daß er den Ver-
braucher für den beabsichtigten Zweck unwirksam macht.
Fig. 4 ist eine Abänderung der Fig. 3, um eine zyklische Überwachung zu schaffen, bei welcher
das Verbraucherrelais bei einem Überhitzungszustand abfällt und wieder anzieht, wenn die temperaturempfindliche
Einrichtung auf normale Temperatur zurückkehrt. Ein Resonanzkreis, der die
Elektroden 11 und 14 in Reihe mit dem Drosselspulenrelais
34 und dem Kondensator 32 enthält, erzeugt eine induzierte Spannung, die so hoch ist,
daß sie das Relais betätigt und den Anker 36 zur Überbrückung der Kontakte 37 des Verbraucherkreises
veranlaßt. Wenn die Impedanz der Überwachungsschicht 12 bei steigender Temperatur abnimmt,
vermindert die sich ergebende Belastung und Verstimmung des Resonanzkreises den Spannungsscheitel
auf einen Wert, der nicht mehr ausreicht, um das Relais festzuhalten, worauf der
Anker 36 durch seine Federvorspannung von den Kontakten 37 abgeht. Der Überwachungskreis ist
so mit Masse verbunden, daß eine Wiederherstellung der Resonanz bei der Temperatursenkung der
Überwachungsschicht die Relaiswicklung wieder bis auf den Anzugwert erregt. Ein Handschalter
38 kann vorgesehen werden, um den Verbraucher von Hand von der Kraftstromquelle abzuschalten.
Die Schaltung der Fig. 5 verwendet ein Glimmentladungsrelais
40 an Stelle des oben beschriebenen elektromagnetischen Relais und erfordert daher
eine getrennte Reaktanz, wie die Drossel 41 mit 75 Henry, die in Reihe mit den Elektroden 14 und
11 liegt, sowie den Kondensator 42 mit 0,1 μ F.
Das Relais besteht aus einer gasgefüllten Hülle 43, in der eine Entladungselektrode 44, eine Bimetallelektrode
45 mit einem Kontakt 46 und ein mit dem geerdeten Leiter des Netzes verbundener fester
Kontakt47 eingeschlossen sind. Wenn die Bimetallelektrode kalt ist, zieht sich ihr Kontakt 46 von
dem festen Kontakt 47 zurück und öffnet den Verbraucherkreis. Das Bimetall muß daher auf eine
Temperatur gebracht werden, die so hoch ist, daß die Kontakte zur Berührung kommen, und es muß
auf dieser Temperatur gehalten werden, um den Verbraucherkreis geschlossen zu erhalten. Die erforderliche
Temperatur kann durch eine Glimmentladung zwischen den Elektroden 44 und 45 erreicht
werden. Wie ersichtlich, wird die Überwachung des Verbrauchers 21 durch Überwachung
der Spannungsgrenze der Elektrode 44 bewirkt. Vorteilhafterweise wird dies dadurch erreicht, daß
man diese Elektrode in einen Resonanzkreis schaltet, • in welchem die induzierte Spannung bei Resonanz
die Entladung bewirkt und aufrechterhält. Der Überwachungskreis wird in Tätigkeit gesetzt,
indem man den normalerweise offenen Schalter 48 schließt, wodurch der Stromkreis von der
Kraftstromquelle über die Elektrode 11, den Kondensator
42, die Elektrode 14, die Drossel 41 und den Schalter 48 geschlossen wird. Die Konstanten
des Kreises sind so gewählt, daß eine Scheitel-Resonanzspannung von 150 V bei einem Eingang
von 115 V, 60 Hz, erzeugt wird. Die mit der Drosselspule 41 verbundenen Elektroden 44 und 45
befinden sich dann an der Resonanzspannung, und zwischen ihnen tritt die Entladung ein. Nach einer
gewissen Zeitspanne wird sich die Bimetallelektrode 45 bis zu einem Punkt erwärmen, bei welchen ihr
Kontakt den festen Kontakt 47 berührt und den erwähnten Verbraucherkreis schließt. Das Schließen
des Verbraucherkreises kann durch eine Neonlampe 50 angezeigt werden, die über den Bimetallstreifen
45 und die Kontakte 46, 47 mit dem Netz verbunden ist. Wenn die Neonlampe aufleuchtet,
kann der Schalter 48 losgelassen werden. Solange wie die Lampe 50 aufleuchtet, ist der Bedienungsmann der Schaltung unterrichtet, daß der Verbraucher
21 an das Netz geschaltet ist.
