DE964800C - Verfahren zum Betrieb von Syntheseanlagen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Syntheseanlagen

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DE964800C
DE964800C DEM3966D DEM0003966D DE964800C DE 964800 C DE964800 C DE 964800C DE M3966 D DEM3966 D DE M3966D DE M0003966 D DEM0003966 D DE M0003966D DE 964800 C DE964800 C DE 964800C
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DE
Germany
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gas
synthesis
gases
residual
gasification
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DEM3966D
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English (en)
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Dr-Ing Wilhelm Herbert
Dr-Ing Friedrich August Oetken
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GEA Group AG
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Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von Syntheseanlagen Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei der katalytischen Umwandlung von Kohlennionoxvd und #Vasserstoff enthaltenden Gasen zu X-Ohlenwasserstoffen oder sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen anfallenden Endgase unmittelbar für die Synthese wieder nutzbar zu machen.
  • Es ist bereits bekannt, solche Syntlieserestgase bzw. das in ihnen enthaltene Methan zu konvertieren und alsdann in einer weiteren Synthesesttife erneut =zusetzen. Man hat ferner vorgeschlagen, die inerten Gasbestandteile des Restgases durch 'I'iefki*-llillLliig des gesamten Restgases abzuscheiden und die Reaktionsträger zusammen mit dem Methan für sich in die Anlage zur Erzeugung des Synthesegases zurückzuführen. Auch hat man Methan schon durch Hindurchleiten des methanhaltigen Gases durch glühenden Koks gespalten.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren wird das im Syntlieserestgas oder im Kokereigas, Erdgas, Erdölkrackgas enthaltene Methan dadurch gespalten, daß man das Restgas während der Gasungsperiode zusammen mit Wasserdampf durch einen Wassergaserzeuger schickt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Zusammensetzung des erblasenen Gases, insbesondere das Verhältnis von Kohlenoxvd und Wasserstoff im Gas, sich während der Gasungsperiode ständig ändert, so daß zusätzliche-Einrichtungen angewendet werden müssen, die eine gleiche Zusammensetzung des Gases herstellen, bevor dieses der Synthese zugeführt wird. Außerdem ist das Verfahren an die Verwendung von Koks als Brennstoff gebunden.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, greift die Erfindung zur Gewinnung von Synthes t' b egasen auf äie an sich bekannte und für diesen Zweck schon v. erwendete Druckvergasung zurück. Die Erfindung besteht darin, daß die Synthesegase teilweise durch Vergasen eines vorzugsweise festen Brennstoffes unter Anwendung von Wasserdampf und Sauerstoff unter Druck und teilweise durch ebenfalls unter Druck ausgeführt-es Spalten von aus der Syntheseanlage kommendem, gegebenenfalls mit anderen kohlenwasserstoffhaltigen Gasen, wie Koksofengas, Schwelgas oder Abgasen von Krack-oder Polymerisationsanlagen, gemischtem Restgas unter Anwendung von Sauerstoff und Wasserdampf erzeugt werden, wobei die Spaltung vorzugsweise unter dem gleichen Druck wie die Vergasung und in derselben Apparatur vorgenommen wird.
  • Bei der Druckvergasung von festen Brennstoffen mit Sauerstoff oder Luft unter Zusatz von Wasserdampf und gegebenenfalls Kohlensäure kann durch entsprechende '17--mperaturführung und durch Wahl des Verhältnisses der in den Gaserzeuger eingespeisten Vergasungsstoffe (Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlensäure) das Verhältnis der Reaktionsträger im Synthesegas in beliebiger Weise, z. B. sowohl auf CO : H# = i : 2 als auch 2 : i, eingestellt werden. Bei dieser bekannten Druckvergasung entstehen im allgemeinen wesentliche Men-"en an Methan, welches als Inertbestandteil wieder im Restgas der katalytischen Umwandlung der Synthesegase zusammen mit dem in der Synthese gebildeten Methan als Ballast anfällt. Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß durch Rückführung der methanhaltigen Restgase in die Druckvergasung die Methanbildung bei der Druckvergasung nicht vergrößert wird, d. h. also, daß eine Konvertierung des Restgasmethans mit Wasserdampf und Kohlensäure zu CO und H2 'M gleichen Arbeitsgang der Synthesegasherstellung aus festen Brennstoffen gelingt. Damit wird eine besondere Apparatur für die Korivertierung des Restgasmethans überflüssig, und es entfällt die Notwendigkeit einer weiteren Kontaktstufe.
