DE964760C - Klebstoff fuer das Verkleben von Wellpappe - Google Patents

Klebstoff fuer das Verkleben von Wellpappe

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DE964760C DEST273D DEST000273D DE964760C DE 964760 C DE964760 C DE 964760C DE ST273 D DEST273 D DE ST273D DE ST000273 D DEST000273 D DE ST000273D DE 964760 C DE964760 C DE 964760C
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    • C09J103/00Adhesives based on starch, amylose or amylopectin or on their derivatives or degradation products
    • C09J103/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2666/00Composition of polymers characterized by a further compound in the blend, being organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials, non-macromolecular organic substances, inorganic substances or characterized by their function in the composition
    • C08L2666/02Organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials

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Description

  • Klebstoff für das Verkleben von Wellpappe Die Erfindung bezieht sich auf einen Klebstoff für das Verkleben von Wellpappe, welcher aus einer gelatinierte Stärke, ungelatinierte Stärke und Wasser enthaltenden Mischung besteht.
  • Klebstoffe auf Stärkegrundlage sind allgemein bekannt und finden vielfache Anwendung. Diese werden in völlig gelatiniertem Zustand auf .die durch Klebung zu verbindenden Oberflächen aufgebracht, und die Ve-rklebung wird dann dadurch bewirkt, daß man die in der Klebmasse enthaltene Feuchtigkeit verdampft. Neben ihren sonstigen Vorzügen sind derartige Klebstoffe mit dem erheblichen Nachteil behaftet, idaß für die Verdampfung der in ihnen enthaltenen Feuchtigkeit und damit die Erzielung einer ausreichenden Verklebung verhä.ltnismäßig viel Zeit erforderlich ist, so daß derartige Klebstoffe für alle solche Zwecke, wo es auf eine schnelle Verklebung ankommt, wie für das Verkleben von Wellpappe, nicht oder nur sehr bedingt geeignet sind.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, Klebmassen zum Verkleben von Holz in ;der Weise herzustellen, daß zunächst eine trockene Grundmischung aus ungelatinierter Stärke und Dextrin erzeugt wird und zu dieser Grundmischung dann vor der Verwendung Wasser und Natriumhydroxyd zugesetzt werden, um die in der Masse vorhandene noch ungelatinierte Stärke vollständig zu gelatinieren Auch in diesem Fall ist somit das zur Verwendung gelangende Klebmittel vollständig gelatiniert und entspricht daher der Art nach ebenfalls den vorerwähnten üblichen Klebstoffen auf Stärkegrundlege und weist dementsprechend auch deren Nachteile auf.
  • Das gleiche! gilt auch für den weiteren bekannten Vorschlag, rohe Stärkekörner rnit Schwefelsäure zu behandeln, die dabei erhaltene Masse dann zu. neutralisieren und dadurch die wasserabsorhierenden Eigenschaften der Stärke zu erhöhen und schließlich diie so veränderten Stärkekörnchen zu trocknen, da auch deren Überführung in eine bandhebungsfähige Bindemasse in der Weise erfolgen soll, daß die so vorbehandelte Stärke mit Wasser und kau:stischem Alkali versetzt wird, um ihre vollständige Gelatinierung sicherzustellen, und sie erst in diesem Zustand zur Verwendung gelangt, worauf dann die Bindung durch Verdampfen des Wassers herbeigeführt wird.
  • Zu dem gleichen Ergebnis' gelangt man auch dann, wenn man entsprechend einem weiteren bekannten Vorschlag rohe Stärke mit vorbehandelter Stärke der eben erwähnten Art vermischt und erst diese Mischung mit Wasser und kaustischem Alkali zwecks vollständiger Gelatinierung der gesamten vorhandenen Stärke versetzt, da auch in diesem Fall das Wasser zur Erzielung der angestrebten Verklebung verdampft werden muß.
  • Es ist weiter bekannt, aufgeschlossene, so, genannte wasserlösliche Stärke mit gewöhnlicher, also nicht aufgeschlossener Stärke zur Herstellung von Klebmitteln zu versetzen, ohne daß dienerhalb Näheres über Wahl der diesbezüglichen Mengenverhältnisse und damit etwa beabsichtigen Sonderwirkungen bekannt wäre, und es kann nur vermutet werden" daß ein solcher Zusatz zum Zweck der Substanzanreicherung der üblichen, kalt anzurührenden und durch Verdampfung vom ihrem Wassergehalt zu befreienden und damit zur Verklebung führenden Stärkekleister vorgeschlagen wurde.