Die Resonanz wird so lange aufrechterhalten, wie die Temperatur der Überwachungsschicht 12 sich
wesentlich unterhalb des Überwachungspunktes befindet. Sollte indessen ihre Temperatur so weit
ansteigen und in Verbindung damit die Impedanz sich entsprechend so weit vermindern, daß durch
die Überwachungsschicht zwischen den Elektroden 11 und 14 eine Stromleitung eintritt, dann wird
der Kondensator 42 wirksam überbrückt, und die Resonanzspannung wird von ihrem Scheitelwert
auf einen Wert abfallen, der nicht mehr ausreicht, um den Glimmentladungsschalter im gezündeten
Zustand zu halten. Nach einer Zeitspanne werden durch Abkühlung des Bimetallelements 45 die Kontakte
46 und 47 außer Berührung kommen, und der Verbraucherkreis wird unterbrochen. Wie ersichtlich,
bewirkt das Glimmrelais eine Überhitzungsüberwachung mit Aussperrung, da der Resonanzkreis
sich nicht selbst wiederherstellt, wenn die Temperatur der Überwachungsschicht auf den normalen
Wert zurückkehrt. Der Verbraucherkreis kann nur durch erneutes Schließen des Schalters 48
wieder eingeschaltet werden und bleibt nach dem Loslassen dieses Schalters nur dann eingeschaltet,
wenn die Temperatur der Überwachungsschicht genügend weit unter die Abschalttemperatur abgesunken
ist. Wenn der Verbraucher 21 von Hand abgeschaltet werden soll, braucht nur der normalerweise
offene Schalter 51 geschlossen zu werden, der
die Drosselspule 41 überbrückt und den Resonanzkreis wirksam unterbricht. Offensichtlich ist die
Fehlersicherheit bei Unterbrechung oder Kurz-Schluß irgendeines Teiles des Überwachungskreises
gegeben. Solange der Zustand andauert, der die hohe Temperatur erzeugt, wird die Überwachungseinrichtung
den Verbraucherkreis öffnen, sobald die Temperatur der Überwachungsschicht auf den
Punkt ansteigt, bei welchem die Abschaltung gewünscht wird. Als Schutz gegen den Versuch des
Benutzers, die Überwachung zu umgehen, indem er den Schalter 48 von Hand geschlossen hält, ist ein
Widerstand 52 vorgesehen, der in Reihe mit dem Verbraucher liegt, wenn der Schalter 48 geschlossen
ist. Der Widerstand 52 soll viel größer sein als der Verbraucherwiderstand, so daß der. Strom
in dem Verbraucherkreis so weit herabgesetzt wirdf daß im Verbraucher keine wesentliche Temperaturerhöhung
entstehen kann. Bei einem elektrischen
Heizkissen, wo der Verbraucher den Heizdraht bildet, wird dieser etwa 60 Ohm haben und der
Widerstand 52 in der Größenordnung von 30000hm liegen.
Die genaue Natur des Verbrauchers 21 der oben beschriebenen Schaltungen wurde absichtlich unbestimmt
gelassen, sp daß er.ejbi anderes Relais,
einen Motoranlaßschalter oder irgendeine Einrichtung oder Maschine darstellen kann, die elektrischen
if Strom innerhalb der Belastbarkeit der betreffenden
Überwachungsrelais aufnimmt. Der Verbraucher als solcher braucht nicht für den Temperaturanstieg
verantwortlich zu sein oder wird es meistens nur indirekt sein.