  • Besonders vorteilhaft arbeitet das Verfahren nach der Erfindung, wenn das Synthesegas mehr Kohlenoxyd als Wasserstoff (beiipielsweise 2 CO : i H.) enthalten soll, da alsdann erhebliche Kohlensäuremengen in den Druckgaserzeuger eingeführt werden müssen, damit die Reaktion C 02 + C = 2 CO gegenüber der Umsetzung des Kohlenstoffs mit Wasserdampf zu Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in den Vordergrund tritt bzw. das Gleichgewicht der CO-Konvertierung mit Wasserdampf zu Kohlensäure und Wasserstoff nach der Seite des Kohlenoxyds verschoben wird. Diese größeren Kohlensäuremengen können aber nach der Erfindung in technisch und wirtschaftlich bester '#NT.eise durch Rückführung solcher Syntheserestgase erhalten werden, die auf Grund der gewählten kataIvtischen Umwandlung, beispielsweise infolge Verwendung voir kohlensäurelialtigen Syntlieseroligasen und/oder infolge Verwendung von kontakten, wesentlich Kohlensäure enthalten.
  • Wenn man nämlich bei der katalytischen Kohlenoxydhydrierung unter Druck mit Katalysatoren arbeitet, die unter den Reaktionsbedingungen aueh als gute Katalysatoren für die C O-Konvertierung mit Wasserdampf zu Kohlensäure und Wasserstoff bekannt sind, so geht die Reaktion hauptsächlich nach der Gleichung 2 x (C 0) + x (H.,) = x (C Hj + x (C 0") vor sich, die als Summe der beiden Gleichungen x (C 0) + 2 x (H2) = x (C Hj + x (H, 0) + x X(CO)+x(H20)=X(c07 aufzufassen ist. Diese Katalysatoren bestehen bekamitlich aus metallischem Eisen lieben oxydischeii und/oder anderen Eisenverb,indungen zusammen inlit Alkalien, seltenen Erden und ähnlichen als Aktivato#ren wirkenden Stoffen, - ebenenfalls init .' eg Zusätzen anderer Metalle der 1. oder VIII. Gruppe des Periodischen Systems oder deren Verbindungen.
  • Während man also bisher für die, Erzeugung des ge-keiinzoichneten Synthesegases durch Druckvergasung auf den Fremdbezug von Kohltusätire, beispielsweise durch Druckwasserwäsche- von kohlensilurehaltigen Gasen, angewiesen war, wird nach der Erfindung die Synthese so geführt, daß wesentlich Kohlensäure in den Restgasen der ka,talytischen Umwandlung von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasen anfällt, was beispielswoise durch unvollständ-ige Entfernung der Kohlensäure aus den Rohgasen bei der Druckwasserwäsche erreicht wird, und dieses Restgas alsdann zu einem Bruchteil in die Druckverga,sungsanlage zur Erzeugung des Ausgangsgases der Synthese zurückgeführt, wobei für den Fall, daß die- zurückgeführte Kohlensäureinenge zur Einstellung des gewünschten CO : H 2- -\Terliä,Itn.isses zu groß ist, ein Teil der Kohlensäure in. bekannter Weise, z, B. durch Druckwasserwäsche, abgeschieden worden kann.
  • Reicht die Kohlensäuremenge aus den Restgasen nicht aus, so kann zusätzlich Kohlensäure in praktisch beliebiger Menge aus Kohlensäurewäsche des rohen. aus der Druckverga:sung kommenden Synthesegases entnommen werden.
