DE96061C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung
für solche Wasserreinigungsapparate, bei denen das Wasser in drei Theilmengen getheilt
wird, von denen die eine zur Bereitung von Kalkwasser, die andere zur Zuführung der
Sodalösung und die dritte durch diese Chemikalien zu reinigende Wassermenge im Vereine mit den beiden anderen zur Bewegung
der für das Verfahren erforderlichen Betriebsvorrichtungen benutzt wird.
Die im Nachstehenden beschriebene Vorrichtung dient dazu, diese drei Theilmengen
wieder,zu vereinigen, ihre beste Mischung und danach eine beschleunigte Klärung herbeizuführen.
Sie besteht aus einem Einlauf- und Mischkopf, in welchen die Theilmengen (Rohwasser,
Kalkwasser und Sodalösung) getrennt von einander und wegen besserer chemischer Einwirkung
und rascherer Klärung unter Druck eintreten, gleichmäfsig vertheilt zusammentreffen
und in vollkommenster Weise in der Art sich mischen, dafs das aus einem Theil des Kalkwassers
und der Sodalösung sich bildende Aetznatron in statu nascendi auf die im Wasser
enthaltenen Carbonate unter Druck einwirkt, eine Umsetzung in Soda eintritt, welche ebenfalls
im status nascens unter Druck die Fällung von Gyps, durch aus Kalkwasser und den Rest
der Sodalösung entstehende neuerliche Bildung von Aetznatron die Ausfällung von Magnesiahydrat
und durch den Rest des zufiiefsenden Kalkwassers die Fällung von im Wasser noch enthaltenen Carbonaten unter Druck bewirkt,
so dafs eine vollkommene Ausscheidung aller Verunreinigungen ohne Erwärmung des Wassers
und unter Umständen auch ohne Filtration desselben ermöglicht.
Da die Mischung unter Druck erfolgt, so ist das Volumen der einzelnen Theilchen des
Niederschlages klein, deren Uebergang in den specifisch schwereren krystallinischen Zustand
beschleunigt, und da dieser Mischkopf mit dem Untertheile des Klärbehälters in Verbindung
steht, in welchen das Gemisch der drei Theilmengen gleichfalls unter Druck eintritt,
so erfolgt auch die Klärung rascher.
Die Vorrichtung ist aufserdem derart eingerichtet, dafs eine gleichmäfsige Vertheilung des
in den Mischkopf eintretenden Rohwassers und ein so rascher Ablauf der Mischung aus
dem Mischkopf erfolgt, dafs sich im letzteren keine störenden Ablagerungen bilden können.
Unter Umständen kann auch in den Mischkopf ein mechanisches Rührwerk leicht eingeschaltet
werden.
Beiliegende Zeichnung stellt diese Mischvorrichtung in einer Ausführungsform in senkrechtem
Schnitt und in der Draufsicht dar.
An dem Untertheile des Klärbehälters A ist der Einlaufkopf B angebracht, in welchen das
zu reinigende Rohwasser, die Soda- und die Kalklösung unter möglichst hohem Druck
durch die Rohre a1 a? a% einströmen. Der Einlaufkopf
ist durch cylindrische, oben oder unten geschlossene hohle Einsätze b1 b'2 b3 in
mit einander communicirende Ringräume getheilt. In den äufsersten derselben mündet
das excentrisch gestellte Rohr a1 für das zu
reinigende Rohwasser, während die central von unten eintretenden Rohre a2 a3 Sodalösung
und Kalkwasser in die inneren Ringräume führen.
Das zuströmende Rohwasser geräth daher in kreisende Bewegung, tritt entlang der unteren
Ringkante ganz gleichmäfsig aus und mischt sich innig mit den in radialer Richtung auf
dasselbe stofsenden Reagensflüssigkeiten, um hierauf durch das Rohr c rasch in den Klärbehälter
abzufliefsen.
Durch die Ueberstülpung des Rohres α2, die Ausmündung des Rohres as unter diesem
Stulpe und die Einführung des Rohres a1 nahe dem oberen Deckel des Mischkopfes und die
entsprechend grofse Geschwindigkeit des Wassers im Rohre c bleiben die Einlaufräume möglichst
frei von Inkrustationen und können demnach leicht gereinigt werden; der verhältnifsmäfsig
gröfseren Geschwindigkeit entsprechend bleibt nur ein ganz kleiner Theil der sich hierbei
bildenden Niederschläge in dem Einlaufkopf zurück, während das gesammte Nutzwasser in
den Klärbehälter durch Rohre c abströmt.
Letzteres ist. zwecks leichter Reinigung mit einer von aufsen beweglichen Schnecke c1
versehen und kann durch ein ebenfalls von aufsen einstellbares Ventil c2 abgesperrt werden,
wenn der Einlaufkopf gereinigt werden soll.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mischvorrichtung für Wasserreinigungsapparate, gekennzeichnet durch einen möglichst tief unter Wasserdruck angeordneten, mit dem Untertheil des Klärbehälters A verbundenen Einlaufkopf B, der durch in einander gestellte cylindrische Einsätze b b1 b2 bs in mit einander communicirende Ringräume getheilt ist, in welche entsprechende Theilmengen des Rohwassers (Sodalösung, Kalkwasser und das zu reinigende Wasser) gesondert eintreten und mit entgegengesetzten Bewegungsrichtungen auf einander treffen, um nach ihrer Mischung durch das absperrbare Rohr c in den Klärraum einzutreten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96061C true DE96061C (de) |
Family
ID=367228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96061D Active DE96061C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96061C (de) |
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0
- DE DENDAT96061D patent/DE96061C/de active Active
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