  • Es ist schließlich auch bereits vorgeschlagen worden, Aufschwemmungen von ungekochter Stärke für das Zusammemklehen von Papierbahnen zu verwenden und Überzüge auf Papier in der Weise aufzubringen, daß auf das Papier ein wäßrigear, ungekochte Stärke und gegebenenfalls ein Pigment enthaltender Schlamm aufgetragen, hierauf das mit diesem Schlamm überzogene nasse Papier einer die, Gelatinierung der Stärke. bewirkenden Dämpfung oder Erwärmung unterworfen und schließlich das Ganze, getrocknet wird. Hierbei kann wahlweise sogenannte »präparierte Stärke« als e:mulgierendes Mittel hinzugesetzt werden, welche durch chemische Behandlung von roher Stärke entsteht, wodurch, bei nachfolgender Lösung in Wasser, eine Verminderung der Viskosität erzielt wird. Diese Verminderung der Viskosität beeinträchtigt das Verbinden von ebenen Flächen, wie Papierbahnen, praktisch nicht, da hierbei lediglich notwendig ist, daß das Bindemittel von einer solchen Viskosität ist, daß es richtig ausgebreitet werden kann, und der Feuchtigkeitsgehalt des Bindemittels wird dabei ausschließlich durch diese Maßgabe bedingt. Die Herstellung von Wellpappe fordert demgegenüber eine Bindemittelmasse, welche von einer genügenden Viskosität ist, um auf den Wellenbergbereiahen nach Aufbringen auf dieselben s.tehenzubleiben, nicht zwischen dieselben abzulaufen und eine zeitweilig aussetzende Bindewirkung auf abwechselnden Teilen der Papierhahn und der gewellten Schicht zu zeitigen. Dieser Mindestforderung an Viskosität stecht die Maximalforderung gegenüber, daß die Masse genügend viskos ist, flach und schnell über die zu verbindenden Oberflächen ausgebreitet werden zu können. Diese Bedingungen vermag also diese für das Vereinigen von Papierhahnen geeignete Klebmasse nicht zu erfüllen und ist daher für das Verkleben vom Wellpappe ebensoweni.g anwendbar.
  • Die Erfindung schafft nun einen allen diesen bekannten Vorschlägen gegenüber neuen Klebstoff besonderer Eigenart und überlegener Eignung für das Verkleben von Wellpappe, bei welchem es auf ein schnelles Arbeiten ankommt, dadurch, daß dieser Klebstoff höchstens 5 Teile, vorzugsweise z1/2 bis 5 Teile Wasser auf 1 Teil der Gesamtstärke-Trocken"substanz und mindestens 150/9 und höchstens so viel ungelatinierte Stärke, bezogen auf die Gesamtstärke-Trockensubstanz, enthält, daß die ungelatinnertea Stärke bei Raumtemperatur von der gelatinierten Stärke in Suspension gehalten wird, die bei Raumtemperatur nicht klebende Mischung noch genügend Viskosität besitzt, daß sie bei ihrem Auftragen auf die zu verklebendem Wellembelrgbereiche einer Wellpappe dieselben, ohne von ihnen abzulaufen und ohne in dieselben einzudringen, gleichmäßig benetzen kann und die ungelatinierte Stärke beim Erhitzen der Mischung sofort unter Aufnahme einer erheblichen Wassermenge und unter verhältnismäßig großer Steigerung der Viskosität und damit Bewirkung der Klebfähigkeit der Mischjung vollständig gelatiniert.
  • Es wunde nämlich die überraschende Feststellung gemacht, daß man bei Einhaltung solcher Mengenverhältnisse eine Masse erhält, welche zunächst als solche nicht die Merkmale eines Bindemittels aufweist, sich dafür aber durch eine derartige Viskosität auszeichnet, da,ß spie einerseits auch auf den gewellten Flächen .einer Wellpappe stehenbleibt bzw. nicht von solchen abläuft, andererseits aber doch flach und schnell über die zu verbindenden Oberflächen ausgebreitet werden kann, und welche bei Einwirkung von Hitze ohne das Erfordernis einer Verdampfung des vorhandenen Wassers sofort eine Bindewirkung erzielen läßt, wie spie mit den bekannten Stärkeklebstoffen, bei .denen die Bindung durch Abdampfen des Wassers bewirkt wird, auch nicht entfernt erreicht werden kann.