Die Schaltungen nach Fig. 6 und 7 sind typische Beispiele für die Anwendung der erfindungsgemäßen
Überwachungseinrichtung als Überhitzungsschutz für elektrische Heizkissen od. dgl. Bei jeder dieser
Schaltungen wird der innere Leiter 11 des temperaturempfmdlichen
Elements als Heizdraht für das Kissen benutzt, und er stellt daher den Verbraucher
dar, während der äußere Leiter 14 der Signaldraht ist. Der Strom des Heizdrahtes des Kissens wird
normalerweise in Abhängigkeit von der Raumtemperatur durch eine zyklische Überwachungseinrichtung
60 überwacht. In einem Heizkissen wird das kombinierte, temperaturempfindliche und
heizende Element 20 vorzugsweise in einer Reihe von Windungen über die zu erhitzende Kissenfläche
verteilt. Wie dargestellt, ist das elektrische System in dem Kissen B durch den Vielfachstecker
61 an das Überwachungssystem anzuschließen, das in einem geeigneten (nicht dargestellten) Überwachungskasten
untergebracht sein kann. Der Stecker P bildet die Verbindung zu der Kraftstromquelle,
z. B. zu dem üblichen Stromversorgungsnetz mit 115 V, 60 Hz. In Fig. 6 ist der Verbraucherleiter
11, wie dargestellt, in zwei Abschnitten angeordnet, die parallel an die äußere
Stromquelle anzuschließen sind. Der Widerstand des Verbraucherkreises wird in der Größenordnung
von 60 Ohm sein. Der äußere Leiter ist der Signaldraht für den Überhitzungsschutz, und die Überwachungsschicht
kann ein Film von 0,15 mm eines der in der erwähnten deutschen Patentschrift
958 945 angeführten organischen Stoffe, vorzugsweise Nylon, sein. Der Überhitzungsschutz wird
durch Ausnutzung der Impedanzänderung des organischen Stoffes als die bei der Überwachungstemperaturgrenze
ansprechende elektrische Eigenschaft erzielt und durch das Abschaltrelais 62 durchgeführt. Die zyklische Überwachung, die auf
Raumtemperatur anspricht, wird durch den Bimetallschalter 63 bewirkt, der einen passenden
äußeren Einstellknopf 64 besitzt. Die Erregungswicklung des Relais 62 ist an eine Impedanzbrücke
angeschlossen, die aus dem Kondensator 65 mit 0,1 [iF in einem Resonanzkreis mit einer Drossel 66
von 75 Henry besteht, wobei die beiden anderen Brückenzweige die Widerstände 67, 68 von je etwa
6800 Ohm sind. Die Wicklungsimpedanz des Relais
62 soll in der Größenordnung von 90000 Ohm
liegen. Die induzierte Spannung des Resonanzkreises, die an dem Relais 62 verfügbar ist, beträgt
annähernd 130 V. Dieses Relais wird etwas unterhalb dieser Grenze anziehen, jedoch bei etwa 75 V
abfallen. Angenommen, daß die Überwachungseinrichtung 60 eine Erwärmung verlangt und ihre
Kontakte geschlossen sind, kann dem Heizkissendraht 11 Strom zugeführt werden, indem der
normalerweise offene Schalter 70 momentan geschlossen wird. Dadurch wird der Resonanzkreis
von der Kraftstromquelle über den Signaldraht 14 hergestellt, der in diesem Falle vorzugsweise einen
Widerstand von etwa 400 Ohm besitzt und in der Mitte zwischen der Spule 66 und dem Kondensator
65 in Reihe mit dem Resonanzkreis liegt. Die sich ergebende induzierte Spannung wird das Relais
62 erregen, so daß es seine Kontakte 72 überbrückt und den Arbeitskreis für den Heizdraht schließt.