  • Nach der Erfindung wird nur ein Bruchteil des anfallenden Restgases der Synthese in die Druckvergasung zurückgeführt ' weil andernfalls eine zu hohe Anreicheiung des Stickstoffs im Syntliesegas erfolgen würde. Es wurde nun gefunden, daß be-i der Drucksyntliese von Kohlenwasserstoffen iiiit metallischen oder metallisch-oxydischen Katalysatoren, insbesondere Katalysatoren, die bei Atmosphäreudruck zur Bildung von Benzin, (')l und Paraffin befähigt sind. (vgl. Brennstoffcheinie, Bd. 13, 1932, S. 61 bis 8o), etwa 5o bis gol/'o, nveckmäßig Soll/o, der Restgasmenge in die Druckvergasung zurückgeführt werden können, ohne daß die hierdurch eintretende Verdünnung des Synthesegases infolge de,>; höheren Stiekstoffgehaltes nachteilig für die Katalyse ist. Im Gegenteil ist eine solche Verdünnung für die Durchführung der genannten Synthese unter Druck von Vorteil.
  • Die Rückführung der Restgase- nach der Erfinduni# erlaubt ferner eine Erhöhung der Gasdurchsatze.
  • Während man näimlich bisher bei der letztgenannten Synthese mit verhältnismäßig geringen Gasdurchsätzen bzw. prozentual geringem Gasninsatz in den Kontaktöfen rechnen mußte, weil andernfalls die Bildung von Methan und Gasol zu Ungunsten der flüssigen Kohlenwasserstoffe (Benzin, Öl, Paraffin) erhöht wird, kann bei dem Verfahren nach der Erfindung mit höheren Gasdurchsätzen als i Normalliter je Gramm aktives Metall in der Kontaktmasse und Stunde (ent-.sprechend iooNormalkubikmeter Gas je Kubiknieter Kolita-I#:traum und Stunde) ohne Ausheutungsverininderung gearbeitet werden, weil die im Restgas enthaltenen gasförmigen Reaktionsprodukte, soweit sie- nicht gewonnen werden sollen, durch die Rückführung in !die Druckvergasung stets erneut in, Synthesogas Übergeführt und damit der Synthese nicht verlorengehen. Die Wahl eines größeren Gasdurchsatzes als bisher üblich gestattet ferner, die Reaktionsteniperatur ohne Schaden für die Ko#ntaktmasse höher zu halten, wodurch ein größerer Anteil an leicht siedenden, erwünschten Kohlenwasserstoffen erhalten wird. Beispielsweise kann bei Verwendung eines fest angeordneten Kobaltkontaktes, besonders in Ver-(lülinung, in der Zusammensetzung von etwa io()10 Z-, Kobalt, f,511/o Thoriumoxyd und 88,5% Kieselgur bei Drücken von 2oAtmo;sphären mit Gasdurchvon etwa io bis 15 Normalliter je- Gramm Kohalt in der Kontaktmasse und Stunde bei gol/oigeln Kohlenmonoxydumsatz gearbeitet. werden (entsprechend einem Gasdurchsatz von 300 bis 5oo Nm3 je, Kubikmeter Kontaktrauin und Stunde), wobei die sonst übliche Temperaturlage von igo bis 22o' C um 2o bis 50' erhöht wird. Dadurch wird praktisch kein- Paraffin, sondern neben etwa 3o bis 4o'/o gasförmigen Kohlenwasserstoffen nur 01 und Benzin erhalten.
  • Durch die Rückführung der gebildeten gasf5rn-iigeij Kohlenwaserstoffe in die, Druckvergasung zur Erzeugung des Ausgangsgases der Synthese ist also nicht nur eine Verbilligung der Kontaktofengruppe durch Kontaktraumersparnis infolge der höheren Gasdurchsätze und -umsätze möglich, sondern auch eine Veränderung der Reaktionsprodukte in dem angedeuteten Sinne. Das Verfahren nach der Erfindung erlaubte ferner die, Verwendung von Gaszusammensetzungen, welche, hinsichtlich des CO- und I-1-2-Gehaltes nicht genau dem Verbrauchsverhältnis CO : H2 entsprechen. Durch Anwendung eines Gases mit einem Kohlenoxydiiberschuß über das Verbrauchsverhältnis CO : 1-12 bei der betreffenden Synthese hinaus erhält man höherolefinhaltige Produkte, insbesondere dann, wenn sich der 1,Z'-ohleno.xyd#tberschuß mit Hilfe eines G-ztslzreislatif#; durch unmittelbare Rückführung eines Teiles des Restgases in den Kontaktafen - nach Abscheidung eines Teiles der Reaktionsprodukte - im Synthesegas anreichert.