  • Diese Eigenart des erfindungsgemäßen, nach allem gewissermaßen als mittelbar wirkende Bindemittelmasse zu bezeichnenden Klebstoffes, auf bloße Einwirkung von Hitze hin zu einer praktisch augenblicklichen Umwandlung aus einer nicht klebenden Masse in ein starkes Bindemittel mit minimalem Wassergehalt befähigt zu sein, ohne hierfür des Entzuges von Feuchtigkeit durch Verdampfung zu bedürfen, erhellt ohne weiteres dessen großen Wert und überragende Bedeutung für das Verkleben von Wellpappe, für welche- Zwecke man bisher trotz ihrer sonstigen Mängel, wie Brüchigwerden nach dem Trocknen, Schwächung der Papierfaser und sonstige Beeinträchtigung der damit in Berührung kommenden Stoffe: us.w., praktisch ausschließlich A1kaI(isilikat-Bindemittel verwendet hat und bisher keine brauchbaren Klebstoffe auf Stärkegrundlage zur Verfügung standen. Der erfindungsgemäße Klebstoff vermeidet demgegenüber alle diese Mängel und bietet da:riiber hinaus auch noch den besonderen Vorteil, daß damit ausgesprochen schnell gearbeitet werden kann, so daß bei seiner Verwendung Wellpappe:herste:llungsmasch:inen um io bis 2o% schneller arbeiten bzw. mehr erzeugen können, als dies sonst möglich wäre.
  • Es hat sich herausgestellt, daß gewisse Stärkearten für dein erfindungsgemäßen Klebstoff von Natur aus besser geeignet sind als andere,. Beispielsweise sind Tapioca-, Roggen- und Kartoffelstärke den Mais-, Weizen- und Reisstärken wesentlich überlegen, wenn sie: als ungelatinierter Stärkeanteil des erfindungsgemäßen Klebstoffes verwendet werden.
  • Die hauptsächlichen Faktoren, welche die Eignung der Stärke für deren Verwendung als ungela.tinie:rter Stärkeanteil des erfindungsgemäßen Klehstoffes bestimmen, sind die folgeirden: i. Die erforderliche Zeit, um die Stärke in Wasser mittels Hitze vollständig zu gelatinieren; 2. die Temperatur, bei welcher die! Stärke gelatiniert; 3. die von der- Stärke nach der Gelatinierung entwickelte Viskosität; q.. der Klebrigk.eitsgrad, der nach der Gelatinierung entwickelt wird.
  • Es ist erwünscht, daß die Stärke sehr rasch gelatiniert, so daß sie einen hohen Grad von Viskosität in einer kurzen Zeitspanne entwickelt. Danach richtet sieh die, Schnelligkeit, mit welcher Papier auf der Wellpappemas.chine verklebt werden kann.
  • Es ist ferner, erwünscht, daß die Stärke eine geringe Gelatinierungstemperatur aufweist, da auch diese, die Verklebungs.gejschwindigkeit beeinflußt.
  • Weiterhin ist eis erwünscht, daß die Stärke beim Gela,tiinieren einen hoben Grad von Viskosität entwickelt, weil dieser Falttor wesentlich die Wassermenge bestimmt, welche innerhalb des Bindemittels verwendet werden kann. Je größer die entwickelte Viskosität ist, um so größer ist auch -der Anteil an Wasser, der angewandt werden kann, und um so@ stärker ist die erzielbare Verkle!bung.
  • T apioca., Roggen- und Kartoffelstärke scheinen diese wünschenswerten Charakteristiken in einem größeren Ausmaße zu haben als die anderen gewöhnlichen Arten von Stärke und werden vorzugsweise erfindungsgemäß benutzt.
  • Die für die Zwecke der Erfindung weniger geeigneten Stärken, wie solche von Mais, Weizen, Reis, Sago u. dgl., lassen sich für dieselben durch Zugabe geringer Mengen kaustischer Soda wesentlich verbessern, da, hierdurch ihre Gelatinierungsgeschwindigkeit erhöht und ihre Gelatinierungstemperatur gesenkt wird.
  • Weiterhin hat sich herausgestellt, daß durch die Zugabe geringer Mengen Borax zu solche Stärken deren Viskosität beim Gelatinieren wesentlich erhöht wird. Solche Zusätze können auch dazu verwandt werden, die- Wirkung von Tapioca, Roggen-Kartoffel- u. dgl. Stärken für die Zwecke der Erfindung zu verbessern.