Die Widerstände 67, 68 mit 6800 Ohm bilden einen Spannungsteiler, so daß beim Auftreten eines vollständigen
Kurzschlusses an den Enden der Leiter 11, 14 bei eingeschaltetem Relais 62 die Spannung
in der Relaisspule etwa auf die halbe Netzspannung absinken und darauf das Relais abfallen und den
Verbraucherkreis öffnen würde. Bei normalem Betrieb werden sowohl der Resonanzkreis als auch
der Verbraucherstromkreis durch die Relaiskontakte 72 hergestellt. Der Widerstand 71 zur go
Spannungsbegrenzung befindet sich jetzt in dem Resonanzkreis, welcher die Haltespannung des
Relais erzeugt. Die Neonlampe 73 wird über einen Kreis erregt, der einen Widerstand 74 von
200 000 Ohm enthält, und zeigt an, daß das Heizkissen in Betrieb ist. Das Heizkissen wird dann in
Betrieb bleiben, wobei es nur dem periodischen Zyklus des Thermostaten 63 unterworfen ist, solange
wie die Temperatur der Überwachungsschicht 12 unter der Abschalttemperatur bleibt. Die Resonanz
des Überwachungskreises wird durch den Betrieb des Thermostaten 63 nicht beeinträchtigt,
und das Relais 62 bleibt angezogen. Ein Temperaturanstieg der Überwachungsschicht ist begleitet
von einem Abfall der Impedanz in dem Bereich der Temperaturerhöhung (vgl. Fig. 2), wodurch der
Überwachungskreis belastet und außer Resonanz gebracht wird. Infolge der Verstimmung wird die
Spannung an dem Relais 62 unter den Wert absinken, der erforderlich ist, um es zu halten, und uo
der Verbraucherkreis wird unterbrochen. Der normale Betrieb kann wiederhergestellt werden, indem
man den Schalter 70 erneut anschließt, vorausgesetzt jedoch, daß die -Temperatur der thermostatischen
Vorrichtung genügend unter die Überwachungsgrenze gefallen ist. Um den Verbraucherkreis
absichtlich zu öffnen, ist ein normalerweise offener Schalter 75 vorgesehen, der das Relais 62
überbrückt. Wenn der Schalter 75 geschlossen ist, wird die Erregung der Relaiswicklung unterbrochen,
und die Relaiskontakte 72 werden geöffnet. Es wird darauf hingewiesen, daß ein Fehler
irgendeines Teiles des Überwachungskreises die Erregung der Relaiswicklung 62 durch Beseitigung
der Resonanz unterbrechen wird. Der Widerstand 71, der in Reihe mit dem Verbraucherdraht 11
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liegt, wenn der Schalter 70 von Hand geschlossen wird, bewirkt eine Herabsetzung des Stromes in
dem Verbraucherleiter in solchem Ausmaß, daß keine nennenswerte Erhitzung des Kissens eintreten
würde, selbst wenn man den Schalter 70 dauernd' geschlossen hielte, um eine Umgehung des" Überwachungskreises
zu versuchen.
Fig. 7 zeigt eine zyklische Überhitzungsüberwachung.
Der innere Leiter 11 des thermostatischen Elements umfaßt die Heizelektrode für das Kissen.
Wie in Fig. 6 ist die Heizelektrode 11 an die Kraftquelle
über den thermostatischen zyklischen Schalter 60 und ein Relais 80 geschaltet, dessen Anker
in bezug auf einen Kontakt 82 durch eine Feder 83 od. dgl. normalerweise offen gehalten wird. Die
Wicklung des Relais 80 liegt in Reihe mit dem Signalleiter 14 und der Kapazität 84. Die Reaktanz
der Relaiswicklung und die Impedanz des Kondensators sind so abgestimmt, daß sie bei normaler
Temperatur der Überwachungsschicht 12 in Resonanz sind. Ein von Hand bedienbarer Schalter
85 stellt anfangs den Resonanzkreis her, worauf die induzierte Scheitelspannung an dem Relais 80
den Anker anzieht, so daß er mit dem Kontakt 82 in Berührung kommt und den Verbraucherkreis
schließt. Die Neonlampe 86 wird an die Kraftquelle angeschlossen, wenn das Relais 'anzieht, und zeigt
an, daß das Kissen eingeschaltet ist. Wenn irgendein Punkt des Kissens überhitzt wird, so daß die
Temperatur der Überwachungsschicht 12 auf einen festgelegten Wert ansteigt, wird die sich ergebende
Belastung und Verstimmung des Resonanzkreises die Spannung an dem Relais 80 bis unter die Haltegrenze
vermindern, und der Anker wird von seinem zugehörigen Kontakt abgezogen, wodurch der Kreis
zu der Heizelektrode 11 unterbrochen und gleichzeitig
die Glimmlampe 86 zum Erlöschen gebracht wird.