  • Das Verfahren der Erfindung, insbesondere seine Vorteile und Kombinationsmöglichkeiten seien an Hand der Zeichnung näher erläutert: Mit i ist ein Trennapparat zur Zerlegung von Luft, die durch die Leitung 2 in demselben, eintritt, in Sauerstoff und Stickstoff, die durch die, Leitungen 3 und 4 die Anlage verlassen, bezeichnet. Mit Hilfe des Kompressors 5 wird der Sauerstoff (oder auch lediglich Luft) aus der Leitung 3 über die Leitung 6 in den Druckgaserzeuger 7, der in bekannter Weise mit festem Brennstoff (Kohle) beschickt wird, gedrückt. Das im Gaserzeuger 7 unter Zusatz entsprechender Darnpfmengen und gegebenenfalls auch Kohlensäure erzeugte Syntheserohgas gelangt über die Leitung8 in den Kühl.,erg, in dein es gekühlt und von Teer und Öl befreit wird, worauf es über die Leitung io in dem Wäscher i i einer Druckwasserwäsche zur Entfernung der, Kohlensäure unterworfen wird. Über die, Leitungen i--, und 14 gelangt das Gas durch den, Erhitzer 13 schlließlich in den Feinreiniger 15, den es als feingereinigtes schwefelfreies Synthesegas durch #die Leitung 16 verläßt, um in den Kontaktofen 17 beispielsweise mit der Zusammensetzung 28'/o CO, 56,1/o H2, 2'/o CH4, :20/4 CO2 und 2#l/o N2 einzutreten.
  • Nach der katalytischen Umwandlung der Reaktionsträger im Kontaktofen 17, der zweckmäßig etwa unter dem Druck der Druckvergasung im Gaserzeuger 7 steht (:2o bis 3o at), werden die Gase über die - Leitung 18 einem Kühler ig zugeführt, in dem die flüssigen Reaktionsprodukte (Wasser, Benzin, 01 und Paraffin) kondensiert werden. Die dampfförmig verbleibenden Kohlenwasserstoffe (Benzin, Gasole) werden über die Leitung 2o einer Ab- oder Adso,rptionsanlage (Aktivkohleanlage') 21 zugeführt und durch die Leitung 22 als Restgas der Synthese abgeleitet.
  • Dieises Restgas kann in bekannter Weise, vor oder nach Ahscheidung der leichter siedenden Kohlenwasserstoffe in der Anlage2i durch die Leitungen 23 mit dem Absperrveritil 24 oder durch die Leitung 25 mit dem Ab,sperrvelitil 26 über den Gassauger 27 im Kreislauf in den Kontaktofen 17 zurückgeführt werden. In diesem Falle wird der ständig aus dem Kreislauf herausgenommene Restgasanteil ebenfalls über die Leitung 22 abgeführt.
  • Nach der Erfindung wird nunmclir ein Teil des durch die Leitung -92 abströmenden Restgases über die Leitung 28 mit Hilfe des Kompresso-rS 29 in die Druckvergasung bzw. den Gaserzeuger 7 zurückgeführt. Durch Schließen des Ventils 30 in der Leitung 28 und Öffnen des Ventils 3 1 in der Leitun932 kann das Restgas vorher einer Druckwasserwäsche im Wäscher 33 unterworfen werden, um die- etwa, zuviel darin enthaltene Kohlensäure abzuscheiden. Das Druckwasser wird aus dem Wäscher 33 durch die Leitung 34 zweckmäßig zusammen init dem Druckwasser des Wä:sche#rs i i in den Kahlensäureabscheider 35 geleitet, von dein gegebenenfalls die Kohlensäure in regelbarer Menge alsdann über die Leitung 36 und den Kompressor37 in den G&serzeuger7 eingeleitet weirden kann.
  • Das im Abscheider35 entspannte Druckwasser wird in bekannter Weise durch die Leitung 42 dem Entlüfter 43 zugeführt und das entlüftete Druckwasser durch die Pumpe 44 und die, Leitungen 4.5 bzw. 46 den beiden Kohlensäurewäschern ii bzw. 33 zugePumPt.
  • Das Restgas kann auch über die Leitung38 durch Öffnen des Ventils 39 in eine höhere Schicht des vergasenden Brennstoff-s eingeleitet werden, die für die Konvertierung des Methans die günstigsten Reaktionsbedingungen bietet.