  • Hinsichtlich des Teiles des Klebstoffes, welcher den Träger oder das Suspensionsmedium für den ungelatinierten Stärkeanteil bildet, ist es erwünscht, d-aß derselbe. von einer solchen Beschaffenheit ist, daß er mit Wasser zu einer frei fließenden bzw. kolloidalen Lösung von genügender Viskosität verarbeitet werden kann, um die ungela.tinierten Stärketeilchen in Suspention zu halten und den Klebstoff leicht, z. B. mittels Walzern, handhaben und auf die zu verklebenden Wellenbergbereichc einer Wellpappe aufbringen zu können.
  • Die für einen solchen Träger erwünschten Merkmale sind insbesondere folgende: i. Er soll den ungelatinierten Stärkeanteil des Klebstoffes in Suspension halten und ein unerwünschtes Absetzen der ungelatinierten Stärketeilchen verhindern.
  • 2. Er soll den Klebstoff gleichmäßig und gut z. B. auf glatten Walzen aufnehmen und auf die zu verklebenden Oberflächen übertragen lassen.
  • 3. Er soll von genügender Viskositiät sein, um den Klebstoff die zu verklebenden Oberflächen benetzen und sich auf denselben festsetzen zu lassen.
  • 4.. Er soll keine Auf schäumung des Klebstoffes in den Klebstoffbehältern der Verarbeitungsmaschinen bewirken.
  • Der beste Träger für diese Zwecke ist eine. gelatiniierte! Stärkelösung, welche durch Oxydationsod. dgl. Mittel verändert und einer teilweisen Dextrinierung unterzogen worden ist. Ausführungsbeispiele i. Der Trägerteil des Klebstoffes wird folgendermaßen zubereitet: Mischung: 451/o Tapiocamehl, 16% Natriumka.rbonat, 12% Caloiu,mhyd.rat, '/2% Ba.riumperoxyd, 261/2% Ton (30o Maschen).
  • 4.5 Gewichtsteile dieser Mischung werden mit 168 Gewichtsteilen kalten Wassers für eine Zeitdauer von ungefähr 30 Minuten miteinander vermischt. Während dieser Zeit wird die Stärke in der Mischung durch die darin gebildete kaustische Soda gelatiniert und die gelatinierte Stärke dann durch die Einwirkung des Bariumperoxyds in eine glatte Flüssigkeit umgewandelt. Hierauf wird etwa i Gewichtsteil Formaldehyd der Mischung hinzugefügt, um eine weitere Einwirkung des Bariumperoxyds zu unterbinden, und dann die Mischung mit weiteren ,4oo Gewichtsteilen. Wasser verdünnt. Es können dabei auch andere Aldehyde, ebenso wie schwefelige Säure, Bisulfite oder andere geeignete Reduktionsmittel an Stelle des Formaldehyds verwendet werden. Der ungelatinierte Klebstoffanteil besteht aus folgender Mischung: 14o Gewichtsteile Tapnocamehl, 3 Gewichtsteile Borax, 184 Gewichtsteile Wasser.
  • Diese drei Stoffe werden in einem besonderen Behälter gemischt und dann dem in der oben beschriebenen Weise hergestellten Träger einverleibt. Die daraus erhaltene Mischung, welche den gelatinierten Träger und ungelatinierte Anteile enthält, wird dann, ungefähr 30 Minuten lang bzw. so lange verrührt, bis ein vollkommen gleichmäßiges und frei fließendes Erzeugnis erhalten wird. Dasselbe ist dann gebrauchsfertig.
  • 2. Der Träger des Klebstoffes wird wie folgt zubereitet: Mischung: 45 % T'apiocamehl, 2o % Natriumkarbonat, i5n/o Calciumhydrat, 1h-% Bariumperoxyd, i91/z% Ton (30o Maschen).
  • 45 Gewichtsteile dieser Mischung werden mit z68 Gewichtsteilen kalten Wassers etwa. 3o Minut.en lang vermischt. Während dieser Zeit wird die Stärke in der Mischung durch die darin gebildete kawstische Soda. gelatiniert und dann durch die Einwirkung des Bariumperoxyds in eine glatte Flüssigkeit umgewandelt. Hierauf wird etwa i Gewichtsteil Formaldehyd hinzugefügt und die Mischung mit einer zusätzlichen Menge von 40o Gewichtsteilen Wasser verdünnt.
  • Der ungelatinierte Klebstoffanteil besteht aus folgender Mischung: 14o Gewichtsteile Maisstärke, 3 Gewichtsteile Borax, 184 Gewichtsteile Wasser.
