DE966254C - Schleifringdichtung zum Abdichten von Wellendurchfuehrungen - Google Patents
Schleifringdichtung zum Abdichten von WellendurchfuehrungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleifringdiöhtung
zum Abdichten von Wellendurchführungen gegen unter Druck, insbesondere ständig wechselndem
Innen- und Außendruck stehende Flüssigkeit mittels eines stillstehenden Ringes und eines umlaufenden,
auf dem ersteren schleifenden Ringes, von denen der eine aus einem nichtmetallischen
Werkstoff, der andere aus Metall oder ebenfalls aus einem nichtmetallischen Werkstoff besteht und der
Ring aus nichtmetallischem Werkstoff mittels einer Gummibüchse gegen den anderen Ring gedrückt
wird. Bei den bekannten derartigen Dichtungen liegt die Gummibüchse mit ihrer Innenfläche unmittelbar
an der Welle an. Dies hat den Nachteil, daß die Büchse bei äußerem Überdruck eine Verlangerung
in axialer Richtung erfährt, wodurch der An- - preßdruck erhöht wird. Hat die Gummibüchse, wie
bei anderen bekannten Ausführungen, eine Querschnittsfläche, die von der des an ihr anliegenden
Ringes abweicht, dann treten bei wechselndem Innen-.und Außendruck ebenfalls Änderungen des
Anpreßdruckes ein, da der Druck in axialer Richtung an dem Schleifring bzw. der Gummibüchse
.angreifen kann. Eine Wellendichtung, die abhängig vom Umgebungsdruck ist, versagt bei einseitig auftretendem
Überdruck deshalb, weil es bis heute noch kein Schleifringmaterial gibt, das bei Wasserschmierung
und großen Umfangsgeschwindigkeiten
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höheren Anpreßdrücken, beispielsweise in der Größenordnung von 5 bis 10 kg/cm2, standhält. Wie
Versuche ergeben haben, treten hierbei auch bei Schleifringdichtungen, deren Material .aus Kohle,
Elektrographit oder sogar aus hochbelastbaren Kunststoffen auf der Basis von Polyamid usw. besteht,
Betriebsstörungen auf. Außerdem besteht bei Gummibüchsen, die mit ihrer Innen- oder Außenfläche
an der Welle oder an anderen Bauteilen der Wellendurchführung anliegen, die Gefahr, daß sich
die Dichtungseinlage infolge Kalkablagerung auf dem anliegenden Teil festfrißt, so daß keine Gleitung
mehr stattfindet und die Dichtung unwirksam wird. Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt.
Erfindungsgemäß besitzt die Gummibüchse einen Flansch- und einen Schaftteil, von denen der
Flanschteil eine axiale Dichtung und der mit seiner zylindrischen Innen- und Außenfläche frei liegende,
durch besondere Maßnahmen, wie einvulkanisierte Blechringe, Blattspira'lfedern od. dgl., gegen Deformation
in radialer Richtung versteifte Schaftteil, der die gleiche Querschnittsfläche hat wie der an
ihm anliegende Schleifring, nur den Anpreßdruck dieses Schleifringes für die radiale Dichtung bewirkt.
Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der Zeichnung ist der zwischen Motor
und Pumpe liegende Teil eines elektrischen Tauchpumpenaggregates im Schnitt dargestellt.