  • je Normalkubikmeter eines Gases" welches, wie oben angegeben, etwa :28 % C 0 und 56 II/o H 12 0/0 b 21 CH4, :2% CO, und :21/o N2 enthält, fallen nach der katalytischen Umwandlung zu flüssigen Kohlenwasserstoffen, von denen etwa i5o- je No-rma,lkubil"ineter gewonnen werden, etwa, o,25 m3 eines Restgases an, das z. B. 10 1/0 C 0, 14 14 H21 5 8 e/e C H41 i o % CO, und 8 1/o N2 enthält. Werden vier Fünftel dieses Endgases, also o,2 ms, durch Rückführung in die Druckvergasung konvertiert, so erhält man im Gaserzeuger zusätzlich 0,541113 eines Gases von etwa der Zusammensetzung 251/o Z> CO, 70% H2':20/0 C02 und 3'/o N2. Das CO: H2-Verhältnis kann durch entsprechende Führung der Vorgasung in der eingangs erwähnten We-ise verä,l-i,dert werden. Der erhöhte Stickstoffgehalt dieses Gases führt nach wiederholter Rückführung eines Teiles des Restgases zu einem Gleichgewichtszustand, bei dem die aus der Synthese abgeführte Restmenge nach Gewicht ebensoviel Stickstoff enthält wie ohne Rückführung der Restgase in die Druckvergasung.
  • Beträgt also der StickstoffgehaIt des no-rmalen Syntheserestgases 811/o, so steigt er nach Rückiührung von vier Fünfteln dieses Restgases auf 4o'/o, an, wobei sich diese Zahl durch den zusätzlichen Verbrauch von stickstoffhaltigem Sauerstoff und Brennstoff im Druckgaserzeuger noch um ein Geringes erhöhen kann.
  • Arbeitet man mit eisenhaltigen Katalysatoren, die als wesentliches Nebenerzeugnis Kohlensäure statt Wasser liefern, so stellen sich die Verhältnisse folgendermaßen dar: Beispielsweise erhält man bei der Druckvergasung von Braunkohle bei 3o at Druck. unter Einleiten von 951/oigei-n Sauerstoff, Wasserdampf und Kohlensäure- nach der An-swaschung der gebildeten Kohlensäure aus dem Rohgas und nach dessen Reinigung ein Gas, welches 6o"/o, CO, 301/o H2, 61/9 CH4, 211/o CO, und :2010 "Z2 enthält. Wird dieses feingereinigte Gas bei 3o atü über die erwähnten. Eisenkatalysatoren, mit beispielsweise 29 eJe Fe, 7 0/0 Cu, 5 % Th 02, 5 1 1/o Kieselgur und 8 % K,CO3 geleitet, so erhält man eine, Ausbeute von iSog Paraffin, Öl und Benzin je Normalkubikrneter Kohlenmonoxyd und Wasserstaff im Aus-angsgas neben geringen Mengen saueirstoffhaltlcr "er Verbindungen. Aus i -#\-#o,rmall,:ubiilzrneter Ausgangsgas entstehen hierbei o,45 iN.ori-nalkul)ilzmeter Restgas mit einem Gehalt von 180/0, CO, 70Jo H2, I5,5'/o CH4, 5511/o CO., und 4,50/ü N-Nach der Erfindung werden 0,35 n13 von den ge- nannten o,45 in3 in die Druckvergasung zurück-, ge -führt, woraus, einschließlich der Umwandlung des Methaus, 0,30 1-n2 Koll#Icnmo#iioxyd und Walsserstoff entstehen, die sich init dein primär erzeugten Robgas vermischen. Durch geeignete Fühlung der Vergasung (Zugabe voll Sauerstoff und Kohlensäure-) kann die Zusammensetzung des Gemisches so eingestellt werden, daß nach der Kohlensäurewäsche und Reinigung des Rohgases ein Gas voll der Zusammensetzung 6o"/o CO, 3o'/o H#" sl/o CH4, 20io CO, und 390 N" vorliegt, wobei durch dauernde Rückführung des Restgases sich die Zusammensetzung dieses Gases nach Erreichung des Gleichgewichtszustandes auf g8'/o CO, 29'10 H2, 4'/o CH4, -9%, CO., und 70/0 N., einstellt.