  • Diese drei Stoffe werden in einem besonderen Behälter vermischt und dann. dem Träger zugefügt. Die daraus erhaltene, den gelatinierter Träger und die ungelatinnerte Anteile enthaltende Mischung wird etwa 30 Minuten lang umgerührt, worauf sie gebrauchsfertig ist.
  • Das obige Beispiel ist ähnlich dem Beispiel i mit dem Unterschied, daß für den ungelatinierten Stärkeanteil des Klebstoffes Maisstärke anstatt Tapioca verwendet wird. Der Zusatz an Natriumkarbonat und Kalk ist gegenüber dem von Beispiel i .erhöht, um so eine größere Menge kaustischer Soda zu bilden und demgemäß die Gelatinierungstemperatur der Kornstärke zu verringern und ihre Gelatinierungsgeschwindigkent zu erhöhen.
  • Bei beiden oben angeführten Beispielen werden Natriumkarbonat und Kalk als bequemes Mittel zur Einführung von kaustischer- Soda in die Mischung benutzt. Die so@ gebildete kaustische Soda bewirkt nicht nur eine Gelatinierung der Stärke in dem Träger, sondern. auch eine Verringerung der Gelatinierungstemperatur und eine Erhöhung der Gelatinierungsgescbwindigkeit des ungelatinierten Stärkeanteiles des Klebstoffes, wenn derselbe erhitzt wird und damit zur Wirkung gelangt.
  • Bari.umperoxyd hat beim Gebrauch mit Natriumkarbonat und Kalk die Eigenschaft, auf das Stärke trägermedi.um bei Temperaturen unter 37,8° einzuwirken. So ist es möglich, ein gelatiniertes Stärketrägermeidium mit den gewünschten Viskositätsmerkm:alen mittels einer kalten Mischung zu erhalten. In jedem dieser Beispiele kann Bariumperoxyd in der jeweils gewünschten Menge dem Stärketräger nach Hinzufügen von Wasser zugegeben werden.
  • Der in dem obigen Beispiel verwendete Ton dient als inertes Füllmittel, welches auf die Eignung und Wirkung des Klebstoffes ohne wesentlichen Einfluß ist. Es wird nur benutzt, um ein unerwünschtes Ausflocken der Trägermischung zu verhindern, wenn dieselbe mit dem Wasser zusammengebracht wird.
  • Der Zusatz von Borax dient einer Erhöhung der von dem Klebstoff bei seiner Verwendung entwickelten Viskosität und ermöglicht so den Gebrauch von großen Wassermengen, wie sie oben angegeben sind.
  • Verschiedene andere Beispiele von Klebstoffen der erfindungsgemäßen Art, welche ebenfalls für die Herstellung von Wellpappe ausgezeichnet geeignet sind, sind die folgenden: 3. Mischung: 88,5'% Maisstärke; 4,5'/o Calciumhydrat, 6% Natriumkarbonat, i % Bariumperoxyd. 35 Gewichtsteile dieser Mischung werden in 14o Gewichtsteilen kalten Wassers dispergiert. Dieser Mischung werden 2,75 Gewichtsteile kaustischer Soda, gelöst in io Gewichtsteilen Wasser, zugefügt. Nachdem die Stärke gelatiniert ist, wird die Mischung etwa 2o Minuten gerührt, während welcher Zeit sie durch die Wirkung des Bariumperoxyds in eine geschmeidige Flüssigkeit übergeführt wird. Nach dieser Zeit wird etwa i Gewichtsteil Formaldehyd zugefügt und die, Mischung mit weiteren 40o Gewichtsteilen Wasser verdünnt.
  • Der ungelatinierte Klebstoffanteil besteht aus folgender Mischung: 16o Gewichtsteile Maisstärke, i Gewichtsteil sulfoniertes Rizinusöl, 2 Gewichtsteile Borax, igo Gewichtsteile Wasser.
  • Diese vier Stoffe werden in einem besonderen Behälter vermischt und dann dem Träger zugefügt. Die daraus erhaltene Mischung, welche den gelatinierten Träger und den ungelatinierten Anteil enthält, wird dann etwa 30 Minuten lang gerührt und ist dann gebrauchsfertig. Bei diesem Beispiel wird eiirre modifizierte gelatinierte Kornstärke als Trägermedium und. Kornstärke auch für den ungelatinierten Anteil des Klebstoffes verwendet. Das sulfonierte Rizinusöl wird hinzugefügt, um die Aufnahme des Klebstoffes durch Walzen o4. dgl. gleichmäßiger zu gestalten und dessen Übertragung auf die zu verklebenden Unterlagen zu erleichtern. Unbedingt notwendig ist solches allerdings nicht, wohl aber erwünscht, wenn mit Maschinen höherer Geschwindigkeit gearbeitet wird.