Fig. 8 ist ein typisches Beispiel für einen Alarmkreis
und wurde absichtlich gewählt, um eine An- ■"' lage zu zeigen, bei welcher der Verbraucher nur
aus einem Signal 5" besteht, das in Tätigkeit gesetzt
wird, wenn die Überwachungsschicht 12 des temperaturempfindlichen Elements 20 eine vorbestimmte
Temperatur erreicht. Das Element 20 kann z. B. um die Wände eines Raumes oder
Trockenofens verlegt oder in einem Kohlenhaufen oder Getreidebehälter angeordnet sein, um auf den
Temperaturanstieg darin anzusprechen. Das Drosselrelais 90 und der Kondensator 91 liegen in
einem die Windungen 11 und 14 enthaltenden
Reihenresonanzkreis. Das Relais 90 wird durch Gewicht abfallen, wenn seine Erregung unter seine
Haltegrenze sinkt, und sein Anker 92 wird dann die Kontakte 93 überbrücken und das Signal 5" erregen.
Der Stromkreis wird anfänglich durch Schließen eines Handschalters 94 hergestellt, worauf
die induzierte Spannung des Resonanzkreises den Relaisanker anziehen und den Signalkreis
öffnen wird. Solange wie die Temperatur der Überwachungsschicht in dem normalen Bereich bleibt,
ist der Kreis in Resonanz, und das Relais 90 hält sich. Wenn die Temperatur der Überwachungsschicht auf einen bestimmten Wert ansteigt, wird
der Resonanzkreis so sehr belastet und verstimmt, daß der Kreis außer Resonanz gelangt, und die
Spannung an dem Relais 90 wird unter den Haltewert abfallen und so den Signalkreis schließen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Temperaturabhängige Überwachungseinrichtung mit einem Überwachungselement, das aus einem zwischen zwei dicht beieinanderliegenden elektrischen Leitern angeordneten Überwachungsmaterial besteht, das über einen bestimmten Temperaturbereich vorhersehbare Änderungen wenigstens eines Teils seiner elektrischen Eigenschaften aufweist, wodurch die einer Relaisanordnung zugeführte Spannung beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein organisches Überwachungsmaterial, insbesondere ein Polyamid, z. B. Nylon, Verwendung findet, bei welchem sich nicht nur der Wirkwiderstand, sondern auch der kapazitive Blindwiderstand in Abhängigkeit von der Temperatur ändert, und daß die Überwachungseinrichtung eine Induktivität (33; 41; 66; 80; 90) und eine Kapazität (32; 42; 65; 84; 91) enthält, die zusammen mit der Kapazität des Überwachungselements (11, 12, 14) einen Resonanzkreis bilden, der beim Überschreiten einer bestimmten Temperatur infolge der Scheinwiderstandsänderung des Überwachungsmaterials so stark verstimmt und gedämpft wird, daß die Relaisanordnung abfällt.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung eine Wicklung mit merklicher Induktanz aufweist, die mit einem Kondensator in Reihe liegt und mit diesem einen Resonanzkreis bildet, wobei die Leiter und das Überwachungsmaterial in bezug auf diesen Resonanzkreis so angeordnet sind, daß dieser je nach dem Temperaturzustand des Überwachungsmaterials in oder außer Resonanz gebracht wird, so daß die Relaisanordnung erregt wird, wenn dieser Kreis in Resonanz, dagegen nicht erregt wird, wenn der Kreis außer Resonanz ist,
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch ge- no kennzeichnet, daß die Relaisanordnung ein Glimmröhrenrelais mit Elektroden aufweist, die die Induktanzwicklung überbrücken, wobei eine Entladung herbeigeführt wird, wenn der Kreis in Resonanz ist, und daß eine der Elektroden ein Bimetall-Schaltelement bildet, das von der Entladung erwärmt und dadurch betätigt wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung eine an die Energiequelle geschaltete Impedanzbrücke aufweist und zwei Zweige dieser Brücke zwei Widerstände enthalten, während die beiden anderen Zweige in Reihe eine Reaktanz, einen der beiden Leiter und einen Kondensator aufweisen, und daß die Relaisanordnung zwischenden gemeinsamen Punkt der Widerstände und eine Klemme des einen der beiden Leiter geschaltet ist.
- 5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Leiter auch ein Element des Verbrauchers bildet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 436 009, 590 714, 172, 637 009; britische Patentschriften Nr. 453 929, 499 219, 128;USA.-Patentschriften Nr. 1934 531, 2 023 118,2413 125.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 892/52 2.58
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