Auf der für die Pumpe 1 und dem elektrischen Antriebsmotor, von dem nur der Lagerschild 2 dargestellt
ist, gemeinsamen Welle 3 sitzt fest die Distanzbüchse 4, die an ihrem einen Ende den
Schleifring 5 aus schleißfestem Material aufnimmt. An diesem umlaufenden Schleifring 5 liegt der nicht
umlaufende Schleifring 6 aus nichtmetallischem Werkstoff, beispielsweise aus Koh'leoder Kunstharz,
an. Der Anpreßdruck wird von einer Gummibüchse 7 ausgeübt, die auf ihrer dem Schleifring abgekehrten
Seite einen Flansche hat, mit dem sie zwischen zwei Flanschkörpern 9 und 10 derart eingespannt ist, daß
sie mit dem Flanschkörper 9 eine axiale Dichtung bildet. Die Flanschkörper 9 und 10 sind wiederum
an dem zwischen dem Motorgehäuse 2 und dem Pumpengehäuse 11 eingebauten Zwischenstück 12
befestigt. Der eine Flanschkörper 10 umgibt den Schaftteil der Gummibüchse 7 unter Freilassung
eines axialen Luftspaltes 13. Im "Innern der Gummi-So
büchse ist ebenfalls unter Freilassung eines axialen Luftspaltes 14 eine weitere Distanzbüchse 15 auf
der Welle 3 angeordnet. Zwischen dem nicht umlaufenden Scheifring 6 und der Gummibüchse 7 ist ein
ringförmiges Messingblech 16 angeordnet, das auf die Stirnfläche der Gummibuchse aufvulkandsiert
ist. Die Gummibüchse 7 ist so bemessen, daß ihr Schaftteil beim Einbau etwa 2 bis 3 mm zusammengedrückt
wird. Zwecks Versteifung in radialer Richtung sind in die Gummibüchse Blechringe 17
einvulkanisiert. An Stelle der Blechringe könnte auch eine Blattspiralfeder angeordnet sein. Der
Flansch 18 der Distanzbüchse 4 bildet ,mit dem rohrförmigen Teil' des Flanschkörpers 10 eine Labyrinthstrecke
19.
Die Erfindung bietet folgende Vorteile: Da die Gummibüchse sowohl den Anpreßdruck als auch die
axiale Dichtung bewirkt, kann gegenüber bekannten derartigen Schleif dichtungen ein Bauelement entfallen,
wodurch der Aufbau der Dichtung vereinfacht
wird. Die Gummibüchse besitzt keine gleitenden'
Dichtungsflächen und ist somit unempfindlich gegen Ablagerungen der Flüssigkeit. Besonders
vorteilhaft ist, daß der Anpreßdruck der Schleifdichtung lediglich von der der Gummibüchse erteilten Vorspannung bestimmt und völlig unabhängig
vom Umgebungsdruck ist. Damit ist die Schleifringdicihtung
absolut betriebssicher.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Schleif ringdichtung zum Abdichten von Wellendurchführungen gegen unter Druck, insbesondere ständig wechselndem Innen- und Außendruck stehende Flüssigkeit mittels eines stillstehenden Ringes und eines umlaufenden, auf dem ersteren schleifenden Ringes, von denen der eine aus einem nichtmetallischen Werkstoff, der andere aus Metall oder ebenfalls aus einem nichtmetallischen Werkstoff besteht und der Ring aus nichtmetallischem Werkstoff mittels einer Gummibüchse gegen den anderen Ring gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummibüchse (7) einen Flansch- und einen Schaftteil besitzt, von denen der Flansch'teil (8) eine axiale Dichtung und der mit seiner zylindrischen Innen- und Außenfläche frei liegende, durch besondere Maßnahmen, wie einvulkanisierte Blechringe, Bliattspiraifedern od. dgl., gegen Deformation in radialer Richtung versteifte Schaftteil, der in eingebautem. Zustand die gleiche Ouersclmittsfläche hat wie der an ihm anliegende Schleifring (6), nur denAnpreßdruck dieses Schleifringes für die radiale Dichtung bewirkt.
- 2. Schleif ringdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flanschteil (8) der Gummibüchse (7) zwischen zwei feststehenden Flanschkörpern (9, 10) in axialer Richtung dichtend derart eingespannt ist, daß ihre dem Flanschteil abgekehrte Stirnfläche mit einer gewissen Vorspannung gegen den stillstehenden Schleifring (6) drückt.
- 3. Schleif ringdicbtumg nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die dem Schleifring zugekehrte Stirnfläche der Gummibuchse ein Messingring anvulkanisiert ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 678981, 631 981, 863, 522 720; französische Patentschrift Nr. 997 279; USA.-Patentschriften Nr. 2 587 408, 2 167 986Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509565/236 9.55 (709 59113 7. 57)
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|---|---|---|---|
| DES31169A DE966254C (de) | 1952-11-23 | 1952-11-23 | Schleifringdichtung zum Abdichten von Wellendurchfuehrungen |
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| DE966254C true DE966254C (de) | 1957-07-18 |
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ID=7480413
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| DES31169A Expired DE966254C (de) | 1952-11-23 | 1952-11-23 | Schleifringdichtung zum Abdichten von Wellendurchfuehrungen |
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|---|---|
| DE (1) | DE966254C (de) |
Citations (7)
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1952
- 1952-11-23 DE DES31169A patent/DE966254C/de not_active Expired
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