  • 4. 5o Gewichtsteile teilweise dextrinierter Stärke werden mit 25o Gewichtsteilen Wasser auf 88° erhitzt und dann auf unter 38° abgekühlt. In einem besonderen Behälter werden ioo Gewichtsteile Tapioca-, Roggen- oder Kartoffelstärke mit Zoo Gewichtsteilen Wasser vermischt und dann der obigen Mischung zugesetzt. Die Masse, wird hierauf gerührt, bis sie einheitlich geworden ist, und ist dann gebrauchsfertig.
  • Ein Klebstoff dieser Art ist vor allem für solche Zwecke am Platze, bei denen es notwendig ist, daß der Klebstoff vollständig frei von alkalischen Stoffen ist. Bei diesem besonderen Beispiel wird eine gekochte, teilweise dextrinierte Stärke als Trägermedium verwendet. Der Grad der Dextrini.erung sollte dabei derart sein, daß die Endviskosität des-Klebstoffes ungefähr die gleiche ist wie die einer Natriumslikkatlösung von 38 bis 4.o° Be. Sowohl Tapioca-, Roggen- oder Kartoffelstärke oder Mischungen solcher können für den ungelatin.ierten Stärkeanteil innerhalb dieses nicht alkalischen Klebstoffes verwendet werden, weil sie rasch genug geilatinieren, um den Klebstoff in zufried:enstellen@der Weise verwenden zu können, ohne daß es notwendig wäre, kaustisch e Soda zurr weiteren Erhöhung der Gelatinieru:ngsgeschwindigke:it hinzuzufügen.
  • Wenn es gewünscht wird, Maisstärke u. dgl. für solche nicht alkalische Zubereitungen zu verwenden, empfiehlt es sich, für eine Verwendung auf Klebmaschinen großer Geschwindigkeit genügende Mengen von Zinkchlorid, Calciumchlo,rid, Harnstoff, Fo,rrna1,dehyd od. dgl. Chemikalien zuzusetzen, welche nicht alkalisch sind und doch die Eigentümlichkeit besitzen, die Gelatinierungstemperatu:r von Stärke zu senken, und so die Abbindung des Klebstoffes entsprechend beschleunigen lassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: bezogen auf die Gesamtstärke-Trockensubstanz, enthält, daß die ungelatinierte Stärk bei Raumtemperatur von der gelatinierten Stärke im Suspension gehalten wird und die hei Raumtemperatur nicht klebende Mischung noch genügend Viskosität besitzt, urfr bei ihrem Auftragen auf die zu verklebenden Wellenbergbereiche einer Wellpappe diese ohne abzulaufen und ohne einzudringen gleichmäßig zu benetzen.
  2. 2. Klebstoff nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Zugabe von bekannten Stärkegelatinierungs.m.itteln in Mengen, die: zwar die Ge@la.tinierungstemperatur des ungela.tinierten Stärkebestandteiles senken, aber den Klebstoff vor seinem Auftragen auf die zu klebende-Wellpappe, bei Raumtemperatur nicht gelatinieren lassen.
  3. 3. Klebstoff nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, d-aß lösliche Borate oder Alumina.te hinzugefügt sind. q.. Klebstoff nach einem der Ansprüche i his 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktion.sprodukt aus Natrium!karbo,nat und Kalk zusammen mit Bariumperoxyd oder dessen Äquivalentem zugefügt sind. Klebstoff nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß ein sulfoniertes Öl zugefügt ist. i. Klebstoff für das Verkleben von Wellpappe, beistehend aus einer gelatinierte Stärke, ungelatinierte Stärke und Wasser enthaltenden Mischung, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe höchstens 5 Teile, vorzugsweise 21/2 bis 5 Teile, Wasser auf i Teil der Gesamtstärke-Trockensubstanz und mindestens 15 % und höchstens so viel Prozent umgelatinierte Stärke, In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 572 o62, 585 o63; britische Patentschrift Nr. 23 421 (1913); USA.-Patentschrift Nr. 17886o8; Chem. Zentralblatt, 1931, I, S. 1712; Starch its Chemistry, Technology and Uses von Eynon und Lanc, 1928, S.212.
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