  • Rechnet man ein grittel des ]Äeizwertes der zurückzuführenden Restgasmengen für die Verbrennung zur Lieferung der Reaktiollswälme, so verbleiben als praktisch auszunutzen 0,2 m3 Kohlenmonoxyd und Wasserstoff übrig, die zu einer Ausbeuteerhöhung bei der katalytischen Umwandlung führen. Es gelingt auf diese Weise, die Ausbeute an Kohlenwasserstoffeli auf etwa 17o bis igog je Normalkub,iki-neter der ursprünglichen Ausgangsgasinenge, berechnet auf ein iool./0 (CO + H# )-haltiges Gas, zu steigern. Wegen der Erhöhung des Stickstoffgehaltes infckl-e der Rückführung des Restgases müssen im allgemeinen die Temperaturen bei der Synthese etwas erhöht werden. Wird jedoch ein Teil des Syntheserestgases selbst im Kreislauf über den Ü,-olitalztofen geführt, so kann auf diese Temperaturerhöhung verzichtet -und e#ine Kompensation lediglich durch Verringerung derKreislaufgasmeilge innerhalb der Synthese erreicht werden, so daß innerhalb der Synthese- der gleiche, Gehalt all Inerten vorhanden ist. Es vereinfacht sich dadurch die eigentliche Synthese, weil ein Teil der in manchen Fällen erwünschtellGasverdünnung schon durch dieRückführung des Restgases im Druckvergaser erreicht wird.
  • Gegebenenfalls können neben der Rückführung von Restgasen auch andere Gase in die Sauerstoffdruckvergasung festerBrennstoffe gegeben werden, so-fern eine Verwertung der in diesen Gasen eiithaltenen Kohlenwasserstoffe erwünscht ist. Beispielsweise kann man l#,-oksofen-als, Schwelga#, Abgase voll Krack- und Polyrnerisationsanlagen in den Gaser7euger für die Sau,erstoffdruckvergasung blasen.

Claims (2)

  1. PATE-NTANS PR Ü C 11 L: i. Verfahren zum Betrieb von Syntheseanlagen, in denen Kohleiloxyd und Wasserstoti enthaltende Gase Izatalytisili, insbesondere zu wertvollen Kohlenwasserstoff en, umgesetzt werden, die teilweise durch -#7e#r-asen eines hrennstoffs und teilweise durch gegbebenenfalls in der zur Vergasung dienenden Apparatur vorgenommene Spaltung von aus der Syntheseanlage kommendem Restgas erzeugt werden, dadurch gelZennzeichnet, daß sowohl die Vergasung des vorzugsweise festen Brennstoffs als auch das Spalten des Restgases unter Anwendun,- von Sauerstoff und unter Druck, #-orzti-swei,-,e dem gleichen Druck, erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Restgas vor seiner Spaltung andere kohlenwasserstoffhaltige Gase, wie Koksofengas, Schwelgas oder Abgase, von Krack- oder Polymerisationsanlagen, zugemischt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Auswaschung des aus der Sauerstoffdruckvergasungsanlage kommenden Rohgases anfallende Kohlensäure mit einem Teil des Restgases in die Druckvergasungsanlage ZD zurückgeführt wird. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Druckvergasung Restgase geführt werden, die bei einer mit Gasdurchsätzen von mehr als i -Normalliter je Gramm aktives Metall in der Kontaktma.sse und Stunde und bei erhöhter Temperatur Von 200 biS 270' durchgeführten Synthese entstehen. In Betracht gezogene- Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 628 482; »Brennstoffchemie«, Bd. 16, 1935, S. 33 1 bis 333; H. Brückner, »Handbuch der Ga,sin,dustrie«, Bd. 2 »Generatoren«, München und Berlin, 1940, Teil 2, S. 2 1 ; Dr. F. Danulat, »Die Druckvergasung fester Brennstoffe mit Sauerstoff«, Sonderdruck aus Heft 13 der »Mitteilungen aus dein Arbeitsbereich der _M.etallgesellschaft, Frankfurt/M.«, 1938, S. 10.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE622482C (de) * 1933-09-28 1935-11-29 Wilhelm Hegenscheidt Akt Ges Gesenk zum Anspitzen von Schraubenschaftenden

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